Archiv: Mai 2009

Du bist Terrorist. Go…

31.05.2009 23:24 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 5 Kommentare

“Du bist Terrorist” ist ein außergewöhnlich gutes Video von Alexander Lehmann zum Thema Überwachungsstaat. Da das Video nun bereits zum zweiten Male von Klagen bedroht ist und von Youtube genommen wurde, möchten wir hier die Videodateien spiegeln und alle zum Mitmachen auffordern! Zeigt den Zensoren und ihren Anwälten was Ihr davon haltet!

Die Antwort der Kollegen von der Piratenpartei Deutschland auf die Zensur des Videos Du bist Terrorist. Da sind wir natürlich auch dabei* ;-) Spread the word!

(*AVI, 59,3 MB)

Liberales Gedenken am 42. Todestag von Benno Ohnesorg

29.05.2009 22:17 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 50 Kommentare

Am kommenden Dienstag jährt sich der Tod von Benno Ohnesorg zum 42. Mal. Aus diesem Anlass werden einige Liberale am 2. Juni 2009 um 8.30 Uhr an der Stele für den Ermordeten am Tatort Schillerstraße 29/Krumme Straße 66 in Berlin-Charlottenburg (nähe Deutsche Oper) einen Kranz niederlegen, um der Opfer der SED zu gedenken.

Mit dieser provokanten Aktion soll die Notwendigkeit der Aufarbeitung unterstrichen werden und vom Sympathisantenkreis der radikalen Kreise um die 68er ein kritischer Umgang mit der eigenen Vergangenheit eingefordert werden. Mit dem Schuss des SED-Mitglieds Kurras auf den 27-jährigen Benno Ohnesorg rückt der Gründungsmythos der radikalen Linken in West-Deutschland in ein neues Licht.

Der Initiator des Gedenkens Helmut Metzner zum Hintergrund der Kranzniederlegung..

Wenn Antibürokraten plaudern…

15:00 - Audiovideo, ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 7 Kommentare

Im Rahmen einer beruflichen Mission im Deutschen Bundestag hatte ich die Gelegenheit, mit meinem geschätzten Antibürokratiekollegen Frank Schäffler (FDP-MdB) über dieses (die Libertäre Plattform) und jenes (den Goldstandard) zu sprechen. Herausgekommen ist dieses Video.

Man vergebe mir bitte mein anfängerhaftes Dilettieren in der Rolle des Interviewers. Die Qualität kommender Videos kann nur höher werden.

Nationalstolz? Nein danke!

12:52 - Audiovideo, Money and Fame by Daniel Drungels - 102 Kommentare

Ich bin stolz ein Deutscher zu sein. Bei einer solchen Formulierung rollen sich mir die Fußnägel hoch. Ich habe nie verstanden, wie jemand stolz auf seine Nationalität sein kann. Ich bin stolz auf meine eigenen Leistungen, stolz auf gute Noten im Studium, stolz darauf, dass mich Freunde und Familie als angenehmen Zeitgenossen schätzen, stolz auf einen gelungenen Gig zusammen mit meiner Band oder stolz darauf, dass ich ein ziemlich leckeres Bifteki braten kann. Aber für die Leistungen von Goethe und Schiller, für Sauerkraut und die Pünktlichkeit anderer Menschen kann ich keinen Stolz empfinden. Ich bin nicht Deutschland, ich bin Daniel Drungels.

Für ein klares, verständliches und durchsetzbares Neuverschuldungsverbot

09:59 - Fiat Economy Agnostic by Frank Schäffler - 18 Kommentare

Ich stimme der vorgeschlagenen Grundgesetzänderung nicht zu, weil mir die geplante „Schuldenbremse“ nicht weit genug geht.

Eine Regel im Grundgesetz muss nicht nur klar und leicht verständlich sein. Eine Regel im Grundgesetz muss vor allem durchsetzbar sein. Ist eine Regel des Grundgesetzes nicht durchsetzbar, verlieren die Bürger nicht nur das Vertrauen in diese Regel. Die Bürger verlieren Schritt für Schritt das Vertrauen in das Grundgesetz.

Die derzeitige Regel im Grundgesetz, die Höhe der öffentlichen Investitionen als Obergrenze für die Neuverschuldung zu verwenden, ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist. Aber auch eine neue, potentiell verbesserte Regel ist nur dann mehr wert und besser, wenn sie unabhängig von ihrem Inhalt vor allem durchsetzbar ist.

Der Grundsatz, dass die öffentlichen Haushalte der Länder und des Bundes ausgeglichen sein müssen, findet meine volle Unterstützung. Der vorgelegte Gesetzentwurf zur Änderung des Grundgesetzes enthält jedoch keine Regelungen und Sanktionen, die die Durchsetzung dieses Grundsatzes garantieren. Ohne derartige Sanktionen und Durchsetzungsgarantien befürchte ich, dass die neue, scheinbar bessere Regel in der Realität nicht besser, sondern aufgrund der vergrößerten Differenz von Sein und Sollen sogar schlechter wirkt.

Und sind zukünftig vermehrte Urteile von obersten Gerichten, die Verletzungen der neuen Regel feststellen, wirklich hilfreich? Wer setzt diese Urteile durch? Ohne konkrete Sanktionen und Durchsetzungsgarantien machen wir den Bürgern etwas vor, was wir anschließend nicht halten können.

Beim ersten Mal, da tut’s noch weh. Aber dann sind alle Dämme offen. In dieser Woche hat die Bundesregierung einen erneuten Nachtragshaushalt mit einer Nettoneuverschuldung von 47,6 Milliarden Euro vorgelegt. Dies ist, selbst ohne Schattenhaushalte, die höchste Neuverschuldung der Bundesrepublik Deutschland überhaupt. Es ist daher absehbar, dass die gesamtstaatliche Verschuldung schon in naher Zukunft ein Niveau von 2.000 Milliarden Euro umfassen wird.

Es ist daher nicht glaubwürdig, wenn der Deutsche Bundestag eine Verschuldungsbremse beschließt, die letztlich erst im Jahr 2020 greift. Für die heutigen Schulden ist die heutige politische Generation verantwortlich. Sie ist nur dann glaubwürdig, wenn sie heutige Probleme heute löst und nicht auf übermorgen verschiebt.

Deshalb setze ich mich für ein klares, verständliches und durchsetzbares Neuverschuldungsverbot im Grundgesetz ein.

Dann kaufen wir uns halt Deutschland

Der Weg ist frei dank des deutschen Bundesgerichtshofs: Die Schweiz kann Deutschland aufkaufen. Stück für Stück. Ein paar Bauern rund Schaffhausen fangen schon mal an.

Piraten nach Brüssel

16:09 - dagny's tags by dagny t. - 4 Kommentare

Die Dagny wird bei der Europawahl die Piratenpartei wählen.

Wer LIBERTAS wollte, ist jetzt echt am Arsch

27.05.2009 19:41 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 25 Kommentare

In einem Blogeintrag für die „Freie Welt“ will Hedwig v. Beverfoerde uns weismachen, wer seine Hoffnungen in Libertas Deutschland setzte, könne immer noch AUF (Arbeit, Umwelt, Familie: gleich drei Dinge, auf die ich wann immer möglich verzichte) wählen.

Im nächsten Europaparlament werden die AUF-Abgeordneten mit den Libertas-Abgeordneten aus den anderen EU-Staaten eine gemeinsame Libertas-Fraktion bilden.

Wer in Deutschland seine Stimme Libertas geben will, muß also AUF-Partei wählen.

Dies ist  gaaaanz vorsichtig gesagt ein riesiger Haufen SCHAFSCHEISSE… Eine Partei die, wie die AUF, Wurfprämien fordert ist a priori unwählbar. Zum Glück hat der Chirurg für‘s Grobe, Dr. Chaos, es auf sich genommen, das Wahlprogramm dieser fragwürdigen Vereinigung zu sezieren, so dass nur sein Fazit zu zitieren bleibt:

Die AUF-Partei ist ein Hort der Polit-Esoterik, der den “Violetten” in nichts nachsteht und gegenüber dem die APPD (die leider nicht zur Europawahl antritt) als Inbegriff von Vernunft und Seriosität erscheint

Und ich werde in Ermangelung einer deutschen Libertas zwischen Nichtwahl, Piraten und FDP lavieren, bis es soweit ist.

A Libertarian Case for War

26.05.2009 16:25 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 77 Kommentare

In einer Diskussion auf Facebook schrieb ich folgendes Bruchstück zur Frage, wie Liberal die Befürwortung des ISAF-Einsatzes der Bundeswehr sei, dessen Überarbeitung ich den Lesern des A-Team nicht vorenthalten will

Meister, Absteiger, Eigentore und was sonst noch passiert ist

25.05.2009 13:49 - dagny's tags by dagny t. - 3 Kommentare

Gratulation zur Titelverteidigung: Horst Koehler gewinnt knapp aber souveraen in der ersten Halbzeit der Bundespraesidentenwahl. Die zweite Halbzeit und Verlaengerung wurden garnicht erst angepfiffen.

Rekordmeister Bayern wird Zweiter und bewahrt sich das Sieger-Gen in einer verkorksten Saison.

Rekordmeister USA droht der Entzug des dritten Champions-League Startplatzes. Eine Abwertung in der Standard&Poors Rangliste von AAA duerfte Teamchef Obama vor grosse Probleme stellen. Eine allzu lockere Einkaufspolitik wird dadurch nicht möglich, das Team muss aus eigener Kraft gewinnen.

Ein Eigentor erzielten die Gewerkschaften: Wurde gestern noch die Gruene Post mit dem Mindestlohn, einem Elfmeter nach klarer Schwalbe, erledigt, kuendigt die Gelbe Post an, neue Mitarbeiter nicht mehr nach Tarif zu bezahlen bzw. Briefdienstleistungen outsorcen zu wollen. (FAZ, Printausgabe Sa 23.5. S. 17, link)

Was interessiert mich die erste Halbzeit? Diese Frage geht an die Politik. Plaene das Aktienrecht zu verschaerfen sind auf Kritik gefallen, ein kritischer Brief von zwoelf Vorstaenden boersennotierter AGs an die Regierungsfraktionen wird verhoent. Eine Wechselsperre von 3 Jahren zwischen Vorstand und Aufsichtsrat? Wo blieb die Wechselsperre fuer verdiente Altpolitiker, die weggelobt werden muessen? (FAZ, ebenda, S.13).

Die Randale nach der Begegnung am 2. Juni 1967 fussten auf einer Fehlannahme, wie neue Unterlagen belegen. Der Mitspieler mit der Pistole hatte einen Vertrag bei der anderen Mannschaft, wie nun bekannt wurde. An der Illegalität der entstandenen Krawalle ändert das aber nichts.