Nackt-Scanner-Schattenbildchen

25.10.2008 16:32 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 7 Kommentare

Muss man nicht eine ziemlich arme Sau sein, um Schattenbildchen vom Nackt-Scanner wie dieses hier sexuell zu konnotieren?

“Peepshow”, “Massenerniedrigung”, “Zwangs-Strip” – was für ein Unsinn: gerade das Betatschen-Lassen bei Sicherheits-Checks am Flughafen wird durch das Verfahren erspart.

Voratsdatenspeicherung und die Möglichkeit der “Online-Durchsuchung” – die jetzt mit den Koalitionsvereinbarungen von CSU und FDP hier in Bayern übrigens lediglich partiell eingeschränkt, aber keineswegs abgeschafft wurde – empfinde ich als weit stärkeren Angriff auf meine Intimsphäre.

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7 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

Bruce D, 25.10.2008 17:01

Ich lasse mich lieber betatschen. Das war, auch in den USA, immer sehr oberflächlich und zügig. Abscannen ist ja wie nackt sein!

 
Shin, 25.10.2008 17:21

Solange man die Wahl hat zwischen Tatschen und Scannen soll’s mir recht sein, denn dann wäre es definitiv eine Verbesserung. Und dann kann auch der Markt entscheiden, welches der beiden Verfahren sich langfristig durchsetzt.

 
Lina, 25.10.2008 17:33

Das jedenfalls hätte Dagny nicht geschrieben, das machst nur Du,

Muss man nicht eine ziemlich arme Sau sein …

Die Sache ist für Deutschland – sofern ich ntv glauben darf – schon seit gestern per Machtwort aus dem Innenministerium vom Tisch; Du musst Dir also den Blick um die Ecke auf die Vortretende wenigstens hierzulande nicht antun ;))

Bin froh, find’s so oder so barbarisch, jetzt erst recht :) …

dagny t., 25.10.2008 19:11

Ach, wir Schotten tragen eh nichts unterm Kilt. Scanner hin oder her.

Lina, 25.10.2008 21:24

Auch SchottInnen sind Kiltträgerinnen? Dann entfiele – wäre sie Schottin – ja auch noch der Slip bei der Abbildung oben! (Der arme , die arme S**, würde dann garantiert ‘konnotieren’ müssen; er käme bei nichts drunter gar nicht drum herum :))

(Ich sag’s gleich: Sorry!)

 
 
 
Bruno, 25.10.2008 20:40

In Gefängnissen werden die Insassen bei ihrer Aufnahme einer Leibesvisitation unterzogen. Dabei werden auch die Körperöffnungen untersucht. Unter anderem auch um das Schmuggeln von Waffen oder Waffenteilen zu verhindern.
Wenn man Sicherheit im Flugzeug haben möchte, müsste man eigentlich Konsequent sein und auch Fluggäste entsprechend untersuchen.

Kuschel, 26.10.2008 09:39

Ich glaube, dass viele Leute, die gegen die ganzen “Sicherheitsmaßnahmen” der letzten Zeit sind, eh das Empfinden haben, dass gar nicht Sicherheit vor menschlichen Irrläufern das Ziel der Aktionen ist, sondern verschiedene Dämpfer installiert werden sollen, die manchem das Mütchen kühlen sollen, bevor er sich zu (gar öffentlichen) Unmutsäußerungen über Staat, Regierende und sonstige Machthaber hinreißen lässt.

Wenn man wirklich mehr Sicherheit wollte/bräuchte würde man bspw. in U-Bahnen und öffentlichen Plätzen nicht in Kameras investieren sondern in Personal. Die Kameras werden nur präferiert, weil man das aus der produzierenden Industrie bekannte, produktivitätssteigernde Axiom der Automatisierung nun auf die Öffentlichkeitsverwaltung anwenden möchte.

Also der U-Bahnsteig als transformiertes Pommes-Aussortierförderband, wo die Kameras und nachgelagerte Minimal-KI dazu dienen, innerhalb Millisekunden Kartoffelaugen von schlecht geschälten Schnitzeln wegzuschießen. Auf N24 gibt’s dazu täglich Anschauungsmaterial.

Wenn es wirklich so viele öffentlichkeitsheischende Terroristen geben würde, wie uns die Innenminister und BKA-Wortführer glauben machen wollen, hätten wir nicht nur juvenile Blondierungsmittel- und Reisekofferbomber in den Nachrichten.

 
 

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