Die Macher des Ferkelbuchs, dem frechsten Kinderbuch aller Zeiten, packen jetzt mit Susi Neunmalklug noch einen oben drauf.

Das „Ferkel“ war ein subversives Kinder- und Erwachsenenbuch, das auf scheinbar naive Weise vermeintlich tiefsinnige Glaubenssätze entzaubern sollte. […] Den „frechen Hund“ hatten wir dagegen „wirklich niedlich“ angelegt, also ohne doppelten Boden, schließlich sollte er den Kleinsten der Kleinen spielerisch vermitteln, warum es klug ist, freundlich zu sein. […] Als Mischung aus Comic und Sachbuch sollte Susi, die ja für ältere Kinder gedacht ist, nicht in erster Linie niedlich rüberkommen, sondern vor allem witzig, klug und cool…

Witzig, klug und cool soll wohl auch der Kurzfilm sein, den Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke zusammen mit der Filmemacherin Ricarda Hinz produzierten und welcher nun auf YouTube zu sehen ist. Ob der Film witzig und cool ist, darüber lässt sich diskutieren. Dass er klug ist, daran besteht kein Zweifel. Doch so sympathisch und berechtigt das Anliegen des Trios auch ist, das Filmchen hinterlässt bei mir einen seltsamen Nachgeschmack. Genau wie Schmidt-Salomons Fernsehauftritte wirkt auch Susi Neunmalklug bemüht provokant und ich habe den Eindruck, dass es den Autoren nicht allein um die Entzauberung der „biblische[n] Mär von der Entstehung der Welt“ geht. Vielmehr scheint es, als wollten Nyncke und Schmidt-Salomon durch ihre „Superheldin des Geistes“ ordentlich Dampf ablassen und ihren Kritikern nochmal eine vor den Latz knallen. Aber sehen Sie selbst: