Nach kurzem Stutzen beim Lesen der Schlagzeile gestern früh im Bus wurde schnell klar, dass nicht die deutschen Terroristen, sondern ein Skandal um eine schlecht geschützte / gewartete und daraufhin im Irak abgeschossene Transportmaschine der Royal Airforce gemeint war.

Ob dagegen der deutsche RAF-(Terroristen)-Film im UK auch laufen wird, vermag ich im Moment nicht zu sagen, aber wenn ich das folgende lese, werde ich ihn mir wohl eher nicht ansehen:

Außerdem soll sie [Gudrun Ensslin] eine psychologische Klugheit besessen haben. […] Sie hat zuerst hinterfragt, bevor gehandelt werden sollte. […] Der Grund für den radikalen Bruch, den sie mit ihrer Umwelt vollzog, war der Wunsch nach einer Gerechteren Welt.

sowie

Jede [Anm. d. Verf.: Schauspiel-]Rolle ist ein Ringen um grösstmögliche Wahrhaftigkeit.

Wo steht das? Im Interview mit Johanna Wokalek, der Darstellerin der Gudrun Ensslin, in der deutschen Aussgabe von Gentlemen’s Quarterly, Oktober 2008, Seite 76.

Auch wenn es vordergründig nur um Mode, Glamour und Livestile geht, bleibt der Eindruck, eine kritische Auseinandersetzung mit den Morden der RAF (Terroristen) finde im Film nicht statt; getreu dem sozialistischen Motto: Die Ziele waren schon richtig, nur die Methoden nicht immer angebracht.