Lasst den Mann untergehen
M.M., 17.11.2008
Ich bin bekennender Marktwirtschaftler. Bin auch dafür, dass man Geld zur Verfügung stellt, um das Banksystem wieder auf Kurs zu bringen. Aber nicht mit Unterstützungsgeldern, sondern mit Krediten (wie in der Schweiz, Zinssatz 12,5%).
Aber den Pharma-Mogul Merckle, der vor zwei Wochen hunderte von Millionen beim Spekulieren mit VW-Aktien verlocht hat, den muss man jetzt einfach am ausgestreckten Arm verdorren lassen. Wenn der von den Banken Kredit erhält, muss der Staat den Kreditgebern den Unterstützungshahn zudrehen.
Der soll seine Firma verkaufen und dann einfach ruhig sein.
antibuerokratieteam.net





Da der Herr mit seinem Vermögen zu den 100 reichsten Menschen gehört sollte er es wirklich tun. Eigentlich ist es eine Schande, dass er überhaupt mit dem Gedanken spielt sich Steuergelder für seine Spekulationsfehler geben zu lassen.
Dabei fällt mir immer ein recht lustiges YouTube Video ein…
Ob er deswegen gleich untergeht… ein paar Millönchen werden wohl noch übrigbleiben.
Aber eine Milliarde zu verzocken, dass ist schon ein Ding. Dabei hätte der sich doch durchaus auch ein gutes Informationsmanagement leisten können. Dann wäre das Geld noch da, aber hier hat wohl jemand am falschen Ende gespart.
Jedenfalls ist damit der Beweis erbracht, dass eben nicht immer nur “die kleinen Leute” an der Börse verlieren.
Welches YouTube Video eigentlich, Hardy?
Opel muss aber gerettet werden, LOL.
Will er denn Steuergelder oder ganz normale abgesicherte Kredite?
Er will wohl ganz normale Kredite, durch Steuergelder abgesichert. *lol*
Gut gemeint vs. Gut gemacht.
Die Banken waeren betriebswirtschaftlich vermutlich bloed, wenn sie Merckle keine Zwischenfinanzierung anboeten.
Dass die Banken dies nur dank Steuergelder koennen ist ein Treppenwitz der Geschichte. Und ein Argument gegen staatliche Hilfen.
Das lese ich da nicht heraus.
Eben. Dafür würde ich jetzt nicht Merckle verantwortlich machen.
Es geht doch eher darum, dass der jetzt nicht flüssig ist. Aber er dürfte doch noch über entsprechende Sicherheiten verfügen.
So klingt das in meinen Ohren.
Aber: Zum Spekulieren gehoert auch, fluessig genug zu sein. Wer keine Chips mehr am Tisch hat, kann beim Pokern auch nicht nachkaufen, sondern ist raus.
Siehe James Bond, Casino Royal, die erste Pokerszene.
Warum denn nicht?
Ich habe 2 Miilliarden. Davon 1 Milliarde Cash, die andere in nicht flüssigen Werten.
Das Cash verbrate ich. Warum soll mir nun eine Bank nicht Geld leihen, wenn ich die entsprechenden Werte als Sicherheit habe?
Bonds Gegner ist nach einigen Spielzuegen pleite, obwohl er sicher Millionen haette. Er muss seinen Aston Martin Schluessel, welchen er aufm Tisch liegen hat, setzten. Die Regeln am Casinotisch sagen halt, dass man nur dann und wann Chips nachkaufen kann.
Er will doch kein Geld mehr vom Staat, keine Staatsbürgschaft
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,591230,00.html
Ein Video in dem mehrere Menschen den Staat um Hilfe baten derweil sie sich durch Scheidung, Auto- und Hauskauf, Kreditkarten und Börsenspekulationen in finanzielle Schwierigkeiten gebracht haben. Ich finde es leider nicht mehr. Aber die folgenden sind auch auf passend zum Thema.
http://www.youtube.com/watch?v=8f0PFd6xnBY
http://www.youtube.com/watch?v=vqSfnH51KX8
Vielleicht sollten wir eine Sammlung für Herrn Merckle veranstalten, damit sein Sturz vom Multimilliadär zum Milliardär sanfter ausfällt. Wer fängt an, und mit wieviel?
In “Casino Royal” kommt Leiters Marshall-Hilfe aber ziemlich überraschend, ohne daß das größe Probleme mit sich brächte.
@ Tigerbeer:
So ~ 1,- EUR würde ich abdrücken. Hast Du seine Bankverbindung?