In einer Diskussion auf Facebook schrieb ich folgendes Bruchstück zur Frage, wie Liberal die Befürwortung des ISAF-Einsatzes der Bundeswehr sei, dessen Überarbeitung ich den Lesern des A-Team nicht vorenthalten will:

Die Islamisten sind in ihrem totalen, weltweiten Dominanzanspruch langfristig eine negative Externalität für jede Gesellschaft, die sich einigermaßen frei schimpfen kann. Ihre erklärte und immer wieder verwirklichte Absicht ist es, freie Gesellschaften wegen ihrer bloßen Existenz anzugreifen. Das mal kriegerische, mal kriminelle Vorgehen Djihad ist ihrerseits global deklariert und initiiert worden. Entsprechend ist der Raum der legitimen Gegenaktivität weltweit.

Den zur Zeit islamistisch unterjochten Gesellschaften die Möglichkeit zu eröffnen, sich mit der Welt im freien Austausch zu verbinden, ist ureigenes Interesse des Freien Westens. Es ist das gute Recht (nicht die Pflicht) einer  freien Gesellschaft aus  Transferempfänger und Kriegsgegner auszuschalten, auf dass sie Handelspartner werden können.

Die Bundeswehr wird in diesem Kontext nicht als Armee eingesetzt und darf bestenfalls als Staffage zur Bündnisberuhigung agieren. Mit einer langfristig (20 Jahre+) angelegten offensiven Counter-Insurgency-Strategie (vgl. Petraeus-Doktrin bestünde die Chance, die Voraussetzungen für die genannte Veränderung zu schaffen. Solange der politische Wille nicht vorhanden ist, die Auseinandersetzung mit dem Djihadismus in Afghanistan als Krieg zu führen und zu kommunizieren, ist der Einsatz der Bundeswehr überflüssig.