Die Achse des Guten* weisst auf folgenden Bericht in der WELT hin, in der ein Ex-Oekobauer ueber seinen Versuch berichtet, auf Bio-Landwirtschaft umzusteigen:
Von einem Schlachthofkontrolleur habe ich erfahren, dass man von vier Fünfteln der Bioschweine die Lebern und die Lungen wegwerfen muss, weil sie von Würmern zerfressen sind. Ist das tiergerecht? Es kann doch nicht im Sinne der Tiere sein, wenn sie krank und voller Parasiten sind. Bioschweinehaltung hat nichts mit Tierschutz zu tun, sondern mit ideologischen Richtlinien, die ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt werden. Hauptsache, die Tiere liegen hübsch im Stroh und fressen nicht das böse Gen-Soja.
oder
Ich glaube, die Menschen in Deutschland wissen immer weniger von der Landwirtschaft. Sie machen sich ein falsches Bild. Tiere werden wie Menschen betrachtet. Da spukt viel Unsinn in den Köpfen.
Es ist zum Beispiel sehr fraglich, ob Tiere die Freiheit lieben. Als wir mal über Nacht die Tür zu einem der Ställe aufgelassen haben, lagen die Schweine am anderen Morgen alle an ihren Plätzen. Sie sind nur ein paar Schritte in den Hof gelaufen, haben den Sack mit dem Hundefutter geplündert und kehrten zurück in ihren Stall.
Zwei Anmerkungen
Erstens, ernst: Ich halte es fuer richtig, Dinge auszuprobieren. Aber man muss ueber das Ergebnis ideologiefrei diskutieren und gegebenenfalls das Experiment beenden.
Zweite Anmerkung, augenzwinkernd: Ob zwischen den meisten Menschen und den Schweinen im zweiten, von mir zitierten Absatz so viel Unterschied ist?