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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Ströbele und Che Guevara

Daniel Fallenstein, 19.12.2008

Wenn ein „Pazifist“ wie Hans-Christian Ströbele im Untersuchungsausschuss zu einem Sicherheitsthema sich ausgerechnet den Kriegstreiber, Menschenfeind und Massenmörder Che Guevara auf den Tisch stellt, dann kann man das ruhig skandalisieren. Voilà:

bw-bt-bnd-u-che

Pazi! Heuchler! Geschmacklos!

(Bild von Soldatenglück unter Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland Lizenz.)



23 Kommentare zu “Ströbele und Che Guevara”

  1. fpk

    Der erfogreichste T-Shirt Verkäufer aller Zeiten verkauft jetzt also auch Erfrischungsgetränke. Ist doch eher ein Eingeständnis des Scheiterns als irgendwas anderes. Wir kriegen euch alle. :-)

  2. stefanolix

    Für den Herrn Ströbele (und die Grünen) war wohl nur interessant, ob es auch wirklich eine Pfand-Dose ist ;-)

    Ich möchte lieber nicht wissen, was sich darin für ein Gesöff befindet. Ich würde spontan auf einen “Energy-Drink” mit Guarana aus einer urkommunistischen nicaraguanischen Kommune tippen.

  3. stefanolix

    Das ist eben Marktwirtschaft, da wird auch vieles verkauft, das dem einen oder anderen nicht gefällt ;-)

    Aber generell: der Herr Ströbele repräsentiert seinen Wahlkreis und nutzt in solchen Ausschüssen seine Rechte als Abgeordneter. Auch wenn er manchmal nervt, gilt doch: gleiches Recht für alle …

  4. jo@chim

    “Geschmacklos” ist das Zeug nicht, würde ich mal tippen, sondern pappsüss… so wie die Dose dasteht, hat er die aber tatsächlich wohl als Provo-Nummer aufgestellt.

  5. stefanolix

    Ach, man muss nicht immer Böswilligkeit und Provokation annehmen, wo Gewohnheit oder Gedankenlosigkeit als Ursache wahrscheinlicher sind. Der ändert sich nicht mehr …

  6. Lina

    ‘Provo-Nummer’, jawoll, mit privatem SAMMLERWERT statt Dosenpfanderlös im Vordergrund – würde ich beim grün-rot- gestreiften Ströbele meinen …

  7. jo@chim

    Böswilligkeit nicht, eher Blödwilligkeit :-) Wenn Du das Originalfoto auf SG anschaust, siehst Du, dass die Dose wie extra aufgestellt wirkt.

  8. Daniel Drungels

    Man beachte auch den Grünen Tee Kaktusfeige (bin ich Fan von). Der Mensch braucht Abwechselung. Bei längeren Durststrecken im Untersuchungsausschuss greift HCS wahrscheinlich erst zum Che-Upper, um ein bisschen Schwung in die Angelegenheit zu bringen und dann zum Grünen Tee-Downer, damit das Herz nicht revoltiert, wenn´s ans Eingemachte geht. Alter Fuchs!

  9. Dagny

    Ströbele ist kein Pazifist, sondern Antiamerikaner.

  10. john j

    Vor kurzem wurde vom gleichen Autor noch Pinochet in eine Reihe mit Reagan und Thatcher gestellt (als “liberal-konservativ”) – und ein paar Tage spaeter hyperventiliert er weil auf einer Dose Che Guevara zu erkennen ist?

  11. Lina

    Ganz so war’s nicht, John j. Da hat der sich selbst als ‘Jungspund’ ausgewiesene Autor aus Polen berichtet und Hochrufe auf die drei genannten Namen weitergereicht. Einfach so. Jungspunde tun so sowas schon mal, glaub’ ich, auch auf Che-Dosen abheben, wenn ein Ströbele sie vorzeigt. Die fliegen halt auf Plakatives, stellen es hin und wollen was dazu hören (bzw. lesen) ;-)) ?

    Ist vielleicht sowas wie Meinungsbildung in process oder progress oder so, hmm … ?

  12. Andreas

    Was die grünen WählerInnen wohl brennender interessiert: Warum mus sich Herr Ströbele eine umweltfeindliche Dose anstelle einer umweltfreundlichen Mehrwegverpackung kaufen?

    Und warum kauft er ein Produkt ohne Bio- oder FairTrade-Siegel obwohl Pfanner auch solche im Angebot hat?

  13. Lina

    Warum mus sich Herr Ströbele eine umweltfeindliche Dose anstelle einer umweltfreundlichen Mehrwegverpackung kaufen?

    Ja, SKANDAL, der eigentliche! Wo bleibt die grüne Konsequenz, mit der sie einen sonst so gerne bevormunden? Vor-LEBEN bitte!

  14. Daniel Fallenstein

    Dude, wenn Du eine berichtende Aussage nicht von einer wertenden unterscheiden kannst.. poor you.

  15. john j

    Guy, wenn du den Tonfall in deiner “berichtenden” Aussage nicht ein bisschen neutraler gestalten kannst, und auch noch damit angibst dass du demnaechst “Gast” dieser Pinochet-Fans sein wirst …who’s poor?

    .

  16. Daniel Fallenstein

    Mate, ich bin Gast einer in der Tat extrem coolen Jugendorganisation, in der es halt auch solche Leute gibt. Aber wenn ich das nächste mal über solche Themen schreibe, denk ich an dich und mach einen auf Grundschulbuchautor, damit die eigentliche Aussage ankommt.

  17. john j

    Fellow, im Gegensatz zu dir fuehle ich mich halt in der Gesellschaft von Pinochet-Fans nicht wohl. Aber jeder wie er mag.

    “…und mach einen auf Grundschulbuchautor…”

    Das hast du mit der “extrem coolen Jugendorganisation” schon ganz gut hingekriegt. Weiter so.

  18. Michel

    Falls es darum geht Stöbele Doppelmoral vorzuwerfen, dann sind diese Vorwürfe eher lächerlich. Zettel hat gut recherchiert, warum Stöbele unerträglich ist. Die Vorwüfe sind von anderen Kaliber.

  19. Lina

    Was soll das? Sag’ doch einfach, wie’s war: Das extrem coole Umfeld hat Dir temporär die Kritikfähigkeit vernebelt, weshalb es nur zum Berichten gereicht hat …

    Das wäre ehrlicher, als mit ‘einem auf Grundschulbuchautor’ zu kommen und eine ‘eigentlichen Aussage’ einzuführen; da war keine, und ich habe sie vermisst. Sorry, dass ich es – wenn ich schon (vor John j.) zur Verteidigung antrete – so genau nehme :-) …

  20. Zettel

    Ströbele, lieber Michel, ist ungefähr so sehr ein Pazifist, wie der Eisbär Knud ein Vegetarier ist.

    Übrigens gibt er sich ja gar nicht als Pazifist aus; es ist nur bezeichnend, daß er als einer mißverstanden wird.

    Kaum ein Abgeordneter des Bundestags dürfte über seine ganze Biographie hinweg eine so enge Verbindung zur Waffengewalt gehabt haben wie Ströbele.

    Er hat eine terroristische Vereinigung unterstützt und wurde dafür verurteilt. Er ist aus der SPD geflogen, weil er Terroristen als “liebe Genossen” tituliert hat.

    Und er war über Jahre einer der Geldbeschaffer von Terroristen, die gegen die Regierung des Christdemokraten Napoleon Duarte gekämpft haben. Ein Komplice, der geholfen hat, die Waffen zu finanzieren, mit denen sie in El Salvador gemordet haben.

    Nun gut, solche Leute gibt es überall. Einmalig im Fall Ströbele dürfte aber sein, daß er bei vielen – auch weit über die extreme Linke hinaus – das Image eines aufrechten, etwas verschrobenen Opas hat. Daß man glaubt, er trete ehrlich für die bürgerlichen Freiheiten ein, wo er doch mit dieser Biographie beweist, was er von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit hält.

    Herzlich, Zettel

  21. stefanolix

    Die meisten Dosen haben heute ein Pfandsiegel (Barcode) und können am Automaten zurückgegeben werden. Links unten auf der Dose könnte ein solches Pfandsiegel aufgedruckt sein. Unter bestimmten Umständen kann die Dose aber auch pfandfrei sein. So gibt es z.B. »Red Bull«-Dosen ohne Zucker und ohne Pfand, aber auch mit Zucker und mit Pfand. Bitte jetzt keine Diskussion über Sinn oder Unsinn solcher Regelungen ;-)

  22. Lina

    Bitte jetzt keine Diskussion über Sinn oder Unsinn solcher Regelungen ;-)

    Warum nicht? Deine gründliche Vor-Recherche animiert einen dazu, den Rest der ‘Stillen Zeit’ ausschliesslich darauf zu verwenden ;-) …

  23. Die Szene und ich

    Lame Duck…

    Für Dich wohne ich bestimmt auf einem anderen Planeten, aber ich schicke Dir den Trackback trotzdem mal. Vielleicht gefällt er Dir ja
    ……

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