Leserservice: Bad Bank in der Weimarer Republik

11.02.2009 13:23 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 6 Kommentare

In einem Telefonat erwähnte ein befreundeter Ökonom, dass er von einer „Bad Bank“ in der Weimarer Republik gehört habe. Nach genaueren Informationen sucht er  selbst noch. Diese Frage treibt mich derart um, dass ich frage und Leser hoffentlich antworten: 

Weiss jemand genaueres über eine „Bad Bank“, die in der Weimarer Republik existierte?

Vertrauliche Hinweise werden unter  gerne entgegengenommen.

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6 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

XiongShui, 11.02.2009 16:29

Es wird sich um die ‘Deutsche Rentenbank’ handeln, die Inflationsgeld annahm und gegen konvertierbares Geld tauschte. Abgesichert war das Ganze über Hypotheken und Grundschuld auf staatlichen Besitz.

dagny t., 11.02.2009 19:22
 
 
Daniel Fallenstein, 11.02.2009 16:34

Dankeschön :)

 
online-finanz.info, 11.02.2009 18:09

Interessanter Artikel, meinen Nachforschungen zufolge scheint es diese Deutsche Rentenbank tatsächlich gegeben zu haben. Mal sehen was uns die Bundesregierung nach dem US-Vorbild von gestern noch so alles beschert…

 
SG, 11.02.2009 19:35

http://www.moneypedia.de/index.php/Rentenbank

Ich glaube es handelt sich eher um die Kapitalrekonstruktion im März 1932:

“März 1932:”Mit Reichshilfe für Kapitalrekonstruktion und Sanierung der deutschen Großbanken;Dresdner Bank übernimmt Darmstädter und Nationalbank(Danatbank);Commerzbank- und Privatbank übernimmt Barmer Bankenverein;das Reich an der Dresdner Bank,Commerz- und Privatbank und der Deutschen Bank beteiligt.”

aus:

Geld und Banken im 19. und 20. Jahrhundert” von Karl Erich Born http://openlibrary.org/b/OL4335450M ist die Rede von :

weiterführende Links:

http://delicious.com/sierragolf/Kapitalrekonstruktion

 
SG, 11.02.2009 20:42

Die “Golddiskontbank”(eine 85% Tochter der Reichsbank) spielte bei der Kapitalrekonstruktion eine große Rolle und übernahm Anteile an notleidenden Banken.

” Das Reich stellte der Dresdner Bank im August 1931 zur Stärkung der
Kapitalbasis 300 Mill. Reichsmark zur Verfügung, die als Vorzugsaktien an das Reich
ausgegeben wurden. Einen Teil dieser Aktien verkaufte das Reich an die Deutsche Golddiskontbank, eine Tochter der Reichsbank. Damit befanden sich 66% der Dresdner Bank-Aktien in Händen des Reiches, 22% hielt die Deutschen Golddiskontbank.

In einer Verordnung vom 11. März 1932 verfügte die Reichsregierung schließlich die Verschmelzung der Danatbank mit der Dresdner Bank rückwirkend zum 1. Januar 1931. Das neue Institut mit einem Kapital von 220 Millionen Reichsmark verfügte nach der Zusammenlegung von 52 Geschäftsstellen über ein Netz von 218 Filialen an 166 Plätzen.”

http://www.dresdner-bank.de/dresdner-bank/zahlen-und-fakten/historie/_downloads/dresdner-bank-historisch.pdf

 

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