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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Lieber ein Schönes Wochenende

Daniel Fallenstein, 01.06.2009

Ich habe mich entschieden. Zwar kann ich nicht behaupten, dass es mir unwichtig sei, wie die Parteiliberalen bei den Europawahlen Wahlen zum EU-Parlament* abschneiden, aber noch bin ich nicht so weit … Quatsch! … noch ist die FDP nicht so weit, dass ich anderen empfehlen kann, sie zu wählen.

Ich bin immer noch guter Hoffnung, dass sie sich bis zu den Bundestagswahlen weiter an konsequent liberale Positionen angenähert haben wird.

* Die EU ist nicht Europa.



38 Kommentare zu “Lieber ein Schönes Wochenende”

  1. Die Stimme aus dem Off

    Auch losgelöst vom Inhalt möchte ich Dir ein großes Lob aussprechen:

    Mir gefällt dieses neuere verstärkte Bloggen mit Videoinhalten ausgesprochen gut. Ob ich Europaskepsis immer so teilen kann, sei mal dahingestellt (die Problematik ist einfach viel zu umfangreich, um sie im Rahmen gelegentlicher Beiträge auf einem Blog ernsthaft angehen zu können). Aber auch ich lehne es ab meine Zeit mit dieser Veranstaltung zu vergeuden.

  2. Dirk

    Du hast es auf den Punkt gebracht! Auch ich werde aus demselbem Grund nicht zur Wahl gehen.

  3. Dagny

    Meine (momentane) Firmen-Firewall lässt youtube nicht immer durch. Wollte ich mal anmerken. Manche Clips gehen, andere nicht. Dieser zum Beispiel aber schon.

  4. Christian S.

    Na hoffentlich lesen den Wahl-Nichtaufruf viele FDP-Wähler. ;-)

  5. Daniel Drungels

    Blödsinn. Wenn Du keine der Parteien legitimieren willst, dann gehst Du zur Wahl und streichst alles durch. Dann wird deine Stimme gezählt aber keine Partei kann sie für sich verbuchen. Das ist ein Statement. An der Tatsache, dass Du nicht wählen gehst kann man nicht ablesen, ob Du keine Partei unterstützen willst oder einfach nur zu faul bist…

  6. Max

    Richtig, schön wäre auch ein letzter Punkt auf dem Stimmzettel:

    - None of the above

  7. Christian S.

    Nach gängiger Lesart werden Nichtwähler als “Zufrieden mit dem Status Quo” verbucht. :-D

  8. Die Stimme aus dem Off

    Interessant. Ich muss also wählen gehen, um nicht zu wählen?

  9. tigger

    Das befürchte ich auch. Das beste wäre eine Partei zu wählen, die allen gegen den Strich geht, aber damit setzt man auch wieder ein falsches Signal.

  10. Daniel Drungels

    Naja, im Idealfall liegt die Wahlbeteiligung dann bei 100% und keine Partei hat eine Stimme bekommen ;)

  11. Die Stimme aus dem Off

    Maßgeblich ist wie gezählt, nicht wie gewählt wird.

    Darauf habe ich aber so oder so keinen Einfluss. Und außerdem ist mir auch egal, wie man das Ergebnis interpretiert.

    Es ist mir wirklich total egal.

  12. Epameroi

    Wer nicht wählt, unterstützt die Partei, die ihm am fernsten liegt.

  13. Daniel Fallenstein

    Ergo: Egal was ich tue, ich unterstütze die Sozialisten aller Parteien.

  14. Die Stimme aus dem Off

    Lass’ Dich nicht einlullen. Nichtwählen bedeutet nichtwählen. Was irgendwer, irgendwie, irgendwann daraus macht, kann Dir doch egal sein.

    Mir ist es das jedenfalls.

  15. Rayson

    Ich bin wahrscheinlich zu altmodisch, aber ich mag diese ganze Video-Chose nicht. Vielleicht als nett gemachte Zugabe, aber nicht mit der eigentlichen Botschaft.

    Ich empfinde solche Videos als Entmündigung des Informationsempfängers: Hat dieser bei einem Text wenigstens noch die Wahl, wie schnell er ihn liest, an welchen Stellen er genauer hinschaut, wann er mal kurz zum Überlegen inne hält und ob er zwischendurch vielleicht mal kurz zurückspringt, zwingt ihm das Video dessen eigenen Takt auf.

    Auch für die Diskussion sind Videos ein Rückschritt: Wenn man daraus Aussagen zitieren will, um in einem Kommentar darauf einzugehen, muss man sie erst parallel zum Gesagten mitschreiben. Falls man überhaupt so schnell ist.

    Erst wollten die Blogger alle Zeitung machen, jetzt wohl Fernsehen.

    Videos haben aber einen Vorteil: Sie eignen sich besser zur Manipulation.

    Zum Thema selbst: Als Baden-Württemberger, der gleichzeitig noch sein Kommunalparlament zu wählen hat, kann ich der Empfehlung nicht komplett folgen. Ich werde aber aus genau den im Video genannten Gründen wohl irgendeine mehr oder weniger sinnvolle Art wählen, eine ungültige Stimme abzugeben.

    Leicht OT (jetzt fange ich auch schon so an…): A propos B-W-Kommunalwahl. Das ist die erste, die ich in diesem Bundesland mitmache, und ich stelle leicht amüsiert fest, dass hier eine DDR-Errungenschaft zur Geltung kommt: Man kann seine Stimme abgeben, indem man einfach nur einen Wahlzettel faltet und in die Urne wirft. Eines Kreuzes bedarf es gar nicht. Natürlich ist der Clou, welchen Zettel man nimmt, denn jede Liste hat einen eigenen. Man hat vorher schon das ganze Bündel per Post nach Hause bekommen, um seine 48 Stimmen in aller Ruhe auf alle Bewerber verteilen zu können. Wenn man sie aber komplett einem Listenvorschlag geben will, muss man eben nur das entsprechende Blatt mitbringen und in die Urne befördern.

  16. Epameroi

    Mir ist es nicht egal.
    Historische Beispiele, warum es einem nicht egal sein sollte, gibt es zuhauf

  17. Oliver.Beckmann

    Rayson, d’accord.

    Auch ich möchte an dieser Stelle den Wunsch äußern, wieder mehr geschriebenes hier zu finden. Darin seit Ihr gut. Haltet doch daran fest.

  18. twex

    Und an der Tatsache, daß du auf dem Stimmzettel herummalst, kann man nicht ablesen, ob du keine Partei unterstützen willst oder einfach nur zu blöd bist, eine gültige Stimme abzugeben.

    Sowohl die ungültige als auch die nicht abgegebene Stimme können im Medienzirkus mithin beliebig gedeutet und ausgeschlachtet werden.

  19. sozialistischer staatssklave

    mit dem nicht hingehen, ist es nicht getan. duu musst auch deine meinung kund tun. dies erreicht du unmissverständlich in dem duu ungültig wählst.

    obwohl, es wäre schon reizvoll zu sehen was passieren würden wenn so deppen parteien wie tierschutzpartei, partei bibeltreuer christen, AUFpartei & co. plötzlich legitimation zum herrschen erhalten. sehr schnell würden sie ihre überzeugungen über bord werfen und zu machtgeilen mainstreamparteien mutieren.

    und dass sich die fdp hin zum liberalismus bekennt, darauf kannste warten biste schwarz wirst. dies wäre doch das ende des beamten apparates mit all seinen schönen (a16er)stellen! nee, das will nun wirklich keine partei.

  20. Daniel Drungels

    So’n Quatsch. Bei einer hohen Wahlbeteiligung und wenig abgegebenen Stimmen, ist klar, dass die Bürger sich für die Wahl interessieren und dass ihnen das Angebot nicht zusagt. Außerdem verringern sich dadurch die Prozentanteile der Paarteien, die Stimmen bekommen.

  21. jo@chim

    Wären die nix für Dich, Daniel? ;-)

  22. R.A.

    > aber ich mag diese ganze Video-Chose nicht.
    Dem schließe ich mich an.
    Es mag noch in manchen Ausnahmen sinnvoll sein, wenn man wirklich etwas zeigen will – aber Texte will ich lesen.

  23. Christian S.

    Eine ungültige Stimme wird meines Wissens genau so verrechnet wie eine nicht abgegebene Stimme. Auf die Wahlkostenerstattung und die Prozentzahlen hat das keinen Einfluss.

  24. Die Stimme aus dem Off

    Also ob wählen etwas daran geändert hätte. Nicht das Wahlverhalten, sondern das Zählverhalten entscheidet die Wahl.

    Durch die Teilnahme an diesem System legitimiert man es. Solange man es durch Teilnahme untersützt, solange ändert man auch nichts. Die Abgeordneten werden von sich aus nämlich niemals darauf kommen mehr direkte Demokratie zu wagen. Warum auch?

    Außerdem gilt es auch mal ein wenig Vertrauen in die Korruptheit der Demokratie zu setzen. Egal wer gewählt wird, er wird käuflich oder unter Druck zu setzen sein. Oder will mir jemand erzählen ich müsste Angst haben, weil mich “erstklassige” und “charakterfeste” Menschen von Rot/Grün/Schwarz/Gelb/Bunt nicht mehr gegen meinen Willen “repräsentieren”? :-)

  25. Die Stimme aus dem Off

    :-)

    Ja, die Theorieszene…

    lass’ Dich beruhigen: Du darfst auch weiterhin frei entscheiden Dir die Videos anzuschauen oder es sein zu lassen. Man kann auch Videos mit einer gebotenen Distanz betrachten und inhaltlich manchmal viel mehr mit ihnen vermitteln, als es mit Texten jemals ginge. Zumal in einer Primitivsprache wie Deutsch, in der man meint sich differenziert auszudrücken, wenn man noch ein paar Worte mehr verwendet. :-)

    German behaviour at its best. :-)

  26. Daniel Drungels

    Ich habe mich gerade beim Bundeswahlleiter erkundigt und muss feststellen: Du hast Recht. Ungültige Stimmen werden behandelt wie nicht abgegebene Stimmen, d.h. sie haben keinen Enfluss auf das Wahlergebnis.

    Ich entschuldige mich für diese Fehlinformation.

  27. Daniel Fallenstein

    Ich kann mich in bewegten Bildern doch ein klein wenig eloquenter artikulieren als ohnehin mit dem geschriebenen Wort. Und ja, ich habe in den letzten Monaten sehr viel darüber gelernt, wie man bei Videos die Wahrnehmung der Zuschauer …ähm… „lenkt“. (vgl.: http://vimeo.com/4953194 ) Aber letztenendes ist es –so wie Text– ein Angebot das wahrzunehmen niemand gezwungen wird. :-p

  28. Christian S.

    > Ich habe mich gerade beim Bundeswahlleiter erkundigt
    Echt jetzt? Falls ja, Respekt für die schnelle Antwort an den Bundeswahlleiter. ;)

  29. dagny t.

    Das ist richtig. Nur macht eine ungültige Stimme klar, dass man nicht zu faul war den allerwertesten in das Wahllokal zu bemühen und ein Kreuz über den ganzen Wisch zu machen.

    Einzig das ist der Punkt – ich lass mich nicht gern in die Schublade “politverdrossener, dummer Ignorant” stecken. Es muss schon die Schublade “Zu doof den Zettel richtig auszufüllen sein”

    *lol*

  30. Rayson

    Aber letztenendes ist es –so wie Text– ein Angebot das wahrzunehmen niemand gezwungen wird.

    Sehe ich da etwa gewisse Probleme, Feedback anzunehmen? ;-)

    Meine Vermutung ist ja, dass die meisten, die wie ich davon nicht so viel halten, mit der Ausübung dieses Rechts zufrieden sind. Mehr als zwei von den bisher hier veröffentlichten und verlinkten Videos habe ich mir jedenfalls nicht angeschaut, und ein Bedürfnis nach mehr haben sie nicht hervorgerufen.

    Aber Unternehmen geben normalerweise Unsummen aus, um zu erfahren, warum bestimmte Angebote nicht wahrgenommen werden. Wenn ich jetzt den lieben Kollegen mal einen Gefallen tue und meine Gründe formuliere, die vielleicht auch die von anderen sind, dann freut euch über die kostenlose Marktforschung und missversteht das nicht als Geltendmachen eines Anspruchs. Diese Denke, dass der Kritiker darauf besteht, umgehend seine eigene Präferenz umgesetzt zu sehen, ist anscheinend eine Konstante allerorten.

  31. Rayson

    Ach ja, eins noch:

    Ich kann mich in bewegten Bildern doch ein klein wenig eloquenter artikulieren

    Senderorientierte Kommunikation – auch eine Frage der Präferenzen ;-)

  32. Daniel Fallenstein

    Natürlich denke ich auch ein wenig über mein Publikum nach. Aber wäre ich Blogger, wenn ich es nicht aus meinem Mitteilungsbedürfnis (≠ Bedürfnis wahrgenommen zu werden) täte?

  33. Rayson

    Ich sage ja: Alles eine Frage der Präferenzen…

  34. Medea

    Also mir gefallen die Violetten auch, klingt so herrlich irre “spirituelle Politik”.

  35. Daniel Drungels

    Die Dame am Telefon im Sekretariat war auch sehr nett.

  36. stefanolix

    Wir hatten doch neulich die Diskussion über die Weizsäcker-Rede. Du hattest das Video (in mehreren Teilen) verlinkt. Das erste, was ich getan habe: ich habe nach dem Redetext gesucht. Ich will doch wissen, was er gesagt hat und erst in zweiter Linie, wie er es gesagt hat. Und ich bin im Lesen ungleich schneller als im Anschauen einer Rede in fünf Youtube-Video-Teilen.

  37. Medea

    “Und ich bin im Lesen ungleich schneller als im Anschauen einer Rede in fünf Youtube-Video-Teilen.”

    So geht es mir auch, ich lese wesentlich schneller.

  38. Die Stimme aus dem Off

    Einzig das ist der Punkt – ich lass mich nicht gern in die Schublade “politverdrossener, dummer Ignorant” stecken. Es muss schon die Schublade “Zu doof den Zettel richtig auszufüllen sein”

    Naja, dann steckt man Dich eben in die Schublade “politikverdrossener Idiot, der aufsteht und zur Wahl geht, nur um nicht von jemanden zur ersten Gruppe gezählt zu werden.” :-)

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