Schockierendes Horrorvideo – Schlimmer als drei Stunden 9Live

29.07.2009 12:15 - Audiovideo, ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 34 Kommentare


Wow! Wer zur BT-Wahl geht, ist genau so „hip“ wie diese abgewrackten Trauergestalten. Parteiendemokratie, du stinkst.

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34 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

dagny t., 29.07.2009 12:52

Die erste Minute ist ganz cool. ‘Ich geh da nicht hin’. :)

 
sozialistischer staatssklave, 29.07.2009 12:57

so, so. die parteien brüskieren mit der wahrheit, und keiner merkt es.
was soll man davon halten?
egal.
die größte partei, die der nichtwahler, der laßt-mich-in-ruhe-sager, gewinnt auch diese wahlen a. d. 2009.
mögen politiker auch nach der wahl von wegen ‘wählerauftrag’ quatschen. das wir… äääh, der einzelne, das ICH gewinnt o_=

 
Paul, 29.07.2009 14:06

Das Teil gabs in den USA schon bei der Präsidentenwahl. Nur die Stars und der Witz waren besser….aber die Leute haben doch fast recht oder? Am Ende gehen die Leute gar nicht erst wählen, nach dem sie den Spot gesehen haben.

 
Adrian, 29.07.2009 14:38

Können die einen nicht einfach in Ruhe lassen?

Lina, 29.07.2009 14:55

Wer sind ‘die’? Wer macht sowas? Kann den Hersteller / den Auftraggeber / die Initiatoren nicht ausmachen!?

Bin aber wieder soweit: könnte kotzen.

Adrian, 29.07.2009 15:41

Na die da im Film: das kann denen doch völlig egal sein, ob jemand wählt oder nicht. Haben die kein eigenes Leben?

Lina, 29.07.2009 19:44

“Nun haben Hofer und Produzenten in einer Pressekonferenz die Aktion erklärt. Es sollte auf die Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit der Deutschen aufmerksam gemacht werden, hieß es. Deshalb versammelten die Internetplattform “politik-digital.de” und die Produktionsfirma Probono viele bekannte deutsche Gesichter vor der Kamera.” (3sat/Kulturzeit/Text)

Die das ‘im eigenen Leben’ wohl kaum umsonst machen werden! Das ist doch die Schande der Käuflichkeit in diesem Parteien-Laden (und das was ich wissen wollte, bevor ich ganz sicher ungültig wähle, um wenigsten gezählt zu werden … )

 
 
 
 
Max, 29.07.2009 15:38

Ziemlich realitätsnah, die meisten denken “puhh, das ist doch sinnlos, ändert sich eh nix. Sind doch alles korrupte Idioten”, aber sie gehen dann hin, weil sie hoffen, dass sich wirklich was ändert, vielleicht ein bisschen, wenigstens diesmal =)

 
dagny t., 29.07.2009 16:42

Ist ‘ungueltig waehlen’ nicht die bessere Alternative zum ‘nichtwaehlen’?

Die Stimme aus dem Off, 29.07.2009 18:08

Die ewige Diskussion. Ich meine: Nein, weil schon die Teilnahme an der Wahl ein Legitimationsvorgang ist.

Man kann natürlich anderer Meinung sein, dann verliert man aber den Vorteil des liegenbleibens.

 
 
BlackEye, 29.07.2009 17:37

Was habt ihr denn alles gegen das Wählen? Ich gehe wirklich hin, mir macht es sogar Spaß.

 
Rainer, 30.07.2009 10:18

@ BlackEye
Ja, das ist ein Punkt, den ich auch nicht verstehe! Es ist doch demokratisch wenn man sich aussuchen darf, wer einen tagtäglich beraubt, bedroht und zu Zwangsdiensten verurteilt. Was gibt es daran also auszusetzen?

 
antibuerokratieteam.net, 30.07.2009 10:35 Subscribed to comments via email

Warum ich wählen gehe…

Aus Eigennutz. Warum sonst?
       

……

 
Bodo Wünsch, 30.07.2009 11:34

Sieht aus wie von den Machern von “Du bist ‘schland”.

WAS für eine eklige Anbiederei. So rein kommunikationspsychologisch.

 
Claudio, 30.07.2009 12:35

“…dass Menschen ihr Leben geben würden, wählen gehen zu können”? Herr Hofer, das dürfte schwierig werden mit dem Gang zum Wahllokal, wenn man sein Leben bereits gegeben hat. Oder anders gesagt: Lieber die Stimme abgeben als den Löffel.

 
googlehupf, 30.07.2009 20:21

Ich verstehe ja die libertäre Motivation nicht zur Wahl zu gehen, das ist konsistent.

Aber bei Liberalen verstehe ich es nicht. Glaubt ihr ernsthaft, dass selbst eine substantielle Senkung der Wahlbeteiligung dazu führen würde, dass sich der durschnittliche Volksvertreter weniger “legitimiert” fühlt und wir dann irgendwann in einem liberalen Utopia aufwachen? Ich fürchte das Gegenteil dürfte der Fall sein daher bleibt für Liberale doch eigentlich nur der Weg des geringsten Übels.

jo@chim, 30.07.2009 21:31

Ich kann mich auch als Libertärer wohlbegründet an Wahlen beteiligen; natürlich ist es relevant von welcher Spielart Sozialdemokraten wir regiert werden. Wenn schon Steuern zahlen, dann möglichst wenig. Man sollte Wahlen (und die Sprüche der Kandidaten, auch derjenigen die sich als liberal präsentieren) sowieso nicht überbewerten, da sie eher Bewusstseinswandel ausdrücken als auslösen, denke ich.

Wobei bei einzelnen Wahlen auch bei mir die Toleranzgrenze schon soweit überschritten war, dass ich mir das “grosse Kreuz” nicht verkneifen konnte.

Anarchokapitalistische Fundies überbewerten Wahlen spiegelverkehrt, indem sie Wahlboykottaktionen irgendeine entscheidende Rolle beim Marsch ins staatsfreie Utopia zuweisen.

Lina, 30.07.2009 22:14

»[…]Ich sehe keine Partei, die die Mehrheit auf ihrer Seite hätte. Wenn man es ausrechnet, haben SPD/CDU/CSU gerade noch zusammen, vielleicht noch nicht einmal die knappe Mehrheit der Wähler. Man muss ja auch berücksichtigen, dass ein großer Teil nicht wählt, weil sie eben der praktischen Vernunft fähig sind![…]«

… sagt der Kantianer Prof. Karl Albrecht Schachtschneider, der (glaub’ ich) kein anarchokapitalistischer Fundi ist (in einem Video bei ‘Nachtwächter-Blah’). Wenn die praktische Vernunft das Mittel der Wahl ist – wäre da nicht doch das gaaaanz grosse ‘grosse Kreuz’ der gaaaanz grosse Denkzettel für die Zunft der Parteien-Verteter?

Oder wenn z. B. die Wahlbeteiligung (anders als in diesem ausgefuchsten Video … ) durch Negativ-Mobilisierung auf unter 50 % sänke, also von denen keine Mehrheit mehr zu vertreten wäre, sollte die Wahl dann nicht ungültig sein können? Und gaaaanz neue Zeiten anbrechen? Ich frag’ ja nur … und träum’ von sowas ;-) …

jo@chim, 30.07.2009 23:24

Gaaaanz neue Zeiten nach gescheiterten Wahlen bedeuten meistens nichts Gutes.

Lina, 31.07.2009 00:13

Weimar? Geschichte wiederholt sich nicht, heisst es doch … ?

 
 
Bodo Wünsch, 31.07.2009 00:09

Schachtschneider Kantianer?

Ham’ wir gelacht.

(grad ist’s ein bisserl spät, aber wenn Du möchtest, such’ ich morgen mal bisschen wat ganz unkantisches von Schachtschneider raus…)

Lina, 31.07.2009 00:21

>>> Ham’ wir gelacht.

Wer noch? Oder ist das jetzt dieser Pluralis majestatis oder so ;-) … ?

(Ja, bitte, ich_bin_neugierig!)

Bodo Wünsch, 01.08.2009 09:41

Ja, das war der pluralis majestatis, schön erkannt ;-)

Ich zitiere Prof. Georg Geismann, Berlin, aus seinem Aufsatz “Menschenrecht, Staat und materiale Gerechtigkeit”, in: Jahrbuch für Recht und Ethik, Band 3 (1995), S. 220:

“Für [das von Geismann in dem gen. Aufsatz kritisierte] materiale Rechtsdenken ist der Jurist Karl Albrecht Schachtschneider ein Paradebeispiel. Zwar reklamiert er für sich unentwegt den Namen Kants, wobei er fast immer denkbar ungeeignete Fundstellen anführt. Tatsächlich aber stellt seine Position ein ziemlich krauses und unverdauliches Gemisch von unverstandenen Lesefrüchten aus dem Geiste Fichtes, Hegels und der politischen Romantik dar: er will – absolut anti-kantisch – den sittlichen Nationalstaat.

Für Geismann begeht Schachtschneider einen “rechtsphilosophischen Sündenfall”, weil er die “Erbschaft Kants” in Rechtsangelegenheiten verspielt – Schachtschneider vermischt fortwährend die Sphären von Recht und Ethik, eine Vermischung, die bis heute unser ganzes Rechtstaatsdenken vergiftet – und damit sozialdemokratischen Wolkenkuckucksheimern Tür und Tor öffnet und leider auch dafür verantwortlich ist, dass viele Liberale schlicht keine Ahnung haben, wie man den Gemeinwohlverführern schon prinzipiell etwas entgegensetzt. Sie beschränken sich dann (ohne Not, aber auch ohne Verstand…) eben auf “weniger Sozialdemokratie”, und das trägt dazu bei, dass “der Wähler” am Ende im Parteienangebot – wenn er sich überhaupt damit auseinandersetzt – nur graduelle Unterschiede sieht.

Zu Recht sprach Sloterdijk von den vier Spielarten von Sozialdemokratie. Da wird es Zeit zu zeigen, was Liberalismus eigentlich will.

Mit einem Schlag würde viele dann sehen, wie weit “Politik” in Deutschland eigentlich schon versaut ist. Aber es ändert sich so einiges, wenn auch seeeehr langsam – nicht zuletzt, dank der fleißigen und steten Bloggerei hier ;-))

Lina, 01.08.2009 13:08

>>> “Schachtschneider vermischt fortwährend die Sphären von Recht und Ethik, eine Vermischung, die bis heute unser ganzes Rechtstaatsdenken vergiftet”

Sorry, ich bin nicht wirklich bewandert in Staatsrecht, aber eine Vermischung erscheint mir geradezu ‘zwingend’ ( = wenn’s sein darf?). Ohne verbindliche Ethik kein Recht – dem ‘grosses Haufen’ (Montaignes). ‘Rechtsfindung’ – allein der Begriff beschreibt imho eine zu suchende Orientierung an allgemein werthaltigem Rechtsempfinden – oder nicht?

Ich habe mir (bei ‘Nachtwächter-Blah’) den ganzen, mehrfach und widerspruchslos (wie ich jedenfalls fand) Kant-bezüglichen Vortrag Schachtschneiders (zum Lissabon-Vertrag) angehört und konnte z. B. auch nicht erkennen, dass er darin einer Sozialdemokratisierung des Staates das Wort geredet hätte – nein: immer wieder wollte er ‘den Menschen’, dessen freiheitliche Selbstbestimmung in den Mittelpunkt aller Politik gestellt sehen wissen – ein Bedürfnis, das ich soooowas von teile, seit mir die politische Abwertung zum standortabhängigen Arbeits- und Verfügungsobjekt im Magen liegt. Wer (aus den Parteien heraus) fragt noch, was und wie wir eigentlich leben wollen? Weshalb er den Parteienstaat auch eine ‘Verfallserscheinung der Republik’ nennt …

Solche auch nur formale Herabwürdigung des (demokratischen) Souveräns läuft doch schon viel zu lange, sitzt tief und ist so faul wie der zeitgenössische Kapitalismus in seiner Verschmelzung mit der Politik oberfaul ist – imho.

Bodo Wünsch, 02.08.2009 00:57

… oder nicht?

Nein.

Lina, 02.08.2009 07:25

Ach so. Natur(recht) vor Konvention. Und das genügt?

Wikipedia z. B. bringt auf den Punkt, was ich (zugegeben schlecht formuliert) meinte:

“Durch die Annahme eines überpositiven Rechts werden elementare moralische Grundsätze, seien diese ethisch oder religiös motiviert, dem Zugriff der positiven Gesetzgebung entzogen, was diese Grundsätze einerseits stärkt, andererseits sie aber nur in dem Maße verwirklichen lässt, wie über deren Bestand ein möglichst breiter Konsens herrscht.”

Welcher imho per ‘Rechtsfindung’ zu suchen ist.

Bodo Wünsch, 02.08.2009 14:12

Wiki als rechtsphilosophische Quelle. *gähn*

Nein, der Konsens ist, was er “naturgemäß” ist: Zufall. Alles Empirische ist Zufall.

Zufall taugt aber nicht zur Rechtsfindung – unabhängig davon, ob es “elementare moralische Grundsätze” (welche? wessen? wie bestimmt?) geben mag.

Rechtsfindung allein kann und hat sich damit daran zu orientieren, wie die Freiheitssphären Einzelner zu harmonisieren sind. Das nennt man das “Formalprinzip” der Gerechtigkeit. Ohne dieses nutzen dir deine oder aller “elemtaren moralischen Grundsätze” leider niX.

Lina, 02.08.2009 15:37

>>> ‘Alles Empirische ist Zufall.’

Q.E.D. Gegen diese Behauptung setze ich die Behauptung, dass es angeborene Ideen gibt – was ebenfalls noch zu beweisen wäre ;-) .

Ich meine aber, dass es sowas wie einen (leider, leider … ) nicht quantifizierbaren, aber doch qualitativ zu erfassenden Ethik-Pool in jedem Einzelnen von uns gibt (woher sonst unser Unrechtsbewusstsein?), auf dessen gemeinsamen Bodensatz man sich bei der Rechtsfindung konsensuell harmonisierend zu einigen hat.

*gähn* … was für ein schwüler lazy Sonntag aber auch :-) … !

Bodo Wünsch, 02.08.2009 16:33

- dass es sowas wie einen (leider, leider … ) nicht quantifizierbaren, aber doch qualitativ zu erfassenden Ethik-Pool in jedem Einzelnen von uns gibt

Das mag sicher richtig sein. Doch auch “dessen gemeinsamer Bodensatz” (welcher? wie sieht der aus?) würde die Rechtsfindung keineswegs “begründen”, sondern geradezu vereiteln.

Die Moral des Nachbarn kann mir wurscht sein. Er hat sich nur nicht in meine (rechtlich gesicherte) Freiheitssphäre einzumischen.

Webbär, 02.08.2009 17:25

Man könnte noch ergänzen:
Wirtschaft ist angewendete Ethik (oder Wirtschaft ist Ethik :).
Wobei “Wirtschaft” leider ein blödes Wort ist.

 
Lina, 02.08.2009 17:42

Mit Bodensatz meinte ich Bodensatz – so schwergewichtigen, aus (möglicherweise angeborenen) humaner Ethik ins Verständnis aller abgesunkenen wie dieses ‘Du sollst nicht töten’ – was ja mit mit blosser Moral wenig zu tun hat. (Moral schwimmt oben drauf und hat subjektive Farben, imho). Man kann solchen Bodensatz, glaube ich, mühelos definieren; deshalb verstehe ich nicht, wie er als Basis die Rechtsfindung ‘vereiteln’ sollte …

Der Nachbar dagegen berührt mit seiner sich einmischenden Moral doch meistens Geschmacksfragen; sie ins Recht einzubeziehen, geht natürlich nicht. Tut man es (wie heute) doch, kommt es zu so grotesken Erscheinungen wie Beleidigungsklagen in Glaubensfragen … global beachtet und (weil u. U. bedrohlich für die Allgemeinheit) politisch auch noch kostenpflichtig auszuschlachten …

Aber ich will hier (vom Horrorvideo ausgehend) kein neues Fass aufmachen, nur btw: was hätte Kant wohl dazu gesagt ;-) ?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
nana, 31.07.2009 00:24

“Anarchokapitalistische Fundies … Wahlboykottaktionen … staatsfreie Utopia”

Wer soll das eigentlich immer sein, diese mürrischen Anarchokapitalisten?

jo@chim, 31.07.2009 00:35

Ach, persönlich sind die die ich kenne recht nett :-) Keineswegs mürrisch.

 
 
 
 

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