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	<title>Kommentare zu: Remedy &#8211; Never Again</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 19:42:37 +0200</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Von: Heizpilz</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105460</link>
		<dc:creator>Heizpilz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 15:53:22 +0000</pubDate>
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		<description>Habe auch nie begriffen, warum das B&#246;se banal, Adi ein kleines W&#252;rstchen und der Eichmann ein normaler Mensch sein soll. Ansonsten kam von Hannah Arendt allerdings viel Bemerkenswertes.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Habe auch nie begriffen, warum das B&#246;se banal, Adi ein kleines W&#252;rstchen und der Eichmann ein normaler Mensch sein soll. Ansonsten kam von Hannah Arendt allerdings viel Bemerkenswertes.</p>
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	<item>
		<title>Von: Bodo Wünsch</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105452</link>
		<dc:creator>Bodo Wünsch</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 14:04:21 +0000</pubDate>
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		<description>Arendt hat nichts begriffen. Die Dame finde ich ohnehin gnadenlos &#252;bersch&#228;tzt.

&#220;berhaupt kein Leben wollten &quot;die Nazis&quot;. Sie - und jene, die zugelassen haben, also die &#252;berwiegende Mehrheit der Deutschen - haben schlicht einen &quot;Gemeinzweck&quot; vor jeden Individualismus gestellt, und das m&#252;ndet letztlich immer in Tod und Zerst&#246;rung. So war es ja auch.

Man sollte mal d&#252;rber nachdenken, was uns heute so alles unter &quot;Gemeinwohl&quot; verkauft wird....

Z.B. auch der unausrottbare Gedanke, es br&#228;uchte eine &quot;Integration von Ausl&#228;ndern...&quot; einen Sch**&#223; braucht es.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Arendt hat nichts begriffen. Die Dame finde ich ohnehin gnadenlos &#252;bersch&#228;tzt.</p>
<p>&#220;berhaupt kein Leben wollten &#8220;die Nazis&#8221;. Sie &#8211; und jene, die zugelassen haben, also die &#252;berwiegende Mehrheit der Deutschen &#8211; haben schlicht einen &#8220;Gemeinzweck&#8221; vor jeden Individualismus gestellt, und das m&#252;ndet letztlich immer in Tod und Zerst&#246;rung. So war es ja auch.</p>
<p>Man sollte mal d&#252;rber nachdenken, was uns heute so alles unter &#8220;Gemeinwohl&#8221; verkauft wird&#8230;.</p>
<p>Z.B. auch der unausrottbare Gedanke, es br&#228;uchte eine &#8220;Integration von Ausl&#228;ndern&#8230;&#8221; einen Sch**&#223; braucht es.</p>
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	<item>
		<title>Von: Bodo Wünsch</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105451</link>
		<dc:creator>Bodo Wünsch</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 13:58:02 +0000</pubDate>
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		<description>@stefanolix:

Den Holocaust &quot;hervorheben&quot;... warum?
Der steht doch f&#252;r sich? Und die Gr&#252;nde, die Du anf&#252;hrst, sind doch hinl&#228;nglich bekannt! Was gibt es hier (i.e. welches Erkenntnisinteresse sei damit verbunden), dass Du ihn &quot;hervorheben&quot; willst?

Und ich Naivling glaubte immer, nur Revisionisten wollten den Holocaust &quot;vergleichen&quot;, um ihn _abzuwerten_, eben in dem man ihn als zwar bedauerliches &quot;Ereignis&quot;, aber eben doch als Ereignis in eine Reihe vieler anderer &#039;bedauerlicher Ereignisse&#039; stellt.

Shoa - alle Messlatten versagen doch, m&#252;ssen versagen.

Bin &#252;brigens gro&#223;er Anh&#228;nger des &quot;Wehret den Anf&#228;ngen!&quot; - DAS allerdings wusste &#039;man&#039; auch vor &#039;33....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@stefanolix:</p>
<p>Den Holocaust &#8220;hervorheben&#8221;&#8230; warum?<br />
Der steht doch f&#252;r sich? Und die Gr&#252;nde, die Du anf&#252;hrst, sind doch hinl&#228;nglich bekannt! Was gibt es hier (i.e. welches Erkenntnisinteresse sei damit verbunden), dass Du ihn &#8220;hervorheben&#8221; willst?</p>
<p>Und ich Naivling glaubte immer, nur Revisionisten wollten den Holocaust &#8220;vergleichen&#8221;, um ihn _abzuwerten_, eben in dem man ihn als zwar bedauerliches &#8220;Ereignis&#8221;, aber eben doch als Ereignis in eine Reihe vieler anderer &#8216;bedauerlicher Ereignisse&#8217; stellt.</p>
<p>Shoa &#8211; alle Messlatten versagen doch, m&#252;ssen versagen.</p>
<p>Bin &#252;brigens gro&#223;er Anh&#228;nger des &#8220;Wehret den Anf&#228;ngen!&#8221; &#8211; DAS allerdings wusste &#8216;man&#8217; auch vor &#8217;33&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Libero</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105406</link>
		<dc:creator>Libero</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 08:20:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=2263#comment-105406</guid>
		<description>@dSadO

ich meinte nicht Finanzmarktspekulationen, sondern ich meinte Entscheidungen Dritter in L&#228;ndern, die von Luxushotel bis zur bittersten Armut alles umfassen. Wenn dann in den Hotels von dritten, die nicht die bittere Armut kennen, &#252;ber G&#252;terverteilung entschieden wird, dann hilft dir die Akzeptanz der W&#252;rde des Menschen auch nicht. Zumal ich nicht glaube, das die, die diese Entscheidungen treffen, im geringsten dar&#252;ber nachdenken, das Menschen eine W&#252;rde haben. 

Es wird auf der Grundlage von Zahlen entschieden. Welche Folgen das f&#252;r Menschen hat, mit denen man nicht zu tun hat, wird nie bedacht. 
Die Folgen der Entscheidungen verantworten und aushalten m&#252;ssen andere. Die es aushalten, sind dann ganz begeisterte Anh&#228;nger der freien Marktwirtschaft. Wenn sie es &#252;berleben</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@dSadO</p>
<p>ich meinte nicht Finanzmarktspekulationen, sondern ich meinte Entscheidungen Dritter in L&#228;ndern, die von Luxushotel bis zur bittersten Armut alles umfassen. Wenn dann in den Hotels von dritten, die nicht die bittere Armut kennen, &#252;ber G&#252;terverteilung entschieden wird, dann hilft dir die Akzeptanz der W&#252;rde des Menschen auch nicht. Zumal ich nicht glaube, das die, die diese Entscheidungen treffen, im geringsten dar&#252;ber nachdenken, das Menschen eine W&#252;rde haben. </p>
<p>Es wird auf der Grundlage von Zahlen entschieden. Welche Folgen das f&#252;r Menschen hat, mit denen man nicht zu tun hat, wird nie bedacht.<br />
Die Folgen der Entscheidungen verantworten und aushalten m&#252;ssen andere. Die es aushalten, sind dann ganz begeisterte Anh&#228;nger der freien Marktwirtschaft. Wenn sie es &#252;berleben</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105402</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 06:28:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=2263#comment-105402</guid>
		<description>@Bodo: Ich meine, einmalig ist f&#252;r den Holocaust die Kombination aus einer totalit&#228;ren Ideologie (mit integriertem Rassismus), dem Angriffskrieg gegen fast das ganze Europa und dem staatlich-industriell organisierten Massenmord. So ist es berechtigt und notwendig, ihn unter allen anderen Massenmorden besonders hervorzuheben.

Unter Stalin gab es eine andere totalit&#228;re Ideologie (kaum Rassismus) und andere Methoden des Massenmords. &#196;hnlichkeiten kann man mit den Massenmorden in China, Kambodscha und Nordkorea finden. Es ist Massenmord unter einer kommunistischen oder &#228;hnlichen Ideologie.

In Ruanda gab es sehr aggressiven Rassismus, aber gar keine totalit&#228;re Ideologie und nat&#252;rlich noch einmal v&#246;llig andere Methoden des Mordens. Es ist weitgehend spontaner Massenmord mit sehr vielen Mordbeteiligten und sehr primitiven Mitteln.

--

M&#246;glich wird ein Massenmord immer nur durch die Einf&#252;hrung einer totalit&#228;ren (m&#246;glichst alle T&#228;ter und die gro&#223;e Mehrheit des Volkes umfassenden) Ideologie &lt;em&gt;oder&lt;/em&gt; durch die Verbreitung eines aggressiven Hasses gegen Menschengruppen. 

Damit verbunden ist immer die Abschaffung oder Ausschaltung des Rechtsstaats und der Meinungsfreiheit. Das kann man IMHO als Gemeinsamkeit betrachten, dar&#252;ber hinaus sind alle F&#228;lle des Massenmordes f&#252;r sich einzigartig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Bodo: Ich meine, einmalig ist f&#252;r den Holocaust die Kombination aus einer totalit&#228;ren Ideologie (mit integriertem Rassismus), dem Angriffskrieg gegen fast das ganze Europa und dem staatlich-industriell organisierten Massenmord. So ist es berechtigt und notwendig, ihn unter allen anderen Massenmorden besonders hervorzuheben.</p>
<p>Unter Stalin gab es eine andere totalit&#228;re Ideologie (kaum Rassismus) und andere Methoden des Massenmords. &#196;hnlichkeiten kann man mit den Massenmorden in China, Kambodscha und Nordkorea finden. Es ist Massenmord unter einer kommunistischen oder &#228;hnlichen Ideologie.</p>
<p>In Ruanda gab es sehr aggressiven Rassismus, aber gar keine totalit&#228;re Ideologie und nat&#252;rlich noch einmal v&#246;llig andere Methoden des Mordens. Es ist weitgehend spontaner Massenmord mit sehr vielen Mordbeteiligten und sehr primitiven Mitteln.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>M&#246;glich wird ein Massenmord immer nur durch die Einf&#252;hrung einer totalit&#228;ren (m&#246;glichst alle T&#228;ter und die gro&#223;e Mehrheit des Volkes umfassenden) Ideologie <em>oder</em> durch die Verbreitung eines aggressiven Hasses gegen Menschengruppen. </p>
<p>Damit verbunden ist immer die Abschaffung oder Ausschaltung des Rechtsstaats und der Meinungsfreiheit. Das kann man IMHO als Gemeinsamkeit betrachten, dar&#252;ber hinaus sind alle F&#228;lle des Massenmordes f&#252;r sich einzigartig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Heizpilz</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105400</link>
		<dc:creator>Heizpilz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 02:34:00 +0000</pubDate>
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		<description>Die &quot;Singularit&#228;t&quot; bzw. die Einzigartigkeit der systematischen Judenvernichtung, ausgef&#252;hrt von einem zivilisierten Land, ist nicht sehr wichtig.
Die Aufregung hier ist billig, scheint so eine Art Reflex zu sein, als ginge es darum die deutsche Schuld zu relativieren.
Ethische Fragen werden anscheinend in D oft auf m&#246;glichst debile Art und Weise bearbeitet, Du kriegst bei diesem Thema geradezu zwingend S&#228;cke zu Wort, die die Betrachtung kaputtmachen wollen.
Ich fand Deinen Beitrag ganz OK, das Einzigartige ist die Systematik und der Sachverhalt &quot;zivilisiertes Land&quot;. Die Einzigartigkeit selbst hilft dann aber nicht, wenn bspw. in Afrika hunderttausende unsystematisch (stimmt nat&#252;rlich nicht ganz) und unzivilisiert (stimmt nat&#252;rlich nicht ganz) ermordet werden.
Immer wieder dieses Gekeife bei diesem Thema.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Singularit&#228;t&#8221; bzw. die Einzigartigkeit der systematischen Judenvernichtung, ausgef&#252;hrt von einem zivilisierten Land, ist nicht sehr wichtig.<br />
Die Aufregung hier ist billig, scheint so eine Art Reflex zu sein, als ginge es darum die deutsche Schuld zu relativieren.<br />
Ethische Fragen werden anscheinend in D oft auf m&#246;glichst debile Art und Weise bearbeitet, Du kriegst bei diesem Thema geradezu zwingend S&#228;cke zu Wort, die die Betrachtung kaputtmachen wollen.<br />
Ich fand Deinen Beitrag ganz OK, das Einzigartige ist die Systematik und der Sachverhalt &#8220;zivilisiertes Land&#8221;. Die Einzigartigkeit selbst hilft dann aber nicht, wenn bspw. in Afrika hunderttausende unsystematisch (stimmt nat&#252;rlich nicht ganz) und unzivilisiert (stimmt nat&#252;rlich nicht ganz) ermordet werden.<br />
Immer wieder dieses Gekeife bei diesem Thema.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniel Drungels</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105397</link>
		<dc:creator>Daniel Drungels</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 00:03:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=2263#comment-105397</guid>
		<description>Nein, da muss ich widersprechen. Es gibt zwar unterschiedliche Moralvorstellung, die aus ihrer jeweiligen Perspektive dieselbe Tatsache unterschiedlich bewerten, die jeweiligen Moralvorstellungen (religi&#246;se und weltliche) selbst haben aber immer Absolutheitsanspruch. Sie sind als verbindliche Regeln f&#252;r das richtige/gute Verhalten formuliert und k&#246;nnen daher nicht relativ sein. Der kategorische Imperativ bspw. bezieht seine St&#228;rke gerade aus dem Anspruch zu jeder Zeit und f&#252;r alle zu gelten. Entsprechend hei&#223;t es auch nicht: &quot;Handle so, dass die Maxime deiner Handlung allgemeines Gesetz werden k&#246;nnen...wenn die Situation es erlaubt.&quot; Auch die goldene Regel gilt immer, nicht nur Dienstags und bei Temperaturen &#252;ber 14 Grad Celsius. Ein Utilitarist ist ein Utilitarist, ist ein Utilitarist.
Wenn Moral situationsgebunden w&#228;re, w&#228;re sie sinnlos.

Beispiel: 
Deine Moralvorstellung sagt Dir, dass es amoralisch ist, die T&#246;tung eines Menschen soweit zu erleichtern, dass er zum blo&#223;en Objekt auf einem Bildschirm wird, dessen Leben man mit einem Druck auf den Joystick ausl&#246;scht. Wenn Moral aber relativ ist, dann muss doch zwangsweise auch eine (zumindest vorstellbare) Situation geben, in der es nicht amoralisch ist, die T&#246;tung eines Menschen soweit zu erleichtern, dass er zum blo&#223;en Objekt auf einem Bildschirm wird, dessen Leben man mit einem Druck auf den Joystick ausl&#246;scht. Wenn eine solche Situation nicht zumindest vorstellbar ist, dann regelt deine Moralvorstellung diese Situation absolut verbindlich. Tertium non datur.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, da muss ich widersprechen. Es gibt zwar unterschiedliche Moralvorstellung, die aus ihrer jeweiligen Perspektive dieselbe Tatsache unterschiedlich bewerten, die jeweiligen Moralvorstellungen (religi&#246;se und weltliche) selbst haben aber immer Absolutheitsanspruch. Sie sind als verbindliche Regeln f&#252;r das richtige/gute Verhalten formuliert und k&#246;nnen daher nicht relativ sein. Der kategorische Imperativ bspw. bezieht seine St&#228;rke gerade aus dem Anspruch zu jeder Zeit und f&#252;r alle zu gelten. Entsprechend hei&#223;t es auch nicht: &#8220;Handle so, dass die Maxime deiner Handlung allgemeines Gesetz werden k&#246;nnen&#8230;wenn die Situation es erlaubt.&#8221; Auch die goldene Regel gilt immer, nicht nur Dienstags und bei Temperaturen &#252;ber 14 Grad Celsius. Ein Utilitarist ist ein Utilitarist, ist ein Utilitarist.<br />
Wenn Moral situationsgebunden w&#228;re, w&#228;re sie sinnlos.</p>
<p>Beispiel:<br />
Deine Moralvorstellung sagt Dir, dass es amoralisch ist, die T&#246;tung eines Menschen soweit zu erleichtern, dass er zum blo&#223;en Objekt auf einem Bildschirm wird, dessen Leben man mit einem Druck auf den Joystick ausl&#246;scht. Wenn Moral aber relativ ist, dann muss doch zwangsweise auch eine (zumindest vorstellbare) Situation geben, in der es nicht amoralisch ist, die T&#246;tung eines Menschen soweit zu erleichtern, dass er zum blo&#223;en Objekt auf einem Bildschirm wird, dessen Leben man mit einem Druck auf den Joystick ausl&#246;scht. Wenn eine solche Situation nicht zumindest vorstellbar ist, dann regelt deine Moralvorstellung diese Situation absolut verbindlich. Tertium non datur.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105394</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 22:42:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=2263#comment-105394</guid>
		<description>Nein, Libero, auch Gleichsetzungen mit automatisierten Finanzmarktspekulationen sind nicht geeignet zu moralischen oder sogar logischen Vergleichen in dieser Sache.

Zu moralischen Vergleichen nicht, weil der Mensch einen h&#246;heren Wert hat als irgendwelche Aktien und zu logischen Vergleichen nicht, weil der Schutz der W&#252;rde des Menschens sich Relativierungen - wie sie z.B. Peter Singer in seinem Werk &quot;Praktische Ethik&quot;  vorgenommen hat - entzieht. Ein Philosoph, der keiner ist.

Philosophie und Logik erkl&#228;ren den Umfang der menschlichen W&#252;rde nur unvollst&#228;ndig, darum erlebt man Verirrungen in dieser Hinsicht vor allem in Westeuropa sehr oft. Ich bin zwar Atheist, aber der christlich-orthodoxe Ansatz erkl&#228;rt es sehr gut: 

Christus IN Dir. 

Damit ist der ganze Unterschied festgestellt und alles gesagt.

Der Schl&#252;ssel zur menschlichen W&#252;rde liegt in der &lt;b&gt;Akzeptanz&lt;/b&gt; der menschlichen Seele und der Herrlichkeit Gottes (atheistisch als &quot;W&#252;rde&quot; umschrieben)&lt;b&gt; nicht im Verst&#228;ndnis &lt;/b&gt;dieser &quot;Dinge&quot;. Das klappt sowieso nicht.

Es geht um die Unantastbarkeit der W&#252;rde des Menschen, nicht um schn&#246;de G&#252;terverteilung. 

Ich habe heute nicht &#252;ber (in bester Absicht) begangene Fehler im Holocaustgedenken geschrieben, um gleich darauf einer beliebigen politischen Meinung in Bezug auf sch&#246;ne G&#252;terverteilung Vorschub zu leisten. Solche Mystifizierungen gibt es schon viel zu viele. Die Vergleiche sollten sich auf das menschliche Leben beschr&#228;nken und nicht auf andere Problemkreise erweitert werden. Ohne Dir eine b&#246;se Absicht unterstellen zu wollen: Auch das f&#252;hrt nur zur Verw&#228;sserung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, Libero, auch Gleichsetzungen mit automatisierten Finanzmarktspekulationen sind nicht geeignet zu moralischen oder sogar logischen Vergleichen in dieser Sache.</p>
<p>Zu moralischen Vergleichen nicht, weil der Mensch einen h&#246;heren Wert hat als irgendwelche Aktien und zu logischen Vergleichen nicht, weil der Schutz der W&#252;rde des Menschens sich Relativierungen &#8211; wie sie z.B. Peter Singer in seinem Werk &#8220;Praktische Ethik&#8221;  vorgenommen hat &#8211; entzieht. Ein Philosoph, der keiner ist.</p>
<p>Philosophie und Logik erkl&#228;ren den Umfang der menschlichen W&#252;rde nur unvollst&#228;ndig, darum erlebt man Verirrungen in dieser Hinsicht vor allem in Westeuropa sehr oft. Ich bin zwar Atheist, aber der christlich-orthodoxe Ansatz erkl&#228;rt es sehr gut: </p>
<p>Christus IN Dir. </p>
<p>Damit ist der ganze Unterschied festgestellt und alles gesagt.</p>
<p>Der Schl&#252;ssel zur menschlichen W&#252;rde liegt in der <b>Akzeptanz</b> der menschlichen Seele und der Herrlichkeit Gottes (atheistisch als &#8220;W&#252;rde&#8221; umschrieben)<b> nicht im Verst&#228;ndnis </b>dieser &#8220;Dinge&#8221;. Das klappt sowieso nicht.</p>
<p>Es geht um die Unantastbarkeit der W&#252;rde des Menschen, nicht um schn&#246;de G&#252;terverteilung. </p>
<p>Ich habe heute nicht &#252;ber (in bester Absicht) begangene Fehler im Holocaustgedenken geschrieben, um gleich darauf einer beliebigen politischen Meinung in Bezug auf sch&#246;ne G&#252;terverteilung Vorschub zu leisten. Solche Mystifizierungen gibt es schon viel zu viele. Die Vergleiche sollten sich auf das menschliche Leben beschr&#228;nken und nicht auf andere Problemkreise erweitert werden. Ohne Dir eine b&#246;se Absicht unterstellen zu wollen: Auch das f&#252;hrt nur zur Verw&#228;sserung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Libero</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105387</link>
		<dc:creator>Libero</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 19:52:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=2263#comment-105387</guid>
		<description>Naja, diese Losgel&#246;stheit von der Situation vor Ort findest du nicht nur beim Milit&#228;r. Da sind es nicht einmal Pixel, sondern nur Zahlen, an denen keine Menschen h&#228;ngen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, diese Losgel&#246;stheit von der Situation vor Ort findest du nicht nur beim Milit&#228;r. Da sind es nicht einmal Pixel, sondern nur Zahlen, an denen keine Menschen h&#228;ngen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme aus dem Off</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/02/09/remedy-never-again/comment-page-1/#comment-105377</link>
		<dc:creator>Die Stimme aus dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 18:31:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=2263#comment-105377</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;  Daniel Drungels, 10.02.2009 18:48

Aber das hat doch mit Moralit&#228;t nichts zu tun. Man kann doch nicht sagen: “Hm, das ist eine moralische T&#246;tung. Er hat ihm schlie&#223;lich eigenh&#228;ndig den Kopf angeschlagen.”&lt;/blockquote&gt;

Moral ist nicht absolut, sondern relativ. Sie ist immer situationsgebunden. Voraussetzungen ist also, dass es &#252;berhaupt eine Situation gibt. 

Es ist amoralisch die T&#246;tung eines Menschen soweit zu erleichtern, dass er zum blo&#223;en Objekt auf einem Bildschirm wird, dessen Leben man mit einem Druck auf den Joystick ausl&#246;scht.

Die ethischen Probleme beim Einsatz von Fernwaffen sind noch nicht einmal ansatzweise erfasst worden. Drohen werden heute mit einer Selbstverst&#228;ndlichkeit eingesetzt, dass mir dabei schlecht wird.
Neulich kam bei Heise eine Meldung, wonach sogar die Bundeswehr &#252;ber die Anschaffung von Kampfrobotern nachdenkt.

Nat&#252;rlich ist das Abschlagen des Kopfes noch immer amoralisch. Aber die Hemmung dazu ist sehr viel gr&#246;&#223;er, als es durch einen Roboter machen zu lassen.

Der Einsatz von solchen Waffen ist amoralisch, weil sich eine Maschine keine Gedanken &#252;ber die Situation macht. Und auf einem bequemen B&#252;rostuhl und bei einer Tasse Kaffee, lassen sich die paar Pixel auf dem Bildschirm eben leichter wegklicken als wenn man das von Angesicht zu Angesicht machen muss.

Unser System bewegt sich (schon wieder) auf ein erschreckendes Ausma&#223; an Unmenschlichkeit zu. Traurig, aber leider wahr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>  Daniel Drungels, 10.02.2009 18:48</p>
<p>Aber das hat doch mit Moralit&#228;t nichts zu tun. Man kann doch nicht sagen: “Hm, das ist eine moralische T&#246;tung. Er hat ihm schlie&#223;lich eigenh&#228;ndig den Kopf angeschlagen.”</p></blockquote>
<p>Moral ist nicht absolut, sondern relativ. Sie ist immer situationsgebunden. Voraussetzungen ist also, dass es &#252;berhaupt eine Situation gibt. </p>
<p>Es ist amoralisch die T&#246;tung eines Menschen soweit zu erleichtern, dass er zum blo&#223;en Objekt auf einem Bildschirm wird, dessen Leben man mit einem Druck auf den Joystick ausl&#246;scht.</p>
<p>Die ethischen Probleme beim Einsatz von Fernwaffen sind noch nicht einmal ansatzweise erfasst worden. Drohen werden heute mit einer Selbstverst&#228;ndlichkeit eingesetzt, dass mir dabei schlecht wird.<br />
Neulich kam bei Heise eine Meldung, wonach sogar die Bundeswehr &#252;ber die Anschaffung von Kampfrobotern nachdenkt.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist das Abschlagen des Kopfes noch immer amoralisch. Aber die Hemmung dazu ist sehr viel gr&#246;&#223;er, als es durch einen Roboter machen zu lassen.</p>
<p>Der Einsatz von solchen Waffen ist amoralisch, weil sich eine Maschine keine Gedanken &#252;ber die Situation macht. Und auf einem bequemen B&#252;rostuhl und bei einer Tasse Kaffee, lassen sich die paar Pixel auf dem Bildschirm eben leichter wegklicken als wenn man das von Angesicht zu Angesicht machen muss.</p>
<p>Unser System bewegt sich (schon wieder) auf ein erschreckendes Ausma&#223; an Unmenschlichkeit zu. Traurig, aber leider wahr.</p>
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