antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Staatshilfe-Rechner Online!

jo@chim, 11.06.2009

Der Staatshilfe-Rechner – ein besonderer Service für die Manager mit Adaptionsschwierigkeiten an Marktprozesse unter unseren Lesern:Staatshilfe für alle Unternehmen

Ihrer Firma geht es gerade nicht so gut? Die Wirtschaftskrise hat auch Sie erwischt? Sie überlegen alles hinzuschmeißen? STOP ! Wie wäre es mit Staatshilfe?

Der Markt ist gnadenlos, gemein und unfair: zuerst HRE, dann Opel, schliesslich Quelle und am Ende Ihr mühsam aufgebauter Taschenheizpilzversand! Gut, dass die Solidargemeinschaft mit etwas Umverteilung hilft.

(Dank an Max Wessenberg vom Rundbrief der Libertären Plattform für den Hattip)



67 Kommentare zu “Staatshilfe-Rechner Online!”

  1. neoliberaler

    Ihnen ist schon klar, was passiert wäre, wenn die HRE Pleite gegangen wäre ?

  2. Die Stimme aus dem Off

    Na dann bitte ich doch mal um Aufklärung. Was wäre passiert?

  3. neoliberaler

    Korrekterweise darf man natürlich die Rettung der HRE nicht von dem gesamten Bankenrettungspaket (national und international) trennen.

    Es wäre zu einer massiven dann nicht mehr kontrollierbaren Kettenreaktion gekommen. Es wäre zu einem Bankrun (Ängstliche Bankkunden ziehen so schnell es geht ihr Geld ab und verstärken damit die Kettenreaktion) gekommen. In dem Strudel des Bund-runs wären vermutlich auch Banken wie die Deutsche Bank gefallen.

    Offenbar ist es vielen nicht klar, was passiert wäre, denn sonst würde man die Rettung der Banken nicht im gleichen Atemzug mit der “Rettung” von Opel nennen.
    Dies zeugt leider von absolut fehlender Sachkenntnis.
    Und dann ist solches polemisieren schlicht völlig Fehl am Platze.

  4. jo@chim

    Vielleicht ist es zielführender, die Frage anders herum zu stellen: wenn den Herren Finanzhasardeuren vorab klar gewesen wäre, dass die Erpressung von Staatsgeldern am Ende ihres Pyramidenspiels nicht funktionieren würde – wäre dann die Blase überhaupt so gross geworden?

  5. Marco

    Manager mit Adaptionsschwierigkeiten an Marktprozesse

    LOL.

    Ihnen ist schon klar, was passiert wäre, wenn die HRE Pleite gegangen wäre ?

    Einige Kumpelz von Merkel und Co. hätten ihren hochdotierten Job verloren?

  6. neoliberaler

    Warum sollen wir jetzt bitte plötzlich eine andere Frage stellen?
    Vor allem wenn die Gretchenfrage (Wie hälst Du es mit der Rettung der Banken) nicht beantwortet worden ist.

    Aber bitte, man kann ja gerne auch um 2 oder mehr Punkte kümmern.

    Stellst sich die Frage, wen sie mit Finanzhasaduren meinen ?
    Und wer hat nach Ihrer Meinung alles Staatsgelder erpresst ?

  7. neoliberaler

    Marco, ein wirklich saublöder Kommentar.
    Nix kapiert, aber laut Blödsinn plärren.

  8. Heizpilz

    Die Blase beruht ursächlich auf der sozialstattlichen Maßnahme “Community Reinvestment Act” (kein deutschsprachiger Wikipedia-Eintrag vorhanden, da anscheinend für diese nicht relevant, LOL), die von Erdnuss-Jimmy iniitiert worden ist, einem “Immobilien für alle”-Programm (“Sicherheiten hamse nich, egal, machen wa schon.”) seit einer Anpassung durch Bill Clinton entsprach und von Bush nicht gestoppt werden konnte bzw. er wollte es nicht stoppen.

    Die Partizipation wenig verständiger deutscher Bankmanager an diesem Schneeballsystem hat dann das Problem, äh, ein wenig verstärkt.

    Alles nicht soo schlimm, alles unter Hinnahme einiger Einbussenm verkraftbar, die wirkliche Gefahr besteht im Aufbau neuer “Gegenprogramme”, die dann eine vielleicht tödliche Sekundärkrise hervorrufen werden.

    Allerdings erst nach der nächsten Bundestagswahl.

  9. neoliberaler

    Kaum zwei Kommentare und völlig vom Thema weg.
    Glückwunsch !!!
    Ursachen der Finanzkrise sind hier ja nicht das Thema, oder ???

  10. califax

    Die HRE hält Staatsschulden, Pfandbriefe, und erstellt daraus eigene Pfandbriefe, die die Grundlage vieler Anlageformen, zum Beispiel von betrieblichen Rentenversicherungen bilden.
    Wären die nichts mehr wert, hätte es wirklich ganz massiv im System gekracht.
    Zumal dann vielen Banken auch noch bisher als sicher geltende Bereiche des Vermögens weggeknallt wären.
    Ob die das als als Nachbeben zu den eh schon heftigen Schäden noch verkraftet hätten, ist eine gute Frage.

  11. Marco

    Doch, selbstverständlich habe ich “kapiert”, was passieren hätte können, wenn HRE pleite gegangen wäre. Ich habe nur kein Bock mehr auf die Logik der Verantwortungslosigkeit, nach der verantwortungsloses Handeln immer mit vorangegangener Verantwortungslosigkeit begründet wird und dann kleine Leute wie ich die Zeche zahlen sollen. Diesen Scheißsozialismus habe ich langsam so richtig satt. Es reicht!

  12. Heizpilz

    Der Community Reinvestment Act war etwas für “Staatshilfe-Rechner”, Folgemassnahmen sind es ebenso.
    Lass mal die Multiplen weg, sonst entsteht ein schlechter Eindruck.

  13. neoliberaler

    Sie haben null kapiert.
    Und Sie sind Null in der Lage zu differenzieren.
    Wenn die Banken Pleite gegangen wären, hätte es denn kleinen Mann aber so richtig getroffen.
    Verlust der Ersparnisse, Zusammenbruch des Finanzsystems, keine Kreidtvergabe mehr, Massenarbeitslosigkeit…

    Wisch Dir den schaum vom Mund weg und denke nach.

  14. foster

    neoliberaler,

    ich schlage vor, du denkst auch mal ein wenig nach. Zum Beispiel darüber, was ein Banker daraus lernt, dass seine gegen die Wand gefahrene Firma von Papa Staat gerettet wird. Was mag daraus wohl folgen, in puncto des Bankers zukünftiger Bereitschaft zu riskanten Spekulationen? Könnte es eventuell sein, dass der kleine Mann, als dessen Anwalt du dich hier präsentierst, hier langfristig einen recht schlechten Tausch macht?

  15. jo@chim

    Warum sollen wir jetzt bitte plötzlich eine andere Frage stellen? Vor allem wenn die Gretchenfrage (Wie hälst Du es mit dem Alkoholnachschub) nicht beantwortet worden ist.
    Aber bitte, man kann ja gerne auch um 2 oder mehr Punkte kümmern.

    Sagte der Alkoholiker und warnte vor den schlimmen Folgen des Entzugs.

  16. califax

    Und um die meiner unmaßgeblichen Meinung nach beste Medizin zu empfehlen: Das Pfandbriefgeschäft übernehmen und gegen Obulus einem stabilen Institut übergeben, HRE abwickeln.

  17. F.Alfonzo

    @ neoliberaler:

    Eine ‘echte’ Ursachenforschung wäre langfristig aber viel wichtiger, weil die Rettungsmaßnahmen sonst immer wieder benötigt werden.
    Das findet aber m.E. nicht statt, im Gegenteil: Man macht genauso weiter wie vorher (nur in größerem Umfang) und reduziert die Ursachenforschung auf das Benennen von Sündenböcken.

    Man muss sich ja auch mal vor Augen halten, dass der Staat solche Probleme nicht immer wird lösen können; in den USA bspw. sieht’s makrokonomisch auf längere Sicht ja eher katastrophal aus.

  18. neoliberaler

    Und weiter flott vom Thema weg.

    Man kann gerne Ursachenforschung betrieben. Da kann ich Ihnen auch zig Dinge nennen.
    Ursachen Immobilienblase: Expansive Geldpolitik; FannieMae, Käufe von Anleihen durch China…
    Ursachen Finanzkrise: Bilanzierungsvorschriften, Hedge-Fonds, Derivate,ABS CDO’s…

    Aber das ist hier nicht die Frage. Es geht darum, wie die Auswirkungen gewesen wären, wenn man als Staaten hier nicht eingegriffen hätte.

  19. neoliberaler

    Wir müssen also feststellen:

    Hier ist man grundsätzlich gegen staatliche Eingriffe und polemisiert heftig dagegen.
    Man ist aber keinesfalls in der Lage zu verstehen, warum der Staat eingegriffen hat und man ist ebenfalls nicht in der Lage die Konsequenzen des Nichthandelns zu erkennen.

    Nein schlimmer noch, man versucht dies nicht einmal.

  20. neoliberaler

    Was soll das denn bitte ?
    Sie tun ja so als würden die Banken durch eine Person repräsentiert, die bisschen rumzockt und dann von Papi Staat gerettet wurde. Moral Hazard auf der einfachsten Stufe.
    Die Realität ist natürlich eine völlig andere.
    Die Banken wurden doch nicht gerettet damit ein paar Leute weiter Bankier spielen dürften.

    Ich will jetzt gar nicht alle Aufzählen, aber die Alt-Eigentümer der Banken (Aktienäre) haben massiv geblutet (Nahezu Totalverlust), auch Anleihenkäufer mußten teilweise kräftige Verluste einstecken.
    Der Staat hat doch erst eingegriffen wie es um die Existenz der Banken ging.

  21. F.Alfonzo

    Was macht Sie eigentlich so sicher, dass die Welt untergegangen wäre, wenn bei der HRE niemand eingegriffen hätte?

    Sie mögen ja Recht haben, allerdings bin ich immer etwas skeptisch, wenn verlautbart wird, dass Staatseingriffe das schlimmste verhindert haben, man aber (leider, oder glücklicherweise) die alternativen Szenarien nicht kennt.

    Übrigens, um auf den Aufhänger der Diskussion zurückzukommen: Man kann Joachims Liste auch durchaus als eine Art ‘Eskalationsstrang’ interpretieren, jedenfalls war das mein erster Eindruck. Dass die HRE einen anderen Stellenwert in einer Ökonomie hat als der Taschenheizpilzversand, dürfte niemand in Frage stellen.
    Es geht ja eher um die Tatsache, dass die Finanzkrise von Politikern als Rechtfertigung zum Verteilen von Wahlgeschenken gesehen wird.

  22. Heizpilz

    Wie bestimmte Auswirkungen gewesen wären, weiss keiner. Vielleicht wäre ja eine Panik ausgebrochen und der Bankrun hätte eingesetzt und alles wäre vorbei, LOL, wie ein Meteoriteneinschlag.
    BTW, niemand hat etwas gegen Staatseingriffe, zumindest nicht die Verständigen (_weil_ Szenarien entwickeln werden können, die bestimmte Staatseingriffe in ihrer Notwenigkeit gedankenexperimentell beweisen), letztlich geht es hier um den Common Sense.

    Am Rande, was mich amüsiert sind jetzt zum Beispiel Überlegungen in SPD-Kreisen, die mangelhafte Mobilisierung beklagen unter der Maßgabe, dass bei höherer Wählermobiliserung eine bessere SPD-Quote zu erreichen gewesen wäre.
    Hier raten Fachleute (Politologen etc.) zu der Fragestellung “Was hätten Sie gewählt, wenn Sie gewählt hätten?” um entsprechende Defizite nachzuweisen.
    Philosophisch betrachtet ist das ein Weg in die Klapse.

  23. neoliberaler

    Ok, wir können jetzt wohl endgültig feststellen, dass der Betreiber dieses Blogs absolut keinen Sachverstand zu den Themen über die er schreibt bzw. polemisiert hat. Insofern ist auch jede weitere Diskussion mit Herrn Hecht sinnlos.

    Zuerstmal zu meiner Person:
    Ich bin in verantwortlicher Position in der Kapitalanlage einer mittelgroßen deutschen Lebensversicherung. Insofern glaube ich doch was von dem Thema zu verstehen und bin auch ziemlich nahe dran gewesen.

    Es ist nicht so, dass nur der Staat die HRE gerettet hat, sondern der Staat, die Banken und die Versicherungswirtschaft gemeinsam. Alle Beteiligten haben für die Verbindlichkeiten der HRE gebürgt. Ich weiß nicht in welcher Höhe die anderen gebürgt haben, wir haben das aber in einer Größenordnung getan, die falls wir zahlen müssen uns sehr weh tun würde. Warum haben wir und andere das getan?Insbesondere handelt es sich ja um einen Konkurrenten und wir müßten eigentlich froh sein, wenn dieser nicht mehr existieren würde. Der Grund ist, dass jedem völlig klar war, dass eine Pleite der HRE eine Kettenreaktion in Gang setzen würde die wenige der Beteiligten überlebt hätten.

    Der Bank-Run hatte sogar schon angefangen. Man geht davon aus, dass wenn die großen Staaten nicht die Einlagen der Kunden garantiert hätten in der entsprechenden Woche mehr als 2 Dutzend große europäische Banken in Konkurs gegangen wären. An dem Tag, an dem Frau Merkel die staatliche Garantie der Einlagen verkündte hat, war einigen Großbanken bereits das Bargeld ausgegangen.

    Es gibt gewisse Experimente, die sollte man einfach nicht durchführen…

  24. neoliberaler

    Aus der deutschen wikipedia

    Der Community Reinvestment Act (kurz CRA) ist ein Bundesgesetz in den USA, das seit den 1970er Jahren so genanntes Redlining, also die Beschränkung von Kreditangeboten auf wohlhabende Wohngegenden bzw. Schichten, vermeiden soll.

    Meinen Sie nicht etwa, dass es sehr sehr weit hergeholt ist ,dieses Gesetz für die aktuelle Finanzkrise verantwortlich machen zu wollen.

  25. foster

    “Die Banken wurden doch nicht gerettet damit ein paar Leute weiter Bankier spielen dürften. ”

    Ich habe auch nirgends behauptet, dass diese Absicht bestand. Absicht ist auch keine notwendige Voraussetzung für das Eintreten des Effekts. Aber dass er eintreten wird, sollte doch nun wirklich nicht gerade besonders unwahrscheinlich sein.

    Genauer gesagt: dass er weiter verstärkt wird. Denn natürlich existiert er schon. Deshalb hat ja die Pleite von Lehman einen solchen Schock ausgelöst: weil alle Welt aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen fest damit gerechnet hat, dass der Laden schon per staatlicher Intervention vor der Pleite bewahrt wird.

    Und wer tatsächlich massiv blutet, wenn 3stellige Milliardenbeträge eingesetzt werden, um Firmen zu retten, die 2stellige Milliardenbeträge wert sind (so geschehen z.B. bei der CityGroup, und bei der HRE ist auch noch lange nicht Ende der Fahnenstange, wetten?), das ist nochmal eine ganz andere Frage, selbst ohne Berücksichtigung der o.g. Effekte.
    .

  26. jo@chim

    Ich bin in verantwortlicher Position in der Kapitalanlage einer mittelgroßen deutschen Lebensversicherung. Insofern glaube ich doch was von dem Thema zu verstehen und bin auch ziemlich nahe dran gewesen.

    Sagte er – und ist genau deshalb als Nutzniesser des Stamokap nicht im Ansatz fähig zu verstehen, dass dieses halbsozialistische System die Krise mitverursacht und verschärft hat.

    Um im vorherigen Bild zu bleiben: Natürlich haben nur Sie Sachverstand! Jeder Addict betont, dass er Spezialist in seiner spezifischen Abhängigkeit ist. Wobei “kalter Entzug” bei Alkoholikern durchaus physisch gefährlich werden kann – Patentlösungen gibt es da in der Tat nicht. Aber wir diskutieren hier ja nicht, wir polemisieren. Also:

    Was Sie vorschlagen, lieber “Neoliberaler” (schade, dass der Begriff nicht geschützt ist – Hayek würde Ihnen links und rechts eine scheuern) ist, die Suchtkrankheit zu ignorieren und durch weitere Drogenverabreichung den Schein der gesellschaftlichen Integration zu wahren. Klassisches Familienverhalten. Das in der Konsequenz zur Zerstörung der Familie führt*.

    (*Sorry, da kam jetzt der Ex-SozPäd in mir durch. Ich finde aber, dass die Analogie durchaus treffend ist: die Degeneration der “sozialen Marktwirtschaft” in Richtung sozialistischer Staatswirtschaft hat imho tatsächlich etwas von einer Suchtkarriere an sich. Inzwischen habe ich aber auch noch einen anständigen Beruf erlernt *lol*)

  27. F.Alfonzo

    @ Heizpilz: “BTW, niemand hat etwas gegen Staatseingriffe, zumindest nicht die Verständigen (_weil_ Szenarien entwickeln werden können, die bestimmte Staatseingriffe in ihrer Notwenigkeit gedankenexperimentell beweisen), letztlich geht es hier um den Common Sense.”

    Das ist eine Analyse, die privatwirtschaftlich stimmen mag, aber meiner Meinung nicht auf eine Regierung übertragbar ist.
    In der Politik geht es um so viel mehr, als um das Entdecken der besten Lösung für ein Problem… was hilft die ideale Problemlösung, wenn man abgewählt wird?

    Witziges Beispiel am Rande: Lehman.
    Die Firma hatte halt das Pech, dass sie die ersten waren. Wäre Goldman Sachs der erste gewesen, ich garantiere ihnen, das Lehman heute noch eine (mit TARP) funktionierende Firma wäre.

    Woran liegt das? Der erste ist hat der Trottel, weil die Politik noch kein Konzept entwickelt hat, das Bailout auszuschlachten.

    (…dass das Management von Lehman in diese ‘oops, kein Cash mehr’ – Situation gekommen ist, zeugt natürlich von krasser Unfähigkeit, trotzdem…)

  28. Heizpilz

    Einigen wir uns darauf, dass “neoliberaler” mit seinen Ansichten nicht ganz daneben liegt.
    Die psychologischen Wirkungen von Staatseingriffen sind nicht zu unterschätzen.
    Das hängt übrigens auch damit zusammen, dass die Staatsnannygläubigkeit in Europa sehr hoch ist, diese verstärkt wiederum die Notwendigkeit einzugreifen. Ein Teufelskreis in gewisser Hinsicht.

  29. Heizpilz

    Recherchieren Sie ruhig mal in diese Richtung, also das staatsgesponsorte Häuserprogramm “für alle” (CRA), das nach einer clintonschen Anpassung (1995?) zum Killer wurde.
    In Europa bleibt das natürlich wenig thematisiert und wird als Erklärung durch die “Bankenmanagergier”, LOL, vorzüglich ersetzt.

  30. Heizpilz

    > Ok, wir können jetzt wohl endgültig feststellen, dass der Betreiber dieses Blogs absolut keinen Sachverstand …
    > Zuerstmal zu meiner Person:

    Holla, knackig, warum zur Sache wenns auch zur Person geht?
    Ob Lebensversicherer hier den Durchblick haben? ;–)

    Ansonsten, weiter so, vielleicht kommt ja so noch raus, warum Banken und Lebensversicherer am grossen amerikanischen Immobiliengeschäft partizipiert haben?!

  31. Heizpilz

    Am 6.Februar 2009 in der deutschen Wikipedia neu angelegt.
    Habe auch in verschiedenen Webbiotopen dbzgl. gestänkert, was offensichtlich Auswirkungen zeitigte.
    Dennoch mau, was die so schreiben, vergleichen Sies mal mit dem englischsprachigen Wikipedia-Eíntrag.

  32. califax

    Auf jeden Fallbemerken wir gerade, wie es kommen konnte, daß die großen, selbstbewußten Hechte mit ihren teuren Schuhen in die Falle getappt sind. Haben alle woanders hingeschaut und wollen es immer noch nicht wahr haben.

  33. neoliberaler

    So ein abstruses Geschwurbel habe ich selten gelesen.

    Jede weitere Diskussion mit Leuten wie Ihnen Herr Hecht ist sinnlos.

    Auf Ihr Niveau muss ich mich wirlich nicht hinunterbegeben.

  34. jo@chim

    *plonk*

  35. Die Stimme aus dem Off

    Völliger Unsinn.

    Abgesehen von der Komik, die ich dem Betrachter aufdrängt, wenn ein “Neoliberaler” mit einer Vehemenz für Staatsinterventionen eintritt, die einem Kommunisten blaß aussehen lassen, ist auch schon die Argumentation mehr als fragwürdig.

    1. Verlust der Ersparnisse?
    Des kleinen Mannes? Daran glauben Sie wirklich? Hätte die Bundesregierung nicht unsinnige Garantie abgegeben, wäre die HRE und vielleicht noch ein oder zwei weitere Banken in den Konkurs gegangen.

    Verloren gewesen wären dann vor allem Betriebsrenten, von denen der “kleine Mann” aber so oder so kaum profitiert, weil ja nun nicht jeder eine Betriebsrente erhält. Der kleine Mann mag ihnen vielleicht etwas aus den Augen verloren gegangen sein, aber der wird mittlerweile als Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Und wenn das nicht, dann als einfacher Arbeiter in einem Unternehmen, die erhalten ganz bestimmt keine Betriebsrenten.

    Die paar Ersparnisse wären über die Einlagengarantie der Bundesregierung gesichert gewesen. Davon abgesehen dürfte die Mehrheit des in Frage kommenden Personenkreises ein Konto nach Altrecht bei der Sparkasse haben, womit nichts verloren wäre und zwar auch ohne die von Frau Merkel ausgesprochene Garantie.

    2. Zusammenbruch des Finanzsystems?
    Wegen zwei oder drei Banken, die sich verabschiedet hätten?
    Wegen zwei, drei oder ein paar mehr Versicherer?

    Das Finanzsystem wird in Deutschland und der EU zum Glück nicht von einem privaten Konsortium geleitet, sonder noch immer von der EZB. Die reine Verteilung von Geld ist in der EU zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, weil das ehemaligen Filialen der Bundesbank in der Lage große Geldmengen zu bewegen. Ich meine das rein tatsächlich, die können mit einem Lkw vorfahren und gigantische Geldmengen zu jeden Ort in Deutschland bringen und dort aus Tresorräumen heraus verteilen.

    Es gibt Bunker in Mainz, Hamburg, Bremen, Oldenburg, Hannover, Kiel, Berlin, Halle/Saale, Tegernsee, Stuttgart… und wahrscheinlich noch ein paar, von denen ich nichts weiss. In der ehemaligen “Fulda Gap” gab es keine, darum jetzt Halle/Saale. ;-)

    Das ist übrigens kein Staatsgeheimnis, die Bevölkerung sieht diese Transporte jede Woche. Es gibt Fotos im Internet… das kann ich ruhig veröffentlichen.

    Insoweit bestand also keine Gefahr.

    Bezogen auf Finanzierungen ist das auch kompletter Unsinn, weil kein Mensch auf die Banken oder Versicherungen angewiesen ist. Niemand.

    Kein Geld zu haben bedeutet nämlich erstmal gar nichts. Wenn alle kein Geld haben, kann die Bundesregierung einfach per Verwaltungsakt bestimmen, ob ein Unternehmen beliefert wird oder nicht. Eine unvorstellbare Maßnahme? Sie haben gar keine Ahnung, über welche enormen Kapazitäten die Bundesbank verfügt.

    Die Bankkonten sind bei der Bundesbank über die Konten der Banken (die als Bankleitzahlen bekannt sind) aufgeschaltet. Wenn die Bundesbank will, dann stellt sie die Konten einfach glatt. So einfach geht das.

    Kein Mensch wäre bei einer Bankenpleite wegen der Pleite seiner Bank zahlungsunfähig geworden.

    3. Keine Kreditvergabe mehr?

    Wovon träumen Sie eigentlich nachts? Erstens hätten die Banken bei einer Pleite innerhalb von Stunden eine Neugründung vorgenommen und zweitens hätten sie das Geld für die Kreditvergabe einfach von der Bundesbank bekommen. Die Deutsche(n) Bank(en) hätte sich umfirmiert, die Vebindlichkeiten abgeschrieben, einen Auszahlungsantrag per TELEONANRUF bei der EZB gestellt und schon wäre das Geld gerollt.

    Pleite bedeutet nämlich pleite, was nach sich zieht, dass auch niemand Geld bekommen kann, das nicht vorhanden ist. Warum sollte also eine Bank – rein tatsächlich – in die Pleite gehen? In die Pleite geht nur die Konstruktion, aber nicht das Know How, nicht das Personal, bei kluger Konstruktion noch nicht einmal die Gebäude und die Geräte, weil man die schließlich auch anmieten kann. ;-)

    Gar nichts wäre passiert.

    4. Massenarbeitslosigkeit?

    Weswegen denn? Wären denn plötzlich über Nacht die Produkte nicht mehr benötigt worden? Wegen Geldnot wäre nämlich kein Unternehmen pleite gegangen.

    5. Die einzige Gefahr, die für die Weltwirtschaft zu dieser Zeit bestand, wäre vom Insolvenzrecht ausgegangen. Da aber mittlerweile auch die schlechtest geführtesten Staaten erkannt haben, dass ein hartes Insolvenzrecht mehr schadet als nutzt, wird heute doch nicht mehr in Unternehmen gegangen und praktisch leergeräumt.
    Im Normalfall läuft alles weiter wie bisher, während der Insolvenzverwalter in aller Ruhe entscheiden kann, ob er sein Eintrittsrecht in bestehende Verträge wahrnimmt, ob er Leute rausschmeisst oder nicht, wann er gedenkt die Forderungen zu befriedigen etc.

    Durch den Zusammenbruch des Finanzsystems wäre es definitiv nicht zu einer Krise wie vor hundert Jahren gekommen, weil zum einen die Landwirtschaft sehr viel leistungsfähiger und im Grunde direkt der Regierung direkt unterstellt ist (Kammersystem), zum anderen weil es Ölreserven gibt, gemeinsame Organisationen, in denen man die Lieferungen neu hätte aushandeln können…

    die Welt ist auf einen solchen Kollaps sehr viel besser vorbereitet gewesen als damals.

    Was wir dafür jetzt bekommen haben ist die völlige Entwertung der Arbeit des kleinen Mannes. Wer heutzutage noch aufsteht und überhaupt einen Job als Zeitarbeiter annimmt, muss geistesgestört sein, weil es ihm unmöglich ist etwas im Leben zu erreichen. Er wird immer nur mitansehen müssen, wie Finanzspekulanten derart abzocken, dass der Staat durch Eingriffe die Inflation derart in die Höhe treibt, dass von der Leitung dieses normalen Menschens real NICHTS überbleibt. Gar nichts.

    Wenn Sie hier erzählen wollen, dass von einer Versicherung das Wohl einer Aktiengesellschaft abhängen würde, dann haben sie überhaupt nicht verstanden, wie Forderungsmanagement funktioniert. Das hat mit ihren Versicherungen gar nichts bis sehr wenig zu tun, weil ihre Investitionen nur dazu dienen ihr eigenes Versicherungsgeschäft abzusichern. Die börsennotierten Unternehmen erfreut es höchstens, wenn der Kurs steigt und sie mehr Geld für die Aktien bekommen, das war es aber auch schon.

    Oder wollen Sie vermitteln, dass es noch großartige Fonds geben würde, die in der Realwirtschaft noch was bewegen würden? Was denn bitte? Geschlossene Immobilienfonds, die reihensweise Minus erwirtschaften? Beteiligungsgesellschaften an Öltankern oder Frachtschiffen? Wo bitte genau soll sich denn ein Investitionsstopp der Versicherer in der Realwirtschaft negativ auswirken, wenn alles im Überfluss vorhanden ist?

    Soso… Sie “Experte” sind also in einer Versicherung tätig? Kann man da schon mit so wenig Ahnung einen Posten erlangen?

  36. Die Stimme aus dem Off

    Ich habe so einen Hecht mit teuren Schuhen in der Familie. Man macht sich keine Vorstellung davon wie geistig beschränkt man sein kann und trotzdem bis in Führungspositionen vorstoßen kann.

    Die Phrasen sind immer dieselben und nachfragen tue ich schon wegen des Familienfriedens nicht mehr. Er kann mir keine Antwort geben, dies aber mit Klasse.

    In mir wächst die Erkenntnis, dass sämtliche Aktienkurse nicht auf sachlich ermittelten Fundamentalwerten beruhen, sondern in Relation zu den besuchten Nachtclubs von Analysten und Investoren zu sehen sind.

    Das ist wirklich so, auch wenn ich bei dem Gedanken nochimmer lachen muss.

  37. Heizpilz

    Wir der jetzt zensiert?

  38. Heizpilz

    Das Asperger Syndrom ist in Kreisen der Elite weit verbreitet. Bspw. ist der so genannte Realitätsverlust bei Misserfolgen ein Erkennungsmerkmal.

  39. Lina

    ‘Zensiert’? Ungehöriges Auftreten muss sich der Hausherr vom Gast nicht gefallen lassen, oder? Und was kümmert’s Dich – solange Du hier ungeniert & ungehindert sackweise Pellets verheizen kannst? Holz sieht anders aus :-) …

    Sorry, nix für ungut: ich wollt’ ja nicht mehr kratzen, aber manchmal juckt es einfach soooo gemein ;-)))) …

  40. Heizpilz

    Aus meiner Sicht war der Vortrag von “neoliberaler” durchaus OK, etwas erdig und polemisch zwar, aber eben doch werthaltig. Und sei es nur für Anschauungszwecke.
    Bin allerdings als Heizpilz ziemlich dickhäutig und hartgesotten. :)
    Beste Grüße, liebe Lina, sonst alles bestens?

  41. jo@chim

    Danke Lina. Er wird nicht zensiert. Er wird, wenn es so schlau ist wie er tut, schon begriffen haben, dass er mit seinen Unverschämtheiten zu weit gegangen ist. Nichts anderes hiess das *plonk*: Troll woanders, du Harald.

  42. Heizpilz

    Das Hausherrenkonzept greift auch nicht mehr zu Zeiten des Internets, es entstehen halt öffentliche Räume, die Off-Stimme hat das anderer Stelle so zu sagen bis zum geht nicht mehr ausanalysiert.
    BG!

    PS: Wobei Zensur natürlich per se Ok ist.

  43. Lina

    >>> Troll woanders, du Harald …

    … was er bereits getan hat, indem er sich bei ‘Zettel’ ‘Erleichterung’ verschaffen zu müssen glaubte. Ein wirklich ungewöhnlicher Fall an Dreistigkeit im Auftreten … na ja, ‘Versicherer’ eben ;-) …

  44. Lina

    Oh, danke, lieber Sky, kann nicht klagen :-) … und beste Grüsse auch!

    Und nimm meinen Beitrag einfach unter die Rubrik ‘Fördern & Fordern’ ;-) … falls es eventuell doch sein sollte, dass …

    Bye, bye!

  45. Heizpilz

    Zettel gilt aber als sehr streng.
    Denke mal, dass das “klonk” zeitnah übermittelt werden wird und – im Gegensatz zum hiesigen Inhaltslenker – dauerhaftiger Art sein wird.
    Als gesperrter Zettel-Kommentator erlaube ich mir gerne das hier anzumerken. Böse formuliert geht Zettel hier auf seine Wurzeln zurück, die bekanntlich linksradikaler Natur sind.

  46. califax

    Glaube ich kaum. Der Ton macht die Musik, und Zettel achtet auf einen zivilisierten Umgangston. Zweite Einschränkung ist die Gesetzeslage. Der Neoliberale hat mit seiner Ningelei dort weder den guten Ton noch die Gesetze verletzt.
    Sich selbst zu blamieren ist erlaubt.

  47. jo@chim

    Als gesperrter Zettel-Kommentator erlaube ich mir gerne das hier anzumerken.

    Gell, das sitzt immer noch? ^ ^ Trotzdem bitte ich Dich, Dein Klagelied über den guten Zettel anderswo anzustimmen ;-)

    Zur Policy hier: ich habe bekanntermassen einen breiten Buckel. Zensiert wird nur bei persönlichen Beleidigungen, evt. Strafbarem oder dauerhaften Trollereien; ich mache derlei im Allgemeinen auch kenntlich (weise diesbezüglich gerne auch immer mal wieder auf unsere Comment Policy hin, die wir von Statler & Waldorf übernommen hatten).

    Wer – immer nach mehreren Warnungen – hier komplett rausfliegt, kann sich aber durchaus auch darauf einstellen, dauerhaft im Spamfilter zu landen. Das waren aber in vier Jahren bisher nur vier oder fünf ganz üble Dummbatzen.

    Was keineswegs heissen soll, dass ich auf arrogante und unverschämte ad hominem Schwätzereien irgendwelcher tollen Versicherungsverdreher oder sonstiger Überflieger hier nicht komplett verzichten könnte.

  48. Heizpilz

    Jaja, sorry, das gehörte definitv nicht hierhin.
    Hatte mich an anderer Stelle intensiv in Zensurdiskussionen befunden, philosophischer Art, da ist mir was rausgerutscht.
    MFG, HP

  49. Zettel

    Lieber Heizpilz,

    Sie sind in “Zettels kleinem Zimmer” keineswegs “gesperrt”. Dort hat sich noch nie ein Heizpilz angemeldet. Falls Sie sich anmelden wollen, sind Sie willkommen. So, wie jeder, der sich an die Forumsregeln hält.

    Ihre Behauptung, ich hätte eine “linksradikale Wurzelnt”, ist schlicht falsch. Vielleicht sollten Sie erst einmal recherchieren, bevor Sie so etwas behaupten.

    Gruß, Zettel

  50. Christian S.

    Kleine Anmerkung: Der Heizpilz wechselt seinen Nick (“Internetspitznamen”) alle paar Wochen.

  51. Homer

    Das stimmt so nicht.

  52. Christian S.

    War eine Übertreibung.

  53. BlackEye

    Moment, aber selbst bei einer Insolvenz der HRE bleibt doch das hinter den Pfandbriefen stehende Vermögen als Sicherheit bestehen, sonst würde es nicht “Pfandbrief” heißen.

  54. BlackEye

    Es sind doch nur Spekulationen, es gab und gibt keine öffentlich zugängliche Information darüber, wer bei einer HRE-Pleite wieviel verloren hätte.

  55. BlackEye

    Allerdings muss ein Staatseingriff ja nicht gleich Subventionen und Bürgschaften bedeuten. Die Garantie der Bankeinlagen war z.B. ein sehr starkes Signal gegen mögliche Bankruns.

  56. califax

    Wenn das Pfand keinen Marktwert mehr hat, kannste den Brief ins Altpapier geben. Die HRE hat, soweit ich es begriffe habe, nicht direkt die Staatsschulden verpfändet (wäre auch blödsinnig), sondern ihre Gewinne daraus.
    HRE pleite -> keine Gewinne -> kein Pfand im Pfandbrief.. Ganz einfach.
    Das gibt es ja auch in anderen Fällen. Eine als Sicherheit beliehene Immobilie kann abbrennen z.B.

  57. BlackEye

    Bei “den Banken” handelt es sich doch in erster Linie um die HRE, IKB und die Landesbanken. Also sicherlich kein Totalverlust für den weltweiten Kapitalmarkt. Achso, womöglich hätte die Commerzbank die Übernahme der Dresdner abblasen müssen, mMn auch kein Beinbruch.

  58. BlackEye

    Es ist vielleicht nur eine Einzelmeinung, aber kann man ein Finanzinstitut, welches bei der Pleite eines anderen Marktteilnehmers keine Chance mehr hat, als solide bezeichnen?

    Die Aktion der Frau Merkel finde ich weniger tragisch, denn sie hat die Menschen beruhigt ohne rechtlich verbindliche Zusagen gemacht zu haben.

  59. Die Stimme aus dem Off

    Ach was, das mit den Pfandbriefen ist zwar richtig, hätte aber lange nicht diese Auswirkungen gehabt, weil die Renten auch direkt durch den Staat gestützt werden können und gestützt worden wären.

    Weggefallen wären lediglich die unverschämten Provisionen auf den Zwischenebenen.

  60. califax

    Bei einem fortschreitenden Bankrun wäre die Commerz komplett fällig gewesen. So wahnsinnig gesund ist diese Bank nun auch nicht, und der Einlagensicherungsfond muß zunächst einmal von den Banken gefüllt werden, ehe der Staat eingreift. Da hat es bei der Commerz schon im Gebälk geknirscht..Citybank ist eh schon lange den Inkompetenztod gestorben. Die röcheln halt noch.

    Das Problem bei einem großen Bankensterben ist, daß dann hinterher irgendjemand für Bürger und Realwirtschaft Bank spielen muß – das wäre Gevatter Staat. Der müßte dazu aber die Notenpresse anschmeißen und in die Inflation galoppieren, weil ihm ja niemand mehr Geld borgen kann.
    Wie man bei gleichzeitig einem allgemeinen Bankencrash, zunehmender Exportflaute und galoppierender Inflation aber eine Exportwirtschaft mit Kraftwerksbau, Maschinenbau, Schiffbau, etc. am Laufen halten soll, weiß tatsächlich niemand.

  61. Die Stimme aus dem Off

    Das müssen sie doch so auch.

    Es ist doch nicht mehr Geld im Topf, wenn es durch Privatbanken verteilt wird. Eher wenig, wie man gesehen hat.

  62. califax

    Mit einem halbwegs gesunden Finanzsystem zirkuliert das vorhandene Geld aber so schnell, daß viele, viele glücklich sind. Wenn der Geldfluß stockt, gibt es keine Realwirtschaft. Dann muß zusätzlich zum vorhanden aber blockierten Geld zusätzliches Geld gedruckt werden, um die Löhne der Realwirtschaft zu zahlen.

  63. Die Stimme aus dem Off

    Das die Menschen unglücklich sind, wenn kein Geld fließt, wage ich zu bezweifeln, weil ich die Kraft des bargeldlosen Schwarzmarktes jahrelang erlebt habe und noch erlebe.

    Außerdem muss es bei einer solchen Bereinigung nicht zum dauerhaften Stillstand kommen, nur solange, wie benötigt wird um das Geld neu zu verteilen.

    Eine Woche Stillstand hätte keine dramatischen Auswirkungen gehabt, wobei “Dramatik” natürlich interpretationsfähig ist. Jedenfalls hätte eine Bankenpleite noch lange nicht das Ende der Bank bedeutet.

  64. califax

    Du hast “kompletter Zusammenbruch der Wirtschaft, russische Verhältnisse und darauf folgend Sturz der Regierung” sehr euphemistisch aber deutlich genug beschrieben.

  65. Die Stimme aus dem Off

    Glaubst Du etwa, das würde uns auf diesem Weg nicht blühen? Das Problem wird nur aufgeschoben.

  66. califax

    Die Zukunft ist offen. Deine Lust am Untergang kann ich nicht so recht teilen.

  67. Die Stimme aus dem Off

    Ich habe keine Lust am Untergang, ganz bestimmt nicht. Ich gedenke nicht unterzugehen, nur kenne ich eben die Zahlen.

    Die demografische Entwicklung, die wachsenden Schulden und Pensionslasten, die explodierenden Kosten in der Kranken- und Rentenversicherung, das stetig sinkende Niveau in Schulen und Universitäten, die steigende Kriminalität (aktuelle Taschenspielertricks mal bei Seite gelassen), die Deindustriealisierung der Wirtschaft, die wachsende Macht von Ländern wie Russland und China, die Wohnungsbestände, die immer schlechteren Renditen der Versicherer…

    Deutschland fährt voll vor die Wand und nichts kann das noch stoppen.

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