Man wirft über einem Waldbrand so lange Dollars ab, bis das Feuer von selber ausgeht.

Sinngemäss zitiert aus Sebastian Junger, „Feuer – Brennpunkte der Welt“. (welches ich hiermit dem geneigten Leser empfehlen möchte, auch wenn das Buch schon etwas älter ist. Sebastian Junger dürfte durch das (verfilmte) Buch „Der Sturm“ bekannt sein.

Junger berichtet von den Brennpunkten der Welt. Angefangen bei Feuer-Springern im Mittleren Westen der USA, von wo das ironisch zu verstehende Zitat stammt, über den Zypern-Konflikt, das Kosovo, Kaschmir und eine Reportage aus Afganistan.

An das Zitat hat mich der Bericht bei Klaus Peter Krause über die Wirtschaftskrise bzw. die Wirkungslosigkeit der Konjunkturprogramme erinnert.

Homburgs Fazit in seinem Vortrag beim Kolloquium: Non-Aktionismus wäre besser gewesen, gesiegt hat allgemeine Gier, gesiegt hat das Partialdenken der Volkswirte, und dies ist eine Niederlage der Nationalökonomie. Er hält es auch für unerklärlich, warum Konjunkturprogramme in den ungleich schwierigeren Jahren 2001-2004, als die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf über 5 Millionen gestiegen war, kein Thema gewesen sind. Aber jetzt bei rund 3,5 Millionen Arbeitslosen lägen die Nerven blank. Oder mit anderen Worten: Die Konjunkturprogramme taugen nichts und sind daher nicht gerechtfertigt, schon gar nicht in diesem Ausmaß.

(Fussnote:)
Nachtrag und Anmerkung: Klaus Peter Krause gibt der inversen Zinsstruktur Schuld an der Krise. Die Argumente dafür klingen sehr nachvollziehbar. Dennoch neige ich dazu, darin nicht die Ursache, sondern nur ein Symptom zu sehen. Krisen, die aus dem Platzen einer (Spekulations-) Blase entstehen, sind wohl das Risiko einer freien Gesellschaft.