Stoppt die Entwicklungshilfe, endlich
Religionen kann man nur in den Köpfen der Menschen verankern, wenn man sie schon von Kindsbeinen auf den einzig wahren Glauben trimmt. Entwicklungshilfe ist eine Religion. Deshalb kann man sie nicht einfach abschaffen.
Wir wurden in unserer Jugend konditioniert, den Leuten in Afrika, die wir noch Neger nannten, helfen zu müssen. Zu Weihnachten schickten wir ihnen jeweils ein Päkli mit einer Schoggi, einem Nastuch und einem Bleistift und während des Jahres steckten wir Fünferli und Zehnerli ins Holzkässeli und freuten uns, weil das Negerli bei jeder Münze dankbar nickte.
Wenn Intellektuelle aus Afrika uns sagen, wir sollten endlich aufhören mit der Entwicklungshilfe, dann erschüttern sie die Grundfesten unseres Glaubens. Dies tut in der aktuellen Weltwoche Dambisa Moyo aus Sambia.
Weshalb sich dennoch nichts ändern wird, dazu eine Erklärung aus der Sicht professioneller Kommunikation: Als das Negerli bei jeder Münze dankbar nickte







Darum ist man bei der Entwicklungshilfe auch teilweise auf die Projektarbeit (“Hilfe zur Selbsthilfe”) umgestiegen.
Leider scheitert auch dieses Konzept auf höherem Niveau.
Mein Eindruck ist übrigens, dass das in grösseren Teilen der Politik durchaus verstanden worden ist; es geht also bei der E-Hilfe um Symbolik, Pflege der internationalen Kontakte und natürlich ist der Apparat “Entwicklungshilfe” nicht mehr so einfach wegzukriegen.
Leider sind die Konsequenzen dieses Tuns schädlich.
Entwicklung kann man nicht kaufen:
http://www.freiheit.org/files/152/Entwicklung_Erkens-Text.pdf
Wenn man die ganzen Arbeitsplätze in der ersten und zweiten Welt zusammenzählt, die direkt oder indirekt an die „Entwicklungshilfe“ gekoppelt, bzw. von ihrem Weiterführen abhängen, kommt man sicherlich auf einige zehntausend.
Dass sich angesichts dessen in absehbarer Zeit nichts ändern wird, liegt da auf der Hand.
Sehr geehrter Herr Richard,
Sie haben Recht. Ich rege an, dass Sie http://www.bonner-aufruf.eu anklicken und das Buch “Afrika wird armregiert” dtv, 2009 lesen.
Beste Grüße
V.A.S.
Hier muss ich protestieren: Nur staatliche Intervention schützt die Armen und Geknechteten! Damals, als es noch keine Staaten, keine Entwicklungshilfe, keine Subventionen, keine Ausschüsse, etc. gab, verhungerten die Leute weltweit, da sie zu doof waren, für sich selber denken und handeln zu lassen. Erst seit wenigen Jahrzehnten sind wir in der Lage, uns von staatlichen Experten betreuen zu lassen – und das Ergebnis? In Europa verhungert niemand! Ein klarer Beweis dafür, dass wir einen starken Staat brauchen! Mit erfolgreicher Implementierung unseres sozialistischen Systems würde es auch den armen Afrikanern schlagartig besser gehen.
Deshalb müssen wir noch viel, viel mehr an Entwicklungshilfe leisten. All die Milliarden Dollar bislang waren nicht sinnlos verpulvert, sondern einfach zu wenig. Dies ist ja auch in Europa zu bemerken: Trotz Milliardenschwerer Programme klafft die Schere zwischen Arm und Reich auseinander, werden Frauen massiv unterdrückt und benachteiligt, ja, gibt es Arbeitslose, die sich keinen Mercedes leisten können!
Diese Ungerechtigkeit muss abgeschafft werden!
Ein böser-böser Text – aber leider wahr. Die Erwähnung von Hilfe zur Selbsthilfe rundet das zu Recht ab.