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	<title>Kommentare zu: Vortrag von Prof. Peter Henning zum &#220;berwachungsstaat</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 11:56:35 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/01/24/vortrag-von-prof-peter-henning-zum-ueberwachungsstaat/comment-page-1/#comment-104831</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 16:28:57 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Wenn du so gut bescheid weisst, wie kommt es dann, dass in GB die Verbrechensrate trotz weltweit gr&#246;&#223;ter Dichte an &#220;berwachungskameras?&lt;/blockquote&gt;

Dieser Satz ist wohl unvollst&#228;ndig und daher nicht zu beantworten. Ich vermute aber ihn richtig zu verstehen und antworte daher mal ins Blaue hinein: 

Ob in UK die Kriminalit&#228;tsrate eine gewisse H&#246;he erreicht hat, sagt noch nichts dar&#252;ber aus, wie hoch sie ohne die Kameras w&#228;re. Wer sich schon einmal mit englischen Polizeibeamten unterhalten hat wei&#223; aber, wie viel Nutzen diese Kameras f&#252;r den Alltag haben. In UK gibt es nur ca. 1/3 der Polizeibeamten, die Deutschland hat. Ohne diese massive &#220;berwachungstechnik w&#228;re das UK schon l&#228;ngst ein einziges Gangland.

Der riesige Flughafen Heathrow wird von ungef&#228;hr genauso vielen Beamten bewacht, wie die Provinzflugh&#228;fen Hamburg oder Hannover.

&lt;blockquote&gt;Nat&#252;rlich versuchen die Verbrecher Kameras zu vermeiden, aber selbst wenn ein Verbrechen vor der Kamera geschieht, heisst das noch lange nicht, das deshalb etwas aufgekl&#228;rt wird.&lt;/blockquote&gt;

Keine Ma&#223;nahme garantiert Aufkl&#228;rung der Straftat. Nichts desto trotz wird sich doch bem&#252;ht Straftaten aufzukl&#228;ren. Es geht dabei um Wahrscheinlichkeiten, nicht um Gewissheiten. Verbrechen und Verbrechensermittlung haben immer nur mit Wahrscheinlichkeiten zu tun.

&lt;blockquote&gt;Abschreckung, ja, aber dazu m&#252;sste man Kameras &#220;BERALL aufstellen und das halte ich etwas f&#252;r &#252;bertrieben.&lt;/blockquote&gt;

Nein, das muss man nicht. Man muss sie dann nur dort aufstellen, wo die Umgebung durch eine sichtbare Kamera positiv beeinflusst werden kann. Ein Straft&#228;ter begeht eine Straftat ja auch nicht um jeden Preis, sondern vor allem wegen der &lt;b&gt;Gelegenheit&lt;/b&gt;.

&lt;blockquote&gt;Zweitens verhindern sie nicht spontane Gewaltverbrechen.&lt;/blockquote&gt;

Das ist so vereinfacht unwahr. Nat&#252;rlich verhindern Kameras auch spontane Gewaltverbrechen, so der Straft&#228;ter geistig in der Lage ist die Situation mit der Kamera zu erfassen und dann zu der Entscheidung kommt, das Risiko ist zu gro&#223;.

Es ist zudem nicht zwingend, dass ein Straft&#228;ter eine einmal angedachte Tat sp&#228;ter auch in die Tat umsetzt. Die meisten Gewalttaten sind Affekttaten. Sie kommen nur unter bestimmten Situationen zu Stande, nicht aber um jeden Preis. Wenn sie die Gef&#252;hlslage des T&#228;ters und die Situation in dieser Konstellation (Opfer, an diesem Ort, zu dieser Zeit, keine Zeugen, etc.) nicht wieder ergibt, besteht bei Affektt&#228;tern eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht straff&#228;llig werden. Psychische Ausnahmesituationen die zur &#220;berwindung aller Hemmschwellen f&#252;hren erleben Menschen n&#228;mlich nicht jeden Tag und dies dann auch nicht an jedem Ort und zu jeder beliebigen Zeit.

&lt;blockquote&gt;Wow, und was sie gegen den “Trojaner” anf&#252;hren ist zwar richtig, nicht aber wirklich rechtfertigbar. Man fuehrt keine so weitreichend in die Privatsph&#228;re eingreifende Massnahmen ein, f&#252;r 3-4 F&#228;lle! Ausserdem hat man dasselbe &#252;ber das Abh&#246;ren von Telefonen gesagt: am Anfang…&lt;/blockquote&gt;

Soso, &quot;Man&quot; f&#252;hrt solche Ma&#223;nahmen also nicht f&#252;r 3-4 F&#228;lle ein. Das ist schlicht und ergreifend dummes Zeug. Bei der Abwehr von Terrorismus sind eine Vielzahl von Konstellationen denkbar, in denen die Beh&#246;rden zwingend auf die Installation eines Trojaners angewiesen sind. Woher Du dann die Erkenntnis nimmst, dass &quot;man&quot; f&#252;r diese F&#228;lle keine Rechtsgrundlage schaffen muss, bleibt ein Geheimnis.

Die gleiche Argumentation wurde angef&#252;hrt, als es um den Flugzeugabschuss ging. Wollen wir mal hoffen, dass sich diese Situation nie ergeben wird. Wenn die Beh&#246;rden allerdings zuschauen m&#252;ssen wie eine vollbesetzte 747 in ein frankfurter Hochhaus knallt oder auf die CeBit gest&#252;rzt wird, dann wollen wir mal abwarten was dann los ist.

F&#252;r solche Lagen schafft man ja nach klugschei&#223;erischer Ansicht keine Rechtsgrundlage.

Mich w&#252;rde das zwar nicht k&#252;mmern, aber ich hoffe die Piloten sind im Fall der F&#228;lle verfassungstreuer als ich und wissen sich an die Rechtslage zu halten.

&lt;blockquote&gt;Ausserdem hat man dasselbe &#252;ber das Abh&#246;ren von Telefonen gesagt: am Anfang…&lt;/blockquote&gt;

Die Abh&#246;rsituation ist eine ganz andere. Es ist technisch sehr einfach Telefone abzuh&#246;ren, viel einfacher als einen Trojaner auf einem Rechner zu installieren.

Das Problem bei den Abh&#246;rma&#223;nahmen sind die unt&#228;tigen Richter, die Beschl&#252;sse zur TK&#220; oftmals blanko unterschreiben oder ausstellen (habe ich selbst gesehen). W&#252;rden die Richter ihre Arbeit machen und ihr Amt auch als solches begreifen, dann g&#228;be es damit keine Probleme. 

Es werden zu viele junge Richter ohne R&#252;ckgrat eingestellt, das ist das Problem. Die Rechtsgrundlagen zur TK&#220; sind es nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn du so gut bescheid weisst, wie kommt es dann, dass in GB die Verbrechensrate trotz weltweit gr&#246;&#223;ter Dichte an &#220;berwachungskameras?</p></blockquote>
<p>Dieser Satz ist wohl unvollst&#228;ndig und daher nicht zu beantworten. Ich vermute aber ihn richtig zu verstehen und antworte daher mal ins Blaue hinein: </p>
<p>Ob in UK die Kriminalit&#228;tsrate eine gewisse H&#246;he erreicht hat, sagt noch nichts dar&#252;ber aus, wie hoch sie ohne die Kameras w&#228;re. Wer sich schon einmal mit englischen Polizeibeamten unterhalten hat wei&#223; aber, wie viel Nutzen diese Kameras f&#252;r den Alltag haben. In UK gibt es nur ca. 1/3 der Polizeibeamten, die Deutschland hat. Ohne diese massive &#220;berwachungstechnik w&#228;re das UK schon l&#228;ngst ein einziges Gangland.</p>
<p>Der riesige Flughafen Heathrow wird von ungef&#228;hr genauso vielen Beamten bewacht, wie die Provinzflugh&#228;fen Hamburg oder Hannover.</p>
<blockquote><p>Nat&#252;rlich versuchen die Verbrecher Kameras zu vermeiden, aber selbst wenn ein Verbrechen vor der Kamera geschieht, heisst das noch lange nicht, das deshalb etwas aufgekl&#228;rt wird.</p></blockquote>
<p>Keine Ma&#223;nahme garantiert Aufkl&#228;rung der Straftat. Nichts desto trotz wird sich doch bem&#252;ht Straftaten aufzukl&#228;ren. Es geht dabei um Wahrscheinlichkeiten, nicht um Gewissheiten. Verbrechen und Verbrechensermittlung haben immer nur mit Wahrscheinlichkeiten zu tun.</p>
<blockquote><p>Abschreckung, ja, aber dazu m&#252;sste man Kameras &#220;BERALL aufstellen und das halte ich etwas f&#252;r &#252;bertrieben.</p></blockquote>
<p>Nein, das muss man nicht. Man muss sie dann nur dort aufstellen, wo die Umgebung durch eine sichtbare Kamera positiv beeinflusst werden kann. Ein Straft&#228;ter begeht eine Straftat ja auch nicht um jeden Preis, sondern vor allem wegen der <b>Gelegenheit</b>.</p>
<blockquote><p>Zweitens verhindern sie nicht spontane Gewaltverbrechen.</p></blockquote>
<p>Das ist so vereinfacht unwahr. Nat&#252;rlich verhindern Kameras auch spontane Gewaltverbrechen, so der Straft&#228;ter geistig in der Lage ist die Situation mit der Kamera zu erfassen und dann zu der Entscheidung kommt, das Risiko ist zu gro&#223;.</p>
<p>Es ist zudem nicht zwingend, dass ein Straft&#228;ter eine einmal angedachte Tat sp&#228;ter auch in die Tat umsetzt. Die meisten Gewalttaten sind Affekttaten. Sie kommen nur unter bestimmten Situationen zu Stande, nicht aber um jeden Preis. Wenn sie die Gef&#252;hlslage des T&#228;ters und die Situation in dieser Konstellation (Opfer, an diesem Ort, zu dieser Zeit, keine Zeugen, etc.) nicht wieder ergibt, besteht bei Affektt&#228;tern eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht straff&#228;llig werden. Psychische Ausnahmesituationen die zur &#220;berwindung aller Hemmschwellen f&#252;hren erleben Menschen n&#228;mlich nicht jeden Tag und dies dann auch nicht an jedem Ort und zu jeder beliebigen Zeit.</p>
<blockquote><p>Wow, und was sie gegen den “Trojaner” anf&#252;hren ist zwar richtig, nicht aber wirklich rechtfertigbar. Man fuehrt keine so weitreichend in die Privatsph&#228;re eingreifende Massnahmen ein, f&#252;r 3-4 F&#228;lle! Ausserdem hat man dasselbe &#252;ber das Abh&#246;ren von Telefonen gesagt: am Anfang…</p></blockquote>
<p>Soso, &#8220;Man&#8221; f&#252;hrt solche Ma&#223;nahmen also nicht f&#252;r 3-4 F&#228;lle ein. Das ist schlicht und ergreifend dummes Zeug. Bei der Abwehr von Terrorismus sind eine Vielzahl von Konstellationen denkbar, in denen die Beh&#246;rden zwingend auf die Installation eines Trojaners angewiesen sind. Woher Du dann die Erkenntnis nimmst, dass &#8220;man&#8221; f&#252;r diese F&#228;lle keine Rechtsgrundlage schaffen muss, bleibt ein Geheimnis.</p>
<p>Die gleiche Argumentation wurde angef&#252;hrt, als es um den Flugzeugabschuss ging. Wollen wir mal hoffen, dass sich diese Situation nie ergeben wird. Wenn die Beh&#246;rden allerdings zuschauen m&#252;ssen wie eine vollbesetzte 747 in ein frankfurter Hochhaus knallt oder auf die CeBit gest&#252;rzt wird, dann wollen wir mal abwarten was dann los ist.</p>
<p>F&#252;r solche Lagen schafft man ja nach klugschei&#223;erischer Ansicht keine Rechtsgrundlage.</p>
<p>Mich w&#252;rde das zwar nicht k&#252;mmern, aber ich hoffe die Piloten sind im Fall der F&#228;lle verfassungstreuer als ich und wissen sich an die Rechtslage zu halten.</p>
<blockquote><p>Ausserdem hat man dasselbe &#252;ber das Abh&#246;ren von Telefonen gesagt: am Anfang…</p></blockquote>
<p>Die Abh&#246;rsituation ist eine ganz andere. Es ist technisch sehr einfach Telefone abzuh&#246;ren, viel einfacher als einen Trojaner auf einem Rechner zu installieren.</p>
<p>Das Problem bei den Abh&#246;rma&#223;nahmen sind die unt&#228;tigen Richter, die Beschl&#252;sse zur TK&#220; oftmals blanko unterschreiben oder ausstellen (habe ich selbst gesehen). W&#252;rden die Richter ihre Arbeit machen und ihr Amt auch als solches begreifen, dann g&#228;be es damit keine Probleme. </p>
<p>Es werden zu viele junge Richter ohne R&#252;ckgrat eingestellt, das ist das Problem. Die Rechtsgrundlagen zur TK&#220; sind es nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Max</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/01/24/vortrag-von-prof-peter-henning-zum-ueberwachungsstaat/comment-page-1/#comment-104830</link>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 15:57:15 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn du so gut bescheid weisst, wie kommt es dann, dass in GB die Verbrechensrate trotz weltweit gr&#246;&#223;ter Dichte an &#220;berwachungskameras?
Nat&#252;rlich versuchen die Verbrecher Kameras zu vermeiden, aber selbst wenn ein Verbrechen vor der Kamera geschieht, heisst das noch lange nicht, das deshalb etwas aufgekl&#228;rt wird.

Abschreckung, ja, aber dazu m&#252;sste man Kameras &#220;BERALL aufstellen und das halte ich etwas f&#252;r &#252;bertrieben.
Zweitens verhindern sie nicht spontane Gewaltverbrechen.

Wow, und was sie gegen den &quot;Trojaner&quot; anf&#252;hren ist zwar richtig, nicht aber wirklich rechtfertigbar. Man fuehrt keine so weitreichend in die Privatsph&#228;re eingreifende Massnahmen ein, f&#252;r 3-4 F&#228;lle! Ausserdem hat man dasselbe &#252;ber das Abh&#246;ren von Telefonen gesagt: am Anfang...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn du so gut bescheid weisst, wie kommt es dann, dass in GB die Verbrechensrate trotz weltweit gr&#246;&#223;ter Dichte an &#220;berwachungskameras?<br />
Nat&#252;rlich versuchen die Verbrecher Kameras zu vermeiden, aber selbst wenn ein Verbrechen vor der Kamera geschieht, heisst das noch lange nicht, das deshalb etwas aufgekl&#228;rt wird.</p>
<p>Abschreckung, ja, aber dazu m&#252;sste man Kameras &#220;BERALL aufstellen und das halte ich etwas f&#252;r &#252;bertrieben.<br />
Zweitens verhindern sie nicht spontane Gewaltverbrechen.</p>
<p>Wow, und was sie gegen den &#8220;Trojaner&#8221; anf&#252;hren ist zwar richtig, nicht aber wirklich rechtfertigbar. Man fuehrt keine so weitreichend in die Privatsph&#228;re eingreifende Massnahmen ein, f&#252;r 3-4 F&#228;lle! Ausserdem hat man dasselbe &#252;ber das Abh&#246;ren von Telefonen gesagt: am Anfang&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/01/24/vortrag-von-prof-peter-henning-zum-ueberwachungsstaat/comment-page-1/#comment-104755</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 14:15:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=1864#comment-104755</guid>
		<description>Gott sei Dank bin ich nicht nach Gummersbach gekommen. Was h&#228;tte ich mich um die verschenkte Zeit zumindest wegen dieses Vortrags ge&#228;rgert.

Die Aussagen von Prof. Henning &#252;ber die Abschreckungswirkung von &#220;berwachungskameras sind falsch.

Sie beruhen auf der falschen Annahme, dass eine &#220;berwachung durch Videokameras zwar die konkrete Tat nicht verhindern kann, diese dann aber nicht auch zur Verhinderung einer anderen Tat geeignet w&#228;ren.

Wer schon einmal professionelle Straft&#228;ter in der Vernehmung hatte, wei&#223; aber, dass das anders ist. Straft&#228;ter gehen zwar richtigerweise nicht davon aus sp&#228;ter erschwischt zu werden, planen ihre Tat aber sehr wohl auch mit Risikovermeidungsgesichtspunkten. Das Eintreten einer sp&#228;teren Tat erlaubt keinen R&#252;ckschluss darauf, dass die uspr&#252;nglich geplante Tat auch verwirklicht wurde. Das ist pure Spekulation.

Vernehmungsergebnisse und Erfahrungswerte sagen aber eindeutig etwas anderes: Sofern der T&#228;ter seine Tat plant, versucht er auch &#220;berwachung zu umgehen. Jeder T&#228;ter wei&#223; n&#228;mlich auch, dass die Aufkl&#228;rung der Tat mit Aufzeichnungen leichter ist als ohne.

Die Anschl&#228;ge der Kofferbomber z.B. waren im Nachhinein durch die Aufzeichnungen besser auszuermitteln, denn man konnte an den Videoaufzeichnungen sehr gut das T&#228;terverhalten bewerten. Ohne die Videoaufzeichnungen w&#228;re das nicht m&#246;glich gewesen.

Video&#252;berwachungen haben also durchaus einen Sinn.

Auch die Ausf&#252;hrungen zum Trojaner sind falsch. Man will keine Betriebssysteml&#252;cken ausnutzen, sondern ein trojanisches Pferd einschleusen. Man darf erstens davon ausgehen, dass dieses trojanische Pferd durch eine Falle installiert wird z.B. durch das Anbieten einer infizierten Datei oder aber eben durch Verschaffung von Zugriff auf den Rechner. Das muss &#252;brigens nicht durch das Betreten der Wohnung geschehen, sondern kann auch durch Mitwirkung eines Beteiligten als Spitzel geschehen.

Die Ausf&#252;hrungen &#252;ber die Effizient der Strafverfolgungsma&#223;nahmen ist auch ein wenig merkw&#252;rdig. Es geht dem BKA ja gerade nur um diese drei bis vier F&#228;lle im Jahr. Die Verabschiedung einer Rechtsgrundlage f&#252;r die Durchf&#252;hrung dieser drei bis vier F&#228;lle im Jahr ist nun einmal verfassungsrechtlich notwendig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gott sei Dank bin ich nicht nach Gummersbach gekommen. Was h&#228;tte ich mich um die verschenkte Zeit zumindest wegen dieses Vortrags ge&#228;rgert.</p>
<p>Die Aussagen von Prof. Henning &#252;ber die Abschreckungswirkung von &#220;berwachungskameras sind falsch.</p>
<p>Sie beruhen auf der falschen Annahme, dass eine &#220;berwachung durch Videokameras zwar die konkrete Tat nicht verhindern kann, diese dann aber nicht auch zur Verhinderung einer anderen Tat geeignet w&#228;ren.</p>
<p>Wer schon einmal professionelle Straft&#228;ter in der Vernehmung hatte, wei&#223; aber, dass das anders ist. Straft&#228;ter gehen zwar richtigerweise nicht davon aus sp&#228;ter erschwischt zu werden, planen ihre Tat aber sehr wohl auch mit Risikovermeidungsgesichtspunkten. Das Eintreten einer sp&#228;teren Tat erlaubt keinen R&#252;ckschluss darauf, dass die uspr&#252;nglich geplante Tat auch verwirklicht wurde. Das ist pure Spekulation.</p>
<p>Vernehmungsergebnisse und Erfahrungswerte sagen aber eindeutig etwas anderes: Sofern der T&#228;ter seine Tat plant, versucht er auch &#220;berwachung zu umgehen. Jeder T&#228;ter wei&#223; n&#228;mlich auch, dass die Aufkl&#228;rung der Tat mit Aufzeichnungen leichter ist als ohne.</p>
<p>Die Anschl&#228;ge der Kofferbomber z.B. waren im Nachhinein durch die Aufzeichnungen besser auszuermitteln, denn man konnte an den Videoaufzeichnungen sehr gut das T&#228;terverhalten bewerten. Ohne die Videoaufzeichnungen w&#228;re das nicht m&#246;glich gewesen.</p>
<p>Video&#252;berwachungen haben also durchaus einen Sinn.</p>
<p>Auch die Ausf&#252;hrungen zum Trojaner sind falsch. Man will keine Betriebssysteml&#252;cken ausnutzen, sondern ein trojanisches Pferd einschleusen. Man darf erstens davon ausgehen, dass dieses trojanische Pferd durch eine Falle installiert wird z.B. durch das Anbieten einer infizierten Datei oder aber eben durch Verschaffung von Zugriff auf den Rechner. Das muss &#252;brigens nicht durch das Betreten der Wohnung geschehen, sondern kann auch durch Mitwirkung eines Beteiligten als Spitzel geschehen.</p>
<p>Die Ausf&#252;hrungen &#252;ber die Effizient der Strafverfolgungsma&#223;nahmen ist auch ein wenig merkw&#252;rdig. Es geht dem BKA ja gerade nur um diese drei bis vier F&#228;lle im Jahr. Die Verabschiedung einer Rechtsgrundlage f&#252;r die Durchf&#252;hrung dieser drei bis vier F&#228;lle im Jahr ist nun einmal verfassungsrechtlich notwendig.</p>
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