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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Zum Bundesarbeitsdienst!

Bodo Wünsch, 08.07.2009

Bedingungslose Grundarbeit ist das logische Korrelat zum bedingungslosen Grundeinkommen.* Mit anderen Worten: Geld – und damit Kaufkraft, und damit wiederum ein echter ökonomischer Faktor – das A bedingungslos erhält, der es nicht buchstäblich *erwirbt * (aus welchen Gründen auch immer, das spielt zunächst keine Rolle und wird auch nicht bewertet), muss an anderer Stelle (von B) erworben werden, schlicht und ergreifend, damit die Bilanz stimmt. Das dürfte jedem einleuchten. Da das ja nach den Vorstellungen der Befürworter des BGE gesetzliche Grundlage haben soll, sollte man laut aussprechen, was das konsequenterweise bedeutet: Das bedingungslose Grundeinkommen bedarf eines gesetzlichen Arbeitsdienstes. Sowas ähnliches gab es ja mal und entwickelte sich dereinst real zu einem unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor – wenn auch aus ganz anderen politischen Motiven.

Es ist wichtig, dass das in der Debatte nicht unterschlagen wird (das mit der ausgeglichenen Bilanz).

Doch selbst jene, deren Bildung nicht von zu tiefen Kenntnissen volkswirtschaftlicher Zusammenänge getrübt ist, sehen ein, nein: ignorieren, dass weder das eine, das bedingungslose Grundeinkommen, noch das andere, eine mögliche bedingungslose Grundarbeit, mit Markt und damit mit der aktuell (zumindest in München gesehen) auf SPD-Plakaten totstrapazierten ‘sozialen Marktwirtschaft’ noch weniger zu haben als die Schlümpfe mit der Mondlandung.

Die politische Realität  im all-sozialdemokratischen Wunderland sieht jedoch anders aus. Hier muss buchstäblich gar nichts. Das Geld für ein bedingungsloses Einkommen könnte auch kreditfinanziert werden – wie so vieles, was in Deutschland inzwischen rein kreditfinanziert ist, einem Sachverhalt, an dem sich scheinbar keine Sau reibt. Vielleicht sollten Liberale anfangen, sich damit abzufinden; Antjes Geld wächst auf Bäumen.**

* die verlinkte Website ist mit Vorsicht zu genießen

** … diese nicht ;-))



94 Kommentare zu “Zum Bundesarbeitsdienst!”

  1. Shin

    Das bedingungslose Grundeinkommen bedarf eines gesetzlichen Arbeitsdienstes.

    Nö, wieso? Wenn das BGE einen bestimmten Prozentsatz des Durchschnittseinkommens beträgt, ist das überhaupt nicht nötig.

  2. Shin

    Ich sehe übrigens nichts, was aus liberaler (nicht libtertärer) Sicht gegen ein BGE spricht. Es wäre allemal effizienter und gerechter (und durchaus im klassischen und nicht im linken Sinne) als das gegenwärtige Umverteilungssystem.

  3. Bodo Wünsch

    1. Die Liberalen haben das Modell des Bürgergeldes (im Grunde ein Bürokratie-Abbauprogramm)

    2. Der Libertäre ist grundsätzlich dagegen, dass Geld umverteilt wird.

    3. Shin, Dein Einwand oben ändert nichts an der Tatsache, dass _jede_ Bilanz ausgeglichen sein muss. Wenn auf der Passivseite ein BGE steht, muss auf der Aktivseite eine Steuer stehen – die wiederum setzt Erwerbsarbeit voraus, stpfl. Erwerbsarbeit.

  4. dagny t.

    Bodos Argument mit der Bilanz ist doch sehr einleuchtend: Wenn auf der einen Seite der Bilanz jemandem etwas gegeben werden soll, dann muss auf der anderen Seite der Bilanz dieses Etwas von jemandem aufgebracht werden.

    Die einzige weitere Moeglichkeit ist, dass der die Bilanz erstellende selber in der Lage ist, die zu verteilenden Mittel aus dem Nichts zu schaffen. Tertium non Datur.

    (Und Danke, Bodo, fuer die Klarstellung zum Bedingungslosengrundeinkommen)

  5. Alex

    Ich denke, viele Menschen arbeiten doch so wie so nahezu bedingungslos! Die einzige kleine Bedingung, die gestellt wird, ist eine entsprechende Entlohnung, für die “Arbeiten”, die nicht unbedingt leicht von der Hand gehen und nicht wirlich angenehm sind und ggf. auch nicht dem entsprechen, was einen wirklich glücklich macht und rundherum zufrieden stellt! Wäre dies der Fall, so denke ich, würden viele Menschen auch unentgeltlich arbeiten, nicht wahr?! (Wieso leisten z.B. die Menschen in D doppelt so viele ehrenamtliche Arbeitsstunden, wie die der bezahlten Erwerbsarbeit?)
    Weiterhin: Wer will denn eigentlich tatsächlich die ganze Zeit seines Lebens vor der Glotze verbringen? Ihr alle, die Ihr hier diskutiert?! Wohl kaum, oder?! Ist das nicht eine Minderheit?
    Fragt Euch doch einfach mal selbst die wirklich simple Frage: Was würde ich tun, hätte ich bedingungslos 1000 EUR pro Monat?! Würde ich das tun, was ich schon immer tun wollte, weil ich es mir nun auch “leisten” kann und ich nicht arbeiten MUSS um nur über die Runden zu kommen?
    Oder gehe ich einer Erwerbsarbeit nach, um mir noch etwas mehr leisten zu können und ein wenig Luxus genießen möchte?
    Bedingungslose Grundarbeit?! – Aber ja! Jeder möchte doch einen Sinn in seinem Leben und seinem Tun finden! Das wäre mit einem BGE möglich, weil man dann genau das tun könnte, was man für wichtig und richtig hält. Leider fiele dann der Arbeitszwang weg, was sich viele einfach nicht vorstellen möchen und können! Wär’ echt blöd, wenn ich den Angestellten oder Arbeiter nicht mehr nur aus Gründen der Existenzsicherung zu all den unliebsamen Arbeiten zwingen könnte! Ein Leben ohne MUSS und ZWANG: Für ach so viele einfach völlig undenkbar! Das ist FREIHEIT!

    Was würdet IHR tun? Und schaut doch nicht IMMER nur auf die anderen! Zeigt mit dem Finger doch einfach mal auf Euch! ;-)

  6. Dirk F.

    Bodos Argument mit der Bilanz ist doch sehr einleuchtend: Wenn auf der einen Seite der Bilanz jemandem etwas gegeben werden soll, dann muss auf der anderen Seite der Bilanz dieses Etwas von jemandem aufgebracht werden.

    Mir gefällt es nicht, dieses Bild einer Bilanz mit Bürgern auf der einen und wiederum Bürgern auf der anderen Seite, denn es abstrahiert vom Großen Umverteiler. Das Gegenstück zum BGE ist nicht das, was den Bürgern dafür abverlangt wird, sondern was Staat tut: Inflationieren, besteuern, verschulden. Korrelat zum BGE ist daher eher der bedingungslose Grundraub.

  7. Dirk F.

    Leider fiele dann der Arbeitszwang weg, was sich viele einfach nicht vorstellen möchen und können! Wär’ echt blöd, wenn ich den Angestellten oder Arbeiter nicht mehr nur aus Gründen der Existenzsicherung zu all den unliebsamen Arbeiten zwingen könnte! Ein Leben ohne MUSS und ZWANG: Für ach so viele einfach völlig undenkbar! Das ist FREIHEIT

    Für diese “Freiheit” werde ich nicht bezahlen.

  8. Michel

    Der Gedanke, dass die unliebsamen Arbeiten, die keiner verrichten würde, irgendwo fehlen würden ist dir wohl noch nicht gekommen? Was denkst du würde passieren, wenn niemand als Fernfahrer oder Müllmann arbeiten wollte?

  9. Kenji

    viele leute sind gern fernfahrer, wenn es nicht gerade unter prekären verhältnissen ist. Müllmann darf man sich nicht mehr vorstellen wie damals, kein müllmann hat mehr echten kontakt zu stinkenden müll, das ist alles sauber verschlossen in den mülltonnen, die werden eben schnell in den müllwagen umgeladen und fertig, und das beste ist das immer mehr nichtmal mehr draußen und hinten am müllwagen hängen mussen, die fahren mit greifarm-müllwagen herum und können so mit minimalsten aufwand die arbeit von dreien verrichten.

  10. Kenji

    du musst dafür überhaupt nichts bezahlen. selber bekommst du wie alle anderen das grundeinkommen ja auch, das wird einfach in das bestehende einkommen eingerechnet. Dann wird die einkommensteuer gesenkt, dafür die mehrwertsteuer erhöht. eventuelle mehrkosten, werden durch bürokratieabbau, und weil ja sämmtliche staatlichen leistungen in den grundeinkommenstopf fließen, aufgefangen. Das pure Nullspiel, dafür aber jedemenge Vorteile, wie besseren überblick über den staatlichen haushalt und aufhebung des existenznöte der bevölkerung.

  11. tigger

    Wieso eigentlich nur 1000€, warum nicht 5000€ ? Da könnte man sich doch noch viel freier fühlen.

  12. Emily

    Entweder steigt der Preis für die Arbeit, bis sie jemand zu dem Preis machen wird oder -wenn es zu teuer wird- wird der Mensch eine Maschine erfinden, der die menschliche Arbeitskraft ersetzt. So gibt es die computergesteuerten Greifarme, die die Tonnen anheben.
    Unliebsame Arbeit, wie Pflegedienste am Menschen, würden entweder besser/ angemessen entlohnt oder -wenn sie keiner machen will… dann gibt es sie eben nicht.

  13. Emily

    Weil das BGE die Teilhabe an der Gemeinschaft [auch in kultureller Hinsicht] sicher stellen möchte. Und nicht auf das individuelle Sicherheitsbedürfnis abstellt. Die Freiheit für, nicht von etwas.

    Steht nicht zu befürchten, dass sich hinter dem Betrag von € 5.000 die Strategie verbirgt, sich Werteerfüllung zu erkaufen?

  14. stefanolix

    Das stimmt nur bedingt. Es gibt zwei Zeiträume, in denen die Arbeit der Müllmänner sehr schwer ist: den Winter und den Sommer. Im Winter, wenn alles anfriert und im Sommer, wenn der Inhalt der Bio-Tonnen aktiv wird. Außerdem gibt es nicht nur ideale Stadtviertel mit einigermaßen bewussten Bewohnern. Und das Abholen der Tonnen ist nicht der einzige Job der Entsorger.

    Es ist richtig, dass die Müllfahrzeuge heute ergonomisch sind (selbst beim Einsteigen kann der Fahrer unterstützt werden). Müllfahrzeuge mit Greifarm sind aber die absolute Ausnahme und längst nicht überall einsetzbar. Die meisten Tonnen müssen zum Fahrzeug gerollt werden, dort werden sie dann aber »geliftet«. Und: nicht alle Entsorger kaufen die Müllfahrzeuge mit der vollen Sonderausstattung.

  15. R.A.

    @Kenji:
    > eventuelle mehrkosten, werden durch bürokratieabbau,
    > und weil ja sämmtliche staatlichen leistungen in den
    > grundeinkommenstopf fließen, aufgefangen
    Das ist einfach falsch. Jede BGE-Variante kann nur mit massiven Steuererhöhungen funktionieren – also durch noch stärkere Ausbeutung derer, die arbeiten.

  16. Rayson

    Es ist relativ sinnlos, nur abstrakt über das “bedingungslose Grundeinkommen” zu diskutieren, viellicht mit der Ausnahme, dass es ebenso wenig weise wäre zu suggerieren, Einkommen käme vom Staat, wie dass Strom aus der Steckdose käme.

    Ein “bedingungsloses Grundeinkommen” von 100 Euro ist finanzierbar und hält auch niemanden von der Arbeit ab. Bei einer Null mehr sieht die Sache schon anders aus: Ich z.B. würde nur noch tun, was mir Spaß macht und käme damit auf max. 10 Arbeitstage pro Jahr. So weit die Theorie. Da andere aber ähnlich reagieren, dürfte das Angebot an Gütern drastisch abnehmen. Die Folge wären Preiserhöhungen und Mangel – also entweder man baut dann eine Mauer, oder diese Illusion des sorgenfreien Lebens wird zu einer höchst überflüssigen Episode.

  17. tigger

    Nein, hinter 5000 Euro steht die Strategie, nicht mehr arbeiten gehen zu müssen, um voll kulturell an der ebenfalls lau machenden Gemeinschaft teilzunehmen,

  18. jo@chim

    und käme damit auf max. 10 Arbeitstage pro Jahr

    Wundert mich nicht bei Deinem Job :D

  19. Die Erklaerung

    Bei mir im Blog hat sich gestern ein engagierter Leser im Kommentarbereich dazu verstiegen, daß man, wenn man den “Reichen” ordentlich was wegnähme, mindestens 150 Milliarden in die Kasse spülen könnte und dies reiche, um Hartz IV zu verdreifachen oder ein bedingungsloses Grundeinkommen zu schaffen. Ich habe mir das Nachrechnen mal gespart.

    http://dieerklaerung.wordpress.com/2009/07/08/warum-sich-die-linke-gar-nicht-wundern-mus/

  20. Bodo Wünsch

    Wieso, was macht er? Strandkorbverleih in Hammerfest?

  21. R.A.

    > Es ist relativ sinnlos, nur abstrakt über das
    > “bedingungslose Grundeinkommen” zu diskutieren
    Jein.

    Es ist völlig sinnlos, über ein BGE von 100 Euro zu diskutieren. Denn das ja nur eine zusätzliche Staatsausgabe, mit Zusatzverwaltungs- und verrechnungsaufwand – aber sämtliche anderen Leistungen müßten grundsätzlich weiterlaufen.

    Wenn man überhaupt über BGE diskutiert, dann nur über Modelle, bei denen man a) nicht mehr zu arbeiten braucht (d.h. man erhält Geld mindestens etwa in der Höhe von Hartz IV / Sozialhilfe incl. Nebenleistungen) und b) ein großer Teil der bisher üblichen Sozialleistungen deswegen ersatzlos wegfallen kann.

    Und jedes dieser Modelle hat dann das massive Problem der Finanzierbarkeit, der Ungerechtigkeit/Ausbeutung und diverse negative Rückkopplungen z. B. auf dem Arbeitsmarkt.

  22. Emily

    Eine Projektion?

    Eine faszinierender bereits erfasster Umstand:
    Fast jeder Befragte äußert, er würde zwar arbeiten, aber die anderen nicht. Deshalb ginge das alles gar nicht. Gruseliges eigenes oder konditioniertes Weltbild, nicht?

  23. R.A.

    > Fast jeder Befragte äußert, er würde
    > zwar arbeiten …
    Es traut sich halt doch fast niemand, sich als potenzieller Faulpelz und Schmarotzer zu offenbaren.
    Die Frage ist aber, was die Befragten denn konkret meinen mit “arbeiten”.

    Wenn da “Demos organisieren” als “gesellschaftliche Arbeit” gilt oder halbtags schlechte Gedichte verfassen der Selbstverwirklichung dient, hat das wenig mit echter Arbeit zu tun.

  24. Emily

    >Ich z.B. würde nur noch tun, was mir Spaß macht und käme damit auf max. 10 Arbeitstage pro Jahr.>

    Das eigene Sein bzw. was einem Spass macht, ist kein statischer Zustand und nicht zu verallgemeinern. Freies Spiel der menschlichen Produktivität. Vielleicht möchten viele/einige Menschen diese Freiheit gar nicht und finden ihre Arbeit bei Chef/ im Unternehmen ganz toll, verhandeln aufgrund des BGE jedoach ein wenig über Arbeitszeiten oder -bedingungen.

    Dann wird es auch weiter Güter geben.

  25. Bodo Wünsch

    Was viele übersehen: “Geld” ist per se kein Gut. Es kann als solches daher nicht ein Gut ersetzen, z.B. Arbeit – die auch noch ein Produktionsfaktor ist.

    Am BGE ist alles falsch. Der Hinweis auf sein logisches Korrelat, der bedingungslosen Arbeit ( = Zwangsarbeit) deutet indirekt darauf hin, dass ein BGE, egal welcher Höhe, den Preis für Arbeit verzerrt (noch mehr, als er durch all-sozialdemokratische Wolkenkuckucksheimerei schon verzerrt ist), sondern auch ein marktgerechtes Angebot _an_ Arbeit.

    Wozu Müllmann werden, wenn es ein BGE gibt. => Müllabfuhr wird so teuer, dass Müllbeseitigung vermutlich mit etwas anderem substiuiert wird….

    Die Folgen der Einführung eines BGE wären so komplex und katastrophal, dass es ohnehin keine politische Zukunft hat. Insofern brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Sorgen machen sollten wir uns über Leute, die solches ernsthaft fordern. Die fordern vielleicht bald noch ganz anderes…

  26. tigger

    Eine Projektion?

    Das ist eine gute Frage. Ich denke auch, es ist eine Projektion derjenigen, die irgendeinen künstlerischen oder sonstwie interessanten Job haben, darin aber nicht so richtig gut verdienen, oder sehr unregelmäßig Einkommen beziehen.
    Solche Leute würden natürlich ein BGE begrüssen und ihren Job nicht aufgeben. Dieses Verhalten projezieren sie auf alle anderen Erwerbstätigen, und können sich gar nicht vorstellen, dass einige einfach ab einer gewissen Höhe des BGE ihren Job hinschmeissen würden. (Ab 5000 wäre bei mir jedenfalls Schluss, darunter würde ich meinen Einsatz stufenlos zurückfahren :)

  27. Die Stimme aus dem Off

    Tausend Euro würden Dich dazu veranlassen nicht mehr regelmäßig arbeiten zu gehen? 1.000 Euro nur? Davon kann man mit einer Familie doch nicht leben und nicht sterben.

  28. Andreas

    Würde es Jamba geben in einer Welt mit dem bedingungslosen Grundeinkommen?

    Definitiv nicht. Klingeltöne würde es definitiv geben, aber kein System, dass versucht junge Menschen abzuzocken. Jamba macht das allerdings nicht aus Bosheit, sondern weil die Mitarbeiter ja von irgendetwas leben müssen. Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen, würden sie sicherlich sinn vollere Dinge tun, auch wenn sie keinen Cent dafür sehen würden.

    Würde es die Müllabfuhr noch geben in einer Welt mit dem bedingungslosen Grundeinkommen?

    Definitiv JA! Denn im Gegensatz zu Klingeltonabzocke wird die Müllabfuhhr dringend benötigt. Und deshalb wären die Menschen auch bereit dafür zu bezahlen. Wenn ich steuerfrei 1000 Euro kriege und mir die Müllabfuhr 500 Euro nochmal raufpackt, hätte ich als 1500 Euro. 500 Euro mehr als mein Nachbar, der nicht arbeitet. Menschen, die gerne mehr haben als die Anderen, werden immer auch arbeiten wollen, Sie werden auch “unschöne” Arbeit machen. Dafür haben sie dann auch ein schöneres Auto. Und das sei Ihnen gegönnt. Es wird immer Menschen geben, die mehr haben wollen, als die anderen. Daran würde auch monatliche 5000 Euro nichts ändern.

  29. Rayson

    Betriebswirtschaftliche Beratung.

  30. Rayson

    Weiterhin Güter gibt es sogar inNordkorea. Die Frage ist immer, welche und wieviel davon. Wenn nur ein zweistelliger Anteil der Menschen so denkt wie ich, werden viele Güter mindestens deutlich teurer angeboten mit der Folge sinkender Realeinkommen.

  31. Rayson

    Wer redet denn von Familie ;-)? Und in einer solchen würden die 1000 Eier ja wohl auch pro Kopf gezahlt…

  32. Rayson

    Wusste ich’s doch, dass es sich da letztlich um eine Religion handelt, die das Böse endgültig zu bannen verspricht. Halleluja!

  33. BlackEye

    Wieso BGE wenn man Bürgergeld einführen könnte, so wie es die FDP vorschlägt? Ein BGE würde praktisch zu einem immens hohen Mindestlohn in allen Branchen führen. Das würde alles teurer machen und am Ende wären die 1000 oder auch 5000 Euro nichts mehr Wert.

  34. Medea

    Bei 5.000 Euro würde ich jedenfalls nicht mehr arbeiten. Die meisten Leute haben doch keinen Traumberuf, den sie in jedem Fall weiter machen würden.
    1.000 Euro sind mir zu wenig, da fühle ich mich nicht wirklich frei ;-)

  35. Die Stimme aus dem Off

    Alles klar, wenn die pro Kopf gezahlt werden sorge ich ganz selbstlos für eine Bevölkerungsexplosion.

  36. Die Stimme aus dem Off

    Da siehst Du mal wie die Vorstellungen auseinander gehen. Mülmann also.

    Da in diesem Szenario JEDER 1.000 Euro mehr hat, würde ich Zuhälter werden. ;-)

  37. Scruto

    Immerhin wollen die hinter dem Link das noch blödere “Recht auf Arbeit” nicht mehr aufrechterhalten.

  38. Uwe Richard

    Eigentlich sollte jeder vernünftig denkende Mensch die sofortige Einführung des BGE fordern. Nur Masochisten bevorzugen ein langsames, qualvolles Ende.

    Je schneller die Karre an die Wand gefahren wird, desto besser.

  39. Christoph

    Nur das die meisten Vertreter eines bedingungslosen Grundeinkommens eine Besteuerung des Konsums und nicht eine Besteuerung von Arbeit als Finanzierung fordern. Das Geld für den Konsum kann aus Erwerbsarbeit oder aber Zinsen entstehen. Darüber hinaus leben wir in einer Zeit in der immer weniger Erwerbstätige notwendig sind um eine Überangebot von Waren zu produzieren. Hier von einem Arbeitsdienst (und somit mit Anknüpfungen aus der Zeit des Dritten Reiches bzw. einer argumentativen Nebelkerze) zu sprechen und ein interessantes Gedankenspiel zur Zukunft unserer Gesellschaft zu pervertieren, hat nichts mehr mit Sachlichkeit zu tun.

  40. Rayson

    Überangebot von Waren

    Du beliebst zu scherzen. Oder etwa nicht?

  41. Bodo Wünsch

    1. Ihr Einwand ist _politisch_ nicht vom Tisch zu wischen. Ich habe aber nicht politisch, sondern analytisch argumentiert. Das hätten Sie erkennen können.

    2. “Drittes Reich” habe ich mir angewöhnt, in Anführungszeichen zu setzen. Aus guten Gründen.

    3. “Unsere Gesellschaft” – was ist das? Moralische Prämisse? Empirische Tatsache?

    4. Nie waren in Deutschland so viele Menschen per se erwerbstätig wie heute. Das ist belegt

  42. Bodo Wünsch

    Und hier werde ich doch politisch: Wenn ich gerade in die deutsche Geschichte schaue, möchte ich keine Karre an der Wand sehen. “Wir” waren da mal mit mehreren Karren dran, und einmal sind wir mit der Karre auch durch die Wand gefahren…

    PS: Vor ein paar Jahren hätte ich aber auch so argumentiert…

  43. Gregor B.

    So massiv werden die Steuererhöhungen nicht sein, weil mit den jetzigen Sozialtransfers und deren Verwaltungskosten bereits pro Mensch in Deutschland 800 Euro/Monat ausgegeben werden!

  44. Epameroi

    Ein BGE widerspricht nun einmal schlicht jedweden marktwirtschaftlichen Kriterien.

    Arbeiten, die gemacht werden müssen, aber keiner zum BGE machen will, würden schlichtweg so teuer, dass man vom BGE nicht mehr leben könnte.

    Und Länder, die sowas de facto hatten, weil sie es sich leisten konnten (Saudi Arabien, Brunei) haben dann einfach billige Arbeitskräfte importiert, wären das eigene Volk sich nur noch wenig anstrengte.

    Es gibt sicher noch effizientere Methoden, eine Volkswirtschaft an die Wand zu fahren, mir fällt bloß gerade keine ein.

  45. Uwe Richard

    „Solange Waren die Grenzen überqueren“, sehe ich keine Parallelen zur jüngeren Geschichte.

    Die Frage lautet doch: Litten Ms. Taggart und Mr. Rearden an Agnosie? ─ Oder habe ich eine Lese- und Verständnisschwäche?

    Uwe Richard

  46. Sebastian

    Für mich wäre bei 1000 Euro jedenfalls wie für Rayson beinahe Schluß (und ich bin kein Bauarbeiter sondern Informatiker). Der Wert von Freizeit steigt irgendwann sehr schnell. “Nur vor der Glotze hängen” führt übrigens in die Irre. Viele Menschen haben heute Hobbies, die intellektuell oder sonstwie fordernd und erfüllend sein können, produktiv sind diese deshalb meißt noch lange nicht. Erfüllung resultiert eben für viele aus der Schwere der Aufgabe, nicht aus deren Nutzen für andere Menschen. Oft verlangt es einen auch nach einer gerade eben nur hinreichend aber bitte nicht ZU fordernden Tätigkeit. Dass ein Misserfolg keine ernsten Konsequenzen habe oder die Bewertung des Ergebnisses einem selbst überlassen bleibt kann auch ein Plus sein. Ich zb würde gerne mal ein halbes Jahr Nahuatl lernen (wohlgemerkt: ohne dass ich vorhätte das auch anzuwenden) oder ein Jahr Civilization 4 spielen. Danach fände sich schon was neues…

    2stellig ist meiner Meinung nach zu tief gegriffen. Ich würde wenigstens 50% der Bevölkerung aus allen Schichten so einschätzen, dass das, was ihnen zu einem bestimmten Zeitpunkt die größte Erfüllung bereitet, auf praktisch keine Nachfrage trifft.

  47. Christoph

    Ich sehe jedenfalls keine Schlangen vor unseren Supermärkten, um Dinge des alltäglichen Lebens zu kaufen.

  48. Christoph

    zu 1) Wer, ob analytisch oder politisch Argumentiert, aktuelle Sachfragen mit Fakten aus dem “Dritten Reich” verbindet, tut dies aus einem einfachen Grund. Er will von der Sachfrage, durch gezieltes Einwerfen von moralisch negativ belasteten Beispielen, ablenken.

    zu 2) Wahrscheinlich habe ich die Erfahrungen, die zu ihren guten Gründen geführt haben, noch nicht gemacht.

    zu 3) Im Fall der Diskussion des bedingungslosen Grundeinkommens und um einen gemeinsamen Startpunkt zu haben, verstehe ich unter “unserer Gesellschaft” den aus praktikablen Gründen entstanden Staat Bundesrepublik Deutschland.

    zu 4) Das nehme ich jetzt mal so hin, behaupte aber, dass in den letzten 100 Jahren sich im Fall von Deutschland die Anzahl der Beschäftigung weg vom Landwirtschaftssektor hin zum Industrie- und Dienstleistungssektor bewegt haben und wir weniger Erwerbstätige im Landwirtschaftssektor brauchen um mehr landwirtschaftliche Produkte herzustellen. Eine ähnliche Entwicklung kann man auch im Industriesektor erkennen.

  49. Christoph

    Leben wir den schon heute in einer Zeit wo Menschen zum Arbeiten als Fernfahrer oder Müllmann gezwungen werden? Meinst du nicht, dass diese Menschen, das heute schon freiwillig machen? Und glaubst du nicht auch, dass es ein Anreiz sein könnte, dass wenn ich schon über ein festes Grundeinkommen verfüge und weiß, dass ich jeden zusätzlich verdienten Euro behalten darf, zusätzlich zu Arbeiten? Ganz im Gegensatz zu Hartz IV, wo der Staat dir keine Anreize zur Annahme von geringer bezahlten Jobs bietet und dich stattdessen mit Zwang und Strafe dich dazu zwingt.

  50. Christoph

    Daher soll ja die Konsumsteuer erhöht werden und die Einkommenssteuer abgeschafft werden. Da werden dann die, die arbeiten, überhaupt nicht mehr ausgebeutet. Denn eines ist sicher. Am Ende konsumieren wir alle.

  51. Christoph

    Saudi Arabien wird sich das nur solange leisten können, wie das Öl sprudelt bzw. der Bedarf danach da ist. Danach geht das Licht aus in Saudi Arabien. In Deutschland haben wir keine Bodenrente wie es sie in Saudi Arabien gibt. Und ein bedeutungsloses Grundeinkommen wird nie die Höhe einer auf Erdöl basierten Bodenrente einnehme.

  52. R.A.

    > weil mit den jetzigen Sozialtransfers und deren
    > Verwaltungskosten bereits pro Mensch in Deutschland
    > 800 Euro/Monat ausgegeben werden!
    Die übliche Milchmädchenrechnung, die selbst bei den angeblich akademisch fundierten BGE-Rechnungen Hauptstütze der Argumentation ist.

    Erst einmal werden die Verwaltungskosten, die man durch Verzicht auf Einzelfallprüfung einsparen könnte, um Größenordnungen überschätzt.

    Und zweitens ist ein sehr großer Teil der jetzigen Sozialausgaben eben keine Verteilmasse, die man pro Kopf umrechnen kann.

    Für die wirklich Hilfsbedürftigen wird nämlich deutlich mehr als BGE ausgegeben. Ein vom Sozialamt betreutes Kind kostet den Staat einige tausend Euro im Monat, dito die Versorgung von Schwerbehinderten, chronisch Kranken oder die Betreuung von sozialen Brennpunkten.

    Wenn man die BGE-Pläne wirklich umsetzen würde, wäre das ein ganz massiver sozialer Kahlschlag, und zwar ein echter, nicht einer von den typischen von linken Lobbygruppen herbeigefaselten.

  53. dagny t.

    Wie wird eigentlich nach Einfuehrung des Grundeinkommens mit Einwanderern umgegangen?

    Bekommt ein EU-Inlaender, sagen wir mal aus einem stark katholisch gepraegten Nachbarland, der mit Grossfamilie nach D. zieht, auch das Grundeinkommen? Ja oder nein?

  54. dagny t.

    Und noch eine Frage: Hat niemand ein flaues Gefuehl, wenn er 1000E einfach so fuer nix bekommt? – Wo ist der Unterschied zu der Szene in ‘Kir Royal’ in der der Klebstofffabrikant droht, den Reporter mit Geld solange zuzuscheissen, bis er sich korrumpieren laesst?

    Heute sinds 1000E, morgen 1200E und uebermorgen 1500E – Schleichende Korruption bei der das Wahlvolk gekauft wird.

  55. R.A.

    Selbstverständlich bekäme jeder legal sich in Deutschland Aufhaltende mit allen Angehörigen das volle BGE.
    Ansonsten müßten wir aus der EU austreten – oder eine Mauer bauen.

    Und es ist klar, daß dies zu noch heftigeren Finanzproblemen führen würde.

  56. dagny t.

    Eine Mauer? Dann geht sozial doch nur national?

  57. Adrian

    Flaue Gefühle? Ja. Aber wer die Menschheit kennt, weiß, das flaue Gefühle schnell vergehen, bzw. aufgerechnet werden. Immerhin bekommt Christiano Ronaldo ja auch zig Millionen für nichts, oder?

  58. dagny t.

    Dann sollte das Buergergeld an Christianos Stundensatz ausgerichtet werden?

  59. Adrian

    Nein, ich wollte lediglich sagen, dass es eine weit verbreitete Haltung widerspiegelt.

  60. Dirk F.

    Überraschung!

  61. Bodo Wünsch

    zu 1) Das “Dritte Reich” ist nicht lange her und mE ewiges Mahnmal, wie man es _nicht_ (oder nicht nocheinmal oder nicht mehr) machen darf. Weltweit. Kein anderes Beispiel der Weltgeschichte gibt heute so anschauliches Lehrmaterial dafür ab, was politisch UND moralisch richtig und falsch ist. Insofern ist Ihr Vorwurf, ich würde von “Sachfragen” ablenken. Mit Moralismus haben meine Äußerungen nichts zu tun. Sie lesen das hinein. Es bleibt dabei: _bedingungsloses_ Einkommen braucht _bedingungslos_ zu erwirtschaftende Aktiva, und das geht _prinzipiell_ nur mit der gesetzlicher Garantie. Da ich ein alter Polemiker bin, fiel mir sofort der Begriff “Arbeitsdienst” ein.

    zu 2) Mag sein. Gute Gründe liefert die profunde Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus.

    zu 3) Danke für die Erläuterung. Warum sagen Sie dann im Dienste der Klarheit nicht gleich “unser Staat”?

    zu 4) Richtig, technischer Fortschritt und zivilisatorische Veränderungen korrelieren. Herauszufinden, In welchem Maß und auf welche Weise, ist Aufgabe der Sozialwissenschaft. Rein rechnerisch wird heute etwa ein VW Golf in nur 17 Sekunden hergestellt – ohne Automation und Robotik undenkbar. Verwaltung und Logistik und Entwicklung und Marketing usw. “drumherum” beschäftigt eine Menge Menschen, höchst arbeitsteilig. Das industrielle Produktionssystem ist zudem höchst sensibel – kleinste Veränderungen auf Marktseite bedingen schnelle Veränderungen auf der Produktionsseite.

    Aber da kommen wir vom Thema weg. Die Frage bleibt, mit welchem Recht gewisse Leute ein BGE fordern. Wünsche ersetzen auch im Jahre 2009 keine Begründungen…

  62. Alex

    @tigger: Weil man von 1000 Euro zwar bescheiden aber ohne Existenzängste leben könnte! DESHALB keine 5000 EURO!

    Sicher würde man sich mit einem solchen Betrag noch freier fühlen! Absolute Zustimmung! Aber darum geht es doch bei der Idee des BGE ÜBERHAUPT und GANZ UND GAR nicht!
    Diese polemischen Hau-Drauf-Aussagen und Totschlagargumente zeigen eindeutig auf, dass bezüglich des Grundeinkommens noch seeehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist.
    Es geht auch absolut nicht darum, dass Menschen aufhören sollen zu arbeiten! Mit einem solchen Grundeinkommen wären endlich auch wieder die Arbeiten möglich, die für unsere Gesellschaft ENORM wichtig sind: Arbeit vom Menschen am Menschen und für die Menschen! Das momentane Bild sieht anders aus! Typisch Deutsch ist es derzeit (wie ich finde): DAS IST MEINS UND ICH WERDE DAVON NICHTS ABGEBEN, DENN DAFÜR HABE SCHLIEßLICH ICH UND NUR ICH ALLEIN GEARBEITET! ALLE ANDEREN ARBEITEN JA SO WIE SO NICHT UND SIND FAULE SCHW… UND WIESO SOLL ICH DIE BEZAHLEN?!

    Richtig?!

    Ich bin unbedingt für mehr Solidarität! Nur in der Gruppe ist der Mensch stark und kommt weiter voran! Und wir sollten aufhören, allen anderen vorschreiben zu wollen, wie sie gefälligst zu leben und was sie zu arbeiten haben! Niemand möchte dies von irgendjemanden vorgeschrieben bekommen, oder?!

    Vielmehr müsste es meiner Meinung nach darum gehen, jedem Mitglied unserer Gesellschaft eine würdigere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedingungslos (!) zuzugestehen und für mehr Chancengleichheit (ich denke an Alleinerziehende, v.a. Kinder) zu sorgen! Denn auch diese Menschen, die genauso die Menschenwürde mit Ihrer Geburt erhalten haben, sind es wert, an unserem Reichtum “bescheiden” aber “ausreichend” und vor allem BEDINGUNGSLOS teilhaben zu dürfen! (Meine Meinung!)

    Jedoch: Bis dahin ist es noch ein langer Weg – ich weiß! Und daher auch stets wiederholte Aufforderung: Denkt Euch mal in die Situation hinein: Was würdet Ihr tun, hättet Ihr 1000 Euro jeden Monat ohne Schikane und ohne Zwang? Würdet Ihr noch arbeiten, um noch etwas mehr zu haben?

    Es geht um den Gedanken, nicht um die unmittelbare Umsetzbarkeit! Götz Werner hat ein tolles Zitat: “Wer will, findet Wege – wer nicht will findet Gründe!” – und das trifft es sehr gut!

  63. stefanolix

    Deine Argumentation ist etwa so schlüssig und strukturiert wie die Argumentation der jungen Frau in dem verlinkten Video. Sie denkt auch nicht an die »Umsetzbarkeit«, aber sie freut sich naiv an der Idee.

    Ein typisches Argument der Befürworter eines hohen BGE ist: »Was würdest Du tun, wenn Du ohne Zwang und Schikane 1.000 Euro im Monat zur Verfügung hättest?«. Diese Frage wird meist an Leute gerichtet, die sehr engagiert berufstätig sind. Die Antwort ist klar: natürlich würde fast jeder aus dieser Gruppe engagiert weiterarbeiten. Unter anderem auch, weil er sich mit 1.000 Euro viele Bedürfnisse gar nicht erfüllen könnte.

    Die Befürworter eines BGE reden gern von Reichtum. Reichtum ist aber keine Ressource, die man einfach so verteilen kann. Er muss täglich neu erarbeitet werden. Und ich frage mich manchmal, was der Großteil der Tausend-Euro-BGE-Befürworter bisher dazu beigetragen hat.

    Als Liberaler bin ich der Meinung, dass man ein BGE in Höhe der ALG-II-Grundsicherung auszahlen könnte. Das würde die bisherigen ALG-II-Bezieher von sinnlosen Schikanen befreien. Zusätzlich zum BGE würde ich eine steuer- und abgabenfreie Zuverdienstmöglichkeit von 9.600 Euro im Jahr für jeden Bürger einführen. Auf diese Weise wären Grundsicherung und Anreiz miteinander verbunden. Ein zu hohes BGE ist abzulehnen. Es würde den Anreiz zur Arbeitsaufnahme senken und die Kosten in die Höhe treiben.

  64. Christian S.

    Ein BGE ist alles, aber nicht sozial.

  65. Christian S.

    Vom BGE halte ich nichts. Die Millionen-Zahlungen an Fußballer halte ich aber mittlerweile auch für völlig verrückt. Ist das schon Sozialneid? Von mir aus.

  66. Alex

    Wieso und WAS soll denn Ihrer “liberalen” (!) Meinung nach ein jeder (gefälligst?) “arbeiten”?!

    Gibt es diese ach so heilsbringende Arbeit denn überhaupt noch für jeden?

    Wie viele Menschen gehen denn mittlerweile 40 Stunden die Woche (auch weil sie es wollen und nicht nur auf der faulen Haut liegen möchten) für einen Hungerlohn einer Beschäftigung nach und warum müssen diese am Ende des Monats auch noch Unterstützung von der ARGE beantragen, da sie sonst nicht über die Runden kämen? Wieso müssen Mitbürger exakt solche Schikanen im Niedriglohnsektor (die Arbeiten, die Sie als vom Reichtum unverschonter FDPler sicher nicht annehmen würden) zu einem Einkommen, von welchem sich bei weitem keine Familie ernähren lässt, auf sich nehmen?

    Ja, wieso zwingen wir diese Menschen dazu und drohen Ihnen mit Kürzung und sogar Streichung Ihrer dringend benötigten Lebensunterhaltszahlungen und somit Ihrer Existenzgrundlage?!

    Ich schätze, Sie würden nicht schlecht staunen, wenn es sie träfe und man mit Ihnen so umspringen würde. Und nebenbei: Nicht, dass ich es Ihnen wirklich wünschte, aber das könnte es durchaus…

    Zu guter Letzt: Danke für Ihre Stellungnahme! Ich habe früher aus Unwissenheit, Ignoranz und eingebildeter Überlegenheit anderen gegenüber auch FDP gewählt. Doch habe ich es nie wirklich fertiggebracht, mit einen sochen Welt- und Menschenbild durch’s Leben zu gehen. Irgendwas war daran nicht ganz schlüssig: Solidarität und Miteinander finde ich viel besser (und wirkt auch viel besser), als ständiges Ellenbogenrudern und Raffgier! Sie wollen mehr?! Auch beim BGE könnten Sie so viel an MEHR haben, wie Sie nur wollen. Das einzige, was Sie ggf. vermissen könnten, ist sicherlich der Umstand, dass Sie sich von vielen Ihrer Mitmenschen nicht mehr all zu gut abheben, bzw. sich nicht mehr ach so vielen ob Ihres Status und Ihrem Vermögens überlegen fühlen könnten. Hab’ ich Recht?

    Ach, und noch etwas: Ich trage sehr wohl zum allgemeinen Wohlstand und zur täglichen Reichtumserarbeitung durch mein Angestelltenverhältnis bei! Nicht alle (wenn nicht sogar nur sehr wenige) BGE Befürworter sind so schön als Schmarotzer und Faulenzer stigmatisierbar, die sie doch (es würde ja sooo schön passen!) doch eigentlich sein müssten…

  67. Rayson

    Wie viele Menschen gehen denn mittlerweile 40 Stunden die Woche (auch weil sie es wollen und nicht nur auf der faulen Haut liegen möchten) für einen Hungerlohn einer Beschäftigung nach und warum müssen diese am Ende des Monats auch noch Unterstützung von der ARGE beantragen, da sie sonst nicht über die Runden kämen?

    Im Vergleich zum gern Kolportierten sehr wenige.

    Ja, wieso zwingen wir diese Menschen dazu und drohen Ihnen mit Kürzung und sogar Streichung Ihrer dringend benötigten Lebensunterhaltszahlungen und somit Ihrer Existenzgrundlage?!

    Was jetzt mit dem BGE genau was zu tun hat?

    Ich schätze, Sie würden nicht schlecht staunen, wenn es sie träfe und man mit Ihnen so umspringen würde. Und nebenbei: Nicht, dass ich es Ihnen wirklich wünschte, aber das könnte es durchaus…

    Ich gestehe hiermit öffentlich: Wenn es mich selbst treffen würde, wäre ich für eine Verzehnfachung von Hartz IV! Ich kann allein daraus aber jetzt irgendwie kein schlagendes Argument ableiten, was das an der Argumentation ändern sollte…

  68. Rayson

    Ich habe früher aus Unwissenheit, Ignoranz und eingebildeter Überlegenheit anderen gegenüber auch FDP gewählt.

    Na, dann hat sich ja wenigstens die Wahlentscheidung verändert. Immerhin.

  69. Daniel Drungels

    Immerhin bekommt Christiano Ronaldo ja auch zig Millionen für nichts, oder?

    Das führt uns zwar vom Thema weg, würde mich trotzdem mal interessieren: Irgendwie muss es sich für den Verein doch auszahlen. Hat irgendwer ein konkretes Rechenbeispiel oder die Telefonnummewr von Uli Hoeneß?

    Real Madrid zahlt um die 90 Mio. für den Typ. Plus sein Gehalt. Mit sportlichen Leistungen lässt sich diese Entscheidung nur unzureichend erklären. Es geht imho wohl eher um den Attraktivitätsgewinn. Mehr Fernsehen- und Sponsorengelder, Trikotverkäufe, Eintrittsgelder etc. pp.

  70. stefanolix

    In der Presse wird Ronaldo als einer der besten Fußballprofis der Welt, als Marke, als Sexsymbol, als Model und als Nachfolger Beckhams bezeichnet. Also ist er mit 90 Millionen Euro doch eher unterbewertet;-)

  71. lebowski

    “Wenn auf der Passivseite ein BGE steht, muss auf der Aktivseite eine Steuer stehen – die wiederum setzt Erwerbsarbeit voraus, stpfl. Erwerbsarbeit.”

    Muss es sich um menschliche Erwerbsarbeit handeln?
    Befürworter des BGE argumentieren ja zu recht, dass es durch Automatisierung und Rationalisierung immer weniger Arbeit gibt.
    Die Maschinen erwirtschaften quasi das BGE.

  72. Bodo Wünsch

    >Die Maschinen erwirtschaften quasi das BGE.

    Ach so ist das… mit anderen Worten: Geld entsteht heute “quasi” von selbst?

    Lebowski, Sie bringen da was durcheinander: Ein BGE wäre ein öffentlich-rechtliches “Gut”, während Maschinen bei uns immer noch Privateigentum sind; bedeutet: Der Maschineneigentümer will mit ihnen Geld verdienen, oder allgemeiner: Er zieht einen Nutzen aus ihrem Einsatz, aus der Investition in diese.

    Ihr und der Gedanke der Befürworter des BGE verrät, dass Sie zur Verwirklichung ihrer Vorstellung VEB’s brauchen: Volkseigene Betriebe.

    Auch das hatt’nwa schomma.

  73. stefanolix

    Ja, und ganz ohne Maschinen. Man nennt das »fiat money«;-)

  74. stefanolix

    @Lebowski: Man nennt das im Volksmund wohl Machbarkeitswahn …

  75. stefanolix

    Jetzt muss ich aber noch ein Stück aus dem Wikipedia-Artikel zu »fiat money« zitieren, weil es so schön passt:

    Die Assignaten waren während der Französischen Revolution in Umlauf gebrachtes Fiatgeld. Am 8. September 1793 erklärte die Nationalversammlung, jeder, der die Bezahlung mit Assignaten verweigere oder bei Bezahlung mit Assignaten einen höheren Preis verlange, werde mit dem Tode bestraft und sein Vermögen werde konfisziert. Es wurde dem eine Belohnung versprochen, der die Behörden über solche Transaktionen in Kenntnis setze. Im Mai 1794 kam es zu einer weiteren Verschärfung. Die Nationalversammlung erklärte, jeder, der sich vor dem Abschluss eines Geschäfts erkundige, mit welchem Geld der Geschäftspartner zu zahlen beabsichtige, werde mit dem Tode bestraft. Trotz dieser Maßnahmen verloren die Assignaten rapide an Wert (…)

  76. DDH

    Cristiano Ronaldo ist wirklich jeden Euro wert!!!

    http://dominikhennig.blogspot.com/2008/06/spottjournaille.html

    http://dominikhennig.blogspot.com/2007/05/triplizitt-der-ereignisse-weitere.html

  77. Daniel Drungels

    Ich habe gelesen, dass Real seine Werbeeinnahmen mit Beckham um 600 Prozent steigern konnte. Ähnliches wird von CR erwartet. Zusätzlich sei Real zu 50 Prozent an dessen Werbeeinahmen beteiligt…da kommt schon was zusammen…

    Wenn das BGE also zu mehr Christiano Ronaldos führen würde… ;-)

  78. Christian S.

    Wie kann man nur so ein Fanboy sein?

  79. Die Stimme aus dem Off

    Der ist kein Fan von Ronaldo, der hat ganz andere Interessen an dem… ;-)

  80. Christian S.

    Fanboy ist Fanboy, der Grund ist ja egal. :p

  81. Die Stimme aus dem Off

    Also, Groupie wäre vielleicht passender. ;-)

  82. DDH

    fragt einer, der ohne Gewissensbisse Beiträge an die SPD zahlt? Is nich Dein Ernst, oder? ;)

  83. Christian S.

    Ähem … ich ziehe meine Frage zurück. :-D

  84. DDH

    Groupie, von mir aus gerne! :)

    Solange man nicht ein am Stockholm-Syndrom leidender Staazi ist und sich in die einen regierenden Misthäufchen verliebt!

  85. Die Stimme aus dem Off

    Du sprichst in Rätseln. War das jetzt a) auf mich oder b) auf Christian S. gemünzt? Falls a), dann bitte in welchem Zusammenhang?

  86. Christian S.

    Also ich fühle mich nicht angesprochen: ich weise den Vorwurf vielmehr von mir, in Angela Merkel verliebt zu sein. :P

  87. antibuerokratieteam.net » Blog Archive » Wer A sagt, muss auch B zahlen

    [...] Zum Bundesarbeitsdienst! Team Blogs Notizen aus dem U-Boot [...]

  88. Dagny

    Der FCB kommt ja ohne private Grosssponsoren aus, d.h. die Abloesesummen und Gehaelter dort werden offenbar auch erwirtschaftet.

    Im Falle Real (oder auch Chalsea London) ist das Interesse des Praesidenten / Eigners vorhanden, privates Vermoegen (als Darlehen) in den Verein zu stecken um etwa die Champions- League zu gewinnen.

    Ist nicht verwerflich, sondern Teil des ‘Umverteilungsmechanismus’ in freien Gesellschaften: Superreiche geben viel Geld fuer Hobbys aus und beschaeftigen Fussballer, Talentscouts, Techniker, Ingenieure, Sportler um eine Trophae zu erreichen. Wird besonders im Americas Cup deutlich, siehe derzeit etwa Larry Ellison und Ernesto Bertarelli – Zwei Milliardaere, die in die Bodenlose Kanne investieren und ein riesen Spektakel abhalten um den aeltesten Pokal im Sport zu gewinnen.

    Dort decken Sponsorengelder niemals die Ausgaben. Manche Dinge kann man nicht kaufen, fuer alles andere gibt es Visa.

  89. dagny t.

    Die meisten Menschen wuerden sich mit einem 40 Stunden Job V I E L M E H R leisten koennen, wenn Steuern und Abgaben geringer waeren.

    Das wird in der Diskussion um ‘Jeder muss von seiner Arbeit leben koennen’ tunlichst unterschlagen.

    Auch wenn im Niedriglohnbereich die direkten Steuern nicht voll zuschlagen, kommt mit Mehrwertsteuer (19% bzw. 7%), Mineraloelsteuer, Tabak und Alkohol als Luxuskonsumgueter schon einiges zusammen: Weniger Staat bedeutet hier mehr Luxus fuers gleiche Geld.

  90. Die Stimme aus dem Off

    Jo, ich habe so einen Fall in der “Familie”, im sehr weiten Sinn. Streng genommen eigentlich nur schon familiär verbundene Freunde.

    Er ist eine ganz arme Sau. 40 Stunden die Woche in Schichtarbeit an einer Teppichmaschine. Zwei Kinder und eine Frau, die schwerbehindert ist.

    Der Mann arbeitet sich fast zu Tode und hat netto meistens 1.700 Euro raus, mit viel Nachtschichten vielleicht mal 2.000 Euro.

    Wenn – so wie jetzt im Moment – gerade mal wieder Schulbücher angeschafft werden müssen und die beiden Kinder auf Klassenfahrt gehen, dann hat der weniger als jeder Hartz-IV Empfänger. Das Geld reicht vorne und hinten nicht, ich schenke ihm daher gelegentlich Geld und lade ihn zum essen ein, bezahle das Bier usw.

    Selbstverständlich helfe ich wo ich kann, also auch mit jeder Menge – vor allem dreckiger – Tricks bei der Steuererklärung etc. Aber so richtig auf einen grünen Zweig kommt der trotz aufrichtiger Anstrengung nicht. Mein Glück ist, dass das Finanzamt die Steuererklärung von so armen Schweinen mangels Masse schon gar nicht mehr genau kontrolliert.

    Ich kenne eigentlich keinen, der soviel schuftet. Nicht mal ich selbst. Und er kümmert sich praktisch noch ganz alleine um die Kinder, also sämtliche Fahrten zu Ärzten, Freizeitveranstaltungen usw. Das muss man erstmal schaffen, wenn man um 05.00 Uhr mit der Arbeit angefangen hat.

    Es ist selbstredend, dass der Mann keinerlei Hilfe vom Staat bekommt. Die Haushaltshilfe wurde nach einem Marathon an Antragstellungen abgelehnt, die Hausfinanzierung ist wegen der plötzlichen Behinderung der Frau den Bach herunter gegangen, die Privatinsolenz folgte.

    Ich habe getan, was ich konnte. Also alles schöngerechnet, haarscharf an der Grenze zur strafbaren Handlung Vermögensgegenstände verschoben, noch ärmer gerechnet als es ohnehin schon ging, die Pfändungsfreigrenze nach oben geschoben (§ 850 f ZPO) usw. usf. (Das ist übrigens ein Trick, der Gold wert ist und selbst von Herrn Zwegat gelegentlich übersehen wird).

    Sogar einen Kumpel habe ich um Hilfe gebeten, der Fachanwalt für Insolvenzrecht ist. Das hat immerhin bewirkt, dass die moderne Einbauküche nicht gepfändet und gegen alte Geräte ausgetauscht wurde. Außerdem ist er jetzt unter der Obhut meines Kumpels, der sein persönlicher Privatinsolvenzverwalter ist. :-)

    Es blieb aber dabei: Das arme Schwein kommt auf keinen grünen Zweig. Man kann rechnen und tricksen wie man will…

    wenn der jetzt aufhören würde zu arbeiten, dann müsste er wegen der Schwerbehinderung seiner Frau garantiert nicht zu einem 1-Euro-Job gehen, sondern könnte ausschlafen. Er müsste die Schulbücher nicht bezahlen, die Klassenfahrten wären frei.

    Mit ein wenig Schwarzarbeit hätte er 500 Euro mehr im Monat.

    Und jetzt sagt mir, wie ich es moralisch vor mir selbst rechtfertigen soll, dem Mann NICHT zu empfehlen sich rausschmeißen und aushalten zu lassen.

    Das kann ich eigentlich nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren, zumal der Kerl selbst Krebs hatte und die Erkrankung überwunden hat.

    Gibt es eigentlich sowas wie eine Familienstiftung, die solch brenzligen Situationen helfend eingreift?

  91. bgenymous

    Hi, hab das so eine Frage an dich. Ich habe jetzt das “Deutschland sucht den bGE-Kandidaten”-Spiel bei Facebook gestartet:
    http://www.facebook.com/apps/application.php?id=124236182237

    Und wollte dich fragen, ob du Lust hättest so eine Facebook-Box bei dir in die Seite einzubauen?
    Beispiel:
    http://codeschnipselbge.blogspot.com/

    Wenn ja, den Code findest du hier:
    http://snippets.dzone.com/posts/show/7620

    Damit würden wir auf unsere bGE-Kandidaten aufmerksam machen.

    Viele Grüße bgenymous

  92. Kolia N. Ohmann

    Das bedingungslose Grundeinkommen (jedenfalls nach Götz Werner) bedraf keine gesetzlichen Arbeitsdienst … Denn es wird über die Mehrwertsteuer finanziert und es fallen keine Lohnsteuern mehr an …
    Und es finanziert als praktisch jeder das BGE, welcher mehr Geld ausgibt als er als BGE erhält … (und um dauerhaft mehr aus geben zu können muss er zusätzlich arbeiten gehen …)

    Es wird dann so kommen das unliebsame Jobs besser bezahlt werden, und beliebte Jobs etwas schlechter …

    Und die wenigsten würden sich mit dem Existensmimium zu Freiden geben, also eventuell würden sich manche mit ihrem jetzigen Einkommen zufrieden geben und dafür nur noch halbtags arbeiten und dafür würden aber die jetzigen Arbeitslosen die Chance bekommen zu arbeiten …

    Aber insgesamt bin ich noch nicht sicher ob es der richte Weg zu mehr Freiheit ist … Denn tatsächlich ist es ja immer noch so das Menschen die viel konsumieren (also davor in der Regel auch viel verdient haben) die anderen mitfinanzieren …
    (wenn man die Steuern und Sozialabgaben hingegen komplett abschaffen würde, würde es für alle günstiger so das jeder nur ca. die Hälfte des Geldes für das sozikulturelle Existensminium erwirtschaften muss … )

    Aber ins Gesamt wäre es günstiger als unser jetziges Sozialsystem, weil bei uns noch der ganze Bürokratieapperat mitfinanziert werden muss…

    Übrigens die beste Möglichkeit gegen Schwarzarbeit, ist halt eine Mehrwert-steuerfianzierung …

  93. Kolia N. Ohmann

    Pflegedienst am Menschen als unliebsame Arbeit, naja manche mal es im Rahmen es freiwilligen sozialen Jahre und sie bekommen dafür nur ein ein Taschengeld von 300-400 € pro Monat, da bekommt ein Zivi mehr …
    Also um den Bereich mal ich mir die wenigsten Sorgen … genauso wie im sonstigen sozialen Berufen (wo sich immer alle über die Unterbezahlung beschweren) , aber sie machen es ja gerade weil sie diese Tätigkeit als sinnvoll (Sinn gebenden) empfinden …

  94. Webbaer

    Das bedingungslose Grundeinkommen bedarf eines gesetzlichen Arbeitsdienstes. Sowas ähnliches gab es ja mal …

    U.s.w., blblbla, mach mir den Kramer.
    Ansonsten – das bedingungslose Bürgeld ist die einzige Chance den Sozialstaat mit all seiner Ineffizienz und seinem grauenhaften Personalapparat weghauen zu können (_wenn_ man die Bedürftigkeit anderer weiter bearbeitet sehen möchte, was der WB tut).
    Bedürftigkeit ist heutzutage nicht oder nur sehr sehr unscharf feststellbar, man sollte es aufgeben sich in diese Richtung zu bemühen. Und, wenn man ehrlich ist, auf tiefem Niveau ist ja für alle mittlerweile genug da.
    Die FDP hat wenigstens ansatzweise die Vorteile der Regelung verstanden, immerhin, das war erfreulich zu lesen!

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