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34 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

Dagny, 11.10.2008 11:22

Mein aufrichtiges Beileid.

Haider hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Ich wünsche Ihnen die Kraft, mit dem frühen Verlust Ihres Vaters und Mannes umzugehen. Er hinterlässt eine Lücke, die sich nie füllen wird.

 
FAB., 11.10.2008 11:59

Liegt es jetzt nur an der Brille, die ich aufhabe, oder hat die Art, wie unsere Aktuelle Tageskamera berichtet, einen leicht unangenehmen Beigeschmack von Nachtreten?

jo@chim, 11.10.2008 12:33

Die Darstellung scheint mir durchaus sachlich zu sein. Der unangenehme Beigeschmack kommt wohl von all den “Humanisten” die sich jetzt bekotzen vor Glück über den Tod eines Menschen.

 
 
Harysonsan, 11.10.2008 12:01

Österreich verliert einen Eimer Kotze. Schade drum :-D

FAB., 11.10.2008 12:33

Aufgrund der großen Anzahl an pietätlosen Postings sieht sich derStandard.at gezwungen, zu diesem Thema ausnahmsweise kein Forum einzurichten.

Passiert das eigentlich auch, wenn irgendwo ein linker Politiker verunglückt?

Bezeichnend.

Dagny, 11.10.2008 12:38

Ja, das ist die ‘klammheimliche Freude’ die Frau Ponto zur Rückgabe Ihres Bundesverdienstkreuzes bewegt hat.

Ich kann das sehr gut verstehen.

FG, 11.10.2008 14:24

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

 
 
 
 
Shin, 11.10.2008 12:07

Die Verschwörungstheorien werden sprießen…

Shin, 11.10.2008 12:14

Nachtrag: Auf dol2day gehts schon los:

“Es ist im Übrigen nicht ungewöhnlich, dass politisch unbequeme Zeitgenossen hin und wieder mal tödliche Unfälle haben. Autounfälle sind hierbei traditionell sehr beliebt.”

“Ein Fallschirm wäre auch zu auffällig gewesen!”

“Er war ähnlich wie Pim Fortuyn. Oder am Ende Möllemann. Sobald man anfängt zu schillern und verkündet keinen politischen Mainstream, ist die Unfallgefahr doch riesig.”

usw. usf.

Mein Favorit: “Haider musste sterben weil er das Bankensystem kritisiert hat. Einige werden sich am Montag früh noch wundern wenn sie nicht mehr an ihr erspartes rankommen. Wartet die Pressekonferenz morgen Nachmittag ab. Ich gehe noch auf Vorrat einkaufen.Das jüdisch-kapitalistische Finanzsystem ist am Ende.”

 
 
Liberale Eskapaden, 11.10.2008 20:26

Das ist ein schlimmer Rückschlag für Österreich…Haider war ein Freiheitsfreund…Die Häme der Linken war absehbar.

Shin, 12.10.2008 14:09

Man muss schon eine komische Vorstellung von Freiheit haben, um Haider als Freund derselben anzusehen.

Rayson, 12.10.2008 14:25

Das ist doch der hiesige Haustroll.

 
Die Stimme aus dem Off, 12.10.2008 15:04

Hmm. Welche Vorstellung von Freiheit ist denn bitte die Richtige? Freiheit heisst meines Erachtens auch mal ab und zu NEIN zu sagen, zu einer allzu lockeren Politik gegenüber dem Machtinstrument “Liberalisierung” (oder was einige Leute darunter verstehen). Als Haider die kriminellen, nicht abschiebbaren Asylbewerber auf die Alm schickte konnte ich zumindest daran nichts unfreies erkennen. Gut, die Freiheit der Asylbewerber wurde eingeschränkt, aber das ist ja nich was zählt. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann sind die Abgeordneten ihrem Volk verpflichtet. Die Asylbewerber gehören nicht dazu.

stefanolix, 12.10.2008 20:07

Die Regierung (und in dieser Rolle hat Haider gehandelt) ist AFAIK der Verfassung und den Gesetzen verpflichtet.

Die Stimme aus dem Off, 12.10.2008 21:15

Gab es denn ein Gesetz, dass das mit der Alm verbot? Ich weiß es nicht, aber kenne die deutsche Rechtslage. Hier wird Asylbewerbern durchaus auferlegt sich nur innerhalb des zugewiesenen Landkreises aufzuhalten. Das ist also durchaus verfassungsgemäß, ist das in Österreich anders?

 
Die Stimme aus dem Off, 12.10.2008 21:24

Im übrigen ist die Regierung nur gezwungen sich an die Gesetze zu halten, verpflichtet ist sie dem Volk, verantwortlich dem Parlament.

 
 
multi_io, 13.10.2008 19:54


Gab es denn ein Gesetz, dass das mit der Alm verbot?

Freiheitsberaubung. Da können Sie auch gleich nachschlagen, welche “Vorstellung von Freiheit” so als Mindestmaß “richtig” ist. :-P

Die Stimme aus dem Off, 13.10.2008 20:06

Das ist schlichtweg Quatsch. Wenn die Behörde einen Aufenthaltsort festlegt, denn werden die Folge zu leisten haben. Wenn das Freiheitsberaubung gewesen wäre, dann hätte die Maßnahme ja wohl kaum Bestand gehabt.
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/420292/index.do

Besser ist dieser Link hier:
http://kaernten.orf.at/stories/312755/

 
Die Stimme aus dem Off, 13.10.2008 20:12

Ein Kommentar ist noch im Filer, aber hier mal ein Zitat aus der Wikipedia:

Während des Aufnahmeverfahrens müssen sich Asylwerber in einem der Erstaufnahmezentren aufhalten. Werden sie zum Asylverfahren zugelassen, können sie entweder in Bundes- oder Landesbetreuung bleiben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Asylgesetz

Das mit der Freiheitsberaubung ist Unsinn.

 
 
netbitch, 14.10.2008 09:53

Die Staatsorgane sind aber auch der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und ganz allgemein dem Prinzip der menschlichen Würde verpflichtet. Internierungslager oder Sammelunterkünfte für AsylbewerberInnen und Residenzpflicht stehen dazu im Widerspruch oder sind zumindest sehr grenzwertig.

Die Stimme aus dem Off, 04.11.2008 10:24

Nach ständiger Rechtsprechung ist das totaler Quatsch.

 
 
 
 
 
rashaba, 11.10.2008 20:36

Ich vermute, der Führer des Fahrzeigs hat in einer Rechtskurve die Kontrolle verloren?

Kubix, 12.10.2008 12:09

Nein, erwartungsgemäß ist es zum Unfall gekommen, als er links überholen wollte.

 
 
Chripa, 12.10.2008 09:10

Als zB Stalin oder Hitler starben, brauchte man nicht traurig sein. Das Argument, jeder Mensch hat Würde und man sollte sich deshalb nicht über seinen Tod freuen, hat also Grenzen. Haider war aber bei weitem nicht so schlimm, dass diese Grenze bei ihm erreicht gewesen wäre.

 
 
austria, 12.10.2008 18:13

Einige Bemerkungen:
Haider hatte vollkommen Recht, wenn er Österreich als ideologische Missgeburt bezeichnet hat.
Diese “Nation” ist 1943 in Moskau entstanden. Die Ösis, deren Anteil an führenden SS-Größen fast 30% (bei 10% Anteil an allen Großdeutschen..) betrug, ernannten sich selbst zum ersten Opfer Hitlers.
Österreich besteht aus alemannischen Vorarlbergern, schwäbischen Lechtalern und ostmittelbayrischen Stämmen sowie Slowenen und Kroaten.

Die FPÖ als Partei der Nazis wurde in den 70-er Jahren zuerst vom Antizionisten Kreisky koalitionär integiriert. Kreisky saß in den 30-er Jahren zusammen mit SS-Obersturmbannführer Peter (FPÖ-Vorsitzenden) in einer Zelle des Ständestaates.

Haider wurde Landeshauptmann in Kärnten durch eine Koalition mit der SPÖ, nach Spargelessen mit Kanzler Gusenbauer.

 
DDH, 13.10.2008 12:15

De mortuis nihil nisi bene.

 
Nörgler, 13.10.2008 18:38

“Passiert das eigentlich auch, wenn irgendwo ein linker Politiker verunglückt?” Wenn der linke Politiker die Arbeitsmarktpolitik Stalins und den Massenmord Pol Pots loben würde, dann würde ich dafür sorgen, dass das passiert.

jo@chim, 13.10.2008 18:45

“Den Massenmord loben“… starkes Wort, auch in Bezug auf Haider. However, Nörgler, wir sprechen uns wieder, wenn die Wagenknecht mal ‘n Stück Hummer in die Luftröhre bekommen sollte…
:D

 
Kubix, 13.10.2008 21:55

Ich bin mal auf die Fidel-Castro-Nachrufe gespannt….

jo@chim, 13.10.2008 22:07

Spannend ist das nicht, sondern vorhersehbar: genau die selbe MSM-Journaille, die sich beim Tod Haiders vor klammheimlicher Freude kaum einkriegte, wird sich in triefendem Sentiment über den “Revolutionär der die Welt verändert hat” überbieten…

 
 
 
Nörgler, 13.10.2008 19:01

Es mag stark sein, ist aber angemessen. Wer die SS als “ehrenwert” bezeichnet und die Vernichtungslager der Nazis zu “Straflagern” umdeutet, der lobt den Massenmord

Frau Wagenknecht ist in der Tat kein intelligenter Einfall des Intelligent Designers gewesen. Bevor sie dazu überging, ihre Statements taktisch abzusoften, vertrat sie offensiv den steinzeitlichen Marxismus-Leninismus. Außerzivilisatorische Äußerungen wie solche des Haider sind mir allerdings von ihr nicht bekannt.

Gerne könne wir uns auch dann wieder sprechen, wenn GWB nochmal eine Brezel isst und Fahrrad fährt.

NUB, 13.10.2008 21:47

Aber Nörgler, da muss ich ein wenig doch nörgeln. Ein Populist ist doch oft einer, der “spielerisch” solche vermeintlich “Populären” Sprüche einflechtet, der ausspricht, was “der einfache Mann” denkt — oder was an den Stammtischen z.T. gedacht wird. Das ist schon ein Unterschied zu einem überzeugten Nazi. Der überzeugte Nazi würde sich höchstens vom Dritten Reich distanzieren, um der Strafverfolgung zu entgehen, ansonsten würde er wohl im Regelfall offen aussprechen, dass er Hitler toll fand (im Regelfall). Mich stört etwas, wie die Abstufungen verwässern, rechts, rechtspopulistisch, rechtsradikal, Antisemit, Ausländerhasser, Nazi… wird z.T. geradezu eine Einheit, ein “Wenn das eine vorliegt, so auch der Rest”. Ein Populist, und die meisten sind sich wohl einig, der Haider war einer, redet morgen vielleicht wieder ganz anders, wenn die Leute ihm nur zustimmen. Also da bitte doch noch ein paar Abstufungen bis Nazi einbauen. Danke.

 
 
Nörgler, 13.10.2008 23:43

Ich habe mich nicht vor Freude nicht eingekriegt bei Haider und werde auch bei Castros Tod nicht andersherum ausrasten.
Aber wenn sich die einen bei Haider freuen und bei Castro greinen (im linken Spektrum weniger als Ihr glaubt), und die anderen machen es umgekehrt, dann haben wir doch wieder irgendwie Ausgleich. Wenn ich hier die Tonalität von Kubix und joachim wahrnehme, dann knallen doch allein schon beim Gedanken an Castros Tod die Sektkorken prospektiv. Bitte sehr, mich stört das nicht.

@ NUB
Da muß ich nun doch etwas deutlicher werden, wenn Haider hier als der manchmal über Stränge schlagende Stammtischonkel präsentiert wird.

Als die Leugnung der Shoa, die Rede von der “Auschwitz-Lüge” die Luft verpestete, dachte man, der Gipfel sei erreicht; das sei nicht mehr zu toppen – bis Haider “Straflager” sagte. Denn Straflager bedeutet, da werden Leute bestraft, die etwas Schlimmes getan haben. Das heißt, Haider unterstellte, die Deportierten waren Täter, die zurecht dort waren, Täter, vor denen man sich schützen mußte, und das ist die Originalargumentation der Nazis, mal so ganz abgestuft gesagt.

Daher halte ich es für ein Gebot der Ethik festzustellen, daß man in Klagenfurt mit dem Aufstellen von Betonpfeilern eine ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht hat.

 

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