Sollte das VW-Gesetz fallen, Porsche VW übernehmen, sei es um den eigenen Flottenverbrauch zu drücken um die Ökologisten zufrieden zu stellen oder um persönliche Eitelkeiten zufrieden zu stellen, ist wohl damit zu rechnen, dass bei VW der Haustarifvertrag und andere, von der Politik und Gewerkschaft durchgesetzte, sogenannte soziale Erungenschaften, unter grossem Protest letztgenannter, abgebaut werden. Vielleicht verlieren auch tausende VWler Ihren Job, gelten die VW-Standorte in Niedersachen doch als ineffizienter als andere Werke des VW-Konzerns.

Darum soll es aber nicht gehen. Sondern um die Frage, ob die Mitarbeiter als Aktionäre am eigenen Unternehmen beteiligt werden sollen.

Der Spiegel berichtet, dass einige der VW-Mitarbeiter die Kursturbulenzen im Herbst genutzt haben und Ihre VW-Anteile verkauft hätten. Nach Spiegel-Informationen lag der Einstiegskurs mitunter bei 40-50 Euro, das würde den Kursen im Zeitraum 2004-2006 entsprechen, während im Oktober-November Kurse zwischen 280 und 380 Euro, mit 1000 Euro in der Spitze erziehlt wurden. (Quelle: Comdirect.de)

Die Beteiligung der Mitarbeiter an VW hat diese zu Mitunternehmern gemacht und als solche haben sich einige von Ihren Aktien getrennt. Der kurzfristigen hohe Kursgewinn war den Mitarbeitern lieber als das langfristige Engagement.

800 Mio Gewinn, bei 350 Verkaufspreis -50 Einkaufspreis = 300 Gewinn / Aktie ergibt 2.7 Millionen Aktien, wenn der durchschnittliche Kleinanleger 100-200 Stück Mitarbeiteraktien hielt, macht das 13-27 000 Kleinanleger und VW-Mitarbeiter, die je 30-60 tausend Euro Gewinn realisiert haben*.

Soviel Gedankenspiele zum ach, so unsozialen Kapitalismus, in dem die Arbeiter ausgebeutet werden.

(*Es handelt sich um eine Abschätzung der Grössenordnung)