antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Freiheitspreis 2008 für Mario Vargas Llosa

jo@chim, 18.11.2008

Die Armut, in der weltweit immer noch Hunderte Millionen Menschen leben, ist kein unabänderliches Schicksal, sondern ein Übel, das mit Hilfe der Waffen bekämpft und besiegt werden kann, die in der folgenden, aus vier Worten bestehenden Devise zusammengefasst sind: Arbeit, Privateigentum, Markt und Freiheit.

Mario Vargas Llosa, der Preisträger des Freiheitspreises 2008 der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit am 10.11.2008 in der Frankfurter Paulskirche.

Ein ausführlicher Bericht und weitere Videos von der Preisverleihung hier.



6 Kommentare zu “Freiheitspreis 2008 für Mario Vargas Llosa”

  1. Lemmy Caution

    in der Wunderwelt der chilenischen Krisenrobustheit sagte gestern ein Minister, dass für das nächste Jahr bei 2 bis 3% erwarteten Wirtschaftswachstum mit einer Gini Koeffizient Verschlechterungen (!) zu rechnen ist.
    Arbeitsverträge wurden im Namen der Krise bereits lohnmässig gekürzt. Die Regierung kritisiert die betroffenen Unternehmer öffentlich.
    Man benötigt also 4% BIP Wachstum, um das sowieso ungünstige Gini konstant zu halten.
    Auch eine Wahrheit. Ist nicht einfach.

  2. Lemmy Caution

    Auch eine nette story:
    Während seinem Wahlkampf zum peruanischen Präsidenten, bei dem MVL gegen Fujimori verloren hat, schenkten ihm die Leute aus Begeisterung während der Kundgebungen in irgendwelchen Dörfern Hühner und kleine Ziegen. MVL beschwerte sich darüber. Die Tiere verdreckten seine Hemden und Krawatten. Ausserdem waren sie ökonomisch für die Schenker vermutlich nutzbringender.
    Jaime Bayly – ein beliebter liberales peruanischer Politsendungs-Unterhalter und Romancier mit regelmässigen Programm in Peru und Miami – erwähnte das neulich und meinte, dass MVL völlig recht hatte. Daraus haben ihm aber die Populisten ein Strick gedreht. Er würde die einfache Bevölkerung nicht verstehen.
    Das ist natürlich Unsinn. MVL will ja mehr Rationalität im Umgang mit Politik und weniger von dieser heroischen Herzlichkeit.

  3. DDH

    http://blog.mises.org/archives/003256.asp

  4. Michel

    Was bringt einem eine niedriger Ginikoeffizient? Macht das die Menschen glücklicher?

  5. Lemmy Caution

    Ja. Die wo einen höheren Gehaltcheck bekommen.

  6. Götz Kluge

    > Was bringt einem eine niedriger Ginikoeffizient? Macht das die Menschen glücklicher?

    Aus meinem Blog (http://blog.umverteilung.de/ungleichverteilung/):

    Wie hoch oder wie niedrig „soll“ der „beste“ Grad der Ungleichverteilung sein? Das ist eine Entscheidungsangelegenheit. Fünf Punkte kann man sich da ansehen.

    1. Totale Gleichverteilung (Gini=0): Nichts geht.
    2. Minimale Ungleichverteilungswahrnehmung: Der Theil-Index minus Hoover-Index haben hier ihr Minimum.
    3. Diskussion „Mehr Gleichheit gegen mehr Ungleichheit“ im dynamischen Gleichgewicht: Theil-Index und Hoover-Index sind etwa gleich. Hier liegen die Einkommensverteilungen von Gesellschaften mit einigermaßen gesunden Wirtschaften.
    4. 82% haben 18% und 18% haben 82%, also nahe dem Pareto-Prinzip: Der Theil-Index ist „1“. Es müssen aufwendigere Maßnahmen gegen gewalttätige Umverteilung getroffen werden. Hier findet man die Vermögensverteilungen auch von Gesellschaften, die „moderate“ Einkommensverteilungen haben. Vermögensdelikte haben einen hohen Anteil an den Straftaten. Sind jedoch auch Einkommensverteilungen in und über diesem Bereich, dann ist verläuft die Umverteilung blutig.
    5. Totale Ungleichverteilung (Gini=1): Geht nicht.

Einen Kommentar schreiben

Copyright © 2012 by: antibuerokratieteam.net • Template by: BlogPimp • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.