Die FAZ berichtet im Zusammenhang mit der Landtagswahl an der Saar ueber Wendelin Franz Egon Luitwinus Maria von Boch-Galhau, ehemaliger Vorstand und nun Aufsichtsratschef von Villeroy & Boch. Der einstige WG-Mitbewohner von Andreas Baader hat einen anderen Weg eingeschlagen als sein philosophisch versierter Studentenfreund und ist zum Chef eines Weltkonzerns in Familienbesitz aufgestiegen.

Die Saarlaender haben gewaehlt und der Melange aus persoenlichen Rachegeluesten, linken Tagtraeumen und Oskars kommunistischer Blechtrommel moeglicherweise zur Regierungsbeteiligung verholfen. Do ut des oder eher quid pro quo: Wenn Du Kommunisten waehlst, stimme ich mit den Fuessen ab und verlege meinen Unternehmenssitz nach Luxemburg.

Offenbar hat die Zeit mit Andreas Baader, vielleicht auch die jesuitisch gepraegte Ausbildung, von Boch-Galhau mit mehr Vernunft ausgestattet als seinen beruehmt-beruechtigten Ex-Mitbewohner.

Die Antwort auf Lafontaine ist auch im Saarland: Wer ist schon John Galt Wendelin Boch?