Man sieht hier das fidele Herz eines optimistischen Kapitalismus schlagen, den es so nie gab und der trotz seines antiutopistischen Anspruchs selbst utopisch ist. Man steht staunend und zungenschnalzend und ein wenig beklommen vor den Explosionen der Leidenschaft, die eine kühle aber nicht menschenfeindliche Philosophie freisetzt. Und man ahnt, dass ein verantworteter Kapitalismus ein Kompliment an den Menschen wäre: Alles wird ihm zugetraut.

So in der SZ Nr. 63, Seite 14, unter dem Titel Kapitalismus für Kluge eine Rezension von Alexander Kissler über das Werk Ayn Rands auf zwei Spalten über je die ganze Seitenlänge. Fuer die SZ eine ganze Menge, wird dort sonst eher dem linksliberal-sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaat gehuldigt.

Neben dem Hinweis auf die beiden im Lichtschlag Verlag erschienen Bücher „David Schah: Ayn Rand, Ihr Leben“ und „Tibor Machan, Ayn Rand – Ihr Werk (aus dem engl.)“ unterläuft dem Autor ein Fehler, da er Atlas Shrugged und Anthem verwechselt, welche er offenbar nicht gelesen hat oder nicht genauer kennt – Going John Galt wird mit keinem Wort erwähnt.

Nachtrag: Beim Recherieren sehe ich gerade, dass Herr Kissler auch bei ef-online schreibt. Nunja, der Fehler Anthem und Atlas Shrugged zu verwechseln umso enttäuschender, auch wird der Sinn des Werkes Atlas shrugged, der zum Teil in dem shrugged liegt imho nicht verstanden.