Kurze Auswertung zum 2.”Blogosphäre-Seminar”
Als verantwortlicher Organisator einige erste Gedanken zum Ablauf des 2.Seminars die liberale Blogosphäre – neue Netzwerke in der virtuellen Bürgergesellschaft an der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach:
1. Ein “Woodstock” war es diesmal sicher nicht. Es waren zwar einige “Platzhirsche” der liberalen Blogosphäre unter den insgesamt knapp zwanzig Teilnehmern, von den vielen liberalen und libertären Bloggern, die seit dem letzten Serminar neu an den Start gegangen sind, konnten wir aber nur einen einzigen freiheitlichen und optimistischen Kollegen erreichen.
Dies ist sicherlich nicht mangelndem Interesse geschuldet, sondern einer viel zu späten öffentlichen Einladung. Der verantwortliche Organisator hatte, obwohl Agnostiker, zu viel Gottvertrauen in das Ausbleiben gesundheitlicher und sonstiger Unwägbarkeiten gesetzt. Ich gelobe Besserung. Das Konzept sollte IMHO beim nächsten Mal auch eher in Teamarbeit des “harten Kerns” der bisherigen Teilnehmer entstehen, denn in Stirnerscher Einsamkeit.
2. Wohl aus dem selben Grund haben wir diesmal noch mehr liberale Blog-Monokultur gepflegt als beim letzten Mal. Auf dem ersten Seminar konnten wir mit dem Schockwellenreiter immerhin einen erklärten Marxologen begrüssen und mit Tim Montgomerie von conservative home einen profilierten Konservativen – diesmal lag es allein an Alvar Freude, die Rolle des Advocatus Diaboli zu spielen. Was ihm natürlich nicht gut gelang, da auch er ein Liberaler ist (auch wenn ihm das nicht so bewusst sein sollte *lol*).
3. Unser beim letzten Mal gegebenes Versprechen, die Seminarinhalte komplett in der Blogosphäre zu dokumentieren, begannen wir schon auf dem Seminar mit einem Live-Twitter und zeitnah veröffentlichten Blogeinträgen umzusetzen – und wir werden es hier sukzessive fortführen:
Maja Pfister vom Internet-LV der FDP und Boris Eichler von der Stiftung für die Freiheit werden ebenso wie Alvar Freude ihre interessanten Seminarbeiträge in den nächsten Tagen auf Antibuerokratieteam.net veröffentlichen. Prof. Henning steht ja schon online. Alle die keine Gelegenheit hatten und natürlich auch alle Teilnehmer sind eingeladen, weiter zu diskutieren!
Daniel Fallenstein – der als unser Technik-Guru Hervorragendes geleistet hat – wird den herrlich polemischen Vortrag von Carlos Gebauer ebenfalls als Video online stellen. Das kann aber noch etwas dauern, da der Ton leider nachbearbeitet werden muss.
Sie finden die Seminarbeiträge und Videos unter dem Tag-Link Gummersbach.
4. Last not least danke ich auch allen weiteren Referenten, ebenso wie Wolfgang Müller vom IUF für seine wie immer professionelle Moderation und natürlich Klaus Füssmann von der Theodor-Heuss-Akademie, der die Veranstaltung erst möglich gemacht hat.
5. Auf Wiedersehen in einem Jahr zum 3. Libersphäre-Seminar!
Achim Hecht







ÄÄÄÄhm, hiess der freundliche Brite von Conservative Home nicht Tim Montgomerie?
ÖÖÖÖhm, ja Du hast Recht! Hab’s korrigiert…
Schon richtig, ein paar Teilnehmer aus der Szene mehr wären schön gewesen, und einige Namen habe ich auch ganz konkret vermißt.
Das war wohl wirklich ein Problem der Vorwarnzeit.
Trotzdem war der vertretene Bloggeranteil völlig ausreichend für interessante Präsentationen und Diskussionen.
Etwas leid getan haben mir aber die fünf Neulinge, die sich wohl etwas andere Vorstellungen vom Seminar gemacht hatten, noch nie ein Blog gesehen hatten und daher in weiten Bereichen der Diskussion etwas im Regen standen. Zu viele Fachbegriffe, zu viele Insiderwitze, zu viel Fortsetzung vom letzten Mal.
Da muß wohl beim nächsten Mal schon beim Programm klar werden: Entweder gibt es zum Start eine Einführung – oder aber das Seminar wird explizit gekennzeichnet als Fortsetzung bzw. für “Fortgeschrittene”.
Ich nehme für mich in Anspruch, die Neulinge am Samstagnachmittag doch recht gut an multimediales Campaigning herangeführt zu haben :-p
Ein Schuft, wer Böses dabei denkt ^ ^
Nein, das war wirklich Klasse – damit hast Du Deine Blog-Litanei wieder mehr als ausgeglichen :-)
@Jo@chim:
Da gebe ich Dir in allen drei Punkten recht ;-)
Ha, natürlich bin ich auch ein wenig ein Liberaler – aber eher in anderem Sinne als Ultra-Anti-Staats-Liberal ;-)
Und ich bin ja auch ein bisschen Sozialdemokrat, ein wenig Öko und manchmal auch ein wenig konservativ. Also einfach mal alles zusammen, dann kann keiner sauer sein. (vielleicht hätte ich ja doch Politiker werden sollen) ;-)
Wie ich ja schon in kleiner Runde sagte: Fundis jeglicher Couleur sind zwar gelegentlich interessant anzuhören. Ja, meist höre ich mir ja sogar sehr gerne die Argumente an. Aber teilen muss ich sie deswegen nicht. Manches ist eben auch einfach Quatsch – zum Beispiel beim letzten Vortrag: die Krankenversicherung kommt ja nicht dem Staat zugute, sondern den Bürgern. Der Staat sorgt – wahrlich nicht ideal – dafür, dass hier chronisch kranke, nicht wohlhabende usw. nicht vollkommen aus dem Raster fallen. Und da habe ich eindeutig die Gegenvorschläge vermisst!
Nunja, genug für jetzt – eine Zusammenfassung von meinem Workshop kommt auch noch, aber dauert wohl noch, hatte zu viel um die Ohren die letzten Tage.