Zettel (der mir hoffentlich die etwas juvenile Weiterentwicklung seines Gedankens nachsieht) machte die hellsichtige Beobachtung, dass in der Politik das Symbol wichtiger wird als die Handlung. Mir fiel auf dass die Eigenheiten dieser Politik nicht nur Parallelen zum Voodoo, sondern auch zur Pornographie aufweisen.

Je weniger die Handlung mit der Realität zu tun hat, je stilisierter das Abgebildete die Phantasien bedient, desto mehr begeisterte Zuschauer findet das Produkt. Die eigentliche Bedürfnisbefriedigung wird mit der Produktion, Abbildung und dem Konsum symbolhafter Ersatzhandlungen substituiert.

Die Parallelen ließen sich in allen saftigen Details schildern. In der Tat ist es möglich, die Chronik einer symbolpolitischen Aktion nur leicht abstrahiert als Drehbuch für einen Porno heranzuziehen.Dies lässt sich an einigen Punkten festmachen.

  • Vorspiel – Fehlanzeige.
  • Rollenverteilung – Eindeutig.
  • Beglückung – groß und hart
  • Ergebnis – ähm… „für visuellen Konsum optimiert“
  • Realitätsbezug – Nix

Die Politik mit ihrem riesigen Gerät, dem Staatsapparat, hat entdeckt, dass den Massen etwas fehlt: Nämlich viel heftige Interaktion mit eben diesem Staatsapparat. Also penetriert die Politik die Bürger wo sie nur kann und beglückt sie dann mit dem, was sie am besten absondern kann. Nach dem klebrigen Höhepunkt, wenn die Erregung vorüber ist, fehlt aber irgendetwas. Um das zu betäuben, geht es in die nächste Runde.

Ich muss die Pornobranche um Entschuldigung für den hinkenden Vergleich bitten. Der große Unterschied besteht darin, dass in der Politik die Konsumenten nicht einfach aufhören können, wenn es ihnen zu viel wird. In der Politik bestimmt der Anbietende mit Zwang die Bedürfnisse seiner Kunden, während die Pornographen es ihnen recht machen wollen.

Ursula von der Leyen im besondern ist vorzuwerfen, dass ihre Zensurpolitik nicht nur die oben ausgeführten Parallelen erfüllt. Zu allem Überfluss verhöhnt sie die Opfer der Kinderpornographie, indem sie ihre wirkungslose Politik als sinnvolle Maßnahme schön lügt. Im Zweifel fördert ihre legislative Ejakulation sogar den Zugang zu KiPo.

Gute Politik wäre nun einmal so aufregend wie eine 3sat-Dokumentation über ein aussterbendes Handwerk. Langweilig, unspektakulär und es käme noch nicht einmal auf die Größe an.

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