Als nächste Care-Pakete?
M.M., 26.11.2008
Die deutsche Bundesregierung will zu drastischen Massnahmen greifen: Sie erwägt allen Ernstes, Gutscheine im Wert von 500 Euros an die Bevölkerung zu verteilen.
Müssen wir Euch demnächst Care-Pakete schicken?
antibuerokratieteam.net





Hohoho. Daumen hoch!
Bin dafür! Dieses als wirksam geltende Konsumbelebungsinstrument hat längst auch ein amerikanischer Ökonom der Noch-Regierung Bush vorgeschlagen, Methodisch ein ‘Keynes’, habe ich mir sagen lassen … warum denn nicht?
Statt Care-Paketen, fände ich eine Übernahme durch die Schweiz besser. Andererseits: Wer will sich schon mit Deutschland belasten?
Oh ja, bitte. Ich hätte gern ein Care-Paket. Marzipan mag ich aber nicht, besser Nougat etc. ;-)
Der Gutschein ist bescheuert, außerdem wurde er ja schon abgelehnt.
Soli abschaffen, runter mit der Mehrwehrtsteuer und in jedem Fall Schluß mit der kalten Progression. Das würde den Leuten mehr Geld bringen.
Wenn man einseitig auf Export setzt, wie man es getan hat, dann macht man sich auch abhängig. Die Binnenkonjunktur wurde hier viel zu lange vernachlässigt bzw. mit der hohen Mehrwertsteuer noch abgewürgt.
Warum nicht? Hmm… lass mal ueberlegen… vielleicht weil man andersrum beweisen koennte, dass man das Kind auch ohne staatliche Intervention geschaukelt bekommt? Und weil das Geld nicht auf irgendwelchen Baeumen gewachsen ist? Und, und, und.
Care-Pakete bitte ohne UBS-Aktien
Würd in die sinnvollen Konjunkturmaßnahmen eine soziale Komponente einbauen. Das heißt meine hohen Steuern an arme Familien mit Kindern verteilen.
Im übrigen sollte eine Gesellschaft, deren Reichtum zum großen Teil auf ihrer sehr speziellen Banken- und Steuergesetzgebung beruht, sich nicht so höhnisch äußern, sondern eher diskret-schweizerisch agieren. Dieses triumphalisch-lautsprachliche kommt wohl eher von den Piefke-Immigranten. Die kulturellen Konflikte verwundern mich nicht.
“Im übrigen sollte eine Gesellschaft, deren Reichtum zum großen Teil auf ihrer sehr speziellen Banken- und Steuergesetzgebung beruht, sich nicht so höhnisch äußern, ………
Eine Gesellschaft kann sich höhnisch äußern? Wie das? Meinst du den Beitrag mit dem Care-Paket, den M.M. geschrieben hat?
Da hast du natürlich Recht.
Genau das meine ich. Im günstigsten Fall ist das schlechter Stil.
Nicht Banken und Steuern: Schokolade und Käse!
Letzte was ich dazu sage: messianischer Patriotismus kommt vor dem Fall
Ja, prima! Daran habe ich natürlich auch gedacht: dass es schön wär’, mal zu beweisen, dass uns der Markt mittels seiner Selbstheilungskräfte aus dem Schlamassel ziehen könnte. Aber man lässt ihn halt nicht! Die wollen einfach nicht abwarten, dass er ihnen wegbricht und die Arbeitslosenzahlen steigen. Irgendwie verständlich, finde ich.
Warum also nicht schon mal vorbeugen, den Bürger persönlich beglücken, damit er freie Hand zur Krisenbewältigung hat, und letztlich: damit sie’s nicht wieder alleine gewesen sind, die alles falsch gemacht haben? Wir sind der Markt, nicht sie! Was zu beweisen wäre.
Übrigens: Mach’ doch mal (theoretisch, versteht sich, bist ja nicht wirklich am Ruder), ‘schaukle’ doch mal! Trial & Error sei auch Dir gegönnt. Für den Versuch, auf Intervention zu verzichten, ist bislang noch jede Regierung zu feige gewesen, Du aber nicht. Alle Achtung! Deshalb: den Mund so voll nehmen kann, ohne den rettenden Inhalt auch auszuspucken, finde ich ziemlich unfair …
Jawoll!
Sorry, Richtig-Stellung: … den Mund so voll zu nehmen, ohne den Inhalt auch auszuspucken … (bleibt unfair ;-)
Was ist eigentlich mit den nicht-staatlichen Interventionen?
Automobilkonzerne überweisen z.Zt. etwa Schecks an nicht wenige ihrer Händler und Zulieferer. Wenn dies innerhalb von unternehmerischer Zusammenschlüsse im Falle der Krise offenbar als efizient angesehen wird, warum nicht innerhalb von Staaten?
Ich finde das lustig mit dem Care-Paket. Ich empfinde es auch nicht als höhnisch, sehe es als humorvollen Beitrag. Und Humor kann man zur Zeit wirklich gebrauchen. Davon gibt es hier eh zu wenig.
Ein Care-Paket mit Schokolade ist doch super. Ich mag jedenfalls lieber Schweizer Schokolade als Schweizer Käse ;-)
Ich hingegen finde es unfair, dass der Staat meine wirtschaftliche und private Handlungsfaehigkeit durch immense Steuern und unsinnige Vorschriften beschneidet.
Solange nun allerdings der Grossteil der Bevoelkerung weiterhin der Meinung ist, dass nur der Staat die Macht hat, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in die richtigen Bahnen zu lenken (ja nee, ist klar, sind ja schliesslich auch alle vom Fach, nech?), wird sich die Chance auch nicht bieten.
Ja, das Risiko der Massenarbeitslosigkeit muss man dabei vielleicht auch auf sich nehmen, sozusagen als reinigendes Gewitter, aber vielleicht fangen dann wieder ein paar Menschen mehr an, eigenverantwortlich zu handeln, statt immer nur darum zu betteln, dass ihnen Papa Staat das Denken und die Verantwortung abnimmt.
Aber nur an sozialversicherungspflichtig Beschäftigte!!! Nicht an die Arbeitslosen, Rentner, Beamten, Selbständigen, Leute mit mehr als 65.000 EUR Jahreseinkommen und Nichtdeutsche sowie Inhaftierte, Intensiv- und Schwellentäter sowie alle der Steuerhinterziehung und Steuerverkürzung verurteilten Personen.
Der Gutschein gilt aussschließlich für den Konsum von inländisch produzierten Gütern und Dienstleistungen, welche durch die Inlandskonsumbehörde im Verlaufe des Jahres 2009 bis spätestens 2011 gekennzeichnet sind (weniger als 10% Importanteil). Weiterverkauf der Gutscheine verboten. Verkauf der Konsumgüter bei Ebay verboten. Nicht mit der Steuerschuld verrechenbar. Es gilt ein besonderer Mehrwertsteuersatz von 35%.
Ach ja, Lina, hast Du Dir eigentlich jemals darueber Gedanken gemacht, woher die Geschenke von Papa Staat kommen? Ist Dir dabei jemals aufgegangen, dass das eigentlich ziemlich ineffizient ist?
Wobei ich neidvoll eingestehen muss, dass sich die Belgier vorzüglich aufs Schokolademachen verstehen.
“Ich hingegen finde es unfair, dass der Staat meine wirtschaftliche und private Handlungsfaehigkeit durch immense Steuern und unsinnige Vorschriften beschneidet.”
Das sehe ich auch so. Nur bei “Massenarbeitslosigkeit” wirst du noch mehr Steuern zahlen müssen.
M.M.
ja, diese “Meeresfrüchte” aus Belgien schmecken himmlisch. Ich denke aber, dass die Schweiz, was Schokolade angeht, breiter gefächert ist.
Und die Bürokratie, um das zu kontrollieren, verschlingt dann das meiste Geld.
Der Mehrwertsteuersatz von 35% ist herrlich. *lach*
Als ich noch Militärdienst leistete (immer wieder für zwei Wochen) war ich ein Fan von Schweizer Militärschoggi (schokolade).
http://www.swissworld.org/de/switzerland/dossiers/schokolade/schweizer_schokolade_im_20_jahrhundert/
Aber ich glaube, wir schwenken vom obigen, doch recht ernsthaften Thema ab…. ;-)
Dass man die Scheine auch drucken kann, hat ihnen Amerika jahrelang vorgemacht … sorry, wenn ich zynisch werde.
Theoretisch Deiner Meinung, Schlens, theoretisch! Nur: die praktischen Auswirkungen, wenn Papa Staat / Mutter Staatin sich entschliessen würden, sich diesmal herauszuhalten – hmmm, wer trägt die dann, in welchem Umfang, wie lange? Keiner weiss es, aber jeder kriegt Angst …
Das ‘reinigenden Gewitter’: doch, wär’ nicht schlecht, wenn es käme, die Politik zu bereinigen – ich fürchte nur, dass es zuerst deren Opfer erschlagen würde … willst Du dabei sein? Ich eher nicht.
Bin auch dafür. Es ist nämlich mit Sicherheit weniger ineffiziert, den durch Steuern enteigneten Bürgern einen Teil ihres Geldes zu freien Verfügung wieder zurückzugeben, als es an irgendwelche Interessengruppen zu verteilen (was wohl die alternative Verwendung wäre, ich denke dabei an Windradfabrikanten und ähnlichen Schwachsinn)).
Die Idee, die dahinter steckt, ist natürlich völlig idiotisch (“schnell, wir vermeiden eine Rezession dadurch, dass wird Einkommen besteuern und den Leuten dann ihr Geld wieder zurückgeben!”).
Das wären Lafontainonomics: Man nimmt den Leuten das Geld weg, macht irgendetwas magisches damit (was scheinbar nur Politiker können), gibt es wieder zurück und schon geht’s allen besser. Heureka!
Mit Militärschokolade verbinde ich eigentlich eher die Qualität Ostzone. Ich befürchte aber, dass das keine Ironie von Dir war.
In der Schweiz ist wahrscheinlich sogar die Militärschokolade gut.
Wir haben die zwar auch im Osten der Schweiz gegessen, aber ich bitte Sie, wir reden hier von dem Land, das von Käse und Schoggi (siehe oben) lebt. Nein, das ist Triple A-Qualität von Lindt & Sprüngli und Konsorten.
Als Sanitätssoldaten hatten wir zudem Zusatzrationen für die Verwundeten mit dabei. Das waren dunkle Schokoladenplättchen der besten Qualität. Weil die Schweizer Armee all die Jahre meiner Dienstzeit (sogar während des 2. Krieges) an chronischem Verwundetenmangel litt, haben wir die selbst verfuttert – ein Genuss.
Ich gebe es zu – seither bin ich schokoladesüchtig.
Wenden Sie sich an Steinbrück & Konsorten, damit sich das ändert :)) !
Hasenfuss? Sie?