Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat im November letzten Jahres nach 38 Jahren SPD-Mitgliedschaft im Streit die Partei verlassen. Er reagierte damit auf eine Rüge in einem Parteiverfahren, das im Vorfeld der Hessen-Wahlen wegen seiner Kritik an der Energiepolitik der Landes-SPD unter der damaligen Vorsitzenden Andrea Ypsilanti und ihres Solar-Lobbyisten Hermann Scheer gegen ihn angestrengt wurde.

Nun meldet er sich wieder: Bei einer Veranstaltung zum Thema „Grüne Biotechnologie“ warf Clement Union und SPD vor, „gegen alle wissenschaftliche Vernunft“ zu handeln.

Die FDP lobte er als „einzige Fortschrittspartei in Deutschland„.

Ralf Stegner (Sie erinnern sich – der der die SPD in Schleswig-Holstein aus der Regierung und in die Krise manövrierte) giftete dazu „ein Mann von gestern sollte sich nicht zu Themen von morgen äußern„.

Dass die Genossen über die Schelte und Clements indirekte Wahlempfehlung nicht erfreut sind, ist nachvollziehbar. Fakt ist allerdings auch, dass die SPD mit dem „Mann von gestern“ noch deutlich bessere Ergebnisse erzielen konnte als mit Stegner und den anderen Wahlverlierern von morgen an der Parteispitze…