Das Drehbuch für die rot-rot-grüne Wende
Es wird nach der Wahl keine Koalition mit der Linkspartei geben!
Reinhard Höppner 1994 in Sachsen-Anhalt, Harald Ringsdorff 1998 in Mecklenburg-Vorpommern, Klaus Wowereit 2001 in Berlin, Andrea Ypsilanti 2008 in Hessen. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier bei seiner Nominierung am 18. Oktober 2008.
27.09.2009. 35,8 Prozent für CDU/CSU, 30,1 Prozent für die SPD, 11,5 Prozent für die Linke, 11,4 Prozent für die FDP und 7,1 Prozent für die Grünen. Das Ergebnis reicht nicht zur Bildung einer Koalition aus CDU/CSU und FDP; die Grosse Koalition wird weiter geführt.
Das ist die Ausgangslage, mit der der frühere FAZ-Herausgeber Hugo Müller-Vogg sein Buch Volksrepublik Deutschland: Drehbuch für die rot-rot-grüne Wende beginnen lässt:
Die schon im Februar dieses Jahres vorweggenommene Geschichte eines weiteren gebrochenen Wahlversprechens und des Weges in die rot-rot-grüne Koalition im Jahr 2010. Realistischer denn je.
Für eine Koalition zwischen SPD und der Linken gibt es drei Voraussetzungen die erfüllt sein müssen. Zunächst muss es arithmetisch gehen. Dann muss die SPD eine Entwicklung durchmachen, dass sie sich wieder resozialdemokratisiert, weil ansonsten die inhaltlichen Unterschiede zu groß sind. Zur Zeit ist die SPD für uns nicht koalitionsfähig. Eine solche Entwicklung kommt bei der SPD aber nicht über Nacht, sie muss eingeleitet, erarbeitet und beschlossen werden. Und drittens muss es eine gesellschaftliche Stimmung geben, die das verlangt.
Gregor Gysi dazu (real, nicht im Buch)
Genau darum geht es im Kern: Steinmeier und die SPD schliessen eine Koalition mit der Ex-SED lediglich deshalb aus, weil das bei der aktuellen “gesellschaftlichen Stimmung” massiv Wählerstimmen kosten würde. Nach der Wahl gilt dann das Drehbuch für die rot-rot-grüne Wende – Müntefering dazu fiktiv:
Was heißt hier Wortbruch? Wir haben gesagt, mit den Linken geht 2009 nichts. Aber selbst als Absolvent einer sauerländischen Volksschule weiß ich, dass wir inzwischen das Jahr 2010 schreiben.
Fiktiv? Ich befürchte das ist genau das Szenario, vor dem wir in ein oder zwei Jahren stehen werden: wer die SPD von Nahles, Steinmeier, Müntefering und Wasserhövel wählt, ebnet – zwanzig Jahre nach der Implosion ihrer Diktatur – den Postkommunisten den Weg zurück zur Machtteilhabe.








http://rotstehtunsgut.de/2009/09/15/farbenspiele/
:-)
Der Beschluss ist das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist.
Nachdem ich auf rotstehtunsgut nach Deiner Zensuraktion nicht mehr kommentiere, hier noch einmal das Ypsilanti – Wortbruch-Musical, das Du nicht verlinkt haben wolltest, lieber Christian: es passt auch in diesen Thread hervorragend ;-)
Was für eine Zensuraktion? Hängt das mit meiner Bitte zusammen, einem offenkundigen Troll wenigstens grundlegende Regeln ans Herz zu legen?
Das Video ist schön. Die SPD mag früher für viel Gutes gestanden haben. Mir wird sie ab 2008/09 als Verräterpartei und als Ypsilanti-Wortbruch-Partei im Bewusstsein bleiben.
Nein Stefanolix, das hat nix mit Dir zu tun: Christian hat das von mir in einem Kommentar auf zensurstehtunsüberhauptnichtgut verlinkte Video über Ypsi…who? “entlinkt”. Was, nebenbei, auch den Sinn des Kommentars verdreht.
Aber gut, im Gegensatz zur real existierenden Sozialdemokratie ist mir das Eigentumsrecht sehr wichtig: sein gutes Recht, Meinungen, die er nicht auf seinem Blog (verlinkt) sehen will zu entfernen.
Oder vielleicht hätte er auch nur Ärger mit seiner Kampagnenleitung bekommen, wegen mir? (“Wie kannst du nur sowas stehen lassen??).
However. Ich hab mich dann halt auch entfernt ;-)
Kampagnenleitung? Aber Achim: Christian S. ist einer der letzten unabhängigen Sozialdemokraten ;-)
Ich vermute, dass das Ironie sein soll. ;)
Ganz im Ernst: Kampagnenleitung ist echt Unsinn. Das Blog ist bewusst völlig unabhängig von der SPD gehalten und nicht beim Vorwärts angesiedelt. Ich mache Politik völlig ehrenamtlich, und muss mir deshalb auch von niemandem reinreden lassen.
Derartige Videos will ich dort trotzdem nicht sehen. Darauf mit “Zensur”-Vorwürfen zu reagieren ist wirklich sehr übertrieben.
Um so interessanter ist, welche Kommentare Du nicht löschst …
Also doch Kampagneneitung. Auf den “Subjektivitäten” hätte ich Dein Argument akzeptiert und mitgetragen. Da hätte Dein Argument Sinn gemacht, denn Du willst ja Deine Ansichten verbreiten.
Bei “Rot steht uns gut” ist das ein ganz deutliches Zeichen von Zensur und Kampagnenleitung.
Du hast verschissen.
*LOL* So versucht sich jeder, aber auch jeder, Zensor zu rechtfertigen. Es war im übrigen kein Vorwurf, sondern eine Feststellung.
Jetzt lasst ihn doch sein Hausrecht ausüben; er wird doch daran gemessen und nicht Ihr …
Wer will schon gern an die Lügen aus Hessen erinnert werden, wo doch gerade in Thüringen die SED/PDS so absurde Verrenkungen macht, um an die Macht zu kommen. Ich lese heute morgen in meiner Zeitung: der Spitzenkandidat der SED/PDS verzichtet auf das Amt des Ministerpräsidenten und wenn der Spitzenkandidat der SPD auch zurücksteckte, dann könnte man eine Frau wählen. Ob sie bei Frau Ypsilanti und Frau Simonis schon nachgefragt haben? ;-)
Jetzt falle mir doch nicht in den Rücken, das ist hinterfotzig. ;-)
Als guter Sozialist muss er zensieren, das wissen wir beide. Er ist also wegen Geisteskrankheit (=Ideologie=Idiopathie) entschuldigt.
Trotzdem könnte er sich ja zumindest bemühen den unsäglichen Ruf der Sozialisten als Zensoren vom Dienst wenigstens etwas zu verbessern. Die Roten (denen diese Farbe angeblich gut steht) machen das ja sogar mit Personen in öffentlichen Ämtern, denen sie öffentliche Stellungnahme im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mittels des öffentlichen Rechts untersagen, um keine Kritik an der Führung eines öffentlichen Amtes einer in freien Wahl gewählten Ministerin aufkommen zu lassen. Nur um mal an Herrn Roman Reusch zu erinnern, Staatsanwalt in Berlin. Kaltgestellt von einer SPD-Ministerin wegen wahrheitsgemäßer (!) Äußerungen.
Müssen hätte er nicht müssen ;-)
Es ist immer unangenehm, an Wahrheiten, die einem gerade nicht ins Konzept passen, erinnert zu werden – dafür muss man nicht Soze sein. Und die einen haben eben das Format, abweichende Meinungen zu tolerieren, andere nicht. Das hat erstmal wenig mit Ideologie(n) zu tun.
Christian ist eben etwas nervös zur Zeit… wäre ich auch, wenn ich mir immer und immer wieder anhören müsste, dass der Koalitionsaussage meines Spitzenkandidaten nicht zu trauen ist ;-)
Nervös ist das falsche Wort; genervt trifft’s eher. :)
Ja, man ‘nervt’ mit Behauptungen wie der, dass die SPD es klüger und früher hätte anstellen können, sich mit einer (vom Stamm her) entlaubten und entschärften DIE LINKE zu verbünden …
Schade, aber das muss man schon aushalten können ;-) …
hmm, sollte vielleicht hinzufügen: … anstatt über Jahre persönliche Animositäten zu einem hochkarätigen Ex-SPDler zu hegen und zu pflegen.
Die Welt wäre eine andere ;-)))) ….
pfff “… ich mache Politik…”
Genau das ist
Deinunser Problem.Lies dir mal diesen Satz durch: “Ein Bündnis mit der Partei „Die Linke“ schließen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf Bundesebene für die gesamte nächste Legislaturperiode aus.”
In wiefern widerspricht dies der fiktiven Münte-Aussage: “Wir haben gesagt, mit den Linken geht 2009 nichts. Aber selbst als Absolvent einer sauerländischen Volksschule weiß ich, dass wir inzwischen das Jahr 2010 schreiben.”
Die Legislaturperiode ist vorbei, wenn eine Regierung aufgelöst ist, oder nicht? Ob das nun 2013 oder 2010 ist.
Sorry, aber nach den Erfahrungen der letzten Jahre halte ich so eine dreiste Wählerverarsche seitens der SPD nicht für ausgeschlossen, die Paranoia habt ihr euch selbst eingebrockt.
“Die Legislaturperiode ist vorbei, wenn eine Regierung aufgelöst ist, oder nicht? ”
Nein, die gilt immer bis zur nächsten Bundestagswahl.
mein Fehler
Was ja niemanden daran hindert, 2010 den Bundestag aufzulösen.
Schröder weiß, wie das geht.
Richtig, deswegen heißt es auch besser Wahlperiode.
Allerdings dürfte das nicht das einzige Szenario sein. Während bei einer Großen Koalition zumindest noch die Chance besteht, dass die SPD diese bequemer findet als mit der SED zu koalieren (die Linke ist trotz mehrfacher Namensänderung Nachfolgerin der SED), könnte eine Union/FDP Regierung RotRotGrün ebenfalls fördern, besonders dann, wenn sie ohne prozentuale absolute Mehrheit mit ein oder zwei Überhangsmadaten regiert.
Dann bestünden nicht nur Fragen an der Legitimität, es müsste auch ständig mit Platzen der Koalition gerechnet werden.
Und die nächsten Jahre werden verdammt hart. Schwarzgelb ist nicht nur zu einem deutlichen Wahlsieg, sondern zum Erfolg in höchst prekären wirtschaftlichen Zeiten verdammt.
Sonst haben wir spätestens 2013 zu 99% die Volksfront.
“verdammt hart”…
Nu jo, die Anfangsjahre der Bundesrepublik, na sagen wir bis zum “Ausbruch” des “Wirtschaftswunders” (nur West! für alle Vergesser ;-)) waren härter.
Schwarz-Gelb packt das. Sie müssten nur das Wahlprogramm der FDP 1:1 umsetzen.
Die Linkspartei ist nicht die Nachfolgerin der SED.
Sie ist die SED.
Die direkt Verantwortlichen für das Mauermörderregime heute in die Regierungsverantwortung zu holen, würde einen guten Teil der westdeutschen SPD-Wähler verständlicherweise verschrecken und die SPD für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, unwählbar machen. Ebenso, wie die CDU/CSU nicht mit der NPD koaliert, entspricht es der politischen Hygiene, wenn es die SPD mit der SED-Linkspartei genauso hält.
Percy, die SED war nicht die KPD. Und die “LINKE” (welch ein bezeichnendes Beispiel kommunistischer Neusprech…) ist nicht die SED, sondern – eben – die Fortführung einer kommunistischen Traditionslinie. Und wieder haben sie es geschafft, an den Rändern der Sozialdemokratie zu fleddern… oder war es diesmal das Herz? Das wird sich zeigen.
Mit naheliegenden Vereinfachungen machen wir es den grossen Vereinfachern jedenfalls zu einfach ;-)
Man sollte sich einfach mal überlegen was für eine Demokratie gefährlicher ist. Parteien die jetzt schon regieren und ständig das Grundgesetz verletzten oder eine Partei, welche in Teilen vor 20 Jahren aus der SED hervorgegangen ist.
http://www.jungewelt.de/2009/09-16/029.php
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,524513,00.html
http://www.fixmbr.de/die-groesste-gefahr-fuer-unser-land-wolfgang-schaeuble/
etc..
Hier will man etwas von roter Gefahr erzählen, wenn komplette Gesetze aus Anwaltskanzleien generiert werden, welche parallel diejenigen betreuen die das Gesetz betrifft?
http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=149150783&ucpg=20bc5262524be8a40fe89946e4f681ee344
Von sozialromatik ist die Rede, stattdessen wurde von Althaus folgendes faires Mittel vorgeschlagen
http://www.initiative-gm.de/althaus-buergergeld-und-bedingungsloses-grundeinkommen.htm
und immer schön privatisieren
http://www.t-blog.de/blog/a-lot-of-quango
und den günstigen Atomstrom fördern
http://www.heise.de/tp/blogs/2/144763
Ich habe keine Ahnung ob die Linke eine bessere Partei ist als die anderen. Denn sie hat das gleiche Problem wie alle anderen. Nicht die besten sind dort oben und führen, sondern diejenigen die sich hochgekämpft haben. Eins ist jedenfalls ziemlich sicher. Gibt es Schwarz/Gelb wird die Mehrwertsteuer sehr wahrscheinlich erhöht, die Rente wird gesenkt, die Steuer wird für die hohen Einkommen gesenkt, die Unternehmenssteuer wird gesenkt und im sozialen Bereich wird gekürzt und weiter Privatisiert. Die gleiche Medizin wie seit Beginn der Ära Kohl.
Die neue Generation der SPD, die Jusos, sind doch von Linksparteilern eh nicht zu unterscheiden, und agieren teilweise noch verrückter.
Worin gerade einer der Gründe für den Niedergang der SPD zu suchen sein könnte. Es scheint als seien nicht 10 Jahre, sondern eine ganze Generation seit dem Schröder-Blair-Papier verstrichen…
Das ist doch albern. Die SPD hat zwei Parteien an ihrer Seite, die ein ähnliches Klientel bedienen: die Grünen und die Linkspartei. Ein 100-Prozent-Kuchen wird nicht größer, auch wenn man sich das noch so sehr wünscht.
Dass die Grünen auch bürgerliche Wähler bedienen, ist richtig. Aber die bedient die SPD ebenfalls.
Davon träumt Ihr vielleicht. In unserer bürgerlichen Gegend hat der SPD-Direktkandidat bei der Landtagswahl keine acht Prozent mehr bekommen und der Grüne fast zwanzig.
Ehrlich gesagt mag ich den Ausdruck “bürgerlich” (im Sinnew von “bürgerliche Mehrheit/Koalition” etc) als politischen Begriff nicht. Ich halte ihn auch für kontraproduktiv.
Ich habe ihn ja auch nur auf meine Wohngegend angewandt und da passt er ;-)
Kommt auf die Region und den Kandidaten an. Richtig.
Und? Das wird ja wohl kaum an irgendwelchen fundamentalen programmatischen Unterschieden zwischen den Parteien liegen. Der Wähler entscheidet nach Bauchgefühl, aktuellem Coolnessfaktor der Partei, Charisma des Spitzenkandidaten und meinetwegen öffentlicher Ausstrahlung und wahrgenommener Toughness der sonstigen Spitzenfunktionäre, und man kann es ihm noch nichtmal verdenken. Wahlen als große Richtungsentscheidungen haben sich schon seit den 80ern erledigt. Die großen Parteien sind programmatisch viel zu ausgeblutet für sowas. Da ist es nur konsequent, Personen zu wählen. Die Amis haben das ja schon vor Jahrzehnten kapiert. Die Leute in deiner “bürgerlichen Gegend” entscheiden sich für die Grünen und gegen die SPD, so wie sie sich für Pink Floyd und gegen die Backstreet Boys entscheiden. Ist ja schön, dass ein paar Leute angesichts der Schwäche der SPD offenbar in orgiastische Jubelarien verfallen, aber wenn die darin ein Zeichen für irgendwelche großen programmatischen Richtungswechsel (im Volk oder bei den Parteien) sehen wollen, dann ist das Kokolores. Mit dem nächsten charismatischen Volkstribun an der Spitze landet die SPD bei 40%.
Übrigens kann offenbar selbst die gegenwärtige rot-rote Berliner Landesregierung besser mit Geld umgehen als alle CDU-geführten vorher. Das wird wohl auch eher am Personal liegen und nicht daran, dass SPD und Linke ganz generell das bessere WIrtschaftsprogramm haben.
Naja. Eher so die wenigen bürgerlichen Wähler, die sich mit Hans Eichel oder Rudolf Scharping identifizieren. Es gibt sie (noch), aber sie werden stetig weniger. Aus dem bürgerlichen Lager wählen wohl vor allem frühverrentete Lehrer (Hans Eichel) und ähnlich Fußkranke Langweiler die SPD.
Aus dem “bürgerlichen” Lager (gemeint ist die Unterschicht, die sich vor allem selbst gemeinhin noch nicht als Asoziale betrachtet, obwohl sie in geistig-mentaler Hinsicht nicht so besonders viel von dem anderen Pack trennt. Also die Leute, die sich für bürgerlich halten, weil sie A13 bekommen und an einer Schule unterrichten und deshalb der Meinung sind nicht zur Unterschicht zu gehören. Wie war vor einiger Zeit in “Der Anstalt”? “Provinz ist, wo Lehrer zu den Intellektuellen gezähtl werden”.
So gesehen gibt es also schon ein gewisses “bürgerliches” Lager, das SPD wählt.
Wie war vor einiger Zeit in “Der Anstalt”? “Provinz ist, wo Lehrer zu den Intellektuellen gezähtl werden”.
*ggg*
Ich habe dieses Buch vor einiger Zeit gelesen und habe mich ziemlich amüsiert. Herr Müller-Vogg muss nachts panische Albträume von rot-roten Monstern haben.
Er ist paranoid, anders kann man das nicht erklären.
Positiv muss man allerdings sagen, dass es ihm gelungen ist, über weite Strecken des Buches relativ neutral zu schreiben und seine persönlichen Ansichten weitgehend zu verdecken – nur an einer Stelle, da ist er richtig wütend geworden, das spürt man – und zwar als er über die sozialistischen Zwangs-AOK für alle redet. Herrlich, was haben wir über diesen Begriff gelacht.
Merke:
Mit der Linkspartei kommt die DDR.
Mit der FDP kommt der Anarchokapitalismus.
Mit den Grünen kommt die Ökodiktatur.
Mit der CDU kommt der Kaiser zurück.
Mit der SPD kommen wieder bessere Zeiten.
Ach Kalle, träum’ weiter. Nach einer guten Regenerationsphase in der Opposition kommen für Euch bessere Zeiten, aber früher nicht ;-)
“Mit der SPD kommen wieder bessere Zeiten.”
Oje. Das wird dann aber dauern.
(Öhm. Sind die nicht seit 1998 mit in der Regierung?)
Pscht! Komm ihm bloß nicht mit der Wahrheit!
Ja was jetzt nun? “Neutral” oder “paranoid”? Über den teuren Marsch in die sozialistische Staatsmedizin kann ich als Beitragszahler leider überhaupt nicht lachen.
Btw.: ich träume übrigens keineswegs von “roten Monstern”. Deutschland wird Lafontaine als Regierungspartner der SPD ebenso verkraften, wie Österreich dessen rechtes Alter Ego Haider als Partner der ÖVP verkraftet hat. In Österreich kommt inzwischen Strache gross raus. Bei uns dann irgendwann Wagenknecht? So werden die Ränder wieder hoffähig gemacht, der antiextremistische Konsens wird aus machttaktischen Gründen aufgegeben.
Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt habe: Schumacher oder Wehner hätten Euch eins hinter die Löffel gegeben
“In Österreich kommt inzwischen Strache gross raus. Bei uns dann irgendwann Wagenknecht? So werden die Ränder wieder hoffähig gemacht……”
ich denke nicht, dass man Österreich so mit Deutschland vergleichen kann. Die Große Koalition regiert dort (mit kleinen Unterbrechungen) seit Urzeiten und ist derart verfilzt, dass Stellen bis runter zum Hausmeister nur an Parteiangehörige vergeben werden.
Wenn wir aber noch eine Große Koaliton rot-schwarz bekommen, dann wird es hier genau so sein.
Sarah Wagenknecht hat außer ihrem guten Aussehen nichts. Sie sitzt nun dauernd in irgenwelchen Schwafelrunden. Oder kannst du dich an eine große Arbeit/Rede von ihr in der EU erinnern?
Sie wird wohl eher demnächst eine Kochsendung moderieren “Wie bereite ich Hummer am besten zu?” ;-)
Und über Strache, der vor allem junge Wähler anzieht, ließe sich einiges über deren Erfolg bzw. über das Versagen der anderen Parteien sagen.
Wie auch immer, ich hoffe auf gelb-schwarz. Sollte es nochmal SPD/CDU geben, lege ich mich ins Bett und stehe vier Jahre nicht mehr auf ;-)
>>> … lege ich mich ins Bett und stehe vier Jahre nicht mehr auf ;-)
Du kennst doch die Gefahr des Wundliegens? Dir wird nicht geholfen werden, solange da nicht politisch durchgegriffen wird – so dass man Dich regelmässig wendet. Geht das mit den Gelben (Privatisierern), wenn schon die Schwarzen nicht ordentlich hinschauen?
Also, überleg Dir das lieber nochmal :-) …
Lina, das klappt schon mit den Gelben. Im übrigen wende ich mich selbst, ab und zu muss ich ja mal eine Glühbirne einschrauben und was essen.
Dann leg dir aber vorher einen Vorrat an Glühbirnen, Fast Food, Zigaretten, Pornos, Musik, Computerspielen und allem, was nicht in Deutschland produziert wird zu, sonst wirst du dir wünschen, du wärst nicht mehr aufgewacht ;-)
:-D … oder so!
Ja doch, F. Alfonzo, Retter aus der Not der falschen (Wahl-) Entscheidung ;-) …
Wollte zuerst schreiben: Wenn du Pech hast, wachst du auf und bist in Deutschland eingemauert. Aber ich bin ja Optimist :)
Danke für den Rat. Bis auf Computerspiele werde ich mir den betreffenden Vorrat anlegen. Ich will hoffen, dass in den vier Jahren Deutschland nicht wirklich eingemauert wird.
So langsam wundert mich aber gar nichts mehr. Die SPD legt zu, ist zu lesen. Das würde bedeuten, dass die SPD wieder unter den Rock von Angela kriecht und rot-schwarz dran ist.
Grün-schwarz sehe ich aber auch mit Grausen. Grün will kein Atom, keine Kohlekraftwerke, dafür Elektroautos. Und das Schlimmste, Claudia Roth wird Ministerin. Fragt sich nur noch, für welches Amt.
“Claudia Roth wird Ministerin. Fragt sich nur noch, für welches Amt.”
Das neu erfundene Super-Ministerium für politische Korrektheit und Betroffenheit
schön wär’s.
Das war eindeutig ironisch gemeint, sonst hätte er doch keinesfalls geschrieben mit der SPD kommen wieder bessere Zeiten :D
Achim, Du hast Post. Das ist jetzt sehr wichtig. Ich brauche unbedingt die aktuellen Gesetzesentwürfe der Begleitgesetze für den Vertrag von Lissabon, so wie sie jetzt nach dem Urteil des BVerfG beschlossen wurde. Ich kann sie leider auch beim BT nicht finden, es ist zum kotzen.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/139/1613923.pdf
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2009/26961025_kw37_begleitgesetz/index.html
,
ich lese gerade aus Ösi-Land. Am Wochenende waren Wahlen in Vorarlberg. Die FPÖ hat sich mehr als verdoppelt, die Sozis sind noch hinter den Grünen, knapp über 10 %.
Was machen also Sozis und Grüne falsch?
Mit der FDP kommt der Anarchokapitalismus.
Noch so eine leere Versprechung ;-)
Ich wechsle ca. jeden Tag meine Meinung, ob ich nun SPD oder CDU wählen soll. Mit diesen modischen Kleinparteien geb ich mich erst gar nicht ab ;-)
Die SPD wird auf Bundesebene keine Koalition mit der menschenverachtenden Unterdrückungs-Partei der DDR eingehen. Es würde zur Spaltung der Partei führen. Dies schließt die Abgeordeten dieser Partei im Bundestag ein.
Die SED hat es bis heute nicht für nötig befunden, die infame Zwangsvereinigung von SBZ-KPD und SBZ-SPD aufzuarbeiten.
Ein Zusammengehen käme einem historischen Verrat gleich. Die SPD hat in der deutschen Geschichte immer wieder mutig eine staatstragende Rolle gespielt. Etwa Noskes entschlossenes Eingreifen als Scheidemann/Luxemburg in den Nachkriegswirren als die Kommunisten per Putsch eine Räte-Republik errichten wollten oder als Schröder aufgrund der Belastungen durch Wiedervereinigung und Globalisierung mit der Agenda 2010 die Notbremse zog. CDU/FDP hatten nie den Mut zu solch unpopulären Einschnitten in das soziale Netz.
Man kann die SED Furcht auch übertreiben. Sie bleibt die Regionalpartei eines für uneingeweihte wie mich schwer verständlichen Gebiets unseres schönen Landes, aus dem aber viele wirklich sympathische und angenehme Menschen stammen.
FALSCH. Sarah Wagenknecht ist häßlich.
Sahra heisst sie. Und über Geschmack kann mann bekanntlich streiten. Und unterschätzt die mal nicht. Die hat ihre Fragen des Leninismus gelesen.
»Keine Argumente ad personam« sollte auch für Frau Wagenknecht gelten.
Gestrenger (stefanolix): die Sahra in der ‘Rosa’-Optik ist u. a. der augenfällige Beweis der extremen Rückwärtsgewandtheit eines Flügels der LINKEN, dessen Fortbestand das Bild der Gesamtpartei auf, nun ja: a/parte Weise gründlich versaut.
Insofern kann man ruhig auch ad personam gehen, finde ich :-) …
Ich denke genug Argumente dafür geliefert zu haben, warum diese Furcht einer Koalition zwischen SPD und SED aus meiner Sicht keine wirkliche Grundlage besitzt.
Jemand steht in der Öffentlichkeit.
Ein anderer kommentiert, dass sie schön wäre.
Ich sage: Nö. Ich find die häßlich.
In Köln ist das ok.
…man kann sie aber auch überschützen.
Ich tippe, der noergler hat das mit dem Marxismus unendlich viel besser drauf als Sahrah Wagenknecht.
Es bleibt eine Protest-Partei, die ausserhalb der Gesellschaft steht. Und für nicht wenige schwierige Zeiten in diesem Land macht verstandbefreiten Protest halt attraktiver.
Ich vermute, die Wähler der Linken bekommen warme, unbestimmte Gefühle, wenn politische Gegner zu viel Angst vor ihr haben.
Ich find die tragikkomisch.
Da steht u.a., dass Sahra W. eine Rede gehalten hat vor dem “Ersten Unionskongress der Stossarbeiter”.
, was bitte sind “Stossarbeiter”?
Klingt irgendwie etwas obszön ;-)
:D An was Du wieder denkst, Medea. Das hier könnte gemeint sein… aber soo alt hätt’ ich unsere Bonsai-Rosa gar nicht geschätzt…
“Stossarbeiter” ist aber wirklich ein komisches Wort. Lachen muss ich über die Auszeichnung “Held der Arbeit”. Vielleicht führt die Linkspartei ja diese Auszeichnung mal wieder ein ;-)
Danke für deine Info.