SPD: Neid, Missgunst, Undank
Mal sehen, ob die Union aus der Schröder-Hetze gegen Kirchhof gelernt hat. Der SPD fällt mal wieder nichts inhaltliches ein, nichts sinnvolles, nichts produktives ausser Neid und Missgunst gegenüber v. Guttenberg.
Wie fühlt man sich eigentlich so als SPD-Anhänger, wenn von den Genossen immer nur Neid, Missgunst, Undank, Eifersucht kommuniziert wird?
Aber wer ist schon John Galt. Niels Annen sicher nicht.
Appropos Abwrackminister: Würden die SPD-Minister persönlich in den neuen Opel-Konzern investieren, sagen wir mal ihre Pensionen an den wirtschaftlichen Erfolg oder die Zahl der Arbeitsplätze in den nächsten 5 Jahren binden?







Ich weiss nicht. Wenn die SPD sich entscheidet diese Blendgranate im Wahlkampf vorzuführen, dann hat sie meinen Segen. Was hat er denn geleistet, außer durch die Welt zu reisen?
Sein Verhalten gegenüber den US-Unterhändlern war jedenfalls unter aller Sau und durchaus kritikwürdig.
Professor Kirchhof war ein Experte und wollte (nach meinem Eindruck) nie wirklich ein Politiker werden, sondern lediglich ein vernünftiges und vereinfachtes Steuersystem einführen. Wirtschaftsminister Guttenberg ist Polit-Profi und weiß sich zu wehren. Wenn er das nicht kann, ist er nicht auf dem richtigen Posten.
Ich weiss gar nicht, ob die Unterstützung von Unternehmen mit Steuergeldern bei den SPD-Mitgliedern gut ankommt.
Potentielle SPD-Wähler sind doch Neidwähler, wenn die sehen, dass andere Unternehmen unterstützt werden als die bei denen sie arbeiten, dann wählen die doch sicherlich nicht SPD, oder?
“Ich weiss gar nicht, ob die Unterstützung von Unternehmen mit Steuergeldern bei den SPD-Mitgliedern gut ankommt.”
Bei einem gewissen Prozentsatz der SPD-Wähler, die noch bei Verstand sind, kommt das nicht gut an. Es sind zwar mehr CDU-Wähler, die Muttis Linksruck nicht mitmachen wollen und daher zur FDP wechseln, aber auch manche SPD Wähler sehen zur Zeit die FDP als die bessere Alternative.
Ich kenne noch aus den grossen Zeiten der so genannten “Sozialpläne”, also den Entnahmen aus Sozialkassen um ein Extraarbeitslosengeld fürs Klientel auszuzahlen – war sehr modisch in den Achtzigern, Johannes Rau war ein, wenn nicht _der_ Sozialplan-Großmeister -, die langen Gesichter derjenigen Kollegen und SPD-Wähler, die keine Leistungen empfangen haben, LOL.
Auch in einigen eher linken Medien wird gegen “Millionen für Milliardäre” gewettert. Münte steht mit seinen Subventionswünschen für Arcandor zwar nicht alleine, aber klassische SPD-Neidwähler dürften verstimmt sein.
Neid, Missgunst, Undank, Eifersucht? Verstehe ich nicht. Was hat Gutti denn geleistet, was dankenswert wäre?
These: stünde Opel in Bayern, hätte sich Gutti anders verhalten.
Die Anti-Kirchhof-Kampagne war einfach übel. Sie war geprägt durch Neid und Missgunst weil angeblich nur die Gutverdiener profitiert hätten. Sie war geprägt durch Eifersucht, weil man selbst keinen Experten hatte, der Kirchhof auch nur annähernd das Wasser reichen konnte.
In Bayern stehen ganz sicher etliche Karstadt-Häuser und trotzdem schreit der Wirtschaftsminister nicht nach Staatsgeld für Karstadt.
Im Wahlkampf ist es gut, wenn unterschiedliche Positionen plakativ herausgearbeitet werden – so haben BürgerInnen Gelegenheit, ihre Wahlentscheidung konkret festzumachen.
Ich werde Dich daran erinnern.
Mein erster Sekretär. Cool. :-)
Ja, aber an mir wirst Du keine Freude haben. ;-) Ich bin ein ziemlicher Hausdrache.
Frag’ mal die anderen.
@Christian: Mit Deiner schönen Formel ist die Anti-Kirchhof-Kampagne in keiner Weise erfasst. Selbstverständlich soll im Wahlkampf Klartext geredet werden. Aber wenn ich Dich daran erinnern darf: es ging damals nicht um Positionen und es ging nicht um Klartext zum Steuersystem. Es ging um eine ad-personam-Kampagne gegen Kirchhof (und Merkel).
Ja. Das war aber kein Novum in der Politik bzw. im Wahlkampf. Ich erinnere an Adenauers “Brandt alias Frahm”.
Da waren wir vermutlich beide noch nicht an Politik interessiert ;-)
Für’s Protokoll: die Anspielung auf den anderen Namen Willy Brandts war auch übel. Nur dürfte sie inzwischen verjährt sein. Wenn wir noch ein wenig Vergangenheits-Pingpong spielen wollen, könnte ich Herbert Wehner ins Spiel bringen und Du wirst vermutlich auch noch jemanden zum Kontern finden.
Worauf es mir ankommt: jeder von uns kann etwas Qualitätskontrolle im Wahlkampf betreiben. Wir müssen nicht jeden Mist gut finden, weil er aus der eigenen Ecke kommt. Ich gebe hier gern zu Protokoll, dass der aktuelle Kommunalwahlkampf hier in Dresden einfach zum Erbrechen ist und ich beziehe die FDP dabei unbedingt mit ein. Kommentierte Fotos findet man auf meinem Blog.
Ich finde wirklich nicht alles gut, was unsere Vorturner so treiben. ;) Der Wahlkampf der BaWü-SPD 2006 war bspw. so unglaublich schlecht und nichtssagend, dass ich mich heute noch darüber ärgere. Das Wahlergebnis war dann auch entsprechend.
Ich wollte noch Bilder von den Plakaten im Heidelberger Kommunalwahlkampf machen, vielleicht komme ich noch dazu. :)
Send pics;-)
Bei uns gibt es gerade einen kleinen Sturm im Wasserglas …
Zustimmung.
Er scheint der einzig vernünftige Mann zu sein. Es ist doch damit zu rechnen, dass Opel auch mit Magna nicht überlebt, zumal GM Millionen für Patente kassieren will. Und vielleicht tritt Magna ja wieder zurück, wenn die Wahl gelaufen ist.
Und was die SPD angeht, die will inzwischen jeden retten, weil sie denken, dass kommt gut beim Wähler an. Jetzt ist es Arcandor, das mit Staatsgeld gerettet werden soll. Und wer kommt dann? Schiesser, Märklin, Scheffler?
Und die Bauern bekommen auch was, weil sie noch nicht hoch genug subventioniert werden. Und wenn ich, wie die Milchbauern, ein Produkt anbiete, das jeder kauft, bekomme aber kaum Geld dafür, habe ich dann nicht vielleicht eine Überproduktion?
Übrigens hätte ich auch gern 2 Milliarden. Ich kann sehr gut Geld ausgeben und würde so die gesamte Wirtschaft ankurbeln. Wer unterstützt mich? ;-)
Stünde Opel in Bayern, hätte es vielleicht ein fähiges Management. ;)
Ja so wie die Bayerische LB, die Wabag, Grundig, MTU, die Hypobank etc…
Was hat denn die SPD geleistet, das dankenswert waere?
Apropos Neid, Missgunst, Undank:
Wilders hat 6 Sitze geholt. (via kewil)
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/eu/2004206/index.do
Das “Gasmann aus Hannover” (Zit. D. Niebel) war mir von Beginn an seiner Kanzlerschaft unsympathisch und ich konnte nie verstehen, was Journalisten an dem so gut fanden und auch noch finden. Sein “Reformfeuerwerk” war schließlich auch der große Wurf und auch nicht überzeugend, weil Schröder selbst davon nichts hält. Er hat nie aus Überzeugung gehandelt, sondern war immer ein getriebener Hund der Mode in der Wirtschaftspolitik.
Der SPD scheint außer Schlammschlacht nichts mehr einzufallen.
Erst die Anti-Plakate gegen Konkurrenzparteien, nun wieder mal eine persönliche Diffamierungskampagne.
Hoffentlich kriegen sie vom Wähler mal richtig eins auf die Omme – so viele Blöde kann es doch gar nicht geben, die auf so etwas reinfallen.
Ich hab gestern in Stuttgart auf dem Schlossplatz Gysi reden gehoert. Scheinbar doch. Und solange anderweitig vernuenftig denkende Menschen weiterhin der Meinung sind, dass alles besser ausser schwarz (und natuerlich braun) und die FDP ja eh nur wirtschaftsliberal und deswegen vom kleinen Manne eh nicht waehlbar sei, werden sich auch genuegend nuetzliche Idioten finden.
Schade eigentlich. Und schade, dass im buergerlichen Lager scheinbar niemand (von Belang) das Rueckgrat zu haben scheint, den plumpen Attacken und logischen Fehlern der Volksfront-Aspiranten mal Konter zu geben und Tacheles zu reden.
Wie Califax schon schrieb, wird sich die CDU – mal wieder – von der SPD vor sich her treiben lassen.
Ich wünsche mir deswegen mehr von Leuten wie Friedrich Merz und Guttenberg und weniger Schäubles und Merkels. Nur wer selber eine klare Linie vertritt kann offensiv auf Anfeindungen reagieren. Ich frage mich sowieso warum niemand aus der Politik es wagt zu fragen was Schröders aktuelle Arbeitgeber mit der Entscheidung pro Magna und damit pro Sberbank und damit pro Putin zu tun hatten.
Ob Magna das Ganze übernimmt, ist wohl so sicher noch nicht. Der ganze Deal ist fragwürdig, weil kein einziger Arbeitsplatz abgesichert ist.
Interessant finde ich aber, dass die 1,5 Milliarden, die für Opel gezahlt werden an deutschen Steuergeldern, nur zur Hälfte in Deutschland bleiben. 600 Millionen gehen an Spanien und 150 Millionen an England.
[...] des politischen Gegners und einen Komparativ im Angebot hat, ist eh nicht glaubwuerdig. Nur gut, dass Neid zur deutschen Kultur gehoert. Ansonsten waeret Ihr und Euresgleichen schon lange weg vom [...]