Archiv: März 2009

Ostalgie

16:58 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 10 Kommentare

Auch nach 18 Jahren vermissen viele Deutsche die DDR und würden dem Sozialismus noch eine Chance geben. Das zeigt eine Studie der FNST. Der Aussage: “Der Sozialismus ist auch heute noch einen Versuch wert”, stimmen im Osten 39 Prozent der Befragten zu, im Westen 24 Prozent. Der Wert “Freiheit” hat demnach mit 71 Prozent nach wie vor eine Spitzenstellung bei den Bürgern. Ebenso wie beim Wert “Eigenverantwortung” (Zustimmung: 60 Prozent) gab es aber einen Rückgang von 5 bis 8 Prozentpunkten.

Short notice: Freiheit statt Islamische Republik!

11:45 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 11 Kommentare

Kundgebung am 30. Jahrestag der Islamischen Republik Iran am 1. April

Für einen säkularen und demokratischen Iran –
Gegen jede Unterstützung für das iranische Mullah-Regime

Berlin, Hackescher Markt

11.00 – 17.00 Uhr: Infostand mit Filmen zum Iran auf Großbildschirm

ab 17 Uhr: Kundgebung mit Redebeiträgen

Schlange stehen für ein Auto!!??

Gestern zeigten sie im Ersten Szenen wie beim Winterschlussverkauf, als es ihn noch gab. Die Leute stehen seit zwei Uhr nachts Schlange, um ein Auto zu kaufen!!!

Ist das jetzt diese viel beschworene DDR-Nostalgie oder die nackte Panik auf der (Wirtschafts-)Titanic?

Merke: Politik und Masse in Dummheit vereint.

Noch zwei weitere Gedanken zur Automobilindustrie hier (freiwillig).

Hessen und das Abitur

30.03.2009 19:18 - dagny's tags by dagny t. - 11 Kommentare

In Hessen gibt es seit einigen Jahren ein Zentralabitur. Als Schüler aus Bayern hatte man vor dieser Zeit für das Hessische Abi allenfalls Verachtung übrig, war es doch als einfache Abmachung auf niedrigem Niveau zwischen Schülern und Lehrern verschriehen.

Anscheinend war das diesjährige Mathe-Abitur in Hessen “unlösbar”.

Kann mir jemand Kopien der (fehlerhaften) Aufgaben zukommen lassen, so dass ich mir selbst ein Bild machen kann?

Wo Lafontaine Recht hat, hat er Recht

SPD und Grüne schreiben Punkt für Punkt unsere Forderungen ab und sagen, sie wollen das mit Herrn Westerwelle durchsetzen. Das ist lustig.

Oskar Lafontaine zitiert nach Guido Westerwelle in einem auch sonst sehr lesenswerten Interview in der “Super Illu” zu den Spekulationen über eine “rot-gelb-grüne Ampel”, die auch innerhalb der FDP immer wieder mal irrlichtern: Wo er Recht hat, hat er Recht, der Haider von der Saar.

Fakten

Die Schweiz hat in den letzten Jahren ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung kontinuierlich ausgebaut. Wir haben zum Beispiel ein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland 2004 revidiert und dabei die Amtshilfe erheblich ausgebaut. Bislang ist aus Berlin gerade mal ein einziges Gesuch eingetroffen. Vor fünf Jahren haben wir ein Betrugsabkommen mit der EU unterzeichnet. Damit wird bei der Hinterziehung der Mehrwertsteuer das Bankgeheimnis aufgehoben. Doch noch immer ist das Abkommen nicht von allen EU-Mitgliedstaaten ratifiziert worden – und damit nicht in Kraft.

Sagt die schweizerische Aussenministerin, Frau Calmy-Rey, heute auf spon. Der Herr Steinbrück sollte subito mal ein paar Gesuche schreiben lassen, statt auf dem Rücken eines Pferdes Indianer zu jagen. Von wegen Steuerhinterziehungskohle.

Chat-Runde mit Frank Schäffler bei Welt.de

07:36 - Fiat Economy Agnostic by Frank Schäffler - 2 Kommentare

Schülerzeitung 2.0 oder Gegenöffentlichkeit?
30.03.2009 – 13:00 Uhr

Der erste Blog-Boom ist vorüber. Viele sind wieder ausgestiegen, seit das Medium alltäglich geworden ist und keine technische Faszination mehr ausstrahlt. Manche Journalisten und Politiker bloggen jedoch hartnäckig weiter. Ist es nur der eitle Wunsch, ständig öffentlich präsent zu sein? Oder lockt eine Freiheit, die die alten Medien nicht bieten? Wo enden die Möglichkeiten? Geldverdienen mit journalistischen Angeboten im Netz ist immer noch eine seltene Ausnahme. Teure Recherchchen kann sich kaum ein Blog-Journalist leisten. Daher dominieren bisher Kommentare, Kurzessays und Medienkritik.

Eine Chat-Runde der

  • Kuba-Astrologe mit verschobener Optik

    29.03.2009 19:13 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 12 Kommentare

    Im Rechtsstaat sucht man die Wahrheit in der freien Presse, in sozialistischen Regimes steht sie in den Sternen… glücklicherweise dürfte sich das Problem mit den Castro-Brothers in absehbarer Zeit biologisch lösen. Wetten über die Halbwertszeit der anschliessenden offenen Militärdiktatur in Kuba werden angenommen.

    Btw: der Autor Harald Neuber – ich erlaube mir, auf seine journalistische Visitenkarte *lol* zu verlinken – der auch beim nationalbolschewistischen Blättchen “Junge Welt” (der Nachgeburt des Ex-FDJ-Zentralorgans) schreibt, bezeichnet in seinem Telepolis-Beitrag die TAZ als “liberales Blatt”. Aha. Nach diesem ganz ganz weit links oben (zwischen Sirius und Wassermann) angesiedelten Koordinatensystem wird dann das Neue Deutschland wohl als sozialdemokratisch und die WELT rechtsextrem einzuordnen sein…?

    Die fürsorglichen SocialNetwork Unternehmen

    27.03.2009 22:31 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 15 Kommentare

    Die Moderatoren bei Schüler- und StudiVZ spielen Fangen mit Gruppen, die eines Bezugs zur Blauen Narzisse, einem rechtskonservativen Jugendmagazin aus dem JF-Umfeld, verdächtigt werden; vor zwei Jahren habe ich denen einmal ein Interview gegeben.

    Die entsprechenden Benutzergruppen – darunter einige ohne Inhalt – seien mit der Standardbegründung, es handele sich um “rassistisch geprägte Inhalte”, geschlossen worden, schreibt BlaueNarzisse-Podcast und Blog.

    Rassistische, gewalttätige, politisch extremistische, sexistische, diskriminierende oder sonst anstößige Veröffentlichungen, sowie solche, die andere Personen, Volksgruppen oder religiöse Bekenntnisse beleidigen, verleumden, bedrohen oder verbal herabsetzen, sind nicht gestattet.

    Der den AGB übergeordnete Verhaltenskodex für die Nutzung von studiVZ ist hinreichend flexibel formuliert, um den offensichtlich gut geBILDeten Aufsichtskräften ihren das Image der Holtzbrinck-Gruppe fördernden Beitrag zum “Kampf gegen Rechts” nicht unnötig zu erschweren.

    Da zeigt sich ein wesentlicher Nachteil sozialer Vernetzung unter den Fittichen eines der fürsorglichen SocialNetwork Unternehmen gegenüber der dezentral und eher nach dem Open Source Prinzip strukturierten Blogosphäre: im Basar der Blogs ist der freie Fluss der Informationen selbstorganisiert, während die Kunden der Infotainment-Kathedralen der Arbeitsauffassung ihres Betreuungspersonals und/oder der Firmenpolitik ausgeliefert bleiben.

    Die EIB – Ein Jobwunder für bEUrokraten

    20:05 - Audiovideo, ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 2 Kommentare

    Dan Hannan enthüllt Wahrheiten über die EIB und die EU. Bezeichnenderweise hat ein britischer Tory-MEP die Einsicht und die Cojones, dieses Racket zu thematisieren und anzugreifen, während die deutschen Parteiliberalen EU-Jubelperser Silvana Koch-Mehrin nach Brüssel schicken.

    Make Poverty (and War (and Bono!)) History

    14:23 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 1 Kommentar

    Eine aktuelle Petition des Atlas Network und des International Policy Network wendet sich gegen die Abschottung der Märkte in Zeiten der Krise.

    Protektionismus vernichtet nicht nur Wohlstand. Viel schlimmer: Er gefährdet auch den Frieden. Wer unsere Zivilisation verteidigen will, muss sich allein aus diesem Grund laut und mit Nachdruck gegen jeden ökonomischen Nationalismus aussprechen – der nichts anderes ist als eine auf Ignoranz basierende Konfliktideologie. Protektionismus ist das Mittel, mit dem diese Konfliktideologie in die Tat umgesetzt wird.

    Eine Welt die nicht vom Freihandel mit den Ländern der EU bzw. OECD ausgeschlossen ist, ist eine Welt, die keine Entwicklungshilfe braucht. Dann würden uns auch megapeinliche Auftritte Bonos erspart bleiben, die nur zu Schuldenerlass für korrupte Regimes führen. Für eine Welt ohne Live8 kann (und soll) man hier unterschreiben.

    Hinweis: Ich bin beim Institut für Unternehmerische Freiheit aktiv, das für die deutsche Übersetzung des Petitionstextes (PDF-Datei) verantwortlich ist.

    Keynes

    13:35 - Audiovideo, ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 6 Kommentare

    Ich stolperte grade wieder über dieses Video. Weil’s so schön ist und wir es nicht brachten (oder lieg’ ich da falsch?) präsentiere ich zum Zwecke der Erbauung und des Erkenntnisgewinns der geschätzten Leserschaft: Dan Mitchell von Cato, der mit dem Keynesianismus aufräumt.

    Bald ist Ostern

    26.03.2009 21:11 - Audiovideo, Money and Fame by Daniel Drungels - 1 Kommentar

    Ostern steht vor der Tür. Für mich als nicht-religiösen Menschen hat dieses Fest nur eine Bedeutung. Also falls einer der A-Team Leser mir ein richtig dickes Ei ins Nest legen möchte, hätte ich da eine Idee: Vorhang auf für Ronald Jenkees:

    Na, dann heult doch.

    25.03.2009 18:35 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 25 Kommentare

    Ja, ich bin wirklich geschockt. In einer solchen Wirtschafts- und Finanzkrise, in der wir Europäer zusammenstehen müssen, zu Hause eine Regierung abzuwählen, die für uns alle die Präsidentschaft zu führen hat – das ist schon ein hohes Maß an Unverantwortlichkeit. Und dies noch inszeniert vom tschechischen Präsidenten.

    Bei tagesschau.de ist zu lesen, dass der CDU-Abgeordnete Elmar Brok “beinahe geweint” hätte, als er gestern Abend in den Nachrichten vom Ende der tschechischen Regierung erfuhr. Na, dann heult doch:

    Der Rücktritt des noch amtierenden europäischen Ratspräsidenten Mirek Topolanek als Ministerpäsident wird wohl tatsächlich dazu führen, dass der tschechische Senat Lissabon nicht ratifiziert. Da helfen auch keine Schimpftiraden (“intrigant”) von Brok, Schulz et all. gegen den Nestbeschmutzer der europäischen politischen Klasse Vaclav Klaus – die Umsetzung des von den Bürgern ungeliebten und in verschiedenen nationalen Abstimmungen abgelehnten Vertragsmolochs wird immer unwahrscheinlicher, ebenso wie der Ton der BürEUkraten gegen Kritiker schriller wird. Um Bertolt Brechts bekannten Ausspruch angesichts der ihren Bürgern im Juni 1953 ähnlich fassungslos gegenüberstehenden SED-Funktionäre etwas zu modifizieren: wie wäre es denn, wenn sich die EU-Apparatschiks neue Völker wählten?

    Umso trauriger ist es, dass die offizielle FDP nicht einmal im Ansatz die Chance nutzt, Position gegen diese keifende Arroganz der Macht und die andauernde Missachtung des Bürgerwillens zu beziehen. Dies wird allemal nicht der FDP und ihrem Anspruch auf Glaubwürdigkeit, sondern 1-Punkt-Bewegungen wie Libertas nutzen (die allerdings als Gesamtorganisation, wenn überhaupt, wohl nur partiell als liberal zu bezeichnen ist).

    Bleibt zu hoffen, dass wenigstens auf dem Bundestreffen der Libertären Plattform in der FDP im Mai liberale EU-Kritik hörbar formuliert werden wird, anstatt sich in kontraproduktiven Abgrenzungsdebatten zu ergehen.

    Upside down

    24.03.2009 16:17 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 5 Kommentare

    Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

    08:33 - Fiat Economy Agnostic by Frank Schäffler - 12 Kommentare

    Vor knapp zwei Jahren galten ausländische Staatsfonds für die Bundesregierung als Bedrohung für die deutsche Wirtschaft. Die Koalition warnte vor dem Einfluss fremder (böser) Mächte auf heimische Firmen, sogar Gesetzesmacht bot Schwarz-Rot gegen die angebliche Bedrohung auf: Sogenannte strategische Industrien „mussten“ vor dem Einfluss ausländischer Staatsfonds geschützt werden. Protektionismus wurde nicht beim Namen genannt, aber ungeniert praktiziert.

    Heute ist es dieselbe Bundesregierung, die das milliardenschwere Engagement des arabischen Staatsfonds bei Daimler bejubelt. Die langfristigen Wachstumschancen der Branche in Deutschland würden dadurch anerkannt, sprach der Regierungssprecher. Hauptsache keine “Hedgefonds-Heuschrecke” greift einem deutschen Unternehmen unter die Arme…
    Tatsächlich ist es ein Grund zum Jubeln, wenn potente Investoren den Standort Deutschland kräftig mit Geld ausstatten – aber war erst diese Krise nötig, damit auch unsere Regierung ihre Ablehnung gegen ausländische Investoren teilweise aufgibt?

    Angela Merkel hat offenbar nicht nur von Helmut Kohl, sondern auch vom ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer gelernt: Sie betreibt Politik nach der Devise “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?”.

    Rechtsstaat nach Sellering

    23.03.2009 21:48 - dagny's tags by dagny t. - 13 Kommentare

    Der ehemalige Vizepräsident des Verwaltungsgerichts Greifswald, der im Westen geborene und aufgewachsene Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns und frühere Justizminister, Erwin Sellering hat völlig recht, wenn er sagt, es sei damals nicht alles schlecht gewesen.

    Eine DNA-Datenbank in der alle Neugeborenen bereits ihren Fingerabdruck abgeben müssten, hat weder das totalitäre Regime von 33-45, noch das Unrechtsregime bis 89 ersonnen.

    Erwin Sellering forderte eine solche Datenbank im Spiegel-Interview am 23. November 2003.

    Ein Rücktritt ist überfällig.