Zitat des Tages
Viele Blogs in Deutschland meinen, daß Meinen ausreicht. Um ernstgenommen zu werden, reichen Meinungen allerdings nicht aus. Ein bißchen Recherche gehört dazu.
FDP gegen Zensursula « freiheit verpflichtet.
Ich habe heute in einer Mensa in Osnabrück das Attac-Faltblatt Wer wird Milliardär. Das große Ratespiel zur Finanzkrise gefunden. Habe geschmunzelt.
Normalerweise stehen Kapitalismus- und Globalisierungskritiker mit dem Humor auf Kriegsfuß. Es geht schließlich um nichts Geringeres als die Weltrevolution, darum das System in die Knie zu zwingen. Das ist nicht lustig, sondern todernst. Da wird selbst ein gemütlicher Grillabend zum politischen Statement. Doch jetzt, da die freien Märkte drauf und dran seien, sich selbst hinzurichten, bricht sich bei den Attacisten die Schadenfreude Bahn. Da halten sich die Globalisierungskritiker vor lauter Lachen die Bäuche. Zugegeben, der beißende Zynismus des Faltblattes ist wirklich witzig. Lachen wir gemeinsam:
Viele Blogs in Deutschland meinen, daß Meinen ausreicht. Um ernstgenommen zu werden, reichen Meinungen allerdings nicht aus. Ein bißchen Recherche gehört dazu.
FDP gegen Zensursula « freiheit verpflichtet.
… so hallt es heraus, bin ich versucht zu konstatieren: als grüner Nachwuchspolitiker bezeichnen Sie die katholische Kirche als verrückt – was man ;-) durchaus tun kann. Auch wenn es nur ein Teil der Wahrheit ist.
Was man aber IMHO nicht tun sollte, ist die zu erwartende Antwort auf Polemiken dieser Art als “Rassismus” zu bezeichnen (oder überhaupt peinlich rumzuheulen).
Im Gegenteil, der offensichtliche Versuch, sich gegen Kritik mit dem Verweis auf die eigene ethnische Herkunft zu immunisieren, lässt eher Frage aufkommen: Sind Sie ein Rassist Daniel Mack?
Herr Ackermann ist der Buh-Schweizer in Deutschland. Er verkörpert derzeit wie kein anderer alle jene Eigenschaften, aufgrund derer Herr Steinbrück, zum Beispiel, seine liebe Mühe mit der Alpenrepublik hat: Erfolg in Geldsachen und ausgeprägtem Mangel an Unterwürfigkeit gegenüber Staatsorganen.
Mit dem Verzicht auf staatliche Unterstützung für seine Bank, deklariertem und auch fast erreichtem 25%-Renditeziel erklimmt er diese Woche wieder neue Höchstwerte auf der nach oben offenen bundesrepublikanischen Empörungsskala.
Der Mann hat Erfolg und freut sich auf die martkwirtschaftliche Zukunft. Und bringt damit die Staatslenker in Erklärungsnot, eine westeuropäische Politkaste, welche die chinesische Art der Staatsintervention in die heimische Wirtschaft (heimlich) zum neuen Ideal erklärt hat.
Josef Ackermann ist der eigentliche Schweizer Botschafter in der BRD mit Sitz in Frankfurt.
Uli Hoeness war für nachhaltiges, am langfristigen Erfolg orientiertes Wirtschaften bekannt. Festgeldkonto statt Finanzderivate.
Die Personalie Klinsmann – ein Bundesliga-Trainerazubi – hätte wunderbar in dieses Schema gepasst: 1-2 Jahre Aufbauarbeit und Glaube an ein Konzept, welches auch in widrigen Zeiten nicht über Bord geworfen wird. Ein, zwei Jahre in denen gesäht wird um dann in 3-4 Jahren ganz oben in der Championsleage zu ernten.
Doch nun protestieren die Kleinaktionäre, die lieber sofort – ja was eigentlich genau – haben wollen und das Management knickt ein und entlässt Klinsmann.
Nachhaltiges Wirtschaften sieht anders aus. Auch im schnelllebigen Sportgeschäft.
(siehe auch n-tv.de)
Entgegen der landesüblichen Meinung sind Dividenden und Zinsen aber kein Einkommen ohne Leistung: Wer Aktionär oder Gläubiger ist, verzichtet für die Zeit der Überlassung auf sein Kapital und geht das Risiko ein, sein Geld nicht wiederzusehen – ist das etwa keine Leistung? Auch das Argument, dass die Aktionäre nicht auf die Einkünfte aus Dividenden angewiesen sind, dürfte nicht immer korrekt sein, beispielsweise nicht für Menschen, die ihre Altersvorsorge darauf aufgebaut haben.
So ein lesenswerter Kommentar in der FAZ, der darüber hinaus darauf hinweisst, dass die Refinanzierung über Eigenkapital wesentlich langfristiger und nachhaltiger angelegt ist, als über z.Z. teures Fremdkapital
Als Nieten in Nadelstreifen, Pyromanen oder Gangster werden Entscheider der Wirtschaft von der SPD nicht nur beim NRW Parteitag betitelt, gleichzeitig werden soziale Unruhen herbeigeredet. Kritik an Wirtschaftseliten ist berechtigt und notwendig. Doch die polemische schwarz-weiß Pauschalschelte und Klassenkampfrhetorik von SPD und Linken ist gefährlich. Was kann denn die überwältigende Mehrheit der deutschen Manager für die Entgleisungen des Kreditgeschäfts? Traurig, dass auch die Union etwas leiser die gleichen Töne anschlägt. Vorurteile, Mißtrauen und Hass zu schüren wie die SPD es tut wird unser Land nicht voranbringen.
Das Kalkül der SPD ist klar: Ausgerechnet SPD-Politiker versuchen sich nun als Retter vor dem Wirtschaftschaos darzustellen. Dabei hat die Bundesregierung bzw. der Finanzminister (SPD) bei der Bankenaufsicht doch versagt. Dummerweise haben die staatlichen Landesbanken auch weit größere Probleme als die Privaten. Die Widersprüche bleiben: Die SPD will Managerbezüge deckeln, ex Bahn-Chef Mehdorn soll vom Staatsbetrieb Bahn aber 5 Millionen Abfindung bekommen. Man darf gespannt sein, ob die SPD es schafft mit Ihren Hasstiraden gegen die Wirtschaft zu punkten. In der Krise brauchen viele ein Ventil für ihre Wut. Da ist es einfach, mit dem Finger auf die Manager zu zeigen und sich als Politiker selbst als Lichtgestalt darzustellen.Wenn die Manager an allem schuld sind, brauchen SPD-Politiker im Wahlkampf nicht mehr von eigenen Versäumnissen zu sprechen.
“Die Weltbank fordert immer einen starken Staat, aber manchmal ist ein schwacher Staat gar nicht so schlecht”, meint Reij. “Die meisten Bauern kümmern sich nicht um das Forstgesetz, sondern betrachten die Bäume auf ihrem Acker als ihr Eigentum.” Deshalb dünnen sie die Kronen nur aus, anstatt den ganzen Baum zu verfeuern.
Eine lesenswerte Reportage bei Spiegel Online über Wirtschaftshilfe und Afrika. Übrigens, warum ist von den Anhängern der CO2-These noch niemand auf die Idee gekommen, die Sahara als riesige Senke für Kohlenstoffdioxid zu begrünen? Bestandschutz für Sanddünen?
Und ein weiterer zukunftspositiver Beitrag heute bei n-tv.de:
Gewächshäuser auf dem Mond um Viehfutter anzuplanzen.
Interessant dabei, dass die Initiative von Privat ausgeht und nicht von weltraumwettlaufeifernden Staaten.