antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Wenn Homo-Heiler halluzinieren

Daniel Fallenstein, 20.04.2009

Erneut versuchen Vertreter der Lesben- und Schwulenverbände zusammen mit Bündnis 90/ Die Grünen, die Rede-, Wissenschafts- und Therapiefreiheit zu beschränken. […] Solche Aktionen stellen einen Angriff auf fundamentale Freiheitsrechte dar, die in der Verfassung garantiert sind.

Unfug! Schwachsinn! Die Redefreiheit ist erst dann eingeschränkt wenn man jemandem mit Gewalt das Maul zu stopfen versucht. Und Lobbying ist sicher keine Gewalt. Natürlich befürworte ich das Recht der Homo-Heiler sich öffentlich zum Deppen machen zu dürfen aus ganzem Herzen. Bevor es ihnen gesetzlich verboten wird, muss ihnen aber auch keine private Person oder Institution zur Seite springen. 

Es ist ein Widerspruch, wenn durch die Gender-Mainstreaming-Bewegung propagiert wird, der Mensch könne und solle sein Geschlecht und seine sexuelle Orientierung (homo-, bi- oder transsexuell) frei wählen, andererseits aber die Möglichkeit zur Veränderung von der Homosexualität zur Heterosexualität geleugnet wird und konkrete therapeutische Angebote für Menschen, die eben dies anstreben, unterdrückt werden.

Umprogrammierung und Gender Mainstreaming sind natürlich gequirlter Mist. Die von der Initiative „Für Freiheit und Selbstbestimmung“ (passenderweise in Anführungszeichen) als „Therapie“ euphemisierten Umprogrammierungsversuche für Schwule sind aus den gleichen Gründen der gleiche Dreck.Das angestrebte Beglückungssystem mag ein anderes sein. Der hanebüchene Schwachsinn, man müsse in der Sexualität anderer Menschen herumpfuschen könne Sexualität per Social Engineering umprogrammieren, ist derselbe.

Dabei ist das Durcheinanderwerfen homosexueller Interessen/Standpunkte mit Gender Mainstreaming unlauter. Der Gay Dissenter (via Gay West) hat offensichtlich glasklare Erwartungen an das Geschlecht und Gebaren seines Gegenübers.

Ich bin schwul und stehe auf Männer mit allem drum und dran, nicht auf schwankende oder verdrehte Geschlechtsidentitäten.

Es wird allerdings so dargestellt, als stünden „die Schwulen“ geschlossen in der nicht-heterosexuellen Einheitsfront. Was für ein billiger Trick!

Und Ihr, liebe Kollegen von der „Freien Welt“: Sechs, setzen! Bzgl. des Gegensatzes schwul vs. bürgerlich macht ihr jetzt schön eure Hausaufgaben und wenn Ihr noch mal so affirmativ über so eine verwirrte Schwachmaten-Initiative berichtet, gibt’s richtig auf die Finger.



79 Kommentare zu “Wenn Homo-Heiler halluzinieren”

  1. Christian Hoffmann

    Die Hysterie dieser rechtskonservativen Knubbel kennt wirklich keine Grenzen mehr. Einmal mehr wird dabei vor allem die eigene Ignoranz zur Schau gestellt:

    Die Teilnahme an einer privat organisierten Konferenz ist kein Grundrecht! Der Auschluss von einer Konferenz ist umgekehrt auch kein Redeverbot! Ist das Konzept des Grundrechts wirklich so schwer zu verstehen? (Im Übrigen ausgerechnet von Leuten, die das Hoppesche “Recht auf Diskriminierung” immer dann verteidigen, wenn es gegen Neger, Frauen und Schwule geht.)

    Mit der selben Argumentation könnten die Anhänger der Hohlwelt-Theorie den Zugang zu einen Geologen-Kongress einfordern…

    Es bleibt auch das Geheimnis des Conservative Fringe, was Gender Mainstreaming mit der freien Wahl des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung zu tun haben soll. Wo verlangt das Gender Mainstreaming denn irgendeine Art von “Umprogrammierung”? Es ist doch nur noch peinlich, wenn man sich über etwas aufregt, das man offensichtlich nicht versteht…

    PS: Ist es eigentlich Zufall, dass die “Freie Welt” ihr Logo von Johnnie Walker geklaut hat?

  2. Heizpilz

    Mal von den Bemühungen der oben beschriebenen Gruppen abgesehen – das Gegenteil dessen, was angestrebt wird ist möglicherweise richtig, Homosexualität ist offensichtlich nicht heilbar, LOL – gibt es natürlich schon Bestrebungen, auch gesetzlicher Art, Bürgern, die sich kritisch mit der Sache und den Sachträgern auseinandersetzen, das “Maul zu stopfen”.
    Man muss einfach mal anmerken, dass es in D Säcke gibt, die dementsprechend handeln, das europäische Recht entwickelt sich leider auch dementsprechend.

    Versuchsweise setze ich hier mal die (offensichtlich harmlose) Aussage ab: Homosexualität ist pervers.
    Mal schauen, obs zensiert wird, viele D-Säcke würden zensieren.

    Falls Zensur erwünscht ist dann:
    Möge sich der ebenso geneigte und freundliche wie auch liberale Leser dieser Zeilen sich an dieser Stelle Gedanken machen, ob Minderheiten oder bestimmte andere Gruppen Extrarechte benötigen, positive Diskrimierung erfolgen sollte.
    Aus meiner liberalen Sicht ist pos. Diskriminierung natürlich der Anfang vom Ende lib. Systeme.

    BTW, ähnelt das Gejammere der sich von “Schwulen” verfolgt fühlenden Therapeuten vielleicht ein wenig dem Gejammere über diese Therapeuten?

  3. Adrian

    Wow “Heizpilz”, viel Gesabbel um nichts.
    Da hast Du Dir soviel Mühe gegeben zensiert zu werden, um endlich einen Beweis für die totalitären Bestrebungen des Schwulentums nebst Alliierten in der Hand zu haben. Und was passiert? Gar nichts!
    Echt blöd das Ganze.

  4. Adrian

    “Wo verlangt das Gender Mainstreaming denn irgendeine Art von “Umprogrammierung”

    Das ist allerdings eine gute Frage, denn die Definition ist recht klar
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Mainstreaming

  5. Heizpilz

    Vielleicht wirds ja noch zensiert. Hatte kürzlich wegen vglb. Aussagen zum selben Thema das Kotzen bekommen, da mir in einem liberalen Biotop Zensur angedroht worden ist.
    Vor ca. 5 Jahren hatte ich mal (in einem “grünliberalen” Inhaltsangebot) Hausverbot bekommen, weil ich Homossexualität als “nicht natürlich” bezeichnet habe und diese Sicht verteidigt habe.

    Nun ist mir die Sache in der Tat eigentlich schon ziemlich egal, sollen die Brüder doch machen was sie wollen, aber es gibt leider eine klare Tendenz zur positiven Diskrimierung und zur Einschränkung der Freiheit der Meinungsäusserung (“Homophobie”, “menschenfeindliche Ansichten” werden unterstellt, wenn man Gruppen kritisiert, “Vorurteilsforscher” forschen sich (oder mich oder Dich) bei diesem Thema in Richtung Kriminalität).
    Dagegen muss man dann doch antreten, LOL

    Insofern habe ich schon “ein wenig” Verständnis, wenn christlich Motivierte (ich unterstelle das mal hier, habs aber nicht geprüft) sich so zu sagen bei Ausübung ihres Glaubens verfolgt fühlen.
    Ist ja ein wenig blöd, wenn man bspw. irgendwie als rechts diffamiert wird und dann – der Kampf gegen Rechts lässt grüssen – keine Veranstaltungsräume bekommt; alles wegen den von mir aus demokratisch legitimen Schwulenaktivisten.

  6. Adrian

    “Nun ist mir die Sache in der Tat eigentlich schon ziemlich egal”

    Aus meiner jahrelangen Erfahrung, kann ich eindeutig sagen, dass Sie lügen.

  7. Daniel Fallenstein

    My wrong. Habe die Idioten mit anderen Idioten durcheinandergeworfen.

  8. Daniel Fallenstein

    Vielleicht wirds ja noch zensiert.

    Was ist denn das für ein abwegiger Zensurbegriff?

  9. Daniel Fallenstein

    Gay, Proud & Conservative: http://online.wsj.com/article/SB123966833747115385.html

  10. stefanolix

    @Heizpilz: Soll ich jetzt den Thread noch verlinken, in dem Sie sich mit Ihrem Geschwätz und Getrolle blamiert haben? Ich habe diesen Unsinn ja ganz bewusst nicht gelöscht, sondern ich habe Sie nur gewarnt:

    Die Grenze meiner Geduld ist jetzt erreicht. Die nächste unterschwellig homophobe Äußerung fliegt raus.

    Es ist allgemein bekannt, dass einer unserer Kollegen bei BLOG (er ist seit vielen Jahren liberaler Blogger) mit einem Mann zusammenlebt. Ich werde Ihr homophobes Geschwätz in unserem Blog nicht dulden. Ich habe Ihnen in der Vergangenheit mehrfach mit Argumenten geantwortet, aber das war offensichtlich sinnlos.

  11. scipio

    Wobei man natürlich sagen muss, dass die Herrschaften des sogenannten “Liberalen Biotops” in ihrer Homophilie manchmal ein wenig schrill daherkommen. Das kann aber nur den wundern, der glaubt, dass Liberale eigentlich cool sein müssten.

  12. stefanolix

    Es gibt doch inzwischen genug liberale, konservative, grüne, rote und dunkelrote Politiker, die sich »geoutet« haben. Aber es sind doch heute wirklich nur noch die ganz dummen Trolle, die daraus Kapital schlagen wollen. Ich kann mich erinnern, dass einige linke Krawallblogger vor der letzten Wahl (2005) noch »Schwesterwelle« gegrölt haben. Und ein paar Leute von der anderen Seite haben den Wowereit ähnlich diffamiert. Heute löst das hoffentlich nur noch Gähnen und Befremden aus. Jeder Politiker muss sich Kritik an seiner Politik und Satire über seine Person gefallen lassen, aber keiner sollte heute noch wegen seiner sexuellen Orientierung angegriffen werden.

  13. Heizpilz

    Bitte rational bleiben. Fällt vielleicht schwer bei diesem Thema, aber muss sein. Ansonsten würden zwar meine Beobachtungen bestätigt werden, aber das bringt ja nix.
    Also, habbich Unrecht oder ist das tatsächlich ein (das einzige Thema unter vernünftig-liberalen nach meiner Beobachtung, grünliberale zensieren Dich auch beim Klimaleugnen, um einfach mal etwas zu nennen, aber da gibts mehr) Thema, das gerade bei Liberalen die Toleranz ein wenig zurückfahren lässt? Falls ja, warum ist das so?

  14. Heizpilz

    Zensur muss nicht zeitnahe erfolgen, oder was meinst Du, was sei abwegig?

  15. Heizpilz

    Du kannst gerne zensieren wieviel Du willst, no prob.

  16. Christian S.

    Ich finde Gender Mainstreaming nicht idiotisch. Und den impliziten Vergleich mit Homophobie etc. ziemlich daneben. Oder habe ich das falsch verstanden?

  17. Christian S.

    100% Zustimmung.

    Bis wir den ersten schwulen Kanzler oder die erste lesbische Kanzlerin haben, dauert es aber trotzdem noch ziemlich lange – behaupte ich jedenfalls.

  18. Christian S.

    Ich weiß nicht, was an Gender Mainstreaming idiotisch sein soll. Ich finde es jedenfalls ziemlich infam, es implizit mit Homophobie und Schwulenhass gleichzusetzen.

  19. califax

    Nuja, den Schwesterwelle wird er aber garantiert nicht mehr los. Dafür ist es einfach zu naheliegend. Ich würde da einen eher zurückhaltend humorvollen Umgang empfehlen.

  20. tigger

    Mal schauen, obs zensiert wird, viele D-Säcke würden zensieren.

    Falls Zensur erwünscht ist dann:
    Möge sich der ebenso geneigte und freundliche wie auch liberale Leser dieser Zeilen sich an dieser Stelle Gedanken machen, ob Minderheiten oder bestimmte andere Gruppen Extrarechte benötigen, positive Diskrimierung erfolgen sollte.

    Als geneigter teilweise liberaler Leser mache ich mir gerade eher Gedanken, ob man in einem privaten Blog überhaupt von “Zensur” reden kann, oder ob hier nicht eher das Hausrecht greift. “Herr im eigenen Haus” zu sein, müsste doch auch bei eher konservativen Knochen auf Zustimmung stossen.

  21. stefanolix

    Das ist die abgewandelte Variante von »Solange er seine Füße unter unseren Tisch steckt« ;-)

  22. XiongShui

    Nach jedem größeren Krieg finden sich, manchmal nach Jahren, noch versprengte Einheiten, die an irgendwelchen abgelegenen Orten das Ende des Krieges verpasst haben. Es ist dann immer schwierig, sie von der aktuellen Lage zu überzeugen.

    So ähnlich kommen mir Jene vor, die den Ausgang der wissenschaftlichen Schlachten um Reizthemen wie die Kopernikanische Wende, die Hohle Erde, den Creationismus oder eben die Spielarten menschlicher Sexualität verpasst haben. Ähnlich Don Qixote ziehen sie in Gefechte auf längst verlorenem Terrain. Wider jede Vernunft und ausschließlich, um sich der Angst vor dem Eingeständnis des verlorenen Sieges nicht stellen zu müssen.

    Tragisch.

    Dabei geht es nicht um Sieg oder Niederlage, sondern ausschließlich darum, sich mit der Realität zu arrangieren. Damit haben allerdings viele Menschen große Probleme.

  23. stefanolix

    Getroffen und versenkt ;-)

  24. dagny t.

    Selbstverständlich gesteht das Grundrecht der Meinungsfreiheit jedem zu, ein Perpetuum Mobile propagieren zu dürfen – nur ernst genommen zu werden ist kein Grundrecht.

    In einen Blog, auch in einem liberalen, gilt das Hausrecht. Meinungsfreiheit ergibt sich aus der Tatsache, dass jeder ein Blog eröffnen können muss und nicht aus der Tatsache, dass jeder in jedem Blog alles schreiben dürfen muss.

  25. stefanolix

    Liberale respektieren die Freiheit der Homosexuellen und deren Idee vom Glück. Liberale wollen, dass das gleiche Recht für alle gilt. Das ist alles. Der Begriff »Homophilie« ist Unsinn. Es geht mir einzig um den Respekt. Aber wenn wir uns schon in den Kategorien »cool« und »uncool« bewegen: im Gegensatz dazu sind krampfige homophobe Äußerungen und die »Halluzinationen der Homo-Heiler« einfach »uncool«.

  26. JKG

    @XiongShui. Ein schönes Schlußwort.

  27. Epameroi

    Was heißt denn “natürlich”? Ganz offensichtlich kommt Homosexualität in der Natur vor, und selbst wenn das nicht so wäre… Eisbären fressen gelegentlich ihre Kleinen auf… das wäre dann “natürlich”.

    Können wir es nicht einfach mit Thomas Jefferson halten?

    “The legitimate powers of government extend to such acts as are injurious to others. But it does me no injury for my neighbour to say there are twenty gods, or no god. It neither picks my pocket nor breaks my leg.”

    Das gilt auch für die sexuelle Präferenz.

    Einschränkung der Meinungsfreiheit ist so einer Sache. Wenn ich einen Raum zu vermieten habe, dann habe ich die Freiheit zu entscheiden an wen. Wenn ich Neonazis nicht reinlasse, ist das mein Recht und meine Freiheit

  28. Die Stimme aus dem Off

    Das angestrebte Beglückungssystem mag ein anderes sein. Der hanebüchene Schwachsinn, man müsse in der Sexualität anderer Menschen herumpfuschen könne Sexualität per Social Engineering umprogrammieren, ist derselbe.

    Gender Mainstreaming ist in der Tat Schwachsinn, weil es ja ein politisches Programm zur Volkserziehung/ Umprogrammierung darstellt.

    Diese selbsternannten Wunder-Schwulenheiler sind mir auch suspekt. Allerdings sind es bei denen wohl meistens die Schwulen selbst, die irgendwann von Zweifeln geplagt deren Dienste in Anspruch nehmen, das macht die Sache wesentlich harmloser. Es ist also eine ganz andere Situation als sie sich mit den Schleierspielen für die Jungen in den Schulen gestaltet. :-)

    Ob Homosexualität “heilbar” ist? Es ist schon zweifelhaft, ob Homosexualität überhaupt eine Krankheit ist. Man könnte sie sicherlich als Symptom definieren, ausgehend von der Überlegung, dass die Natur angeblich geplant habe Sexualität nur zur Fortpflanzung vorzunehmen (was sehr zweifelhaft ist). Sicher ist jedenfalls, dass man bei von mehrfach vergewaltigten heterosexuellen Strafgefangenen aus US-Gefängnissen weiss, dass diese überwiegend homosexuell werden und ihre Psyche eine Verweiblichung erfährt. Ob man daraus aber schließen kann, dass jeder Schwule eine Beinträchtiung (sei sie auch weit harmloserer Art) erfahren hat? Woher will man das wissen?

    Der moderne Mensch “leidet” an einer ganzen Reihen von Symptomen, die man neuerdings meint heilen zu können/müssen/sollen: Homosexualität, ADHS, (schizoide) Persönlichkeitsstörungen… je mehr geforscht wird, desto mehr Diagnosen tauchen auf. Ganz sicher wird man irgendwann auch Pillen gegen Homosexualität finden, die Hirnforschung macht riesige Fortschritte. Genauso wahrscheinlich ist es aber, dass irgendwann eine Pille schwul macht. Obwohl ich doch davon ausgehe, dass kein Pharmahersteller so etwas vermarkten würde. Höchstens für die Streitkräfte, die Idee dazu ist ja schon älter.

    Ob man auch wirklich nur zwischen Homosexualität/Bisexualität/Heterosexualität unterscheiden kann oder sollte? Die Schwulen, die ich kenne, unterscheiden sich nach dem mir geschilderten Sexualverhalten jedenfalls deutlich untereinander. Zwei sind monogam, einige treiben es dermaßen bunt und wild, dass man daneben – selbst auch als Heterosexueller mit ausgesprochen wilder Vergangenheit – aussieht wie eine besonders prüde Nonne. Also es gibt da ja Praktiken und Vorlieben… ich kann das nicht schildern, sonst träumt ihr schlecht. :-) Angesichts dieser Schilderungen stelle ich schon in Frage, ob Homosexualität nicht ein ähnlich schwachsinniger Oberbegriff ist, wie es “Gewässer” für sämtliche Gewässer von der Größe eines Ententeiches bis zum Pazifik ist.

    Ob Homosexuelle ihre Sexualität heilen können? Wenn sie ihre Sexualität als Krankheit definieren, dann wird das vielleicht möglich sein. Es soll ja Fälle geben, mir kommt das allerdings eher nach Charakterschwäche vor. So, als ob derjenige erst allen Trieben unter Schuldgefühlen freien Lauf gelassen hat und dann einknickt und sich schämt wie ein Pubertierender, den man beim wichsen überrascht hat. Wer genug Selbstbewusstsein hat, wird sich auch von niemandem etwas anderes einreden lassen.

    Warum aber bitte streiten die sich überhaupt? Wissenschaftlich beweisen lässt sich weder die eine noch die andere Annahme. Es kommt mir daher so vor, als ob die Anhänger der Montessorischule Zoff mit den Anhängern der Waldorfschule hätten.

    Irrelevant, alle beide.

  29. stefanolix

    [Leicht OT:] Deinen vorletzten Satz mag ich so nicht stehenlassen: Waldorf- und Montessori-Pädagogik gehören nicht in einen Topf. Ganz bewusst zugespitzt: Montessori-Pädagogik baut grundsätzlich auf wissenschaftlichen Methoden auf, aber es kann in manchen Einrichtungen etwas Esoterik dazukommen. Bei der Waldorf-Pädagogik scheint es mir eher andersherum zu sein.

  30. FAB.

    “Falls Sie Psychologe werden wollen, dann studieren Sie Psychologie. Falls Sie Psychologe sind, dann praktizieren Sie Ihre Kunst bitte dort, wo Sie dafür bezahlt werden.”

  31. Heizpilz

    “Natürlich” ist eine Meinungsäußerung, die an dieser Stelle nicht näher erläutert werden soll; sie diente nur als Beispiel für das Aufregungspotential, auf das gleich noch eingegangen wird.
    Auffällig ist also, dass sich einige ziemlich über einen Sachverhalt aufregen, bspw. weil Therapeuten eine Sitzung zu einem Thema abhalten wollen, der missfällt. Zwar liegt kein Eingriff in Persönlichkeitsrechte vor und es wird auch nicht diskriminiert, aber es kommt – wie auch in diesem Beitragsstrang sehr schön belegt werden kann – zu Aufgeregtheiten. Der Heizpilz rät: Bei diesem Thema ruhiger werden.
    Die zweite Stufe der Aufgeregtheit wird erreicht, wenn Extrarechte gefordert werden, in diesem Fall sollen die “Therapeuten” keine Sitzungsräume durch die Stadt vermittelt bekommen, in anderen Fällen werden Anpassungen an Sozialsysteme gefordert, die Homosexuelle positiv diskriminieren. Positive Diskriminierung also, gefordert von und für Leute, die ansonsten “normal” sein wollen.
    Ganz übel wird es natürlich, wenn das Recht auf Meinungsfreiheit beschnitten werden soll, bspw. durch Zensur oder juristisch durch Regelungen, die die sog. Homophobie (“Angst vor Homos”) strafbar machen sollen. Auf EU-Ebene wird an entsprechendem Paragraphenwerk (“Homophobie”, “Islamophobie”, “Xenophobie”) gearbeitet; die genannten Kampfwörter sind semantisch bereits hinreichend klar, so dass auf eine Erläuterung an dieser Stelle verzichtet werden darf.
    Ein Problem scheint immer mehr aus den Ansprüchen und Extrawürsten der Homosexuellen selbst zu erwachsen, also positiver Diskriminierung zu fördern, negative Diskriminierung jedenfalls kann schon seit Langem nicht mehr festgestellt und behauptet werden.
    Hier sind Liberale (ob betroffen oder “ich kenne jemanden”, LOL) herausgefordert Grenzen zu setzen und bspw. einmal auf den tausendsten Beitrag zum Thema “Religionsgruppe hat das und das gemacht oder behauptet.” zu verzichten.
    Oder auch einmal einen solchen Beitrag angemessen kommentieren, auch mal dahin gehen wo es weh tut und sich D-Säcke äußern, so wie es der Heizpilz gerne gelegentlich tut.

  32. FAB.

    Unfug! Schwachsinn! Die Redefreiheit ist erst dann eingeschränkt wenn man jemandem mit Gewalt das Maul zu stopfen versucht. Und Lobbying ist sicher keine Gewalt.

    Hm. Dieses Verständnis von “Eingriff in die Redefreiheit” scheint mir dann doch zu eng. In dem in Bezug genommenen Aufruf heißt es u.a. auch:

    Analog zur Vorgehensweise bei zwei Veranstaltungen in den vergangenen Jahren setzt der LSVD, hier gemeinsam mit den hessischen GRÜNEN, die Veranstalter (APS),den Rektor der Philipps-Universität Marburg und den Oberbürgermeister der Stadt Marburg mittels einer medialen Polit-Kampagne unter Druck. Diese sollen Redner, die nicht getreu der vom LSVD vorgegebenen Linie zu Sexualität, Identität und Homosexualität wissenschaftlich und therapeutisch arbeiten, schreiben und sprechen, vom Kongreß ausschließen.

    Insoweit dabei nicht nur versucht wird, einen privaten Veranstalter durch Argumente zu überzeugen, sein Programm zu ändern, sondern auch staatliche Institutionen zur Zwangsausübung instrumentalisiert werden sollen, qualifiziert sich das in meinen Augen durchaus als versuchter Eingriff in die Redefreiheit.

    Es ist natürlich das gute Recht der genannten Lobbyverbände, die Vorträge einzelner Referenten für ausgemachten Schwachsinn zu halten und das ggf. auch ihrerseits öffentlich kundzutun. Kein Recht haben sie, bereits deren öffentliche Äußerung zu verhindern. Das sei das Prinzip der freien Rede und Gegenrede, habe ich mal irgendwo gehört. Die Grenzen dessen, was in diesem Land öffentlich gesagt werden darf, stecken meines Wissens § 130 und §§ 185ff. StGB ab. Diese Grenzen sind offenkundig nicht annähernd tangiert.

    Allein die Einstellung “Es muß verhindert werden, daß x oder y öffentlich geäußert wird” – und das ist ja wohl das Ziel der Bemühungen von LSVD und GRÜNEN – ist m.E. im Kern illiberal. Persönlich nähme ich – wenn mich das Thema dieses Kongresses denn soweit interessierte, daß ich an ihm teilnehmen wollte – die Freiheit in Anspruch, mir alle Auffassungen anzuhören und dann selbst zu entscheiden, welche davon nun schwachsinnig sind. Aufpasser, die bereits im Vorfeld für mich selektieren wollen, was ich mir überhaupt nicht erst anzuhören habe, wären mir dann doch eher suspekt. Höflich gesagt.

  33. scipio

    In dieser Hinsicht liegen ja neuerdings jede Menge angeblich aufrechter Demokraten mit dem Grundgesetz im Clinch. Eigentlich sollten diese Leute wissen, dass jeglicher Versuch, die Meinungsfreiheit zu behindern oder einzuschränken, nicht nur dem Staat, sondern auch dem Privatmann – und zwar unter Androhung von Strafe- untersagt ist. Ob jetzt Meinungsäußerungen mit entsprechenden Gesetzen konform gehen, ist eine Sache die ausschließlich einer gerichtlichen Bewertung unterliegt.

  34. Adrian

    An die “Schwulen-Kritiker”:

    Es ist für jeden Hetero leicht, die Auseinandersetzung zwischen den Schwulenverbänden einerseits und den Fundi-Christen andererseits als “irrelevant” zu bezeichnen und einfach mal so die These in den Raum zu stellen, negative Diskriminierung gäbe es für Schwule nicht mehr. Und natürlich zeigt sich ihr euch als stolze Heteros empört, wenn Schwule für sich das einfordern, was jedes Hetero-Paar ganz selbstverständlich für sich in Anspruch nimmt, ohne dafür an den Kopf geworfen bekommen, lediglich eine “positive Diskriminierung” in Anspruch zu nehmen. Schon mal daran gedacht, dass aus meiner Perspektive Heteros “positiv diskriminiert” werden?

    Ich bin immer wieder erstaunt wie offensichtlich unschuldig sich manche “Kritiker” der Homosexuellen geben, die durchs Leben gehen, mit voller Erektion bei jedem Busen der sie anmacht und mit der Gewähr, nicht wegen ihres “heterosexuellen Lebensstils” blöd angemacht, bespuckt oder verprügelt zu werden. Ja, um das durchzustehen braucht man schon eine Menge Selbstbewusstsein, zumal man als Homo diesen ganzen Mist seit seiner Pubertät nicht ertragen muss, mit der Gewähr, dass dieser einen bis ans Lebensende begleitet.

    Und dann wird einem vorgeworfen man reagiere etwas zu sensibel, wenn irgendwelche Fundis aus der religiösen Ecke mal wieder Theorien auspacken, die nachweislich schädlich und entwürdigend für die Menschen sind, und die zum Ziel haben, den Paragrafen 175 auf einer geistiger Ebene fortzuführen, was jeder “Kritiker” hier bestätigen könnte, würde er sich nur mal herablassen, aus seine heterosexuellen Elfenbeinturm auszubrechen und sich über de Ex-Gay-Bewegung zu informieren, bzw. nur mal den Versuch unternehmen würde sich in vorzustellen, wie es so wäre als Homo durch die Welt zu laufen. Ein Tipp: Fangt bei den Reaktionen eurer Eltern an!

    So, das musste jetzt mal raus!

  35. XiongShui

    Danke für die Blumen.

    Ich habe mich noch ein wenig mehr mit ‘Libertas’ beschäftigt und musste leider mein anfänglich sehr positives Urteil relativieren.

  36. Die Stimme aus dem Off

    Schon mal daran gedacht, dass aus meiner Perspektive Heteros “positiv diskriminiert” werden?

    Schwachsinn. Es gibt einfach mehr Heterosexuelle, diese setzen ihre Präferenzen daher auch klar Heterosexuell.

    Das ist keine positive Diskriminierung. Das Gegenteil ist der Fall: Wo auch immer ein Schwuler seine Homosexualität offenlegt, werden ihm Türen geöffnet. Es gibt mittlerweile in deutschen Behörden sogar extra Ansprechpartner für Personen mit gleichgeschlechtlicher Lebensweise.

    Und dann wird einem vorgeworfen man reagiere etwas zu sensibel, wenn irgendwelche Fundis aus der religiösen Ecke mal wieder Theorien auspacken, die nachweislich schädlich und entwürdigend für die Menschen sind, und die zum Ziel haben, den Paragrafen 175 auf einer geistiger Ebene fortzuführen, was jeder “Kritiker” hier bestätigen könnte, würde er sich nur mal herablassen, aus seine heterosexuellen Elfenbeinturm auszubrechen und sich über de Ex-Gay-Bewegung zu informieren, bzw. nur mal den Versuch unternehmen würde sich in vorzustellen, wie es so wäre als Homo durch die Welt zu laufen. Ein Tipp: Fangt bei den Reaktionen eurer Eltern an!

    Ich weiss nicht, ob Homosexualität den Charakter dahingehend beeinträchtig, dass man als Schwuler nicht mehr zu seiner Meinung oder Orientierung steht und sich “seinen” Platz in der Welt erkämpfen mag. Vorstellen kann ich mir das eher nicht.

    Warum sollten Christen Rücksicht auf Schwule nehmen, wenn sie der Meinung sind, dass Homosexualität mit ihrem Weltbild vollkommen unvereinbar ist?

    Warum sollte man sich nicht über homosexuelle Überreaktionen empören? Gilt die Meinungsfreiheit nicht mehr für Gegner von Homosexualität? Nochmal: Ob Homosexualität eine Krankheit ist oder nicht und ob sie “heilbar” ist oder nicht, ist alles andere als bewiesen.

    Da das aber so ist, ist auch weder die eine noch die andere Meinung richtig. Es sind eben Meinungen und nicht Tatsachen (abgesehen von den “religiösen Tatsachen”, die gelten aber natürlich nur für die Personen als “Tatsachen”, die innerhalb dieser Dogmatik argumentieren wollen).

    Natürlich kotzt es mich an, wenn ein paar schwule “Moralapostel” hier oder woanders den Blockwart spielen wollen. Ich würde das den Christen genauso wenig durchgehen lassen.

    Von Wiedereinführung des Homo-Tatbestandes kann doch gar keine Rede sein. Und was soll das Gerede mit “auf geistiger Ebene”? Entweder eine Norm gilt oder sie gilt nicht. Mit auf geistiger Ebene ist da nichts, ich kümmere mich ja nicht einmal um die Einhaltung aller in Kraft getretenen Gesetze, fahre bei Rot über die Ampel, habe verbotene Gegenstände, zahle nicht immer alle Steuern… warum sollte ich mich an alle Gesetze halten? Die Gesetze sind von Politikern beschlossen worden, das sollte doch Grund genug sein sie zu missachten!

    Wer ist so blöd und hält sich daran? ;-)

    Nein, die Fähigkeit zur Norminterpretation, zur Rollendistanz und eine gewisse Ambiguitätstoleranz muss schon jeder selbst mitbringen. Geschenkt gibt es nichts.

    Meinungsunterdrückung nur wegen der Unfähigkeit einzelner ist nicht hinzunehmen.

  37. Rayson

    Du hast das mit dem “freien Diskurs” nicht richtig verstanden. Um den so richtig frei hinzubekommen, müssen natürlich vorher alle repressiven Elemente ausgeschlossen werden.

  38. Adrian

    “Es gibt einfach mehr Heterosexuelle, diese setzen ihre Präferenzen daher auch klar Heterosexuell.”

    Ja, so ähnlich hat man auch 175 begründet. Diktatur der Mehrheit.

    “Wo auch immer ein Schwuler seine Homosexualität offenlegt, werden ihm Türen geöffnet.”

    1.) Elfenbeinturm 2.) Selbst wenn: Gilt das für Heteros etwa nicht?

    “Ich weiss nicht, ob Homosexualität den Charakter dahingehend beeinträchtig, dass man als Schwuler nicht mehr zu seiner Meinung oder Orientierung steht und sich “seinen” Platz in der Welt erkämpfen mag.”

    Plumpes Ablenkungsmanöver. Sie machen ja nicht mal den Versuch den Turm zu verlassen.

    “Warum sollten Christen Rücksicht auf Schwule nehmen, wenn sie der Meinung sind, dass Homosexualität mit ihrem Weltbild vollkommen unvereinbar ist? ”

    Vielleicht weil Religion einen nicht von der Verantwortung entbindet, über den Tellerrand biblischer Vorgaben hinausszuschauen?

    “Gilt die Meinungsfreiheit nicht mehr für Gegner von Homosexualität?”

    Hab ich das behauptet oder gefordert?

    “Von Wiedereinführung des Homo-Tatbestandes kann doch gar keine Rede sein. Und was soll das Gerede mit “auf geistiger Ebene”? ”

    Das ist ganz einfach. Ziel der Homo-Heiler ist die gesellschaftliche Sigmatisierung aller Homosexuellen, als krank. Warum sonst eine Heilung? Und wenn man gesellschaftlich geächtet ist, braucht man keinen Staatsknast um sich den Strick zu nehmen.

    Aber was solls. Das wollen Sie ja eh nicht verstehen.

  39. Die Stimme aus dem Off

    Ja, so ähnlich hat man auch 175 begründet. Diktatur der Mehrheit.

    Unsinn. § 175 a.F. wurde mit Sittlichkeitsgedanken begründet. Mehrheitsverhältnisse spielten da keine Rolle.

    “Wo auch immer ein Schwuler seine Homosexualität offenlegt, werden ihm Türen geöffnet.”

    1.) Elfenbeinturm 2.) Selbst wenn: Gilt das für Heteros etwa nicht?

    Ganz klar und eindeutig: NEIN. Ein heterosexueller Mann hat jedenfalls keinen Ansprechpartner für heterosexuelle Lebensweise.

    Plumpes Ablenkungsmanöver. Sie machen ja nicht mal den Versuch den Turm zu verlassen.

    Im Turm sind wohl eher sie.

    Vielleicht weil Religion einen nicht von der Verantwortung entbindet, über den Tellerrand biblischer Vorgaben hinausszuschauen?

    Hallo? Geht es noch? Verantworung für andere bei der Äußerung der eigenen Meinung? In Fragen der Religion? Wo bitte ist die Verantwortung der Schwulen, (etwas polemisch ausgedrückt) die Gesellschaft nicht zu verschwulen und damit den christlichen Eltern die Erziehung zu erschweren?

    Verantwortung trägt jeder zunächst für sich selbst. Einen so weitgehenden Verantwortungsbegriff, der den Verzicht auf die Äußerung der eigenen Meinung beinhaltet, gibt es nicht.

    Hab ich das behauptet oder gefordert?

    Dazu gleich.

    Das ist ganz einfach. Ziel der Homo-Heiler ist die gesellschaftliche Sigmatisierung aller Homosexuellen, als krank. Warum sonst eine Heilung? Und wenn man gesellschaftlich geächtet ist, braucht man keinen Staatsknast um sich den Strick zu nehmen.

    Aber was solls. Das wollen Sie ja eh nicht verstehen.

    Das Ziel der Schwulenbewegung ist die gesellschaftliche Anerkennung aller Homosexuellen als “Gesund”. Warum sonst keine Heilung?
    Was hat Krankheit mit Ächtung zu tun? Ihre Kritik verrät wesentlich mehr über IHRE Denkweise, als über die der von Ihnen kritisierten Kreise.

    Nicht ganz: Ich verstehe Ihre Argumentation sehr gut und weiss genau, worauf Sie hinauswollen. Ich teile nur Ihre Meinung nicht.

    Im Gegensatz zu den Vertreter der Schwulenbewegung bin ich aber so tolerant deshalb noch lange nicht zu versuchen die Schwulenbewegung an der Verbreitung ihrer Ansichten zu hindern.

  40. Adrian

    “§ 175 a.F. wurde mit Sittlichkeitsgedanken begründet. Mehrheitsverhältnisse spielten da keine Rolle.”

    Nein, natürlich nicht. Die Mehrheit der Heteros hat nur mal eben klar gemacht, dass das Sexleben einer Minderheit gegen die Sittengesetze verstößt.

    “Ein heterosexueller Mann hat jedenfalls keinen Ansprechpartner für heterosexuelle Lebensweise.”

    Sagen Sie, wollen Sie mich veralbern?

    “Verantworung für andere bei der Äußerung der eigenen Meinung?”

    Ja natürlich. So etwas nennt man “Menschlichkeit”, “Respekt”, “Höflichkeit” oder auch “Anstand”.

    “Wo bitte ist die Verantwortung der Schwulen, (etwas polemisch ausgedrückt) die Gesellschaft nicht zu verschwulen und damit den christlichen Eltern die Erziehung zu erschweren?”

    1.) Es gibt keine Verschwulung. 2.) Was wäre denn an einer “Verschwulung” so schlimm?

    “Das Ziel der Schwulenbewegung ist die gesellschaftliche Anerkennung aller Homosexuellen als “Gesund”. Warum sonst keine Heilung?”

    Gut erkannt. Da haben Sie Recht. Und Sie erkennen keinen moralischen Unterschied zwischen diesem Ziel und dem der Fundis?

    “Was hat Krankheit mit Ächtung zu tun?”

    Ihre Naivität ist geradezu rührend.

  41. Die Stimme aus dem Off

    Nein, natürlich nicht. Die Mehrheit der Heteros hat nur mal eben klar gemacht, dass das Sexleben einer Minderheit gegen die Sittengesetze verstößt.

    Die Sittengesetze wurden durch den Einfluss der Kirche erlassen. Das hat nichts mit einem Mehrheitswillen zu tun, der politischen Wünsche der Kirche richten sich doch nicht nach den Mehrheitsverhältnissen.

    Sagen Sie, wollen Sie mich veralbern?

    Schön wäre es. Das ist leider die traurige Realität. Raucher haben einen solchen Ansprechpartner übrigens auch nicht.

    1.) Es gibt keine Verschwulung. 2.) Was wäre denn an einer “Verschwulung” so schlimm?

    Was an einer zunehmenden Christianisierung? Warum sollten die Ideale der Schwuler höherwertiger sein?

    Gut erkannt. Da haben Sie Recht. Und Sie erkennen keinen moralischen Unterschied zwischen diesem Ziel und dem der Fundis?

    Doch natürlich, da besteht ein moralischer Unterschied. Im Moment ist die Mehrheitsauffassung eher pro Schwulenbewegung eingestellt.

    Rechte werden gewährt, gerade um sie gegen herrschende Moralvorstellungen ausüben zu können. Sonst bräuchte man sie nicht.

    “Was hat Krankheit mit Ächtung zu tun?”

    Ihre Naivität ist geradezu rührend.

    Das sind IHRE Wertungen. Die muss nicht jeder teilen.

  42. Heizpilz

    > Ich bin immer wieder erstaunt wie offensichtlich unschuldig sich manche “Kritiker” der Homosexuellen geben, die durchs Leben gehen, mit voller Erektion bei jedem Busen der sie anmacht und mit der Gewähr, nicht wegen ihres “heterosexuellen Lebensstils” blöd angemacht, bespuckt oder verprügelt zu werden.

    Was für ein Gedankengang, LOL.

  43. Adrian

    Noch einmal: Die Mehrheit der Heterosexuellen hat einst entschieden, dass ihre Sexualität legal ist und die der Homos gefährlich und damit illegal zu sein hat. Natürlich unterliegen Sittengesetze auch der Mehrheit, wenn diese Machtausübung nicht durch individiuelle Freiheitsrechte beschränkt werden. Die Ansichten der Kirche waren nun mal mehrheitsfähig.

    “Raucher haben einen solchen Ansprechpartner übrigens auch nicht.”

    Wie kommen Sie denn jetzt auf Raucher? Wir haben von Heteros und Homos gesprochen. Und sie wollen mir weismachen, dass es staatlicherseits keinerlei Ansprechpartner für “heterosexuelle Lebensweisen” gibt? Das kann doch nur ein Witz sein!

    Nichts ist schlimm an einer zunehmenden Christianisierung. Aber das Christentum kann doch kein Freibrief sein für die Verächtlichmachung von Menschen. Ich rede hier nicht von staatlichen Sanktionen. Ich rede von Moral, Humanität – nennen Sie es PC wenn Sie wollen – die gewisse Ansichten gesellschaftlich sanktioniert, weil Sie gegen die Würde udn dei Gleichberechtigung von Menschen verstoßen.
    Nicht jede Meinung verdient die geiche Wertschätzung.

    “Doch natürlich, da besteht ein moralischer Unterschied. Im Moment ist die Mehrheitsauffassung eher pro Schwulenbewegung eingestellt.”

    Sie haben meine Frage nicht verstanden. Noch mal: Sie erkennen keinen moralischen Unterschied zwischen dem Recht eines Mannes mit einem Mann das zu tun, was auch eine Frau darf (oder umgekehrt) und dem was die Fundis wollen?

  44. Adrian

    Ja, Sie können darüber lachen. Ich kann es nicht.

  45. Heizpilz

    Du bist wegen Deines Aussehens dauergefährdet?

  46. jo@chim

    Heizpilz: 1. hör auf ad hominem rumzuproleten & 2. akzeptiere bitte, wenn jemand beim “Sie” bleiben möchte (gehört zu den zivilisatorischen Gepflogenheiten, hast Du das nicht gelernt?). Herzlichen Dank.

  47. Die Stimme aus dem Off

    Doch natürlich erkenne ich einen Unterschied. Ich mache mir nur weder den einen noch den anderen zu eigen.

    Ich halte es sowohl für amoralisch Schwule als “krank” heilen zu wollen, als auch Christen diese “Heilpraktiken” verbieten zu wollen.

    Das ist nicht meine Moral, das ist die der anderen. Ich erkenne sie, teile sie aber nicht. Sexualität ist nun einmal Privatsache. Mich stört schon, dass es dafür politische (Politik kommt von polis, also Gemeinschaft) Initiativen gibt.

    Im Moment geht es nämlich gar nicht über das Recht der Schwulen, das zu tun, was sie wollen. Es geht darum, ob man das als “krank” bezeichnen darf oder nicht.

    Die einzigen, die Freiheit beschränken wollen, sind im Moment die Schwulen.

  48. Adrian

    “Sexualität ist nun einmal Privatsache.”

    Das scheinen sowohl die Homo-Heiler als auch der Staat allerdings nicht so zu sehen.

    “Mich stört schon, dass es dafür politische (Politik kommt von polis, also Gemeinschaft) Initiativen gibt.”

    Tja, was soll man machen? Vom Rumsitzen bekommt man seine Rechte nicht.

  49. Heizpilz

    Ich habe das 1:1 aus seiner Aussage bzw. behauptung oben abgeleitet, dass das so sein muss und darum nachgefragt.

  50. Christian S.

    Erstaunlich, dass die Vernetzung von Liberalen und “Konservativen” in wirtschaftlicher Hinsicht meistens problemlos klappt, obwohl man in Bezug auf Gesellschaftspolitik recht wenig bis keine Gemeinsamkeiten hat.

  51. Heizpilz

    Ach soo, das mit dem spiessigen Duzen bzw. Siezen hab ich ganz überlesen. Billige ad hominem-Kritik überlese ich oft.
    Tja, was soll ich sagen, den Rüffel wg. Duzens hättest Du Dir sparen sollen. Das Du ist absolut üblich im Web, ich bin da wie Dieter Bohlen und duze, kann mir auch nur schwer merken wer mich siezt. Manchmal siezen und duzen sie mich durcheinander, LOL, ich bleib aber – mit Verlaub! – beim Du.
    Heizpilze siezt man normalerweise auch nicht.

  52. Die Stimme aus dem Off

    Das scheinen sowohl die Homo-Heiler als auch der Staat allerdings nicht so zu sehen.

    Wo regelt denn bitte der Staat die Sexualpraktiken?

  53. Rayson

    Hier hat der Heizpilz mal recht.

    Es steht natürlich jedem Blogbetreiber frei, Hausregeln aufzustellen, aber allgemein kennen weder das Netz noch die Blogosphäre ein Siez-Recht.

  54. Rayson

    So problemlos klappt da zwischen Liberalen und Konservativen auch nichts in wirtschaftlicher Hinsicht, außer dem gemeinsamen Feind. Aber für die Konservativen ist der Staat nur dann schlecht, wenn er sich in den falschen Händen befindet und die falsche Politik durchsetzt. Für Liberale ist eher der Staat an sich das Problem und schon der Ansatz falsch, bestimmte Probleme politisch lösen zu wollen. Grob gesprochen.

  55. Adrian

    Der Staat regelt keine Sexualpraktiken, wohl aber Sexualität, wenn auch indirekt, indem er allein die Heterosexualität mit dem Eheprivileg auszeichnet.

    Von der Vergangenheit in Deutschland und der Gegenwart in anderen Staaten möchte ich erst gar nicht reden. Da ist eine Reglementierung von Sexualpraktiken wohl unbestritten.

  56. Die Stimme aus dem Off

    Nur weil in der Ehe auch Sexualität ausgeübt wird stellt das keine Regelung der Sexualität dar.

    Nicht Heterosexualität wird privilegiert, sondern die Verbindung von Mann und Frau. Wer heiraten will ohne Sex zu haben kann das auch.

    Man kann übrigens auch verheiratet und trotzdem schwul sein.

  57. Heizpilz

    Für Ordoliberale und liberale Hardliner ist der Staat nicht schlecht, überhaupt nicht schlecht, sogar ganz gut.
    _Zuviel_ Staat ist schlecht, wobei die Quantität natürlich mit liberaler Verständigkeit zu bemessen ist.
    Äh, zu dem Ansatz “bestimmte Probleme politisch zu lösen”, also dieser Ansatz ist schon richtig, wichtig aber Rahmenbedingungen zu setzen, die effizient sind und als Überbau pflegeleicht. Sozen verstehen die Problembearbeitung durch den Staat ja immer als Arbeitsbeschaffungsmassnahme und scheitern auch an ihren komplexen Lösungsansätzen.

  58. Rayson

    Wenn ich “eher” und “grob gesprochen” schreibe, tue ich das meist nicht ohne Grund…

  59. Adrian

    “Nicht Heterosexualität wird privilegiert, sondern die Verbindung von Mann und Frau.”

    Okay, man könnte natürlich bis in alle Ewigkeit differenzieren, aber summa summarum kommt das doch auf das selbe hinaus.

  60. Heizpilz

    Schon klar, mein Beitrag zielte eher auf die Archivierungs- und Suchdienste des Webs.
    Gibt es überhaupt eine “konservative” Wirtschaftsideologie?

  61. jo@chim

    Ging mir nicht um Recht Rayson, sondern um Gepflogenheiten :-)

  62. Heizpilz

    Wer duzt hat das Recht verwirkt gesiezt zu werden, wenn er anfängt zu siezen, LOL.

    BTW, Duzen ist grundsätzlich als Beleidigung zu werten, kann strafrechtlich verfolgt werden. Allerdings müssen die Umstände stimmen, hier gehts natürlich nicht, unter Bekannten am Stammtisch oder im Sportverein auch nicht.

    Nicht empfehlenswert ist das Duzen von Beamten oder Polizeibeamten.

  63. Die Stimme aus dem Off

    Man kann auch über alle Ewigkeiten generalisieren.

    Das Sexualleben interessiert heute eben nicht mehr. Die Privilegierung von Mann und Frau hat andere Gründe.

  64. Adrian

    “Das Sexualleben interessiert heute eben nicht mehr.”

    Wenn dem so wäre, gäbe es diesen Blogeintrag hier nicht.

  65. Christian S.

    Ich habe ja nicht umsonst “meistens” geschrieben. ;)

  66. Christian S.

    Sozis wissen, dass man nicht alles über den Staat regeln kann. Aber doch so einiges. ;)

  67. Rayson

    Auch eine solche Gepflogenheit ist mir im Netz unbekannt. Wir beide wissen doch, dass es da eine tradicion gibt seit alten Mailbox-Zeiten.

  68. Rayson

    Was ich eben bestreite. (Nicht jede Analogie ist sinnvoll anzuwenden ;-))

  69. Rayson

    Sozis wissen, dass man nicht alles über den Staat regeln kann.

    Und warum wollt ihr das dann trotzdem?

  70. Christian S.

    Hey, Teilsätze aus dem Zusammenhang reißen ist unfair. :P

  71. Rayson

    Ok, dann eben so ;-):

    Sozis wissen, dass man nicht alles über den Staat regeln kann. Aber doch so einiges. ;)

    Allerdings ist die Restmenge so verschwindend gering, dass selbst gestandene Sozis Probleme hätten, sie ad hoc zu definieren…

  72. Christian S.

    Och, ich habe nicht das Gefühl, als gäbe es große Schwierigkeiten in den CDU/FDP-Landesregierungen in wirtschaftlicher Hinsicht.

  73. Rayson

    Es gibt auch keine große Schwierigkeiten in den CDU/FDP-Landesregierungen in gesellschaftspolitischer Hinsicht.

    Woran das wohl liegen mag? Etwa daran, dass CDU-Politiker ebenso wenig “Konservative” sind wie FDP-Politiker “Liberale”?

    Christian, du redest hier mit einem Buchanan-Fan…

    Mal abgesehen davon, dass die wahren wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Schlachten sicher nicht auf Landesebene geschlagen werden…

  74. Heizpilz

    Passt gerade thematisch, LOL:
    http://www.focus.de/panorama/welt/miss-usa-gottesstrafe-zweiter-platz_aid_392393.html

  75. Die Stimme aus dem Off

    Jetzt vermengen Sie etwas:

    1. Der Staat hält sich aus dem Sexualleben heraus.

    2. Die Homo-Heiler sehen den “Sex” ja eher als Krankheit, denn als Sex. Sex ist für die in diesem Zusammenhang ein Symptom und daher zu behandeln. Es kommt denen auch nicht auf pikante Details an, sondern um den – vermeintlichen – Auslöser für das Verlangen nach Sex von einem Mann mit einem Mann. An dem Sex selbst sind diese Leute doch nun wahrlich nicht interessiert.

    Auf Comedy Channel meine ich mal flüchtig die Parodie eines Schwulen gesehen zu haben, der nach eigenen Angaben nie Sex gehabt hätte. Auch der würde bei denen sicherlich ins Raster fallen.

    Die sind doch mehr am “Seelenheil” interessiert, als an dem körperlichen Vorgang.

  76. Adrian

    Comedy Channel – ja, das erklärt vieles, von dem was Sie hier geschrieben haben.

  77. stefanolix

    Die Diskussion ist jetzt aber an einem Punkt angekommen, an dem sie keinen Erkenntnisgewinn mehr bringt. Pragmatisch gesehen: Es gibt mehrere sexuelle Orientierungen (hetero, homo, bi) und es gibt ganz wenige Grundregeln. Die Grundregeln sind festgelegt, um Kinder, sozial Abhängige und schwächere Personen zu schützen.

    Wir haben einen Zustand erreicht, in dem es zumindest nach Recht und Gesetz keine Diskriminierungen mehr gibt und gleichzeitig auch keine Minderheit bevorzugt wird. Das ist im Grunde liberal.

    Dazu gibt es noch einige gesellschaftliche Regeln, die natürlich nicht einklagbar sind. Dazu gehören zumindest Diskretion und Toleranz (wenn man sich nicht zur Akzeptanz durchringen kann). Wer sich wirklich nicht damit abfinden kann, dass es eine nicht-heterosexuelle Minderheit gibt, der mag sich wenigstens an die Grundregeln des Anstands erinnern.

    Aber das ist natürlich nicht einklagbar. Das gesellschaftliche Klima, in dem Hetero- und Homosexuelle leben, wird jeden Tag neu durch das Verhalten und durch die Entscheidungen aller Akteure beeinflusst — auch durch mehr oder minder überlegte Kommentare.

  78. Heizpilz

    > Die Diskussion ist jetzt aber an einem Punkt angekommen, an dem sie keinen Erkenntnisgewinn mehr bringt.

    Mit solchen Feststellungen wäre ich vorsichtig, auch mit der Anmerkung, die ganz am Schluss kam und mich irgendwie – warum eigentlich – an den “sozialen Frieden” erinnert.
    Ansonsten fand ich die Diskussion erfrischend, bin halbwegs beruhigt, dass ich dbzgl. keine Einzelsicht fahre, LOL.

    Ich möchte die Diskussion (für mich) mit einer kleinen Anekdote abschliessen: Vor vielleicht 25 Jahren sah ich Alfred Biolek im Fernsehen im Interview und es kam das Thema auf “positive Diskriminierung”, also bspw. die Frage, ob Witze über Minderheiten (wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht ging es um Behinderte) tunlichst zu vermeiden seien oder eben nicht. Alfred bestand hier zu meiner Überraschung und wenig dem seinerzeitigen Zeitgeist entsprechend, dass Witze möglich sein müssen, die hätten ein Anrecht auf Witze über sie bzw. abstrakter auf Beleidigung, so sein Vortrag.
    Vielleicht ist nicht allen klar, dass pos. Diskriminierung auch Diskriminierung ist.

  79. Adrian

    Hey, Stimme aus dem Off, ich habe für Dich noch ein Beispiel dafür, wie Schwulen Türen geöffnet werden, wann immer sie ihre Homosexualität offenlegen:

    “Am 19.03.2009, gegen 17:30 Uhr, fahren zwei schwule Männer mit der U-Bahnlinie 7 zwischen Hermannplatz und Mehringdamm. Sie sitzen nebeneinander, halten die Hand und geben einander flüchtig einen Kuss. Dann sei ein junger Mann vom anderen Ende des Waggons auf sie zugetreten, habe sich über sie gebeugt und ihnen in ruhigem Ton zugeflüstert, dass er sich jetzt beide gemerkt habe und dass er sie das nächste mal abstechen werde. Es sei für seine beiden Kinder, die mit im Waggon fuhren, eine „Zumutung“, solche „Perversen“ wie sie ansehen zu müssen.”

    http://gaywest.wordpress.com/2009/04/25/zivilisierung-der-messerstecher/

    Gemein, oder? Heteros passiert das in der Tat nicht. Welch Ungerechtigkeit!

Einen Kommentar schreiben

Copyright © 2012 by: antibuerokratieteam.net • Template by: BlogPimp • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.