Die Party ist aus. Der letzte macht das Licht aus, Andrea!
Der Schaden, den Walter seiner Partei zugefügt hat, ist gigantisch
schreibt Christian Teevs auf SPON zum Hessen-Schock: Nein – trotz all des Wieherns der Partyhengste und SPD-Ministerpräsidenten von Gysis Gnaden – das war nicht die “Viererbande” als antikommunistisches Gewissen der Sozialdemokratie.
Es war Lügen-haben-kurze-Beine Ypsilanti, eine der grossen Wahlbetrügergestalten in der Geschichte der Bundesrepublik, die mit ihrem erhoffbaren Scheitern die SPD in Hessen ausgezockt hat.
Was mich fast noch mehr freut, ist dass das auch das vorläufige Aus für die Gestaltungsambitionen des Linksaussen-Lobbyisten Hermann Scheer bedeutet.
Update: Diese hervorragende Analyse des Kollegen Zettel zur Lenin’schen Machtpolitik Ypsilantis hat ein Edit verdient.







Soll der zweite Link eine Aufforderung sein, den erwarteten Beitrag selbst zu schreiben? *SCNR*
Wollte Dich nur als notorischen Link-Klicker entlarven ;-)
(thX4@vice)
Gehts nicht noch ein paar Nummern größer? Wieso nicht gleich die größte Wahlbetrügerin aller Zeiten? Sorry, aber das wird mir jetzt echt zu albern.
Kommst du auf weit mehr als eine Handvoll wirklich bedeutender Wahlbetrüger, wenn wir dieses Wort denn so verwenden wollen? Ich nicht. Und Y gehört eben dazu.
Na, Du klingst ja auch ganz schön angepisst Christian. Drüben beim Spiechlfechter stricken sie schon Dolchstosslegenden… kanns ja verstehen.
Trotzdem hat sich Mme. niemand hat die Absicht, sich von der Linkspartei tolerieren zu lassen den fast schon gelungenen Wählerbetrug noch in der Zielgerade ganz alleine selbst vergeigt. Hätte sie Walter eingebunden statt abserviert, hätte auch er sie nicht abserviert.
Du machst doch auch a bissla Politik… wenn man politische Konkurrenten in die Ecke treibt, dann keilen die zurück, oder? Die Frau ist wirklich unglaublich dillettantisch. Die vier Renegaten haben grossen Schaden vom Land Hessen abgewendet.
Metzger war ja von Anfang an dagegen. Bei den anderen 3 hat -aus unserer Sicht- die Einsicht gerade so zur Notbremse gereicht. Ich vermute, hätte sich Ypsilanti mehr an divide et impera gehalten, wäre das nicht passiert.
Schade, dass die 3 oder 4 vermutlich auch das Ende ihrer politischen Karriere einlaeuten. Oder besteht eine Chance, dass sie nochmal einen Listenplatz erhalten?
Die Bestürzung in der Bundes-SPD dürfte sich auch in Grenzen halten. Das Gespenst Volksfront ist erstmal vom Wahlkampf-Eis verbannt. (Schade eigentlich).
Hätte Ypsilanti eine andere Wahl gehabt: Ja.
Sie haette sich an Ihr Versprechen, nicht mit den Kommunisten zu koalieren, einhalten können und Koch, sollte es nicht für eine Ampel reichen, als mächtige Oppositionsführerin vor sich hertreiben können – Bei den Studiengebühren hat das ja schon ansatzweise funktioniert.
Im Gegensatz zu Hugo ist die Andrea-Party aus, ehe die Wirtschaft an die Wand gefahren wird. Und das ist für Hessen gut so.
“Schade, dass die 3 oder 4 vermutlich auch das Ende ihrer politischen Karriere einlaeuten.”
Halb so wild. Wenn sie wirklich Politiker sein wollten, hätten sie das anders gehandhabt. Vermutlich sind sie inzwischen anderweitig versorgt.
“Im Gegensatz zu Hugo ist die Andrea-Party aus, ehe die Wirtschaft an die Wand gefahren wird.”
??? Hugo als Verursacher der Finanzkrise?
Da war wohl der Wunsch, zur Abwechslung mal jemand anderen als immer die befreundeten Banker (?) gegen die Wand fahren zu lassen, Vater des Gedankens.
Die Finanzkrise ist ein reinigendes Gewitter aus dem die dynamischen Länder mit freien Märkten gestärkt hervorgehen.
Hugo hat dagegen von der Substanz gelebt und wird von einer längeren Rezession (die die anderen zum Neuorientieren nutzen) kalt erwischt.
Game over, Hugo.
“Die Finanzkrise ist ein reinigendes Gewitter aus dem die dynamischen Länder mit freien Märkten gestärkt hervorgehen.”
Man muss wohl an irgendeiner Uni als postdoc beschaeftigt sein um eine so simplizistische Weltsicht zu haben.
Identische Gedanken, john j.! Das habe ich mir vorhin ins eigene Tagebuch geschrieben:
“Ich geb’s zu”, will ich ins Eingabefeld schreiben (und tu’s dann doch nicht), “bin komisch drauf. Aber das rahm’ ich mir ein und häng’s mir an die Wand – zur Erinnerung und als Exempel parolisierter Simplifizierung
…”
(Sorry, Dagny, aber das hätte es nach so viel sachdienlicher Einführung in die venezolanische Wirklichkeit IMHO nicht gebraucht ;)
Die “Bankenkrise” korrigierte wie jede andere Krise zuvor eine Fehlentwicklung. So zumindest die Theorie. Ich denke die Fehlentwicklung ist erkannt? (Zu vermuten ist allerdings, dass Steinbrücks “Eingriffe” die Entstehung späterer Krisen begünstigen wird; so wie viele Eingriffe des Staates in die Wirtschaft zuvor.)
Ist erkannt, zumindest in der Theorie.
Der praktische Rest bleibt Ärgernis, und ob die Eingriffe Deines und meines ‘gesetzlichen Vertreters’, bzw. Zahlmeisters Steinbrück greifen, fällt wie üblich unter Trial & Error; aktuell geboten erscheinen sie mir allemal.
Die “Eingriffe” der Finanzminister im Auftrag ihrer Regierungschefs haben das Ziel Vertrauen zu schaffen aus meiner Sicht erreicht. Zumindest Spekulanten haben kein leichtes Ziel mehr, wie es zum Beispiel bei einem Laissez Faire durch die Regierungen vorhanden wäre. Die Spekulanten und absichtlich/unabsichtlich die Medien könnten dann die Unsicherheit maximieren, korrekt.
Was Steinbrück so treibt ist allerdings offensichtlich “Gesoze” und – u.a. die Siebzigerjahre mit ihren sozialdemokratischen Regierungen und Maßnahmen haben es gezeigt – dem Zweck nicht dienlich. Letztlich will der Bursche an die Managerbezüge und drängt den Banken Subventionen auf. Das kann ja nicht gut gehen.
Naja. Er behauptet, ein sensibler Bankmanager habe von ihm positive Anreize gefordert. Sollt ich mir für meine Kunden auch mal merken, wenn ich Monate für Geld an einem Framework stricke, dass nix Nutzen und viiiieeel Kosten erzeugt.
Ansonsten find ich die Eingangsaussage schon ok. Neuerfindung der Marktwirtschaft kann ja auch bedeuten, dass Managerbezüge irgendwie reglementiert werden und ordentlich Regulierungen für die Banken eingezogen werden.
Und Sozialdemokraten haben auch ein Anrecht darauf, sich neu zu erfinden. Die Partei hat teilweise Deutschland, wie ich es verstehe, sicher nicht schlecht getan.
Der matón aus Hugoslawien kann sich nicht neu erfinden, weil der Spezialist sowieso schon weiss wie alles gemacht wird ;-)
Ganz Deiner Meinung, Lemmy – wobei ich das ‘Verdienst’ der Sozialdemokraten eher in Ludwig Erhards Erfindung der ‘Sozialen Marktwirtschaft’ sehe, an die sie sich hängen konnten. (Was mich interessieren würde: wie stellst Du Dir eine ‘Neuerfindung’ der Partei vor? Als Ruck zur Mitte und weg von Links? Es wäre ihre einzige Chance – IMHO.)
@ drbuffo
Von einem ‘Aufdrängen’ Steinbrücks kann ich übrigens wenig erkennen ausser einem dezidierten ‘Angebot’, das den Banken die Schamröte ins Gesicht trieb (die verlegen-verlogene Presseerklärung des Commerzbank-Chefs von gestern als Indiz genommen) …
wo du mich schon so nett fragst, Lina, natürlich zur Mitte und wieder eine stärkere Betonung der Integration durch Partizipation an Bildung.
Links wird im SPD Rahmen immer so überorganisiert.
Leute wie Ebert, Wehner, Schmidt, Steinbrück mag ich. Schröder mag ich nicht, paßt aber irgendwie auch ein bischen in die Linie.
Pragmatische Leute, die einfache Verhältnisse aus eigener Anschauung kannten, und gleichzeitig eine Abscheu von den Welterklärungs-Theorien hatten.
“Neuerfindung der Marktwirtschaft kann ja auch bedeuten, dass Managerbezüge irgendwie reglementiert werden und ordentlich Regulierungen für die Banken eingezogen werden.”
Aus liberaler oder konservativer Sicht kann es das – dezent formuliert – natürlich nicht bedeuten.
Manager, die kritische Entscheidungen fällen, sollten ihre Vergütung marktgerecht erhalten. Selbstverständlich gibt es hier relevante Unterschiede bzgl. der Fähigkeit zur Entscheidungsfindung. Salopp formuliert: Die Besten der Besten der Besten sind etwas teurer.
Was Du meinst sind möglicherweise Defizite bei der Kontrolle der Bezüge durch die Shareholder; hier ist dann in der Tat eine Banken- bzw. Bankersippe vorgeschaltet.
Banker vertreten natürlich primär ihre eigenen Interessen, nicht die der Anteilseigner. Inwiefern hier gesetzliche Regelungen angebracht sind ist eine interessante Frage.
Ich möchte in keiner Organisation arbeiten, in der nur Manager kritische Entscheidungen fällen. Diese Sichtweise entstammt fordistischen Zeiten und paßt für mich nicht mehr so recht in eine Wissensgesellschaft.
Im übrigen ist die Qualität von komplexer Arbeit sehr schwer meßbar, v.a. wenn sich ihre Auswirkungen über längere Zeiträume erstrecken.
Also denkst du auch, dass die Spielregeln-as-is in der Realität nicht funktionieren wie sie sollten.
Nicht nur Vorstände sind Manager.
Und – richtig erkannt – Fehlentwicklungen bei den Gehältern sind auf die nicht gut ausgefüllte Rolle der Shareholder zurückzuführen. Stichworte: Sammelstimmrecht, Banken, Vorstands- und Aufsichtsratverquickung.
Die Sozen haben aber das Bedürfnis die Bezüge generell zu cappen und von Gremien verwalten zu lassen. Auch die (erfolgreichen) Künstler, deren Bezüge oft keiner nachvollziehen kann, sollen ran.
Das geht natürlich in Richtung IG Metall-Demokratie und Sozialismus.
Solche Überlegungen sind auch sehr dumm und dem Neid (ein in D besonders gut ansprechbares Phänomen) geschuldet.
Für den Soz gilt: “Zufriedenheit entsteht im Vergleich.”
Mit den Pappnasen habe ich aber nun wirklich nichts zu tun. ;)
Ich muss übrigens sagen, ich sehe das Problem viel eher bei den beiden Damen als bei Walter.
Naja, ist jetzt auch egal. Wird wohl auf GroKoa oder Neuwahlen rauslaufen. Schwampel kann ich mir nicht vorstellen.
Neuwahlen wären wohl die anständigste Lösung. Grosse Koalition ohne Koch hätte Frau Ypsilanti haben können, ich kann mir aber schwer vorstellen, dass das jetzt noch eine Option ist, die irgend jemand will…
Walter ist die Schlüsselfigur. Hätte sie ihn nicht ins Abseits gekickt (ich fass es immer noch nicht) sondern eingebunden, wäre Frau Ypsilanti morgen zur MP gewählt worden, IMHO.
Da hat sie ihr Spin-Doctor Scheer sehr falsch beraten.
Das wären sie von Anfang an gewesen, nur Frau Lügilanti wollte das nicht einsehen.
Ab jetzt in meine Zitatekiste aufgenommen.
Ach was: Du willst solange waehlen lassen, bis einer ne Mehrheit hat? Oder bis keiner mehr zur Wahl geht?
Eine geschaeftsfuehrende Minderheitsregierung und eine -wie bei den Studiengebuehren- Oppositions mit Mehrheit im Landtag bei Sachfragen.
Was ist daran undemokratisch? Aus Sicht der Antibuerokraten duerfte bei dieser Konstellation auch wenig Politmuell herauskommen.
@jo@chim
Ich glaube auch, dass die Sache Scheer das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Sie hätte einen uneinigen Landesverband (die Umstände ihrer Nominierung hatte sie wohl schon vergessen) vielleicht noch die Kröte Linkspartei schlucken lassen können, aber dann den selbsternannten roi soleil gegenüber ihrem damaligen innerparteilichen Widersacher so drastisch zu begünstigen und die wichtigsten hessischen Infrastrukturprojekte den Grünen zum Fraß vorzuwerfen, das kann man nur noch mit dem einem Serientäter ähnlichen insgeheimen Wunsch begründen, schnell gestoppt zu werden.
Ergo hat sie in ihrem Job ganz klassisch versagt.
Der größte Wahlbetrüger aller Zeiten war, ist und bleibt Franklin Delano Roosevelt, der seine Kampagne mit dem Versprechen, niemals in den Krieg einzutreten, führte. Dies nur als enzyklopädische Anmerkung.
Natürlich wird den vier Abweichlern jetzt ein tschekistischer Schauprozeß gemacht werden, das ist klar. Aber das nicht, weil die SPD eine sozialistische Partei ist, sondern weil sie eine Partei ist. Oder habt Ihr alle schon die Tribunale vergessen, mit denen der in einer Sachfrage seiner hessischen FDP-Fraktion im hessischen Landtag damals vor 10 Jahren nicht folgen könnende Kritiker der EURO-Einführung, MdL Heiner Kappel, mit Schimpf und Schande per Parteiausschlußverfahren durch Ruth Wagner vom Hof gejagt wurde?
@Christian S., Les doch einmal die Presse. Das ist ein Debakel sondersgleichen, nicht nur für die Yps, sondern die SPD überhaupt.
Das ist mir schon klar. Deshalb bin ich ja so erbost.
Ich freue mich, daß Du Dich ärgerst! Aber während ich Dir Deinen Ärger gönne gönne ich den Bürgerlich-Liberalen hier ihre Freude über Deinen Ärger überhaupt nicht. Ein dialektisches Problem.
Na, DDH, immer noch auf der Suche nach dem dreizehnten Weg zwischen allen anderen? ;-)
Ja Nubie. Faszinierend. Er scheint den Hyperventilationsantrieb erfunden zu haben. Wobei mich wundert, wo er das Wort “dialektisch” aufgeschnappt hat.
Dir auch einen schönen Abend, lieber Und v.a. eine segensreiche Nacht!
@jo@chim
Im Hyperventilieren ist mein blogosphärischer Freund, der Schwurbler, aber bestimmt unübertroffen. Gegen den kommt DDH bestimmt nicht an. Auch nicht mit Dialektik.
Der wichtigste Punkt, den Zettel in seinem hervorragenden Beitrag anspricht, ist m.E. das “Zustimmungstheater”. Das, was in der Hessen-SPD stattgefunden hat, war kein ehrlicher Entscheidungsfindungsprozess, sondern eine Einpeitschorgie. Es ging nie darum, eine ehrliche Diskussion zu führen und die Ängste und Vorbehalte, die einige gegenüber der Linken hatten, anzusprechen und ernstzunehmen.
Alle, die Kritik üben am angeblich “falschen Zeitpunkt”, den sich die “Rebellen” ausgesucht haben, müssen ehrlicher Weise zugeben, dass es nie einen “richtigen” Zeitpunkt gegeben hätte. Ihr Verhalten wäre zu jedem Zeitpunkt als Verrat und Desavouierung der Parteivorsitzenden gegeißelt worden.
Eine sehr gute Anmerkung zu einem sehr guten Artikel.
Durchaus heroisch das Auftreten der drei Damen um Parteivize Walter. Letzterer wirkte eher ein wenig getrieben, hat dann aber doch den richtigen Schritt gemacht.
Früher war eine Zusammenarbeit der SPD mit der DKP oder KPD undenkbar, mittlerweile ist man da lockerer geworden. “Die Linke” ist auch gar nicht mehr so kommunistisch wie früher, erinnert eher an die Jusos oder an die fundamentalistischen Grünen (von denen es zum Glück nicht mehr viele gibt).
Die zettelsche Analyse ist wie immer ein wenig zu gradlinig geraten, Frau Ypsilanti ist zuerst einmal eine bestnefalls nur mittelmässig talentierte Politikerin, die zu weit oben sitzt, und ein kleines Würstchen der linken “Ich bin bemüht”-Fraktion, keine stalinistisch-leninistische Planerin.
[...] Antibürokratieteam sieht das natürlich ganz anders: Ypsilanti ist eine der “größten Wahlbetrügergestalten der [...]