Online-Politik-Experte Micah Sifry über „Little Sis“:

Eine unserer Seiten, die erst kürzlich online gestartet ist, heißt in Anspielung auf Big Brother „Little Sis“. Das ist eine Art unfreiwilliges Facebook für die Mächtigen. Es wurden alle Information über die Vorstände und CEOs von tausend Spitzenunternehmen und Websites besorgt und diese dann mit den Daten über die Wahlkampfspenden und mit den Daten über die sozialen Beziehungen kombiniert. Und dann wurde noch ein Element eingefügt, das jedem ermöglicht, mehr Informationen hinzuzufügen. Ob das Partnerschaften oder Tennis-Freundschaften sind, man kann es ergänzen. Es gibt außerdem noch die verborgenen Verbindungen unter den Mächtigen. Auch diese lassen sich hinzufügen. Die Redakteure der Seite werden diese Informationen dann nachprüfen und angeben, ob sie verifiziert wurden oder nicht. Es ist also eine Art modifiziertes Wiki.

Das Ziel dieser Plattform sei es, den Bürgern zu ermöglichen, den Mächtigen „bessere“ Fragen zu stellen. Ob eine solche Plattform in Deutschland Anklang finden würde? Ist das noch Transparenz und möglicherweise demokratische Kontrolle 2.0 oder schon der gläserne Mächtige?