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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Spendensammlung für Wiefelspütz

dagny t., 11.05.2009

was soll denn ein “Computer” sein, was soll “Internet” sein?

Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend.

Dr. Wiefelspütz, MDB, SPD, Innenausschuss, Jahrgang 42, zitiert nach Abgeordnetenwatch.de

Wie wäre es mit einer Spendensammlung um dem Richter a.D. einen Computerkurs zukommen zu lassen?

Nachtrag: Wiefelspütz schreibt weiterhin u.a. in der selben Diskussion auf Abgeordnetenwatch.de

Ich bestimme selber, ob und wie ich bei abgeordnetenwatch antworte. Nicht Sie.
[...]
Ich äußere mich nämlich in deutscher Sprache, klar, deutlich und allgemeinverständlich.

Und das ist meines Erachtens nach nicht mehr ironisch sondern frech und arrogant für einen gewählten Volksvertreter. Oder sehen die A-Team-Leser das anders?



27 Kommentare zu “Spendensammlung für Wiefelspütz”

  1. jfl

    Vielleicht ist es manchmal besser gar nichts zu bloggen, als stumpfsinnige 1-Satz ‘posts’ mit zudem noch voellig aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten. Man will auf AntiB. sinnige Kommentare lesen, nicht peinliches Teenagergebrabbele. Verdirbt einem ja den ganzen Spass an der Webseite.

  2. Rayson

    Vielleicht sollte die liebe dagny sich besser vorher selbst einen Kurs gönnen, und zwar einen über die Anwendungsformen und Anlässe von Ironie? ;-)

  3. Dagny

    Die weiteren Ausserungen von Wiefelspütz auf Abgeordnetenwatch.de lesen sich für mich eher arrogant denn ironisch. Kann mich natürlich auch täuschen und komme gern auf das Angebot zurück ;)

  4. Rayson

    Nee, wirklich, wenn jemand so dreist wäre und mir im Stile eines Lehrers Computer- und Internetkenntnisse abfragen wollte, würde ich auch entweder ausfallend oder ironisch antworten. Die erstere Option steht einem Politiker aber nicht offen.

    Und sag mal ehrlich: Du hast doch nicht etwa eine Sekunde wirklich geglaubt, Wiefelspütz wüsste nicht, was ein “Computer” ist, weil er, wie wir hier alle, aus dem vorigen Jahrhundert stammt?

  5. Dagny

    Ich war mir nicht so sicher. Judex non Calculat sagt man so schön. – Für sich alleine gestellt hätt ichs lustig gefunden, aber in dem Kontext ist es nur arrogant. Gut, ich bin aus dem angelsächsischen einen wesentlich lockeren Umgang mit solchen Fragen gewöhnt. – Liegt vielleicht daran, dass Deutsch eine schlechte Sprache ist um eine (zugegeben idiotische) Frage locker flockig abzufertigen?

  6. Rayson

    Ich glaube nicht, dass es an der Sprache liegt, sondern am Eingeübten. Der angelsächsische Umgangs- und Diskussionsstil ist m.E. ein ganz anderer als der deutsche, viel vorsichtiger und indirekter (zumindest unter Menschen, die als kultiviert gelten wollen).

  7. DF

    Wir sind nur so gut wie unsere Kommentatoren.

  8. jo@chim

    Zusammen mit Deinem Nachtrag würde ich es jetzt auch verstehen, selbst wenn ich nicht vorher Deinen Facebook-Eintrag gelesen hätte ;-)

  9. Dagny

    Gutgut, das partielle Unverständnis beim Leser hebe ich mir für andere Themen auf. Hab mir es die Tage schon verkniffen, das hier zu kommentieren:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,623652,00.html

  10. Uwe Richard

    Die Antwort Wiefelspützens auf die dummdreiste und impertinente Frage des Herrn Hipp ist meiner Meinung nach recht milde, aber dennoch nicht ohne Humor ausgefallen. Was sollte der Mann auch sonst antworten.

    Außerdem finde ich den Beitrag “Spendensammlung für Wiefelspütz”, wohlwollend formuliert, überflüssig.

    Mit freundlichen Grüßen

  11. Schlens

    Die Frage waere dummdreist und impertinent, wenn Herr Wiefelspuetz durch seine Forderungen nicht den Eindruck erwecken wuerde, dass er von der Sinnlosigkeit der Voschlaege nichts weiss. Insofern ist die Frage durchaus berechtigt, wenn auch nicht unbedingt geschickt formuliert.
    Was Sie von diesem Beitrag hier halten, ist Ihre Meinung. Ich habe dazu eine andere, die sich nach dem Lesen des verlinkten Frage-und-Antwortspielchens eher bestaetigt als entkraeftet hat.

  12. Uwe Richard

    inwiefern würden _Sie_ Ihre fachliche Kompetenz im Bereich von Computer- und Internettechnologien beschreiben, Herr oder Frau Schlens?

    Haben Sie besondere Kurse besucht oder sich sonst auf anderen Wegen fortgebildet?

    Was ist ein DNS oder TLD, Herr oder Frau Schlens?

    X

    Sie wollen mir doch nicht einreden, Herr oder Frau Schlens, dass das als sinnvolle Fragen gewertet werden kann, oder mir allen Ernstes auf so einen Blödsinn vernünftig antworten?

    ———————————————————-

    >Was Sie von diesem Beitrag hier halten,
    > ist Ihre Meinung.

    Vielen Dank, dass Sie mir gestatten zu einem von mir gewählten Thema eine eigene Meinung zu haben und zu vertreten.

  13. stefanolix

    Die Große Koalition steht für eine Politik der immer stärkeren Überwachung, der Zensur, der Vorratsdatenspeicherung und der Einschränkung von Bürgerrechten. Viele (auch liberale) Kommentatoren bringen das mit Personen wie Wolfgang Schäuble oder Ursula von der Leyen in Verbindung.

    Aber zu einer Großen Koalition gehören immer zwei. Und auf der SPD-Seite war in vielen Fällen der Herr Wiefelspütz federführend und aus meiner Sicht voll mitverantwortlich für die Beschlüsse. So würde ich diesen Herrn auf einer Frage- und Antwort-Plattform zwar auf keinen Fall so angehen, aber ich kann seit einiger Zeit nachvollziehen, dass Leute beim Betrachten dieser Politik zynisch und grob werden.

  14. daniel

    Höflichkeit(sfloskeln) und Zurückhaltung kennt die Deutsche Sprache aber auch. Zudem ist “Ironie” im geschriebenen Deutsch eher selten zu finden – es sei denn der Kontext lässt nichts anderes zu. Deswegen schockiert mich die Antwort schon.
    Erklären kann ich mir das nur damit dass er der Frage – “Wie informieren Sie sich…” – ausweichen will.

  15. stefanolix

    PS: Jeder drückt eben auf seine Weise aus, was er so von einzelnen Akteuren hält ;-)

  16. benpal

    Wenn man sich die Antwort von Wiefelspütz zusammen mit vielen seiner anderen Antworten ansieht, vermittelt er den Eindruck eines arroganten besserwissenden Ideologen, Als Jurist sollte er wissen, dass Paintballspiele nicht sittenwidrig sind. Er ist aber auch nicht einmal bereit, seine Argumente sachlich zu begründen. Er scheint nicht zu wissen, dass er nicht sich selbst, sondern die Bürger seines Staates zu vertreten hat.

  17. tigger

    Den Typ ledert auf abgeordnetenwatch so richtig ab. Mein Favorit war diese Antwort:

    Sie werden hinnehmen müssen, daß der Gesetzgeber in Sachen Vorratsdatenspeicherung anderer Meinung ist als Sie. Vorratsdatenspeicherung hat mit Terrorismusbekämpfung relativ wenig zu tun. Ich wäre für die Vorratsdatenspeicherung auch dann, wenn es überhaupt keinen Terrorismus gäbe.

    Schlapphüte würden SPD wählen :)=

  18. Alrik

    nun, eins muß man ihn lassen – er lässt sich nicht jeden Scheiß gefallen.
    Und er ist lernfähig, beim Paintball rudert er schon zurück.

  19. Christian S.

    Ich bin echt kein Wiefelspütz-Fan. Aber, liebe Dagny, Textverständnis scheint nicht Deine Stärke zu sein. Wie kann man ernsthaft glauben, ein Mensch, der auf einer Webseite (!) Fragen beantwortet, wisse nicht, was das Internet (!) ist?

  20. Hardy

    Das Domain Name System ist vergleichbar mit der Telefonauskunft, Name eingeben und die Nummer wird geliefert. Was eine Top Level Domain ist sollte eigentlich auch für jeden normalen Menschen heutzutage zu verstehen sein, ausgenommmen er ist ein geistig zurückgebliebener Vollidiot!

  21. Rayson

    Kein Politiker braucht das zu wissen, um vernünftige Entscheidungen treffen zu können. Aber allein die schulmeisterhafte Abfrage verdient keine echte Antwort.

  22. Uwe Richard

    > … vermittelt er den Eindruck eines
    > arroganten besserwissenden Ideologen

    Absolut. Der Mann ist herrisch, selbstverliebt und mir unsympatisch; aber auf dämliche Fragen muss ihm auch erlaubt sein, adäquat zu reagieren.

    > Er scheint nicht zu wissen, dass er nicht sich selbst,
    > sondern die Bürger seines Staates zu vertreten hat.

    Das halte ich für einen Trugschluss. Politiker vertreten hierzulande ausschließlich sich selbst (sind an keine Weisung gebunden), bzw. ihre Klientel — und das ist meist eben nicht “der Bürger”.

  23. FAB.

    Was habt ihr, Richter a.D. sagt doch alles. Wobei die Fähigkeit zu einer straffen Verhandlungsführung bei einem Richter ohne weiteres als Tugend anzusehen ist. Von einem Volksvertreter erwarte ich aber anderes als von einem Richter. Letzterer ist in der Tat “Obrigkeit” und muß ab und zu auch so agieren. Ein Abgeordneter nicht.

  24. Hardy

    Zu 1.: Sofern er Entscheidungen dieses Gebiet betreffend fällen will so sollte er damit auch vertraut sein.
    Zu 2.: Zustimmung.

  25. Rayson

    Zu 1.: Diese Forderung würde, auf alle anderen Gebiete auch übertragen, Supermann-Fähigkeiten verlangen. Aus meiner Sicht ist die Aufgabe eines Politikers nicht, möglichst viele technische Details zu wissen, sondern Politik zu machen. Bei der Frage, ob etwas machbar ist oder nicht, darf und soll er sich auf Experten verlassen. Die Frage, ob es gemacht werden soll, das ist diejenige, mit der er sich zu beschäftigen hat. Und eigentlich auch die Frage, die uns beschäftigt.

  26. Hardy

    Politiker die sich blind auf die Ansicht sogenannter “Experten” verlassen, ohne selbst eine Ahnung vom Thema zu haben, sind der Grund warum es in Deutschland immer mehr bergab geht.

  27. Rayson

    Wenn du meinst… Meine Diagnose wäre eine andere.

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