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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Illegale Lifestyle-Konzerne retten Banken?

dagny t., 26.01.2009

Der Kreditmarkt ausgetrocknet, Liquidität nur über die Notenpresse, Banken werden teilverstaatlicht:

Soldatenglück.de berichtet über Hinweise, einige Banken hätten sich mit Geld aus Drogenhandel* über die Liquiditätskrise gerettet. Die Organisierte Kriminalität (von der man irgendwie seit den 90ern auch nichts mehr hört) sei die einzige Branche, die flüssig ist.

Dies wirft – mal wieder – die Frage auf, warum es einen Schattenmarkt für die offenbar vorhandene Nachfrage nach Rauschmitteln gibt und ob nicht den Konsumenten mit einer Legalisierung geholfen wäre?

Der zweite Punkt, der deutlich wird: Drogenhandel ist so erträglich, dass Banken mit den Gewinnen gerettet werden können. Eine Legalisierung des Drogenhandels würde die Reinvestition der erzielten Gewinne erleichtern.

*Der Bericht nennt Drogenhandel und andere illegale Aktivitäten. Während einvernehmlicher Handel nach liberalem Verständnis nichts Illegales ist, sind es Entführung, Erpressung und andere möglicherweise gemeinte Aktivitäten natürlich schon.



5 Kommentare zu “Illegale Lifestyle-Konzerne retten Banken?”

  1. Die Stimme aus dem Off

    Ich musste lachen als ich diese Meldung gelesen habe.

    Wenn das wirklich alles Drogengelder wären, dann dürften die eigentlich gar nicht investiert werden können. Jedenfalls nicht bei Banken, die in oder mit Europa und den USA Geschäfte machen wollen. Hier gelten nämlich gewisse Geldwäschegrundsätze.

    Es würde mich auch interessieren woher die so genau wissen wollen, dass das Drogengeld ist. Wenn man das nämlich wüsste, würde sich die zuständige Regierung das Geld schnellsten unter die Nägel reißen.

    Viel wahrscheinlicher ist, dass das Geld einfach nicht sicher zugeordnet werden kann. Das Geld kann dann aber überall herkommen. Sich über die Herkunft solcher Beträge zu äußern ist daher pure Spekulation. Ganz gewiss weiß die UNO nicht woher das Geld stammt. Das wäre ja noch schöner.

    Ich kenne z.B. eine kleine Insel, auf der Ziegenhirten leben, die 4 Millionen im Jahr verdienen. Alles aus EU-Subventionen oder dem sehr einträglichen Handel mit Ziegen und Antiquitäten, sowie Geschäften im Tourismus.

    So man es glauben mag, haha.

    Von offizieller Stelle erwarte ich aber ein bisschen mehr Seriösität, wenn sich über Gelder geäußert wird.

    Ein seriöser Ansatz wäre es z.B. gewesen mal auf einen konkreten Verstoß gegen die Geldwäscherichtlinien hinzuweisen. Das hat man aber nicht getan, weil es einen solchen Verstoß wohl auch bei keiner einzigen Bank gab. Mist war das also, sonst nichts.

  2. F.Alfonzo

    “Dies wirft – mal wieder – die Frage auf, warum es einen Schattenmarkt für die offenbar vorhandene Nachfrage nach Rauschmitteln gibt und ob nicht den Konsumenten mit einer Legalisierung geholfen wäre?”

    Weil Drogengesetze nicht den Konsumenten, sondern den “Drogenexperten” in der Politik (und natürlich sämtlichen Hardlinern in allen untergliederten Behörden) dienen sollen… Wer macht sich schon freiwillig selbst überflüssig?

    Ich hab zumindest keine alternative These, mit der man so was erklären könnte:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,602500,00.html

    Bingo! Schon hat die Polizei wieder ein paar Jahre Arbeit und irgendein Minister hat sein Foto in den Medien :-)

  3. Jorad

    Der Drogenhandel ist doch aber nur so erträglich, weil er illegal ist.
    Wenn Heroin nicht mehr als Aspirin kosten würde (wurde ja prakitsch zusammen erfunden) fiele das alles in sich zusammen.

    Oder man haut 5000% Steuern drauf wenn man es legalisiert…

  4. Hardy

    Selbstverständlich würde der Staat Steuern auf den legalen Handel erheben. Da er selbst Importeur wäre, bekäme er das Zeug auch noch ganz legal und günstig vom Herstellerland zu Minimalbeträgen(was für eine Freude für die afghanischen Bauern). Selbst bei 5000% Steuern wäre dann Heroin in Apotheken noch wesentlich günstiger zu haben als jetzt beim Dealer.

  5. Die Stimme aus dem Off

    Wenn der Staat den Drogenhandel legalisieren würde, dann würde der Drogenhandel seine Funktion nicht mehr erfüllen.

    Der Iran z.B. zerbricht am Drogenschmuggel. Der gesamte Staatsapparat ist durch und durch am Drogenschmuggel beteiligt. Daher kann man diese Regierungen auch so leicht destabilisieren.

    Ganz abgesehen davon ist die CIA selbst in den größten Drogenschmuggel verwickelt gewesen und ist es vermutlich heute noch immer (Iran-Contra-Affäre).

    Auf dem Sinai entstehen riesige Ansammlungen von Hotelruinen. Man muss wissen, dass über den Sinai eine der ganz großen Drogenschmuggelrouten nach Europa geht.

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