Die Moderatoren bei Schüler- und StudiVZ spielen Fangen mit Gruppen, die eines Bezugs zur Blauen Narzisse, einem rechtskonservativen Jugendmagazin aus dem JF-Umfeld, verdächtigt werden; vor zwei Jahren habe ich denen einmal ein Interview gegeben.
Die entsprechenden Benutzergruppen – darunter einige ohne Inhalt – seien mit der Standardbegründung, es handele sich um “rassistisch geprägte Inhalte”, geschlossen worden, schreibt BlaueNarzisse-Podcast und Blog.
Rassistische, gewalttätige, politisch extremistische, sexistische, diskriminierende oder sonst anstößige Veröffentlichungen, sowie solche, die andere Personen, Volksgruppen oder religiöse Bekenntnisse beleidigen, verleumden, bedrohen oder verbal herabsetzen, sind nicht gestattet.
Der den AGB übergeordnete Verhaltenskodex für die Nutzung von studiVZ ist hinreichend flexibel formuliert, um den offensichtlich gut geBILDeten Aufsichtskräften ihren das Image der Holtzbrinck-Gruppe fördernden Beitrag zum “Kampf gegen Rechts” nicht unnötig zu erschweren.
Da zeigt sich ein wesentlicher Nachteil sozialer Vernetzung unter den Fittichen eines der fürsorglichen SocialNetwork Unternehmen gegenüber der dezentral und eher nach dem Open Source Prinzip strukturierten Blogosphäre: im Basar der Blogs ist der freie Fluss der Informationen selbstorganisiert, während die Kunden der Infotainment-Kathedralen der Arbeitsauffassung ihres Betreuungspersonals und/oder der Firmenpolitik ausgeliefert bleiben.