PDSPD
Es wächst zusammen, was zusammen gehört.
Aktuell in Hessen:
Lothar Bisky (PDS chairman, member of Brandenburg state parliament)
Sahra Wagenknecht (PDS Executive member) on behalf of Venezuela Avanza, German solidarity campaign, www.venezuela-avanza.de
Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD, MdL (member of state parliament in Hessen)
Petra Fuhrmann, SPD, Friedrichsdorf MdL (member of state parliament in Hessen)
Marco Pighetti (chairman of Wiesbaden SPD and member of the state parliament (Landtag) in Hessen)
finden sich als parlamentarische Unterzeichner eines Aufrufes “Hands off Venezuela” mit dem Ziel
The work of the Campaign has been recognised by president Chávez himself (Chavez backs Hands off Venezuela campaign), and Hands Off Venezuela representatives featured prominently in the 2nd World Gathering in Solidarity with the Revolution in April 2004.
The basic principles of the Campaign are:
* solidarity with the Bolivarian Revolution
* opposition to imperialist intervention in Venezuela
* building direct links with the revolutionary and trade union movement in VenezuelaIf you agree with these basic ideas get involved!
The organization was founded by the International Marxist Tendency’s Alan Woods, a Welsh Trotskyist
Dank an Zettel und seine beiden Artikel über die Hessen PD-S-PD.







wer Spanisch versteht, kann diesen ganzen bescheuerten bolivarischen Unsinn noch als niemals versiegenden Witz-Lieferant für Jaime Baylys Show begreifen.
(http://www.youtube.com/user/daniperu25?ob=1)
und dann diese hands-off paranoia. Ja. Klar. Die USA möchte Venezuela erobern. har har har:
Genauso wie die USA seit 48 Jahren Kuba erobern will.
Komischerweise läßt es die USA zu, dass nach glaubwürdigen CEPAL Schätzungen monatlich 800 Mio Dollar von US-Amerikanischen Exil Kubanern auf die Insel geschickt werden. Außerdem importiert Kuba inzwischen 50% der Lebensmittel und von diesen Importen stammen 85% aus den USA. Und Medikamente. Aber klar. Das schröckliche seltsamerweise “Blockade” genannte Handelsembargo ist voll böse.
Und jedesmal, wenn es in den USA ernsthafte Tendenzen zur Aufhebung des Embargos gibt, finden in Kuba Verhaftungswellen von Andersdenkenden statt, die dann in mittelalterlichen Gefängniszellen vor sich hin modern.
Und Venezuela ist ja so demokratisch. Es gibt tolle Bürgerkommites, in denen es voll demokratisch zugeht. Auf Nachfragen sagen die Vorsitzenden besagter hochdemokratischer Institutionen, “implementamos lo que manda nuestro Comandante en alopresidente”
(wir führen aus, was unser Kommandant in einer Sonntagmttagsunterhaltungs-Sendung befiehlt).
Und aussenwirtschaftliche Unabhängigkeit…. Man kann Rafael Corea (Ecuador, eine Art Chávez-Lehrling) auf Youtube sehen, wie er davon erzählt, das jetzt Bananen nach Iran geliefert werden und man dafür iranische Autos geliefert bekommt. So ein bischen die Wiederauferstehung des COMECON. Hat ja schon damals supi funktioniert.
Ich merke, du bist ziemlich im Thema Kuba drin. Wenn ich dich richtig verstehen, meinst du, dass wenn es nach den USA gehen würde, das Embargo schon lange beendet wäre?
So kann man das auch nicht sagen.
Zoe Valdes sagt, dass es immer dann, wenn es in den USA unter Carter und Clinton ernsthafte Bestrebungen gab, das Handelsembargo zu lockern, auf Kuba plötzlich Verhaftungswellen gestartet wurden, in deren Folge sich Andersdenkende in feuchten Gefängniszellen mit einem mit Fröschen bedeckten Boden wiederfanden.
Im übrigen
- werden nach CEPAL Schätzungen jährlich über 800 Mio $ von US-Kubanern auf die Insel transferiert.
- US Lebensmittel und Medikamente nach Kuba exportiert werden.
Und ist es völlig abwegig zu denken, dass man nach 45 Jahren den Importbedarf aus den USA eventuell soweit substituieren könnte, dass man vielleicht nicht an jedem kubanischen Strand eine Gruppe aus einem 50-jährigen Italiener und zwei 13-jährige Kubanerinnen sehen muß? Ja. Ich weiß. Vermutlich diskutieren die über Filme des italienischen Neoliberalismus oder Gramsci. Oder die Mulatinnen quellen dermassen über von natürlicher Lebensfreude, dass sie einfach ihre Liebe verteilen müssen. Ha Ha.
War 13 oder 12 Jahre nicht mehr dort. Aber Generación Y Blog, Gorki Águila und Zoe Valdes ihr “La ficción Fidel” bestätigen meine damaligen Erfahrungen.
Oh mein Gott, die Wagenknecht.
Jedes mal, wenn ich diesen Namen lese, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Faszinierend, dass es Leute gibt, die sich ihr ganzes Leben lang nur Gedanken darüber gemacht haben, wie man das Geld anderer Leute ausgeben kann (ein anderer, der damit gerade aufgeflogen ist, wird wohl den Rest seines Lebens im Gefängnis sitzen).
Die sollte mal 1-2 Monate in der venezuelanische Opposition verbringen, *lol*. Luxuskommunisten, wie ich so was hasse.
Am besten in Petare, einer Art Slum-Stadt nahe Caracas mit 350.000 Einwohnern, die in den letzten Bundesstaats-Wahlen mehrheitlich die Opposition gewählt hat.
Die Meere des Südens voller unterdrückter, aufrechter Campesinos und glutäugiger, vollbusiger Senoritas, die von US-Konzernen ausgebeutet werden.
Wie träumen Menschen, die sowas unterschreiben? Einmal Steve Mac Queen in “Die Glorreichen Sieben” sein?
Nein. Nein. Es gab niemals Regierungen mit derselben anti-kapitalistischen und anti-amerikanischen Rhetorik wie Chávez. Ausser in … Brasilien, Argentinien, Uruguay, Peru, Mexiko, Nicaragua und Chile.
Und die sicher nicht perfekte neoliberale Phase hat nicht dazu geführt, dass dank des stabileren makroökonomischen und finanzpolitischen Umfelds kein einziges lateinamerikanisches Land in unserer Weltwirtschaftskrise in massive Finanzierungs-Schwierigkeiten gerät (ok, Bolivien ist natürlich ein Kandidat fürs nächste Jahr). Nein. Nein.
In Europa würden Sozialdemokraten einen autoritären Irren wie Chávez niemals akzeptieren. Aber in der wundersamen Welt der unterdrückten Campesinos und der glutäugigen, vollbusigen Senoritas mit langer schwarzer Mähne ist das natürlich “ein Schritt in die richtige Richtung”.
Die hardcore gegen-reformatorischen spanischen Könige des 16. Jhdts. haben sich intensiver mit der Region auseinandergesetzt als heutige Sozialdemokraten, die so einen Unsinn unterschreiben.
Die Unterstützung für den möchtegern-Diktator Chavez in der deutschen Linken ist der eine Skandal, aber das ist nach dem Motto “Sozialismus ist nicht schlecht, es sind nur immer individuelle Verfehlungen, die ihn diskreditieren” ja nichts neues.
Venezuela ist dank Ölreichtums eines der wenigen Länder, denen ich anfangs zugestanden hätte, eine sozialistisches Experiment mit Wohlstand für Alle zu verbinden.
Aber selbst mit Ölreichtum geht der Sozialismus des 21. Jahrhunderts in die Hose und ich fürchte, dass die Linken daraus wieder nichts lernen.
Die politische Brisanz aus der Unterstützungnote ruht darin, dass
Bsiky-Wagenknecht-Schäfergümbel die drei prominenten Unterzeichner sind, welche zu Beginn der Unterschriftenliste in dieser Reihenfolge genannt werden.
Schäfer-Gümbel steht der Ex-SED noch viel näher als Ypsilanti.
Ein “sozialistisches Experiment mit Wohlstand für Alle zu verbinden” – das hat schon in der rohstoffreichen UdSSR nicht funktioniert. Warum sollte das in Venezuela anders sein?
Fällt mir der Witz ein, was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird (Sand geht aus, nach einiger Zeit).
Venzuela dürfte in 1-2 Jahren pleite sein. Die Reserven werden mit 87 Mrd angegeben, das Etatloch mit 25 Mrd, der Haushalt soll auf einem Ölpreis von 55-60 Dollar (und hohen Fördermengen) kalkuliert sein, während aktuell nur 32 gezahlt werden.
Ein (politisch gewollter) Zahlungsausfall Venezuelas auf dem int. Kapitalmärkten würde wohl Lateinamerika mit in die Krise reissen.
http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~E2FE9216F452043E995C1DC65654D7920~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell
… vor Venezuela würden glaub ich ein paar anderer Länder fallen (Bolivien, Argentinien, Ecuador). Das Land exportiert eine Menge Erdöl. Als Chávez den Laden 1998 übernommen hat lag der Preis für ven. Öl bei 19$. Zwischenzeitlich bei 140$. Lange Zeit über 100$.
Keiner kann das voraussagen (http://oilwars.blogspot.com/2008/12/projecting-impact-of-oil-price-declines.html)
Die Abhängigkeit von externen Krediten ist für Chile, Peru, Brasilien, Mexiko und Uruguay heute ernsthaft geringer als vor der Phase des achso versklavenden Neoliberalismus. Kolumbien war eh nie so fremdfinanziert.
Ich würd auch angesichts der Finanz- und Wirtschaftspolitik von Bolivien, Ecuador und Argentinien Venezuela nicht die Schuld in die Schuhe schieben.
Und der Erfolg von Chávez-Evo-Morales-Rafael-Correa hat auch schon irgendwie ernsthafte Ursachen, die vorsichtig formuliert möglicherweise etwas mit sozialen Ungleichheiten zu tun haben könnten. Selbst in Chile gibts dieses Leonardo-Farkas-Klein Phänomen. (http://en.wikipedia.org/wiki/Leonardo_Farkas)
Ansonsten besitzt mit Ausnahme von wirklich kleinen Ländern wie Uruguay oder Paraguay im Falle einer Wirtschaftskrise der intra-Regions-Handel nicht so eine wichtige Rolle wie innerhalb der EU.
@ dagny: Ein Staat kann nicht pleite gehen, das ist ja das schöne.
Man kann Geld drucken, Schulden machen, die Bevölkerung (natürlich zu deren Wohl) ausrauben, usw…
Venezuela kann locker 30 Jahre lang von der (noch vorhandenen) Substanz, Auslandsspenden (z.B. von der SED) und sonstigem Unsinn leben.
Erst dann wird’s schwierig.
Man vergleiche: Die DDR hat 40 Jahre lang von ihrer Substanz gelebt, und das war nach dem Krieg.
Ach, die DDR war nicht erst 89 pleite, wirtschaftlich, politisch, moralisch, sondern viel früher. Ohne den Strauss-Milliardenkredit wäre das auch schon deutlich geworden, aber so konnte die DDR noch ein wenig Konkursverschleppung betreiben.
Chavezistan wird in 1-3 Jahren politisch, moralisch und auch wirtschaftlich pleite sein, würde man betriebswirtschaftliche Masstaebe anlegen.
Vielleicht, nein hoffentlich, dauert die Konkursverschleppung im Internetzeitalter nicht wieder 40 Jahre.
Inwieweit zielt diese Regierung eigentlich auf sozialistische Ziele ab?
- in Sachen Bildung ärmerer Schichten wurden bislang rein potemkimsche Dörfer aufgebaut.
- die einseitige Abhängigkeit vom Erdöl wurde verstärkt.
- in Sachen Armutsbekämpfung (Personen unterhalb der Armutsschwelle) wurden gemäß CEPAL Daten noch nicht einmal die Werte von 1982 erreicht (das Ende des letzten Erdölbooms).
- der Wiskey für die obere Mittelschicht wird dank extrem überbewerteter Währung freundlich subventioniert. Macdonal, Burger King und ähnliche US-Ketten scheinen recht gut an der venezoelanischen Mittelschicht zu verdienen.
- Probleme, unter denen die Armen am meisten leiden, wie Kriminalität und Inflation haben sich verschärft.
- der traditionelle Nepotismus, die Vetternwirtschaft, etc. wurden eben nicht durchbrochen. Ähnlich wie die kolumbianischen Drogenbarone der 80er haben Chavistas nun interessante Mengen an Landbesitz zusammengekauft.
- die Armee wird durch neue teure Waffensysteme bei Laune gehalten.
- Leute, die in einem “guten” Sozialismus investiert sind – wie etwa Heinz Dieterich – haben das Boot vor über 1 Jahr verlassen und ihren Beraterposten aufgegeben.
Du scheinst Dir sauber in die Tasche zu lügen:
Die Mittelschicht wird vom Sozialismus zerstört, McDonalds staatlich geschlossen, Kriminalitaet hat sich verschärft, weil die Armen marodierend und plündernd an der Mittelschicht ihr Mütchen kühlen und die Funktionäre bereichern sich. Dieterich wird die Geister nicht mehr los, die er beschworen hat? Da will er sich wohl absetzen, ehe der Schmutz des Realexistierenden Sozialismus des 21. Jhrd. über ihm zusammenbricht.
Macdonal wird eben genau nicht geschlossen.
Die Opfer der Kriminalität sind sehr oft andere Arme. Die Mittelschicht kann sich besser dagegen schützen (Gitter, Türsteher).
Ich halt von Dieterich, dem Socialismo Siglo XXI und Sozialismus/Kommunismus überhaupt nichts. Das ist alles völlig inkonsistent und kann nur in ein solches Chaos wie Venezuela heute enden. Ich kritisier nur, dass die LINKEN das in ihrer Begeisterung über das steigende BIP (bei den Ölpreisen kein Wunder) z.T. jegliche Kritikfähigkeit verloren haben.
> In Europa würden Sozialdemokraten einen
> autoritären Irren wie Chávez niemals akzeptieren.
In Hessen schon.
Sahra Wagenknecht schreibt zum Beispiel solche Sachen:
So klar positiv beziehen sich nicht einmal Nazis auf ihren favorisierten Massenmörder.
Ich halte es für einen Skandal, wenn Herr Schäfergümbel mit dieser Stalinistin und Antidemokratin gemeinsame Sache macht.
Die Stalin-Zeit hatte Vor- und Nachteile, ganz klar. Der Vorteil lag darin, dass man ein komplettes Volk regieren kann. Der Nachteil darin, dass es heutzutage nicht mehr angesagt ist.
Unglaublich, dass es Menschen mit solch einer politischen Einstellung gibt. Die gute Frau sollte nur hoffen, dass der nächste Stalin ihr wohlgesinnt ist, sonst könnte sie ein Problem bekommen :-)
_Reden_ darf sie noch, die Wagenknecht?
“Nicht zu leugnen ist, daß Stalins Politik – in ihrer Ausrichtung, ihren Zielen und wohl auch in ihrer Herangehensweise – als prinzipientreue Fortführung der Leninschen gelten kann.”
Da allerdings hat Sahra Wagenknecht Recht.
Es ist ein freilich erfolgreicher Propagandatrick der Kommunisten, die Verbrechen des Kommunismus einem Phantom namens “Stalinismus” in die Schuhe zu schieben.
Stalin hat aber am Leninismus überhaupt nichts verändert. Das Sowjetsystem wurde von Lenin theoretisch begründet und bereits praktisch realisiert, als Stalin noch nichts zu bestimmen hatte. Lenin und Trotzki haben jede Opposition vernichtet, haben die allmächtige Tscheka gegründet, das System Gulag. Die Wiedereroberung des Zarenreichs begann ebenfalls bereits unter Lenin.
Stalin war der richtige Mann, das auszubauen und bis zu seinen brutalsten Konsequenzen zu realisieren; aber es war die Umsetzung der Prinzipien Lenins.
Herzlich, Zettel
[...] können am guten Ende nur paradiesische Zustände wie hier oder hier oder hier oder hier (gell, Schäfer-Gümbel?) etc. pp. herrschen. Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt gilt es alte Not zu zwingen. [...]
man lese einfach mal die meistverkaufte überregionale Tageszeitung Ostdeutschlands:
http://tinyurl.com/6qvrzj
Es geht hier um Menschen, die sich häufig auf schlechten Booten durch ein Meer mit Haien gekämpft haben. Diese freie, das eigene Leben aufs Spiel setzende Entscheidung ist also Raub ?!?
… aus den USA werden laut CEPAL-Angaben jährlich 800 Mio US $ nach Kuba überwiesen, obwohl dort NACH DER LETZTEN VERHAFTUNGSWELLE ANDERSDENKENDER Beschränkungen eingeführt wurden. Die Verhaftungswelle erwähnt ND natürlich nicht. 34% der in Kuba konsumierten Lebensmittel stammen aus den USA. Auch davon nix in ND.
Wann hat die USA das letzte Mal einem Land aufgrund der diplomatischen Beziehungen mit Kuba mit Sanktionen gedroht?
… und bezüglich kubanischer Sportteams hören wir immer wieder, dass die bei Auslandsreisen geschlossen dort bleiben.
Warum zahl ich an ein Gebiet, dass sich freiwillig durch so ein menschenverachtendes Hetzblatt berieseln läßt, einen “Solidaritätszuschlag”?
Kein Wort über freie Wahlen, Pressefreiheit, Freiheit des Internets, die politischen Gefangenen oder die “damas de blanco” (http://tinyurl.com/5m88kx).
Die haben nicht wirklich viele Leser.Das meistverkaufte Blatt im Osten sind sie mit ca. 42.000 Exemplaren (eigene Aussage!) sicher nicht. Die Leute vom “ND” bedienen doch nur die Ewiggestrigen — aber keine Angst, denen sterben die Leser sowieso weg ;-)
Na gut. Das hat mich jetzt wieder ein wenig beruhigt.
[...] Schäfer-Gümbel, der Statthalter von Andrea Ypsilanti, der wie berichtet als SPD-Abgeordneter einen Aufruf zur Stützung des Sozialismus in Venezuela zusammen mit Sarah [...]