Herr Steinbrück – die Fortsetzung
M.M., 29.10.2008
Herr Steinbrück auf allen Kanälen. Der Mann läuft ja in Sachen Schweiz zu Hochform auf (allmählich hege ich den Verdacht, dem wurde sein Bankkonto in der Schweiz gekündigt).
Vielleicht wäre es an der Zeit, Herr Steinbrück würde all seinen Mut zusammenreissen und mal den Herrn Sarkozy anrufen. Oder sich einfach mal kundig machen, wie das in den OECD-gelisteten Bankenschurkenstaaten Andorra und Monaco läuft. Denn Frankreich ist mit diesen aufs engste liiert.
Also in Andorra ist das so, dass Herr Sarkozy – man glaubt es nicht – Staatschef der Steuerfluchtburg Andorra ist, zusammen mit einem mir nicht näher bekannten Joan Enric Vives i Sicília, Bischof von Urgell (Katalanien). Die beiden sind “Kofürsten” der konstiutionellen Monarchie, die sie dort in den Anden pflegen. Ist das nicht putzig?
Und Monaco, das ist ein Fall für die EU. Denn dieser Zwergstaat behandelt nicht alle EU-Bürger gleich. Die Franzosen beispielsweise müssen, anders als beispielsweise die Deutschen, Steuern bezahlen. Die werden flugs und zu 100 Prozent nach Paris überwiesen.
Erreicht hat das seinerzeit Herr de Gaulle, ein Staatspräsident, der 1963, als der Steuerkrieg zwischen den beiden Ländern eskalierte, kurzerhand die Grenzen zum Fürstentum schliessen liess.
Das würde der Herr Steinbrück ja bei der Schweiz auch gerne machen. Weil aber die Bundeswehr derzeit am Hindukusch beschäftigt wird, redet er der Not gehorchend schon mal Handelssanktionen das Wort, wie kürzlich bei Herrn Beckmann, einem Fernsehfrager.
antibuerokratieteam.net





‘Der Not gehorchend’, muss ich sagen dürfen: ein ebenso wertvoller wie köstlicher Beitrag! ‘Mehr sag’ i ned’ – aber danke!
Steinbrück hat ja gesagt, dass sein Aktienpaket zur Zeit “im Keller” ist. Vielleicht ist er ja auch deswegen böse.
Und die Schweiz will ja noch immer nicht in die EU, da wird Herr Steinbrück sicher noch andere Maßnahmen ergreifen, z. B. die Schweiz zu einem deutschen Bundesstaat machen und die Schweizer Banken verstaatlichen, dann werden die bald ebenso marode sein wie die anderen staatlichen Banken in Deutschland, Landesbanken, KfW, IKB.
Und Herr Steinbrück hat ja auch soviel Ahnung. Noch vor vier Wochen hat er laut verkündet, es gäbe in Deutschland keine Finanzkrise.
Es wird doch wohl noch eine Kompanie der Bundeswehr frei sein, zum wiederholten Male die Kanalinseln zu besetzen. Die alten Bunkeranlagen gibt’s ja noch! Also erst mal mit dem Austrocknen in der EU beginnen. Soweit richtig. Und dann müßte man sich darum kümmern, den Österreichern endlich mal ‘ne ordentliche Verfassung zu geben. denn dort ist deren Bankgeheimnis festgeschrieben. Und für das kleine Luxemburg genügt ein kleines Batallion. Schließlich gehörten die letztmals bis 1944 zum Reich. Bei der Schweiz ist das seit 1648 schon etwas länger her. Es gibt noch viel zu tun, Herr Bundesfinanzschwätzer.
“… Die Franzosen beispielsweise müssen, anders als beispielsweise die Deutschen, Steuern bezahlen…”
Ich lese den Beitrag als ein Plädoyer für mehr Steuergerechtigkeit. Ich bin verwundert.
“… Also in Andorra ist das so, dass Herr Sarkozy …”
Oder irre ich? Ist es ein schnödes “Haltet den Dieb!”, wenn es von einem Schweizer kommt?
Immerhin: meinen Freund Lukas Reimann freut’s: http://www.bazonline.ch/ausland/dossier/story/11837159
Das Bankgeheimnis in der Schweiz ist inzwischen recht löchrig. Österreich dagegen hat noch ein strenges Bankgeheimnis.
Offensichtlich will Herr Steinbrück die Schweiz jetzt ganz “zerschießen”. Am liebsten wäre ihm wohl, die Schweiz würde ihn demnächst um Erlaubnis fragen, was sie mit ihrem Geld machen darf oder nicht.
Herr Steinbrück hat eine große Klappe und damit übertönt er auch seine eigene Unfähigkeit, siehe Staatsbanken.
Es ist ein praktisches Beispiel das mehr Wettbewerb tatsächlich zu einer Optimierung von Angebot und Nachfrage führt. Gerade auch als Faktor im Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Steuersystemen.
Monaco und Andorra sind mehr oder minder souverän, insbesondere vor den Einflüssen fremder Steuerpolitik. D.h. zum Beispiel auch das sie Staatsbürger anderer Staaten, nach ihrem Herkunftsland, unterschiedlich besteuern dürfen.
So haben sich hier (zu recht) schon zahlreiche Autoren über die Einmischung des Herrn Steinbrück auf die Steuerpolitik der Schweiz bzw der von Lichtenstein beschwert, die ebenfalls souveräne Staaten sind.
Was der Autor aber mit “Bankenschurkenstaaten” meint, entzieht sich meinem Verständnis. Außer er währe wirklich ein Befürworter von mehr Umverteilung und ‘Steuergerechtigkeit’.
Weil aber die Bundeswehr derzeit am Hindukusch beschäftigt wird,…
…. das ist die frage: für wie lange noch? wann pfeift frau nahles (geht zZ in der ehmaligen “volkspartei’ irgendetwas ohne diese person?) die soldaten zurück um sie gegen den neuen klassenfeind vor der tür einzusetzen? allein nur die coZwo einsparung, läßt die herzen jedes aufrichtigen grünen höherschlagen (hoffentlich so hoch, bis zum infakt)
++ tagtraum ende ++ oder… ++
Herr Schweinbrück hat in einer Demokratie nichts zu suchen.