Liebe Exverbraucherschutzministerin,
Liebe Frau Künast,

In der SZ geben sie im Interview ein paar bemerkenswerte Einsichten preis.

Erstens erklären Sie, dass sie von der Börsenkrise nicht betroffen sind, weil Sie keine Aktien haben. Als Politikerin brauchen Sie das natürlich auch nicht, denn Ihre Rente ist sicher. Sie wird aus den Gewinnen bezahlt, die ich mit meinen Aktien erziele.

Ab kommendem Jahr nicht nur aus jenen, die ich innerhalb eines Jahres realisiere, sondern auch aus all meinen Gewinnen, mit denen ich aus meinem Bereits versteuerten Geld für meine Rente Vorsorgen möchte. Denn, seien wir mal ehrlich, privat Vorsorgen ist nötig, aber zuerst 25% einbehalten und dann noch (politisch gewollte) Inflation: mit den 4%, die eine Bundesanleihe bietet, kommen Sie da nicht weit.

Hätten Sie ein Depot, dann wüssten Sie, dass sie den Empfang einer Broschüre – nein eines Buches – quittieren müssen, in dem Ihre Bank Sie, ja genau Sie, über die Risiken einer Finanzanlage aufklärt.

Neben dem Kursrisiko gibt es z.B. das Konkursrisiko. das Risiko bei Verkaufswunsch keinen Käufer zu finden oder das Währungsrisiko. Für Zertifikate und Optionsgeschäfte muss man sich gar eine Termingeschäftsfähigkeit beantragen und das Risiko eines vielfachen Verlustes des Eingesetzten zur Kenntnis nehmen.

Ein solches Risiko gehen Sie, liebe Frau Künast, natürlich nicht ein.

Zweitens, aber das ist nichts neues, sprechen Sie uns Verbrauchern, früher einmal Mündige Bürger genannt, die Fähigkeit zu eigenen Entscheidungen ab:

Unabhängig davon, ob er gierig ist, informiert genug, intelligent genug: Es ist Aufgabe des Staates, den Verbraucher zu schützen und für eine transparente und faire Rahmensetzung zu sorgen. Und sei es, den Verbraucher vor sich selbst zu schützen. (Hervorhebung durch den Autor)

Frau Künast, was soll der Sch***?