Vielleicht ist Claudia Roth ja ganz nett

30.07.2009 15:31 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 50 Kommentare

Es gibt sehr viele Bürger, die liberal denken, denen gesunde Umwelt und Ernährung, Verbraucherschutz und der Schutz ihrer Freiheitsrechte wichtig sind.

Der JuLi-Vorsitzende Johannes Vogel im AZ-Interview. Schön gesagt. Daraus aber wie Vogel angesichts grüner Regulierungswut, Klientel- und Subventionspolitik bei “alternativen Energien” und – wenn’s um “grüne” Anliegen geht – auch Verbotspolitik ein grün-gelbes Milieu zu konstruieren, erscheint schon etwas weit hergeholt.

Die Grüne Jugend ist eine Chaostruppe, die sich als Speerspitze der “Antiglobalisierungsbewegung” versteht. Sie setzt ebenso wie die Führung der grünen Partei auf eine Koalition mit der abgewirtschafteten SPD und den Genossen von der SED-Nachfolgepartei.

Über die Dauerwerbesendung aller politischen Jugendorganisationen “Altvordere” vs. “Jungspunde” einmal hinweg gezappt: Und nein, das ist keine Frage des Stils oder gar persönlicher Antipathie (vielleicht ist Claudia Roth ja ganz nett, wenn sie gerade nicht Politik macht, das kann ich mir durchaus vorstellen). Es ist grundlegender politischer Dissens – sollte es zumindest sein, aus einem Verständnis liberaler Politik heraus, das auf “mehr privat, weniger Staat”, leistungsbereite und (selbst)verantwortlich handelnde Bürger setzt.

Wer aus liberaler Überzeugung grün wählt, sitzt einer Mogelpackung auf. Grüne Fortschrittsfeindlichkeit und liberaler Zukunftsoptimismus sind gegensätzliche Modelle. Es wäre gelebter Verbraucherschutz, wenn Liberale dies deutlich machen würden, anstatt sich wegen tatsächlicher oder scheinbarer Übereinstimmungen in manchen Forderungen bei den Grünen anzubiedern.

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50 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

[...] Crosspost von antibuerokratieteam.net [...]

 
Webbär, 30.07.2009 17:25

Besser:
“Es gibt sehr viele Bürger, die liberal denken, denen Umwelt und gesunde Ernährung, Verbraucherschutz und der Schutz ihrer Freiheitsrechte wichtig sind.”
Zudem mal die Setzung der Kommata und der Konjunktionen überdenken.

Inhaltlich ist anzumerken, dass “Verbraucherschutz” kein erzliberales Terrain ist. Aus gutem Grund.

 
googlehupf, 30.07.2009 20:13

Das Problem ist einfach, dass die Grünen zwar auch die ein oder andere liberale Forderung bzw. Zielsetzung haben diese dann aber möglichst etatistisch durchsetzen wollen. Nur ist das eben nicht mehr liberal.

 
Martin Müller, 30.07.2009 20:26

Es gibt ja da: http://www.buchausgabe.de/public_products/Nat%C3%BCrliche-Verb%C3%BCndete ein ganz nettes Schriftwerk zum Thema. Ist wirklich zu empfehlen, auch wenn nicht alle Autoren ganz stringent rüberkommen.

 
Michel, 30.07.2009 20:38

Grüne sind Konservative, die ihr pessimistisches Menschenbild durch ein pessimistisches Bild der ökologischen Tragfähigkeit ausgetauscht haben.

 
R.A., 31.07.2009 10:06

Um auf die Überschrift zurückzukommen:
Nein, die Claudia Roth ist nicht nett, definitiv nicht.

Und stellt das aktuell wieder unter Beweis.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,639396,00.html
Man kann ja über Steinmeiers Personalvorschläge geteilter Meinung sein, aber eine Kandidatin ohne inhaltliche Argumentation abzuqualifizieren mit: “Die Person allein reicht nicht aus. Es ist nicht genug, jung und Frau zu sein” – das ist schon unterirdisch.

Und man überlege sich mal, ein FDP-Politiker hätte das über dieses grüne Küken gesagt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_L%C3%BChrmann

Nein, Frau Roth, Frau alleine reicht in der Tat nicht. Aber alt, fies, dumm und häßlich zu sein reicht auch nicht.

jo@chim, 31.07.2009 12:24

Dumm ist sie nicht, glaube ich, R.A.

Medea, 31.07.2009 15:01 Subscribed to comments via email

Claudia Roth ist eine Empörungsmaschine, die mit alternativer Energie angetrieben wird. Und sie ist eine Nervensäge mit ihrem Geplapper und ihrer ständigen Medienpräsenz. Offensichtlich haben manche Politiker ein Schild um den Hals “ich habe immer Zeit und komme in jede Sendung des Fernsehens, egal, um was es dabei geht”. In jede Kamera hängt sie ihr Vollmondgesicht mit ihrer Dauerlache, ähnlich Andrea Nahles. Dagegen ist sogar der widerliche Stegner aus Schleswig-Holstein eine Wohltat, der stets so aussieht, als hätten ihm die Hühner das Brot weg gefressen. Wenigstens macht der nicht immer auf Dauerfröhlichkeit.

jo@chim, 31.07.2009 15:17

Empörungsmaschine

*LOL*

Stegner mag ich irgendwie. Der ist ein authentischer Kotzbrocken. Mit ihm und dem kleinen Arschloch würde ich gerne mal einen saufen gehen :D

Medea, 31.07.2009 16:29 Subscribed to comments via email

Ich finde den Stegner entsetzlich, aber er ist mir immer noch lieber als dieses “immer-gut-drauf-sein” von Roth und Nahles mit ihrem Dauergelache. Nur Claudis “ich bin tief betroffen und ein klein wenig traurig” ist noch schlimmer.

 
 
Webbär, 31.07.2009 19:15

Dagegen ist sogar der widerliche Stegner aus Schleswig-Holstein eine Wohltat, der stets so aussieht, als hätten ihm die Hühner das Brot weg gefressen.

LOL, exakt so sieht der Mann aus.
Im Prinzip unwählbar, faszinierend, dass man bei diesem Aussehen Spitzenpolitiker werden kann.
Und der Typ scheint auch noch genau so böse zu sein wie er aussieht.
Bangemann sah besser aus.

Medea, 03.08.2009 10:32 Subscribed to comments via email

Stegner will jetzt sympathischer werden, er will ja gewählt werden. Er soll schon versucht haben, mal zu lachen. So ganz hat es noch nicht geklappt, aber er übt halt noch.

Webbär, 04.08.2009 09:58

War Stegner nicht auch der, der Hoppel-Heide weggebissen hat?

Medea, 04.08.2009 10:27 Subscribed to comments via email

Ich bin sicher, es war der Stegner. Allerdings war das keine schlechte Tat. “Hoppel-Heide” *lach* musste da mal weg, sonst wäre sie ja bis zu ihrem Tod auf dem Posten geblieben.

Webbär, 04.08.2009 12:31

Solche Taten prägen das Aussehen.

Lina, 04.08.2009 15:29

Oder: Solches Aussehen prägt den Charakter ;-) …

(Btw.: was glaubst Du, warum Guttenberg so gut ankommt? Weil derart verkörperte ‘Wirtschaft’ viel besser aussieht als die Vokabel.)

Webbär, 04.08.2009 15:50

Ohne Frauenwahlrecht wäre Guttenberg nicht möglich.

Lina, 04.08.2009 16:04

Das bestreite ich energisch. Es gibt sicher jede Menge Männer, die Aussehen & Auftreten des Barons gern für sich als businessmen adaptieren würden (Bänker sehen eh’ so aus) – vor allem aber ‘die Wirtschaft’ in seiner Verkörperung legitimiert oder noch besser: rehabilitiert (!) sehen ;-) …

Webbär, 04.08.2009 16:28

Guttenberg kommt hauptsächlich bei den Frauen gut an, der strahlt “so eine” Zuverlässigkeit aus und “wirkt” aristokratisch, den kann frau sich auch gut in Uniform (oder anderswo) vorstellen.
Die Sozen haben normalerweise immer die Frauenkanzler:
Brandt, Schmidt, Gazprom-Gerd

Vielleicht wird die CSU ja noch eine ganz normale sozialdemokratische Partei…

 
Lina, 04.08.2009 16:29

PS: Das ist doch der ganze Jammer: dass in der Mediokratie ein gefälliges Image mehr zählt als Kompetenz.

(Die er im übrigen noch schuldig geblieben ist, was jedermann/frau sehen kann …)

Lina, 04.08.2009 16:36

>>> “Vielleicht wird die CSU ja noch eine ganz normale sozialdemokratische Partei… ”

Na, das iss sie doch längst! Und das bisserl liberale Mitgemische der FDP im bayerischen Landtag bleibt bislang ohne ernstzunehmende Spuren … na ja, im Festzelt auf der Wies’s darf geraucht werden: ‘Mir san mir’ auf Blau-Gelb …

 
Lina, 04.08.2009 16:37

Sorry, falsch platziert.

 
 
 
Medea, 04.08.2009 16:26 Subscribed to comments via email

Klar, Guttenberg kann man ansehen, ohne dass einem übel wird. Dazu kommt, man muss sich nicht schämen, wenn man ihn ins Ausland schickt. Er hat eine gute Bildung und gute Manieren.

Dennoch kommt es darauf an, was er sagt. Und seine Aussage über eine Insolvenz bei Opel fand ich vollkommen richtig. Jetzt will die Bundesregierung Millionen da reinstecken und kein einziger Arbeitsplatz dort ist wirklich gesichert.

Bei den Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde gab es einen russischen Investor, der dort viel Geld reinstecken und viel damit vor hatte. Dann aber kam das Geld nur sehr mäßig bis gar nicht mehr. Dann wurde wieder Geld reingesteckt von Meck-Pomm. Hat alles nichts genützt. Jetzt wurde Insolvenz angemeldet. Und Opel wird es nicht anders gehen. Wetten? ;-)

Webbär, 04.08.2009 17:41

OPEL kommt nach der Wahl weg, loge.
Guttenberg ist übrigens sehr übel aufgefallen, als die Internet-Zensurmassnahmen der dummen Familienministerin durchgedrückt worden sind.
Er könne überhaupt nicht verstehen, dass es Leute gibt, die dagegen sind, “bei diesem Thema”.
Damit dürfte der Mann sich hinreichend entpellt haben; ist halt ne Fernsehfresse für die Frauen.

Medea, 05.08.2009 09:54 Subscribed to comments via email

Webbär, dann hat er halt einen Fehler gemacht. Dass muss man ihm zum jetzigen Zeitpunkt noch nachsehen. So recht habe ich auch nicht verstanden, warum er sich als Wirtschaftsminister da reingehängt hat.

Und wenn man allein das Thema “Kindesmissbrauch” nimmt, glaube ich NICHT, dass du dafür bist. Ganz abgesehen davon, dass die Sperrung nichts nützt, ist es aber leider so, dass unter dem Deckmantel “Jugendschutz” und “Kindesmissbrauch” jede Zensurmassnahme durchgebracht werden soll. Das wird sicher noch ausgeweitet, wie man das ja schon kennt von der Telefonabhörung.

In einer neuen CDU-Regierung will “Röschen” Gesundheitsministerin werden. Wahrscheinlich gibt es dann eine Gesundheitspolizei, die nachguckt, was wir im Kühlschrank haben ;-)

 
Webbär, 05.08.2009 11:36

Dieser Fehler war schwerwiegender Art; man muss eigentlich nicht allzu clever sein, um zu verstehen, dass es bei der Zensurmassnahme der Familienministerin um etwas ging, das dem Befähigungsprofil dieser Dame – dezent formuliert – nicht entspricht.
Dass das dann auch noch durchging lag natürlich wiederum daran, dass weder Merkel noch SPD-Bonzen (ausser Tauss und vielleicht noch Gümbel) Verständigkeit zeigten.
Man kann den PIRATEN nur die 5% wünschen…

Am Rande: Erschreckend auch die Popularität dieser dummen Bundeskanzlerin, mein Gott, wir leben wirklich in Zeiten, in denen jeder kommen kann.

 
Medea, 05.08.2009 12:20 Subscribed to comments via email

Ich glaube nicht, dass die Bundeskanzlerin dumm ist. Vor allem ist sie aber machtbewußt. Und das macht sie in ihrer ruhigen Art sehr geschickt. Diejenigen, die von ihr schon “entsorgt” wurden, werden sich gewundert haben, wie ihnen geschah.

Ich möchte jedenfalls nicht vier Jahre das Gesicht dieses Bürokraten Steinmeier, dieses Aktendeckels auf zwei Beinen, ansehen müssen. Dann schon lieber “Mutti” Angela.

Und wenn du noch weiter gegen Angela Merkel schimpfst, bekommst du zur Strafe Claudia Roth ;-)

 
Webbär, 05.08.2009 16:01

Dummheit ist vorhanden, erkennbar daran, dass von der Dame nie ein vernünftiges Wort zu hören ist (was der Bliebtheit keinen Abbruch tut, dem degenerierten Wahlvieh gefällts halt).
Die beiden Damen spielen in derselben Liga.
Schlimmer eigentlich nur Cornelia Pieper, Hamm-Brücher, Matthäus-Meier und die Koch-Mehrin. ;–)
Ja, ist schon ein Trauerspiel mit den Damen in der Politik, wäre doch mal ein schöner Blogeintrag und Diskussionsbeitrag hier, oder? – Nein? Achso, das ist politisch nicht korrekt, gut, kann ich verstehen.

 
Medea, 05.08.2009 16:58 Subscribed to comments via email

“degenerierten Wahlvieh gefällts halt”

Das klingt aber recht überheblich, alle anderen sind also “degeneriertes Wahlvieh”, nur du nicht? ;-)

Aber du hast schon recht mit den Frauen. Leider hast du Frau Bätzing vergessen, die Gouvernante Deutschlands.

Bei den Männern gibt es aber auch genug, die schrecklich sind, um keinen anderen Ausdruck zu verwenden.

 
Webbär, 05.08.2009 17:19

Solche “Wohlfühlpolitiker” wie die Claudia Roth, die statt die real gegebenen Herausforderungen zu bearbeiten ganz auf die (degenerierte) Masse setzen, dabei fast ausschliesslich Projektionen und Stimmungen derselben bearbeiten, hat es früher nicht gegeben.
Denke mal, dass man das in dieser niederrangigen kleinen Debatte als offizielle Abschlusserklärung festhalten darf. (Der Grund dieser Degeneration liegt natürlich im sittlichen Niedergang der Bev. seit ca. 1965, aber das ist ein anderes Thema. Denjenigen, die das anzweifeln, darf man ein “Halbiert Euch mal schön je Generation!” zurufen, zumindest denjenigen, die D zuzuordnen sind und Claudia Roth oder die anderen hier kurz namentlich Erwähnten wählen.)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Webbär, 31.07.2009 19:13

Claudia Roth ist so eine Art Enteratainer auf der politischen Bühne, Dummheit ist aber offensichtlich – steht dem Ganzen ja auch nicht entgegen, wenn es im Rahmen bleibt.

Medea, 03.08.2009 10:34 Subscribed to comments via email

Na ja, unterhaltend finde ich sie nicht, aber eine Art Polit-Clown ist sie inzwischen.

 
 
 
 
Adrian, 31.07.2009 10:19

“Grüne Fortschrittsfeindlichkeit und liberaler Zukunftsoptimismus sind gegensätzliche Modelle.”

Schon richtig, das Ding ist aber, das die Grünen, gerade auch unter den jüngeren Wählern, nicht als fortschrittsfeindlich wahrgenommen werden. Sie gelten als cool, hipp und als Antwort auf drängende Zukunftsfragen. Sie haben es geschafft sich ein Image zu geben, das ankommt.

Dass die Grüne Jugend eine “Chaostruppe” und eine Speerspitze der Antiglobalisierungsbewegung ist, spielt keine Rolle, denn außerhalb des kleinen Kreises überzeugter Liberaler an Stammtisch und im Web, kommt auch das an.

Jugend will die Welt verändern. Dazu muss man bereit sein, zu “gestalten”, wie das im Politikjargon heißt. Mit Liberalen geht das aber nicht, weil Selbstverantwortung und “Gestaltung” (der Gesellschaft, was denn sonst?) sich nun mal beißt.

Insofern agiert Vogel, als Politiker, schon ganz richtig: Weg von der wahrgenommenen Bräsigkeit der Mutterpartei, und hin zu den “zupackenden” Grünen.

jo@chim, 31.07.2009 11:44

Mit Liberalen geht das aber nicht, weil Selbstverantwortung und “Gestaltung” (der Gesellschaft, was denn sonst?) sich nun mal beißt.

Welch ein Unsinn. Du sitzt der Etatistenmär auf, dass Staatswirtschaft, Zukunftspessimismus und Regulierungswahn etwas mit “Gestalten” zu tun hätten. Grüne sind nicht “cool”, sondern Spiesser 2.0.

Dass das der eine oder die andere noch nicht bemerkt hat, ist richtig. Umsomehr sollte man deutlich machen, dass weder Klima-Aktionismus noch Technikfeindlichkeit “hip” sind.

Und in Sachen Bräsigkeit sind sich die Cornelia und die Claudia jederzeit ebenbürtig ;-)

Adrian, 31.07.2009 13:15

Ich sitze überhaupt keiner Mär auf, denn natürlich hat Staatswirtschaft und Regulierungswahn, etwas mit “Gestalten” zu tun. Der Sozialismus war ein einziges Experiment der (Neu(Gestaltung) einer Gesellschaft, betrieben durch die Instrumente der Staatswirtschaft und der Regulierung.

Wenn, wie in einer liberalen Gesellschaft, auf den freien Austausch von Individuen gesetzt wird, hat das wenig mit “Gestalten” zu tun, und noch weniger mit der Gestaltung von Gesellschaften, etwas, dass alle “Etatisten” seit jeher anstreben.

 
 
Medea, 31.07.2009 16:37 Subscribed to comments via email

“Dass die Grüne Jugend eine “Chaostruppe” und eine Speerspitze der Antiglobalisierungsbewegung”

Wenn ich schon “Antiglobalisierungsbewegung” höre, bekomme ich die Motten. Deutschland als “Exportweltmeister” hat gut damit verdient. Oder wurden die Maschinen etc. etwa in die Lüneburger Heide verkauft?
Jetzt da der Export eingebrochen ist, geht es um den Verlust von Arbeitsplätzen. Und es rächt sich, dass die Binnennachfrage vernachlässigt wurde.

Dagny, 02.08.2009 17:11

Binnennachfrage

Ein schreckliches Wort, suggeriert sowas wie die Trennung von guten und schlechten Markt und macht nur in einem merkantilistischem System Sinn. Es gibt Anbieter und Nachfrager. Punkt.

Turbinen, Kraftwerke, Infrastruktur, Lokomotiven, Anlagenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Druckmaschinen: Wird alles dorthin verkauft, wo es Kunden dafuer gibt. Will den sehen, der sich eine Turbine in den Garten stellt.

Lina, 02.08.2009 18:08

>>> Will den sehen, der sich eine Turbine in den Garten stellt.

:-D …

Nee, damm schon lieber an die 400 Gartenzwerge ‘made in China’ – denen der deutsche Besitzer mit deutscher Gründlichkeit jeden Tag das (ja, ‘deutsche’!) Gesicht wäscht …

Tatsache! TV! Soviel noch zur Binnennachfrage ;-)

 
Christian S., 02.08.2009 18:42

Na sicher. Als würde der Staat nicht beeinflussen, wie und wo gehandelt wird. Niedrigschwelliges Stichwort: Hermes-Bürgschaften.

dagny t., 02.08.2009 22:17

Extrembeispiel ist dann wieder Nordkorea. Da gibt es (fast) nur Binnennachfrage.

Christian S., 03.08.2009 00:35

Ein Mittelding zwischen USA und Deutschland wäre eine gute Sache. Die Amerikaner leben zu sehr auf Pump, die Deutschen sparen zuviel.

dagny t., 03.08.2009 09:07

Sparen ist auch nichts schlechtes: Geld was gespart wird, steht fuer investitionen von morgen zur Verfuegung. Einfaches Beispiel: Wuerde jeder sofort ‘konsumieren’ und sich nichts auf Pump kaufen, dann kann sich niemand ein Auto leisten. (Sofern er nicht soviel verdient, dass er sich vom Monatsgehalt ne S-Klasse…)

Christian S., 03.08.2009 10:42

Ich habe nicht gesagt, dass sparen etwas Schlechtes ist. Und ich habe auch nicht gesagt, dass auf Pump kaufen schlecht ist. Die Dosis macht das Gift.

 
 
 
 
 
Medea, 03.08.2009 10:36 Subscribed to comments via email

Dann nimm halt ein anderes Wort für Binnennachfrage. Ich meinte damit, dass es sich auf zwei Beinen besser steht. Einseitig nur auf Export zu setzen, damit macht man sich zu abhängig.

 
 
 
 
Christian S., 31.07.2009 11:08

Ich wette um einen Kasten Rothaus Pils, dass sich die FDP, falls es im September zu Schwarz-Gelb kommen sollte, mit der Forderung, Netzsperren wieder abzuschaffen, nicht durchsetzen wird können.

jo@chim, 31.07.2009 11:30

Ein Kasten Weiherer Bock dagegen.

Christian S., 31.07.2009 11:44

Angenommen!

 
 
 
Colombia, 31.07.2009 13:45

Grüne sind nur so lange für Liberalität wie sie ihnen dient. In einer Gesellschaft welche konservativ ist, werden sich Grüne natürlich für die Akzeptanz anderer (ihrer) Lebensformen/-einstellungen einsetzen und dies mit Liberalität begründen. Lebenseinstellungen welche denen der Grünen aber entgegenstehen werden genauso von diesen bekämpft und verboten (sobald sie an der Macht sind/waren). In diesem Sinn sind die Grünen für mich keine liberale Partei.
Sie sind nur liberal solange es um ihre eigenen Vorstellungen geht, bei anderen hört das liberal sein ganz schnell auf.

jo@chim, 31.07.2009 15:06

Sie sind nur liberal solange es um ihre eigenen Vorstellungen geht, bei anderen hört das liberal sein ganz schnell auf.

Sehr richtig! Klassische Spiesser eben

Medea, 04.08.2009 16:36 Subscribed to comments via email

Die Grünen sind ein verlogenes Pack. Heute sind sie doch die Partei der Besserverdienenden, derjenigen, die sich z. B. das ganze Öko-Zeug leisten können wie Lehrer, Anwälte etc. Sie fliegen durch die Weltgeschichte, predigen anderen Wasser, selbst wohnen sie im Rotweingürtel……… Frau Künast z. B. fliegt stets von Berlin nach Bonn, obwohl sie da auch mit dem Zug fahren könnte. Zur Begründung meinte sie, sie könne nicht überall sein. Das aber verlangt auch keiner von ihr.

Der Spießer ist derjenige, der morgens zur Arbeit fährt, den ganzen Tag arbeitet, sich um seine Familie kümmert, Häuschen und Garten in Ordnung hält, in Vereinen ehrenhalber Dienst tut. Dazu sparsam ist, brav seine Steuern bezahlt. Mit anderen Worten: er ist das Rückgrat dieses Landes.
Dies mal zur Ehrenrettung des so verteufelten “Spießers”.

 
 
 

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