Macht machts moeglich: Joschka Fischer & Company
Was ist der Unterschied zwischen Kapitalismus und Kommunismus?
Im Kapitalismus kommt man mit Geld an die Macht und im Kommunismus mit Macht zum Geld.
Joschka Fischer geht den zweiten Weg.
RSS Kommentar-Feed ❘ Trackback-URI ❘ Druckansicht
Tags: Alte Seilschaften, Big Government, BMW, Die Grünen, Joschka Fischer, Umweltaktivismus








Oh, dagny ist neidisch. :)
Eine deutsche Karriere: Vom Taxifahrer zum BMW-Berater
Und dafür wird J. Fischer von allen “Bürgerlichen” gehasst. Ich find’s ungemein witzig. :)
Ach was. Es ist Amusement. Guido Westerwelle hat’s auf dem Ampelausknipsparteitag soeben auf den Punkt gebracht:
;-)
Ich habe Dich nicht zu den “Bürgerlichen” hinzugezählt. Du stehst mit beiden Beinen auf dem Boden. (Das war ein Kompliment. :))
Bürger sind also per Definition abgehoben?
Amusement + Hammerwort des Tages, das Joschkas Fischers spätes Ausbüchsen in die Marktwirtschaft in den Schatten stellt:
AMPELAUSKNIPSPARTEITAG
= ein Segen, der persönliches Wahlverhalten um etliche noch immer nicht restlos geprüfte Alternativen erleichtern kann ;-)))) …
Ein BEratervertrag bei einem staatsverflochtenen und staatlich unterstützten Großkonzern ist “in der Marktwirtschaft ankommen”?
BMW ist ein “staatsverflochtener und staatlich unterstützter Großkonzern”?
“For some time I have come to the conclusion that the grave deficiency in the current output and thinking of our libertarians and “classical liberals” is an enormous blind spot when it comes to big business. There is a tendency to worship Big Business per se. . . and a corollary tendency to fail to realize that while big business would indeed merit praise if they won that bigness on the purely free market, that in the contemporary world of total neo-mercantilism and what is essentially a neo-fascist “corporate state,” bigness is a priori highly suspect, because Big Business most likely got that way through an intricate and decisive network of subsidies, privileges, and direct and indirect grants of monopoly protection.” – Murray N. Rothbard
http://dominikhennig.blogspot.com/2009/09/big-business-der-blinde-fleck-in-den.html
Scheer und Maurer haben dieses Verhalten von Fischer und Schröder in einem gemeinsamen Interview in der Stuttgarter Zeitung als Neoliberal gebranntmarkt.
Klar, als alte Neosocialisten halten sie für abgehalfterte Politiker einzig und allein eine Karriere als Funktionär in Partei oder Gewerkschaft für moralisch vertretbar…
Soll Fischer doch machen, was er schön findet. Mir egal. Mich wundert es allerdings, wenn gestandene Konzerne diesem Experten für windiges Blablabla hohe Gagen zahlen. Das ist ein schlechter Witz.
verstehe ich auch nicht; BWM wird mir zuwider, Opel sowieso und Volkswagen schon länger
bleibt noch Audi, finde ich zur Zeit eh am besten. Die haben doch auch ansonsten ne “weiße Weste” oder?
Audi ist eine 100% VW Tochter. BWM weitgehend in privater Hand, Frau Klatten hat es unlaengst etwas unruehmlich in die Presse geschafft.
Mehr wie die Jungs von Roland Berger wird er auch nicht anrichten. Aber man kann ihn ebenso bei den Banken präsentieren. Netzwerke(r) sind Kapital im Stamokap.
“Wenn Networking heute in aller Munde ist, so heißt das, dass die Bedeutung von Beziehungen im Geschäftsleben zugenommen hat. Dies könnte durchaus auch ein negatives Indiz sein, nämlich für eine Abnahme von Marktbeziehungen zugunsten von Privilegien. Wenn die Regulierungsdichte zunimmt, wenn immer mehr Menschen in geschützten Werkstätten arbeiten, wenn die Anzahl der Netto-Transferleistungsbezieher ständig steigt, nimmt auch die Abhängigkeit von Beziehungen zu. Die verstärkte Notwendigkeit von Networking im Geschäftsleben (einschließlich Lobbyismus) könnte mit einer wirtschaftlichen Dynamik demnach nur sehr wenig zu tun haben.”
Eugen Maria Schulak
Wenn ein Ex-Politiker sich von einem privaten Unternehmen fuer eine Dienstleistung anstellen laesst, ist das erstmal nicht verwerflich. Besser als dem Steuerzahler weiter auf der Tasche liegen allemal. Besser als ein Aufsichtsratsposten in einem halbstaatlichen Unternehmen: Landesbanken, Rundfunkraete und was es sonst noch zur Politikerversorgung alles gibt.
Ein Gschmaeckle entsteht dann, wenn diese Anstellung in Widerspruch zur frueheren Taetigkeit steht. Es riecht dann nach Opportunismus.
Scheinheilig und Doppelmoral ist es, wenn man den anderen Parteien grosskonzernsnaehe vorwirft, aber das eigene Ex-Spitzenpersonal dort spaeter gerne unterkommt.
Skandaloes wird es nur, wenn der Taetigkeit ein besonderer Einsatz in der Politik in einem dem spaeteren Arbeitgeber besonders nuetzlichen Sinne vorausgeht.
Ich habe noch nie erlebt, dass in diesem Blog und anderswo die Beratertätigkeiten von Messias F. Merz et al. kritisiert wurden, deshalb nehme ich diese Aufgeregtheiten nicht ernst.
Dafuer dass du es nicht ernst nimmst, schreibst du hier schon recht viel :)
Friedrich Merz hat ja auch nie einen Benzinpreis von 5 Mark/Liter gefordert.
Fischer auch nicht. Er hat solche Forderungen immer für Wahnwitz gehalten. Fischer ist ein Salamischeibentaktiker.
Ein Gschmaeckle entsteht dann, wenn diese Anstellung in Widerspruch zur frueheren Taetigkeit steht.
Hat der Mann irgendwann gefordert, Autos abzuschaffen? Fischer war schon lange vor seiner Zeit als Außenminister mit diversen Managern und sonstigen Wirtschaftskapitänen, darunter solchen aus der Autoindustrie, recht gut bekannt/befreundet/was auch immer. Unter anderem mit Uli Hoeneß und mit dem damaligen Porsche-Chef Wiedeking. Irgendwelche Qualitäten als Redner, Organisator, Manager o.ä. wird er also wohl aufweisen, und als Gegner des Kapitalismus ist er vermutlich, wenn überhaupt, letztmalig Anfang der 70er in Erscheinung getreten.
Das einzig wirklich unappetitliche Engagement das mir aktuell bekannt ist, ist die Connection Schröder und Gasprom.
Die Personale Fischer/BMW finde ich hingegen absolut unproblematisch:
Erstens:
Fischer hat m.W. in seiner aktiven Politik-Zeit BMW nie auffällig protegiert. Irgendeine Form von Bestechlichkeit ist somit keinesfalls plausbel.
Zweitens:
Gerade WEIL ein Autokonzern nicht unbedingt 100% auf grüner Parteilinie liegt, ist eine Mauschelei unwahrscheinlich. (Wenn ein grüner Umweltminister der Solarbranche erst Subventionen verschafft und dann in diese Branche wechselt, hätte das vielleicht ein “Gschmäckle”. Aber Fischer und BMW? Kein Problem).
Drittens:
Grundsätzlich ist eine Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft und Politik zu begrüßen. Je weniger das 2 getrennte Universen sind, desto besser.
So wie ich Achims Westerwelle-Zitat von heute lese ist das ein Teil des Vorwurfs an die Gruenen: Sie entdecken diese Durchlaessigkeit immer erst nach der politischen Karriere.
Also Fischer bei BMW ist mir hundertmal lieber als Heide Simonis (die auch viele gute Seiten hat) im Aufsichtsrat einer Landesbank.
Fischer war noch so ein Typ in der Politik wie Adenauer, Wehner und Schmidt. Halte den – wie übrigens auch Westerwelle – für wesentlich weniger korruptionsgefährdet als viele andere (z.B. Merz).
Und die Anstellung ist eine souveräne Entscheidung der Bayrischen Motorenwerke.
Soll der mit seinem Alter bei einem start up anheuern?
Freude am Fahren. Jetzt auch mit Segen vom Fischer. Fuer BWM ein guter Marketing Coup.
Natürlich hat Fischer exakt Null Knowhow anzubieten in Sachen, die BMW weiterhelfen könnten.
Es geht hier um eine reine PR-Kiste, er verkauft seinen Namen, BMW kommt in die Schlagzeilen.
Alles unproblematisch.
Ärgerlich nur für die Grünen, die ihren politischen Höhepunkt noch meinen vor sich zu haben und deswegen weiter zum Heucheln gezwungen sind.
Da gab es doch schon früher Grüne z. B. Gunda Röstel, die zog es doch auch zur Energiewirtschaft und eine andere zur Atomlobby, ich meine, sie wurde da Sprecherin.
Und Fischer hat doch noch den Posten bei dem europäischen Gasdingsda “Nabucco”.
Nun bin ich mal gespannt, was Claudia Roth dann anstrebt, wenn sie nicht mehr gewählt wird.
Die berät dann Bertelsmann zu erfolgreichem Musikmanagement. Da hat sie ja schon Erfahrung.
Meiner Meinung nach sollte sie ja neben Kasper, Teufel, Krokodil und Polizist eine eigene Puppe im Kasperltheater kriegen und diese auch selber bsprechen.
“Meiner Meinung nach sollte sie ja neben Kasper, Teufel, Krokodil und Polizist eine eigene Puppe im Kasperltheater kriegen und diese auch selber besprechen.”
Das ist eine super Idee. Sie ist dann die “Betroffenheits-Puppe” und erzählt uns, was sie so schön an der Türkei findet. Sie sagte ja in einem Interview dazu, ihr gefalle dort am besten Sonne, Mond und Sterne. Vielleicht war sie bei dem Interview aber auch nur voll besoffen. Anders kann ich mir das jedenfalls nicht erklären.
Im Gegensatz zu seinem Vorgaenger (in gewisser Weise) bei BMW Horst Teltschik, dem diplomierten Politikwissenschaftler und Kohl-Aktenhinterhertraeger. Spaeter dann zufaellig gleichzeitig Praesident von Boeing Germany und Organisator der Muenchner Sicherheitskonferenz.. Aber kein Interessenkonflikt, meinter er.
Nicht nur die Gruenen heucheln.
Haha! Sie wird eine Multikulturpuppe mit fett aufgetragenen Lippenstift, ausgeleierter Jogginghose, fettigem Strickpulli und sehr breiter Hüfte. Passt schon.
[...] This post was mentioned on Twitter by Julis Böblingen and Freiheit fuer Alle. Freiheit fuer Alle said: RT @julis_bb: Nach Gas-Gerd (#SPD) kommt jetzt BMW-Joschka (#Grüne-). Linke Politiker und ihre Karrieresprungbretter: http://bit.ly/p5e0k [...]