Buddelkasten Blogosphäre ()Wir haben z.B. Lizas Welt. Liza (die ich als Person sehr schätze) veröffentlichte einen Gastbeitrag, der einen gewissen Herrn Mross attackierte. Und es besteht kein Zweifel: Der Kerl (Mross) steckt bis über beide Ohren im verschwörungstheoretischen Sumpf, zu dem die libertäre Szene eine viel zu große Affinität hat (man sehe sich mal die Inserenten in der eiFrei an). Aber ist es wirklich sinnvoll einen Talking Head zu attackieren, der weniger Zuschauer hat als das LKW-Ziehen im DSF? Klar kann man Freaks die Meinung geigen. Aber: Echte Meinungsmacher wären gegenüber pseudokapitalistischen Sendezeitfüllern vorzuziehen. Mal ganz provokant gefragt: Hat bei „Caspar Schmidt“ vielleicht der linksextreme Hass auf den (dem Kommunismus erwiesenermaßen haushoch überlegenen) Kapitalismus endlich ein Ziel gefunden, das man doch guten Gewissens bestreichen darf?

Wir haben ef-online. Dem André sein kleines Webmag ist handwerklich gut gemacht redigiert, strukturiert und  im Vergleich zur anderen großen Nummer (zu AchGut später mehr) ansehnlich gestaltet. Inhaltlich kommt zwischen den Perlen viel hanebüchenes. Aus der Dumme-Sprüche-Kiste passt ein trockenes „Wer so offen ist, kann nicht ganz dicht sein.“ ziemlich treffend. Da warf man sich mit Verve in die Bresche für diesen Typen der es so wenig wert ist verteidigt zu werden, wie angegriffen. Die haarsträubend idiotische Anti-Antifa-Hysterie macht zumindest Spaß beim Zuschauen.

Unter Hitler, Mao und Stalin hatten Denunzianten wie er ihre ganz große Zeit. Unter dem Banner der Politischen Korrektheit und des modernen „Anti-“ Faschismus ist er nun auferstanden. Im Internetzeitalter denunziert man gerne doppelt anonymisiert, zum Beispiel indem man seine Homepage hinter dem Namen eines französischen Fußballers versteckt und dann zusätzlich auf dieser Seite Artikel unter Phantasienamen publiziert.

Wir haben AchGut.com. Sie machen sich den publizistischen Schwächeanfall Lizas wie auch das Follow-Up zu eigen und eröffnen ganz neue Dimensionen der Kalauerei.

Die “liberalen” Jammerlappen, die in “eigentümlich frei” ihre sadomasochistischen Phantasien von Verfolgung und Existenzvernichtung ausleben, sollten ihr Blättle in “eigentümlich doof” umbennenen

Übrigens gestatte man mir dieses Nachtreten, wenn ich schon dabei bin: Als Hannes Stein seinerzeit eine superbe Watschn Ingo Ways gegen Stephan Grigat verlinkte, wurde dieser Beitrag kurzerhand gelöscht und erst viel später wieder hergestellt. Zu dieser Löschung könnten sich die Achsisten ruhig mal erklären, wenn es schon Usus ist, dass sie sich öffentlich gegenseitig beharken.

Um diese Blogwars in die rechte Perspektive zu rücken lohnt der Blick auf die Insel. In Großbritannien holte der Blogger Guido Fawkes über Ostern einen prominenten Berater Gordon Browns aus dem Sattel. Die britischen Blogger sehen sich gegenüber den Toten Bäumen in der Offensive. And rightly so.

Die (Anti-)Deutschen dagegen pinschern.

Bild: Buddelkasten (Rallf Kornetzki, cc-Lizenz)