Verschiedene Kollegen, so z.B. die B.L.O.G.G.I.E.S. und Zettel, berichten darüber, dass nach dem Abgang des Ex-DKP’lers Metz als LINKE-Spitzenkandidat mit dem Ex-Geschäftsführer der Ost-finanzierten „DFU“, Willy van Ooyen, ein weiterer ehemaliger Einflussagent von SED und DDR (so Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen) Fraktionsvorsitzender des Wunschpartners von Frau Ypsilanti in Hessen wurde.

Van Ooyen erklärte jetzt gemäss Tagesspiegel, die „Probleme der Geldbeschaffung“ habe er weggeschoben, das sei wohl „naiv“ gewesen. Naivität, und nicht wenig, setzt er offensichtlich beim Publikum voraus:

Die „Deutsche Friedensunion“ war, ebenso wie der „SHB“ (für den übrigens lange Zeit der hier vielleicht nicht unbekannte wackere Kämpfer gegen den Neoliberalismus Christoph Butterwegge führend tätig* war) oder das „Komitee für Frieden, Abrüstung und Zusammenarbeit“ (KOFAZ) als DKP-Vorfeldorganisation aus SED-Geldern finanziert und wurde durch die westdeutschen Kommunisten „angeleitet“; gegen den Willen der Finanziers ging dort gar nichts. Bei Problemen reichte ein Anruf von der „zuständigen“ regionalen Parteigliederung der DKP.

So distanzierte sich denn auch keine der genannten Organisationen jemals vom 1980er Militärputsch in Polen oder dem Afghanistan-Krieg der Sowjets. Funktionäre, die intern kritisch auftraten, wurden unverzüglich abserviert.

Nachdem ab Herbst 1989 die Mittel aus dem Osten ausblieben, implodierten die aufgeblasenen Apparate von DFU und SHB ebenso wie die von DKP, SDAJ und MSB innerhalb weniger Monate.

Vielleicht sollte man deshalb Herrn van Ooyen nicht nach seinen Verbindungen zur Staatssicherheit, sondern zum Parteivorstand der DKP befragen, wenn man seine politische Herkunft genauer bewerten möchte. Van Ooyen war mit Sicherheit kein IM – die gesamte Organisation, für die er als Geschäftsführer fungierte, war der SED-Diktatur verpflichtet.

(*ich meine in Erinnerung zu haben, dass Herr Butterwegge einige Zeit sogar Vorsitzender des SHB als „siamesischer Zwilling“ des DKP-Studentenverbandes MSB-Spartakus war, finde aber keine Belege im Netz dafür. Alles gelöscht aus lebenslauftechnischen Gründen oder täusche ich mich?)