Als Nieten in Nadelstreifen, Pyromanen oder Gangster werden Entscheider der Wirtschaft von der SPD nicht nur beim NRW Parteitag betitelt, gleichzeitig werden soziale Unruhen herbeigeredet. Kritik an Wirtschaftseliten ist berechtigt und notwendig. Doch die polemische schwarz-weiß Pauschalschelte und Klassenkampfrhetorik von SPD und Linken ist gefährlich. Was kann denn die überwältigende Mehrheit der deutschen Manager für die Entgleisungen des Kreditgeschäfts? Traurig, dass auch die Union etwas leiser die gleichen Töne anschlägt. Vorurteile, Mißtrauen und Hass zu schüren wie die SPD es tut wird unser Land nicht voranbringen.

Das Kalkül der SPD ist klar: Ausgerechnet SPD-Politiker versuchen sich nun als Retter vor dem Wirtschaftschaos darzustellen. Dabei hat die Bundesregierung bzw. der Finanzminister (SPD) bei der Bankenaufsicht doch versagt. Dummerweise haben die staatlichen Landesbanken auch weit größere Probleme als die Privaten. Die Widersprüche bleiben: Die SPD will Managerbezüge deckeln, ex Bahn-Chef Mehdorn soll vom Staatsbetrieb Bahn aber 5 Millionen Abfindung bekommen. Man darf gespannt sein, ob die SPD es schafft mit Ihren Hasstiraden gegen die Wirtschaft zu punkten. In der Krise brauchen viele ein Ventil für ihre Wut. Da ist es einfach, mit dem Finger auf die Manager zu zeigen und sich als Politiker selbst als Lichtgestalt darzustellen.Wenn die Manager an allem schuld sind, brauchen SPD-Politiker im Wahlkampf nicht mehr von eigenen Versäumnissen zu sprechen.