New Labour hat fertig wie Flasche leer
dagny t., 08.06.2009
New Labour hiess in Deutschland Neue Mitte: Ein charismatischer Sozialdemokrat erschliesst neue Wählerschichten in der politischen Mitte und beendet eine lange konservative Regierungszeit.
Beide Leader verscherzen es sich mit dem linken Flügel der eigenen Partei und müssen nach rund einem Jahrzent an einen weit weniger telegenen Nachfolger abgeben, der aber vielleicht mehr “Stallgeruch” hat. Soweit etwas verwischend die Parallelen – Unterschiede zwischen Schröder und Blair gibt es natürlich genügend, allein etwa in der Zahl der Ehefrauen und Kinder.
Gordon Browns Wahlniederlage* in der Europawahl wird das Ende von New Labour in Britannien einläuten. Die Steinmeier-SPD, welche in der Grossen Koalition im wesentlichen Schröders Politik weiterführt hat ein ähnliches Debakel erlitten.
Die Sozialdemokraten in beiden Ländern haben ein Akzeptanzproblem. Es ist der Inhalt und nicht nur das Spitzenpersonal oder der Wahlkampf. Nach gut einer Dekade sind beide Parteien schwach wie Flasche leer.
(*Regierungspartei Labour ist knapp auf Platz 3 mit 11 Sitzen, vor den Liberaldemokraten mit 10 und hinter der UK Independence Party mit 13 Sitzen. Die Tories gewinnen klar 24 Sitze. Labour verliert in der alten Hochburg Wales an die Conservatives und in Schottland an die SNP, ein Trend der sich dort in den letzten 3 Jahren mehr und mehr abzeichnete)
antibuerokratieteam.net





Ja, aber das liegt mehr daran, dass die SPD alles für alle sein will =)
Während ganz Europa nach rechts ruckt, ruckt Deutschland nach Links und Rechts (je nach Orten). Und zwar ganz deutlich und vor allem in den Kommunalwahlen.
Dabei ruckt man aber nicht in Richtung SPD sondern Grünen und Linke, dei beide die besseren Linken sind und kein Gemischtwarenladen wie die SPD.
Jedoch ist das alles für einen Freiheitsfreund traurig, ob jetzt nach links oder rechts, alles bedeutet nur immer mehr staat und regulierung….
Theoretisch nicht schlimm, wenn man dem ausweichen könnte, aber leider gibt es ja international keine Alternativen :/
Als unabhängiger Unteranderem-Freund der Freiheitsfreunde:
Ich finde nicht dass die SPD TATSÄCHLICH versucht es allen recht zu machen. Es ist, denke ich, ein Unterschied zwischen Integration und Kompromiss! :
schafft man es, die Substanz verschiedener Perspektiven EFFEKTIV zu integrieren, oder
substrahiert man die Verschiedenen Perspektiven zu einem schalen und sinnlosem Brei, so dass am Ende gar keine Substanz bleibt?
Schröder hat, trotz eventuell mangelhafter Ausführung, die einzig richtige Richtung eingeschlagen, integrieren, aber aufgrund dessen, dass der großteil der Basis dass irgendwie nicht so richtig versteht gibt es keine gebündelte(!, ich meine nicht einheitlich!) DYNAMIK in dieser Partei.
Es scheint, und ich gebe zu, als ex-linker finde ich das mal wieder ein bißchen traurig, als ob das bürgerliche Lage fähiger ist zu einer effektiven integration verschiedener Konzepte