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	<title>Kommentare zu: Schockierendes Horrorvideo – Schlimmer als drei Stunden 9Live</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
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		<title>Von: Schocker: Ich geh zur Wahl &#171; Freiheit und Optimismus</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-113550</link>
		<dc:creator>Schocker: Ich geh zur Wahl &#171; Freiheit und Optimismus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 19:57:45 +0000</pubDate>
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		<description>[...]  Die Politik hat alles versucht, um uns davon abzuhalten zur Wahl zu gehen. Das W&#228;hlen wurde mit Antipathietr&#228;gern in Verbindung gebracht. Sie hat versucht uns mit Nullaussagen zu demotivieren. Und sich in einer [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...]  Die Politik hat alles versucht, um uns davon abzuhalten zur Wahl zu gehen. Das W&#228;hlen wurde mit Antipathietr&#228;gern in Verbindung gebracht. Sie hat versucht uns mit Nullaussagen zu demotivieren. Und sich in einer [...]</p>
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		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112350</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 15:42:12 +0000</pubDate>
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		<description>Mit Bodensatz meinte ich Bodensatz - so schwergewichtigen, aus (m&#246;glicherweise angeborenen) humaner Ethik ins Verst&#228;ndnis aller abgesunkenen wie dieses &#039;Du sollst nicht t&#246;ten&#039; - was ja mit mit blosser Moral wenig zu tun hat. (Moral schwimmt oben drauf und hat subjektive Farben, imho). Man kann solchen Bodensatz, glaube ich, m&#252;helos definieren; deshalb verstehe ich nicht, wie er als Basis die Rechtsfindung &#039;vereiteln&#039; sollte ... 

Der Nachbar dagegen ber&#252;hrt mit seiner sich einmischenden Moral doch meistens Geschmacksfragen; sie ins Recht einzubeziehen, geht nat&#252;rlich nicht. Tut man es (wie heute) doch, kommt es zu so grotesken Erscheinungen wie Beleidigungsklagen in Glaubensfragen ... global beachtet und (weil u. U. bedrohlich f&#252;r die Allgemeinheit) politisch auch noch kostenpflichtig auszuschlachten ...

Aber ich will hier (vom Horrorvideo ausgehend) kein neues Fass aufmachen, nur btw: was h&#228;tte Kant wohl dazu gesagt ;-) ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Bodensatz meinte ich Bodensatz &#8211; so schwergewichtigen, aus (m&#246;glicherweise angeborenen) humaner Ethik ins Verst&#228;ndnis aller abgesunkenen wie dieses &#8216;Du sollst nicht t&#246;ten&#8217; &#8211; was ja mit mit blosser Moral wenig zu tun hat. (Moral schwimmt oben drauf und hat subjektive Farben, imho). Man kann solchen Bodensatz, glaube ich, m&#252;helos definieren; deshalb verstehe ich nicht, wie er als Basis die Rechtsfindung &#8216;vereiteln&#8217; sollte &#8230; </p>
<p>Der Nachbar dagegen ber&#252;hrt mit seiner sich einmischenden Moral doch meistens Geschmacksfragen; sie ins Recht einzubeziehen, geht nat&#252;rlich nicht. Tut man es (wie heute) doch, kommt es zu so grotesken Erscheinungen wie Beleidigungsklagen in Glaubensfragen &#8230; global beachtet und (weil u. U. bedrohlich f&#252;r die Allgemeinheit) politisch auch noch kostenpflichtig auszuschlachten &#8230;</p>
<p>Aber ich will hier (vom Horrorvideo ausgehend) kein neues Fass aufmachen, nur btw: was h&#228;tte Kant wohl dazu gesagt ;-) ?</p>
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	<item>
		<title>Von: Webbär</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112349</link>
		<dc:creator>Webbär</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 15:25:57 +0000</pubDate>
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		<description>Man k&#246;nnte noch erg&#228;nzen:
Wirtschaft ist angewendete Ethik (oder Wirtschaft ist Ethik :).
Wobei &quot;Wirtschaft&quot; leider ein bl&#246;des Wort ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man k&#246;nnte noch erg&#228;nzen:<br />
Wirtschaft ist angewendete Ethik (oder Wirtschaft ist Ethik :).<br />
Wobei &#8220;Wirtschaft&#8221; leider ein bl&#246;des Wort ist.</p>
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	</item>
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		<title>Von: Bodo Wünsch</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112347</link>
		<dc:creator>Bodo Wünsch</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 14:33:59 +0000</pubDate>
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		<description>-&lt;i&gt; dass es sowas wie einen (leider, leider … ) nicht quantifizierbaren, aber doch qualitativ zu erfassenden Ethik-Pool in jedem Einzelnen von uns gibt&lt;/i&gt;

Das  mag sicher richtig sein. Doch auch &quot;dessen gemeinsamer Bodensatz&quot; (welcher? wie sieht der aus?) w&#252;rde die Rechtsfindung keineswegs &quot;begr&#252;nden&quot;, sondern geradezu vereiteln.

Die Moral des Nachbarn kann mir wurscht sein. Er hat sich nur nicht in meine (rechtlich gesicherte) Freiheitssph&#228;re einzumischen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>-<i> dass es sowas wie einen (leider, leider … ) nicht quantifizierbaren, aber doch qualitativ zu erfassenden Ethik-Pool in jedem Einzelnen von uns gibt</i></p>
<p>Das  mag sicher richtig sein. Doch auch &#8220;dessen gemeinsamer Bodensatz&#8221; (welcher? wie sieht der aus?) w&#252;rde die Rechtsfindung keineswegs &#8220;begr&#252;nden&#8221;, sondern geradezu vereiteln.</p>
<p>Die Moral des Nachbarn kann mir wurscht sein. Er hat sich nur nicht in meine (rechtlich gesicherte) Freiheitssph&#228;re einzumischen.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112346</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 13:37:09 +0000</pubDate>
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		<description>&gt;&gt;&gt; &#039;Alles Empirische ist Zufall.&#039;

Q.E.D. Gegen diese Behauptung setze ich die Behauptung, dass es angeborene Ideen gibt - was ebenfalls noch zu beweisen w&#228;re ;-) . 

Ich meine aber, dass es sowas wie einen (leider, leider ... ) nicht quantifizierbaren, aber doch qualitativ zu erfassenden Ethik-Pool in jedem Einzelnen von uns gibt (woher sonst unser Unrechtsbewusstsein?), auf dessen gemeinsamen Bodensatz man sich bei der Rechtsfindung konsensuell harmonisierend zu einigen hat.

*g&#228;hn* ... was f&#252;r ein schw&#252;ler lazy Sonntag aber auch :-) ... !</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;&gt;&gt; &#8216;Alles Empirische ist Zufall.&#8217;</p>
<p>Q.E.D. Gegen diese Behauptung setze ich die Behauptung, dass es angeborene Ideen gibt &#8211; was ebenfalls noch zu beweisen w&#228;re ;-) . </p>
<p>Ich meine aber, dass es sowas wie einen (leider, leider &#8230; ) nicht quantifizierbaren, aber doch qualitativ zu erfassenden Ethik-Pool in jedem Einzelnen von uns gibt (woher sonst unser Unrechtsbewusstsein?), auf dessen gemeinsamen Bodensatz man sich bei der Rechtsfindung konsensuell harmonisierend zu einigen hat.</p>
<p>*g&#228;hn* &#8230; was f&#252;r ein schw&#252;ler lazy Sonntag aber auch :-) &#8230; !</p>
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	<item>
		<title>Von: Bodo Wünsch</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112345</link>
		<dc:creator>Bodo Wünsch</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 12:12:54 +0000</pubDate>
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		<description>Wiki als rechtsphilosophische Quelle. *g&#228;hn*

Nein, der Konsens ist, was er &quot;naturgem&#228;&#223;&quot; ist: Zufall. Alles Empirische ist Zufall.

Zufall taugt aber nicht zur Rechtsfindung - unabh&#228;ngig davon, ob es &quot;elementare moralische Grunds&#228;tze&quot; (welche? wessen? wie bestimmt?) geben mag.

Rechtsfindung allein kann und hat sich damit daran zu orientieren, wie die Freiheitssph&#228;ren Einzelner zu harmonisieren sind. Das nennt man das &quot;Formalprinzip&quot; der Gerechtigkeit. Ohne dieses nutzen dir deine oder aller &quot;elemtaren moralischen Grunds&#228;tze&quot; leider niX.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wiki als rechtsphilosophische Quelle. *g&#228;hn*</p>
<p>Nein, der Konsens ist, was er &#8220;naturgem&#228;&#223;&#8221; ist: Zufall. Alles Empirische ist Zufall.</p>
<p>Zufall taugt aber nicht zur Rechtsfindung &#8211; unabh&#228;ngig davon, ob es &#8220;elementare moralische Grunds&#228;tze&#8221; (welche? wessen? wie bestimmt?) geben mag.</p>
<p>Rechtsfindung allein kann und hat sich damit daran zu orientieren, wie die Freiheitssph&#228;ren Einzelner zu harmonisieren sind. Das nennt man das &#8220;Formalprinzip&#8221; der Gerechtigkeit. Ohne dieses nutzen dir deine oder aller &#8220;elemtaren moralischen Grunds&#228;tze&#8221; leider niX.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112330</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 05:25:41 +0000</pubDate>
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		<description>Ach so. Natur(recht) vor Konvention. Und das gen&#252;gt? 

Wikipedia z. B. bringt auf den Punkt, was ich (zugegeben schlecht formuliert) meinte: &lt;blockquote&gt;&quot;Durch die Annahme eines &#252;berpositiven Rechts werden elementare moralische Grunds&#228;tze, seien diese ethisch oder religi&#246;s motiviert, dem Zugriff der positiven Gesetzgebung entzogen, was diese Grunds&#228;tze einerseits st&#228;rkt, andererseits sie aber nur in dem Ma&#223;e verwirklichen l&#228;sst, wie &#252;ber deren Bestand ein m&#246;glichst breiter Konsens herrscht.&quot;&lt;/blockquote&gt;

Welcher imho per &#039;Rechtsfindung&#039; zu suchen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach so. Natur(recht) vor Konvention. Und das gen&#252;gt? </p>
<p>Wikipedia z. B. bringt auf den Punkt, was ich (zugegeben schlecht formuliert) meinte:<br />
<blockquote>&#8220;Durch die Annahme eines &#252;berpositiven Rechts werden elementare moralische Grunds&#228;tze, seien diese ethisch oder religi&#246;s motiviert, dem Zugriff der positiven Gesetzgebung entzogen, was diese Grunds&#228;tze einerseits st&#228;rkt, andererseits sie aber nur in dem Ma&#223;e verwirklichen l&#228;sst, wie &#252;ber deren Bestand ein m&#246;glichst breiter Konsens herrscht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Welcher imho per &#8216;Rechtsfindung&#8217; zu suchen ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bodo Wünsch</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112328</link>
		<dc:creator>Bodo Wünsch</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 22:57:11 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt;... oder nicht?&lt;/i&gt;

Nein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>&#8230; oder nicht?</i></p>
<p>Nein.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112307</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 11:08:13 +0000</pubDate>
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		<description>&gt;&gt;&gt; &quot;Schachtschneider vermischt fortw&#228;hrend die Sph&#228;ren von Recht und Ethik, eine Vermischung, die bis heute unser ganzes Rechtstaatsdenken vergiftet&quot; 

Sorry, ich bin nicht wirklich bewandert in Staatsrecht, aber eine Vermischung erscheint mir geradezu &#039;zwingend&#039; ( = wenn&#039;s sein darf?). Ohne verbindliche Ethik kein Recht - dem &#039;grosses Haufen&#039; (Montaignes). &#039;Rechtsfindung&#039; - allein der Begriff beschreibt imho eine zu suchende Orientierung an allgemein werthaltigem Rechtsempfinden - oder nicht? 

Ich habe mir (bei &#039;Nachtw&#228;chter-Blah&#039;) den ganzen, mehrfach und widerspruchslos (wie ich jedenfalls fand) Kant-bez&#252;glichen Vortrag Schachtschneiders (zum Lissabon-Vertrag) angeh&#246;rt und konnte z. B. auch nicht erkennen, dass er darin einer Sozialdemokratisierung des Staates das Wort geredet h&#228;tte - nein: immer wieder wollte er &#039;den Menschen&#039;, dessen freiheitliche Selbstbestimmung in den Mittelpunkt aller Politik gestellt sehen wissen - ein Bed&#252;rfnis, das ich soooowas von teile, seit mir die politische Abwertung zum standortabh&#228;ngigen Arbeits- und Verf&#252;gungsobjekt im Magen liegt. Wer (aus den Parteien heraus) fragt noch, was und wie wir eigentlich leben wollen? Weshalb er den Parteienstaat auch eine &#039;Verfallserscheinung der Republik&#039; nennt ... 

Solche auch nur formale Herabw&#252;rdigung des (demokratischen) Souver&#228;ns l&#228;uft doch schon viel zu lange, sitzt tief und ist so faul wie der zeitgen&#246;ssische Kapitalismus in seiner Verschmelzung mit der Politik oberfaul ist - imho.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;&gt;&gt; &#8220;Schachtschneider vermischt fortw&#228;hrend die Sph&#228;ren von Recht und Ethik, eine Vermischung, die bis heute unser ganzes Rechtstaatsdenken vergiftet&#8221; </p>
<p>Sorry, ich bin nicht wirklich bewandert in Staatsrecht, aber eine Vermischung erscheint mir geradezu &#8216;zwingend&#8217; ( = wenn&#8217;s sein darf?). Ohne verbindliche Ethik kein Recht &#8211; dem &#8216;grosses Haufen&#8217; (Montaignes). &#8216;Rechtsfindung&#8217; &#8211; allein der Begriff beschreibt imho eine zu suchende Orientierung an allgemein werthaltigem Rechtsempfinden &#8211; oder nicht? </p>
<p>Ich habe mir (bei &#8216;Nachtw&#228;chter-Blah&#8217;) den ganzen, mehrfach und widerspruchslos (wie ich jedenfalls fand) Kant-bez&#252;glichen Vortrag Schachtschneiders (zum Lissabon-Vertrag) angeh&#246;rt und konnte z. B. auch nicht erkennen, dass er darin einer Sozialdemokratisierung des Staates das Wort geredet h&#228;tte &#8211; nein: immer wieder wollte er &#8216;den Menschen&#8217;, dessen freiheitliche Selbstbestimmung in den Mittelpunkt aller Politik gestellt sehen wissen &#8211; ein Bed&#252;rfnis, das ich soooowas von teile, seit mir die politische Abwertung zum standortabh&#228;ngigen Arbeits- und Verf&#252;gungsobjekt im Magen liegt. Wer (aus den Parteien heraus) fragt noch, was und wie wir eigentlich leben wollen? Weshalb er den Parteienstaat auch eine &#8216;Verfallserscheinung der Republik&#8217; nennt &#8230; </p>
<p>Solche auch nur formale Herabw&#252;rdigung des (demokratischen) Souver&#228;ns l&#228;uft doch schon viel zu lange, sitzt tief und ist so faul wie der zeitgen&#246;ssische Kapitalismus in seiner Verschmelzung mit der Politik oberfaul ist &#8211; imho.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bodo Wünsch</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2009/07/29/schockierendes-horrorvideo-schlimmer-als-drei-stunden-9live/comment-page-1/#comment-112304</link>
		<dc:creator>Bodo Wünsch</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 07:41:59 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, das war der &lt;i&gt;pluralis majestatis&lt;/i&gt;, sch&#246;n erkannt ;-)

Ich zitiere &lt;a&gt;Prof. Georg Geismann, Berlin&lt;/a&gt;, aus seinem Aufsatz &quot;Menschenrecht, Staat und materiale Gerechtigkeit&quot;, in: Jahrbuch f&#252;r Recht und Ethik, Band 3 (1995), S. 220:

&quot;F&#252;r [das von Geismann in dem gen. Aufsatz kritisierte] materiale Rechtsdenken ist der Jurist Karl Albrecht Schachtschneider ein Paradebeispiel. Zwar reklamiert er f&#252;r sich unentwegt den Namen Kants, wobei er fast immer denkbar ungeeignete Fundstellen anf&#252;hrt. Tats&#228;chlich aber stellt seine Position ein ziemlich krauses und unverdauliches Gemisch von unverstandenen Lesefr&#252;chten aus dem Geiste Fichtes, Hegels und der politischen Romantik dar: er will - absolut anti-kantisch - den &lt;i&gt;sittlichen Nationalstaat&lt;/i&gt;.

F&#252;r Geismann begeht Schachtschneider einen &quot;rechtsphilosophischen S&#252;ndenfall&quot;, weil er die &quot;Erbschaft Kants&quot; in Rechtsangelegenheiten verspielt - Schachtschneider vermischt fortw&#228;hrend die Sph&#228;ren von Recht und Ethik, eine Vermischung, die bis heute unser ganzes Rechtstaatsdenken vergiftet - und damit sozialdemokratischen Wolkenkuckucksheimern T&#252;r und Tor &#246;ffnet und leider auch daf&#252;r verantwortlich ist, dass viele Liberale schlicht keine Ahnung haben, wie man den Gemeinwohlverf&#252;hrern schon prinzipiell etwas entgegensetzt. Sie beschr&#228;nken sich dann (ohne Not, aber auch ohne Verstand...) eben auf &quot;weniger Sozialdemokratie&quot;, und das tr&#228;gt dazu bei, dass &quot;der W&#228;hler&quot; am Ende im Parteienangebot - wenn er sich &#252;berhaupt damit auseinandersetzt - nur graduelle Unterschiede sieht. 

Zu Recht sprach Sloterdijk von den vier Spielarten von Sozialdemokratie. Da wird es Zeit zu zeigen, was Liberalismus eigentlich will.

Mit einem Schlag w&#252;rde viele dann sehen, wie weit &quot;Politik&quot; in Deutschland eigentlich schon versaut ist. Aber es &#228;ndert sich so einiges, wenn auch seeeehr langsam - nicht zuletzt, dank der flei&#223;igen und steten Bloggerei hier ;-))</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das war der <i>pluralis majestatis</i>, sch&#246;n erkannt ;-)</p>
<p>Ich zitiere <a>Prof. Georg Geismann, Berlin</a>, aus seinem Aufsatz &#8220;Menschenrecht, Staat und materiale Gerechtigkeit&#8221;, in: Jahrbuch f&#252;r Recht und Ethik, Band 3 (1995), S. 220:</p>
<p>&#8220;F&#252;r [das von Geismann in dem gen. Aufsatz kritisierte] materiale Rechtsdenken ist der Jurist Karl Albrecht Schachtschneider ein Paradebeispiel. Zwar reklamiert er f&#252;r sich unentwegt den Namen Kants, wobei er fast immer denkbar ungeeignete Fundstellen anf&#252;hrt. Tats&#228;chlich aber stellt seine Position ein ziemlich krauses und unverdauliches Gemisch von unverstandenen Lesefr&#252;chten aus dem Geiste Fichtes, Hegels und der politischen Romantik dar: er will &#8211; absolut anti-kantisch &#8211; den <i>sittlichen Nationalstaat</i>.</p>
<p>F&#252;r Geismann begeht Schachtschneider einen &#8220;rechtsphilosophischen S&#252;ndenfall&#8221;, weil er die &#8220;Erbschaft Kants&#8221; in Rechtsangelegenheiten verspielt &#8211; Schachtschneider vermischt fortw&#228;hrend die Sph&#228;ren von Recht und Ethik, eine Vermischung, die bis heute unser ganzes Rechtstaatsdenken vergiftet &#8211; und damit sozialdemokratischen Wolkenkuckucksheimern T&#252;r und Tor &#246;ffnet und leider auch daf&#252;r verantwortlich ist, dass viele Liberale schlicht keine Ahnung haben, wie man den Gemeinwohlverf&#252;hrern schon prinzipiell etwas entgegensetzt. Sie beschr&#228;nken sich dann (ohne Not, aber auch ohne Verstand&#8230;) eben auf &#8220;weniger Sozialdemokratie&#8221;, und das tr&#228;gt dazu bei, dass &#8220;der W&#228;hler&#8221; am Ende im Parteienangebot &#8211; wenn er sich &#252;berhaupt damit auseinandersetzt &#8211; nur graduelle Unterschiede sieht. </p>
<p>Zu Recht sprach Sloterdijk von den vier Spielarten von Sozialdemokratie. Da wird es Zeit zu zeigen, was Liberalismus eigentlich will.</p>
<p>Mit einem Schlag w&#252;rde viele dann sehen, wie weit &#8220;Politik&#8221; in Deutschland eigentlich schon versaut ist. Aber es &#228;ndert sich so einiges, wenn auch seeeehr langsam &#8211; nicht zuletzt, dank der flei&#223;igen und steten Bloggerei hier ;-))</p>
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