k.m.a. Michael...Werter Michael Adams,
Richter am Supreme Court, New South Wales, Australia,

das kleine Bild meines Freundes Bart Simpson links beinhaltet zwar explizit eine Aufforderung, aber keineswegs eine zu sexuellen Handlungen. Tun Sie sich jedoch keinen Zwang an, falls Sie die Grafik trotzdem erregend finden – denn private Präferenzen, gerade sexueller Natur, entziehen sich jeglicher Bewertung. Aber, mal ehrlich, muss man nicht eine ziemlich perverse Sau sein, um in derlei „Kinderpornographie“ zu entdecken und dafür eine Gefängnisstrafe zu verhängen?

Um Minderjährige zu schützen, sind nach meiner Auffassung harte Strafandrohungen gegen Produzenten und Konsumenten von Material, das durch die sexuelle Ausbeutung von Kindern entsteht, durchaus sinnvoll. Eine Rechtsprechung, die nicht an realen Taten, sondern an tatsächlichen oder vermuteten Intentionen ansetzt – sich schliesslich nicht einmal entblödet Comix zu kriminalisieren – wird aber zur Willkürjustiz.

Die zunehmende Tendenz „Victimless Crimes“ zu konstruieren ist übrigens keineswegs nur das Problem einiger spinnerter Australier: in GB sperrten Provider jetzt in vorauseilendem Gehorsam die Wikipedia wegen eines Plattencovers der Scorpions.

Man könnte sagen Bureaucrazies wie Sie oder die EU-Politkommissare benutzen Kinder, um eine Legitimationsbasis dafür zu schaffen, die Äusserungen „ihrer“ Bürger zu bewerten, zu kontrollieren, zu bestrafen und zunehmende Überwachung zu begründen.