Warum weniger Staat mehr Wohlstand bedeutet – Frank Schäffler im Video
Hier ist das versprochene Video von Frank Schäfflers Vortrag beim 1. Landestreffen der Libertären Plattform in Bayern. Die Aufnahme wurde von mir mit der Webcam meines Notebooks und einem externen Mono-Mikrophon bestritten, was hoffentlich die Unzulänglichkeiten des fertigen Videos erklärt.
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Tags: Fiat Money, Frank Schäffler, Freies Marktgeld, Geld, Goldstandard, Markt, Video, Zentralbanken








[...] Warum weniger Staat mehr Wohlstand bedeutet – Frank Schäffler im Video [...]
Etwas erschreckend, wenn dieser Beitrag praktisch auf keine Resonanz stößt?
WAS IST LOS?
Märchenstunde gibt’s im Fernsehen. Muss man hier nicht auch noch haben.
Menschen die versuchen etwas ,fernab von Argumentation und Evidenz, zu negieren gibt es auch zunüge. Hält dich trotzdem nicht davon ab zu zeigen, dass du mit dieser Art und Weise versucht dich zu profilieren, wobei du damit deine Aussage nur der Lächerlichkeit preisgibst.
Vielleicht meint er nur, daß man nicht jeden offensichtlichen Unfug durchdeklinieren muß.
Die Bevölkerung besteht nunml nicht nur aus Foinanznrds sondern vor allem aus ganz normalen Menschen.
Und die verschwenden ihr Leben nicht an das ständige Analysieren von Währungsschwankungen und Prognosedaten sondern haben Kinder zu erziehen, Autos zu waschen, Tapeten zu wechseln und andere total unnerdige und total “verblödete” Dinge zu tun.
Und dabei wollen sie sich nicht dauernd mit Währungsschwankungen rumschlagen, bloß weil irgendein Assi wiedermal gegen die Umtauschkurse spekulieren muß.
Die Freude privatwirtschaftlicher und miteinander weltweit konkurrierender Währungen hatten wir übrigens seit Beginn der Geschichtsschreibung. In Deutschland ist das noch nicht solange her.
Es war die Pest.
Foinanznrds? Finanznerds.
Entweder tippe ich langsamer oder ich klemme mir meine gute alte IBM-Tastatur wieder an. Geht ja so nicht weiter…
Jo, die haben wohl auch kein Bock sich um ihre Gesundheit zu kümmern, ihre Bildung auszuwählen oder sich Geld für ihr Alter beiseite zu legen. Das ist wohl die praxisorientierte “WIR leben im Jetzt” Attitüde, die ja so viel besser, bodenständiger und demnach normal ist?!
Therorie, Sparen … bäh
Ich hoffe dein Post ist satirisch gemeint.
Und welche Währungsschwankungen gibt es bitteschön beim Gold?
Wenn ein semi-freies Land wie Deutschland, das global eines der stärksten Wirtschaftsnationen ist, das Währungsmonopol sprengen würde, dann setzt das ganz schnell überall ein.
Dann gibt es keine Währungen mehr. Vielleicht noch in Simbabwe und so, aber mit denen will eh keiner handeln. Die haben nix.
Also eine Währung die wirklich zu solchen praktischen Unannehmlichkeiten führt, könnte sich am Markt natürlich nicht durchsetzten. Es gehört zu der Aufgabe der Anbieter von Währungen, dass ihre Währungen auch im Alltag gute Dienste leisten.
Warum nur fällt es den Anhängern einer Utopie nur immer so schwer, offensichtliche Dinge zu sehen?
Der einzige Sinn privater Währungen liegt in der Konkurrenz. Du sagst nun also, konkurrierende Währungen könnten sich am Markt nicht durchsetzen, und die Anbieter wären in der Pflicht,die Konkurrenz auszuschalten.
Klingelt der Groschen?
Einer Marktlösung für Währungen hätte entweder die Konkurrenz nationaler Monopole zur Folge – der gleiche Mist, wie vor der Einführung des Euro – oder eben, daß wie zu Zeiten der letzten privatisierten Währungskonkurrenz zwischen Antike und Aufstieg der Nationalstaaten jeder kleine Flickschuster mit einer Vielzahl verschiedener Währungen zu ständig schwankenden Kursen jonglieren müßte.
Und für solchen Unsinn haben normale Menschen schlicht keine Zeit zu verschwenden. National und schließlich international einheitliche Währungen haben sich nicht umsonst durchgesetzt.
Sie befreien die Leute von lästigen Zeitverschwendungen und machen Platz für das Wesentliche.
Und das Wesentliche ist nur für wenige, meist ebenso weltfemde wie arrogante neocools das Herumspekulieren mit Währungen, KVs und Versicherungspolicen.
Normale Menschen wählen einmal im Leben die KV und bleiben dann dabei, weil das Wälzen der völlig unleserlichen Formulare und Verträge ohne Rechtsanwaltskanzlei fast unmöglich ist.
Normale Menschen haben neben der staatlichen Rente meist überhaupt keine Altersvorsorge, weil sie sich eh keine leisten können.
Wenn Geld für eine private da ist, dann nimmt man die, die der erste gefundene Berater empfiehlt, weil man in einem richtigen Leben mit Beruf, Frau und Kindern einfach keine Zeit hat, den ganzen Scheiß zu lesen, den sich irgendwelche weltfremden Schnösel mit 9 Semestern BWL und 0 Semestern Lebenserfahrung täglich aus den Gellocken saugen.
Und deshalb kriegen die Neocools dieser Welt auch beim Zusammentreffen mit normalen Menschen eher op die Schnüß als auch nur den Hauch von Verständnis dafür, daß man sich jetzt auch noch drum kümmern soll, ob der Arzt die Währung akzeptiert, die der Arbeitgeber zahlt.
Dieses ganze achso libertäre Geraffel von privaten Währungen zu privaten Militär- und Polizeidienstleistern ist antiker und mittelalterlicher Schwachsinn.
Die Welt hat es Jahrtausende lang gehabt, sie hat drunter gelitten, gehungert und geblutet und dabei aus dem freien Spiel der Marktkräfte Imperien, den Nationalstaat und schließlich den demokratischen Staatenbund hervorgebracht, weil das freie Spiel der Marktkräfte bei Währungen und Gewalteinsatz nur dauernden Krieg bedeutet.
Der Staat ist kein Monstrum, er ist eine von vielen möglichen Organissationsformen des Menschen.
Für viele Dinge ist der Staat zu groß. Viele Dinge sollten komplett privat und individuell entschieden werden.
Schon in der Firma muß aber der Boss über den Kurs entscheiden. Und bei manchen Dingen wie beispielsweise Währungen bietet letzlich nur Größe, Größe und Größe hinreichenden Schutz gegen Asoziale, die ganze Volkswirtschaften in den Ruin spekulieren wollen.
Und wer jetzt aus dem Loch gekrochen kommt, um “Gold!” zu krähen, sollte verdammt nochmal in die Zeit zurückschauen, als Gold- und Silberstandard normal war und nachgucken, was mit dem spanischen Imperium passiert ist. Gold ist ein Dreck aber kein Stabilitätsgarant. Es ist nie einer gewesen.
Und deshalb, und das ist der zweite Punkt, warum das ganze Gerede über private Währungen reine Märchenstunde ist, würde Euch die Bevölkerungsmehrheit bei einer Realisierung Eurer Träume dafür so schnell und so gründlich in den Allerwertesten treten, daß Ihr gar nicht so schnell irgendwelche Sicherheitsdienste rufen könntet.
“National und schließlich international einheitliche Währungen haben sich nicht umsonst durchgesetzt”
Völlig daneben einheitliche Währungen wurden durchgesetzt, scheibchenweise und unter Ausnutzung der miesesten Umstände.
“Du sagst nun also, konkurrierende Währungen könnten sich am Markt nicht durchsetzen, und die Anbieter wären in der Pflicht,die Konkurrenz auszuschalten.”
Blödsinn, es werden sich die Währungen durchsetzen, bei denen es gelingt die Kursschwankungen bezüglich eines Standards auf ein Maß zu reduzieren, das ausreicht um die Schwankungen im Alltag irrelevant werden zu lassen. Also die staatlichen eher weniger.
“weil das freie Spiel der Marktkräfte bei Währungen (…) nur dauernden Krieg bedeutet.”
Besser als jeder Godwin. Ich spar mir die Frage, ob du das historisch belegen kannst.
1.) Was ist eine “völlig daneben einheitliche Währung”?
2.) Quotemardern und historische Unkenntnis von der Antike über den 30-jährigen Krieg und die Kolonialisierung bis zu Fritzens Reichseinigung sind keine Tugend sondern eine Schande.
Schäm Dich.
1) “völlig daneben einheitliche Währung” = “Völlig daneben. Einheitliche Währungen…”
2) Du meinst vermutlich die Münzverschlechterungen während der Kipper- und Wipperzeit. Eine Zeit die von Kartellen regionaler Währungsmonopolen geprägt waren kann man wohl kaum dazu heranziehen Bankfreiheit zu widerlegen.
Von der Antike bis zu den Währungsmonopolen der Nationalstaaten war es ganz normal, daß im Alltag mit allen möglichen Münzen und Wechseln jongliert werden mußte.
Die Leute waren so begeistert davon, daß sie diese geradezu unglaublich praktische Sache freudigen Herzens gegen die Unterdrückung durch Zentralbanken getauscht haben. Insbesondere die Kaufleute und Produzenten…
“Blödsinn, es werden sich die Währungen durchsetzen, bei denen es gelingt die Kursschwankungen bezüglich eines Standards auf ein Maß zu reduzieren, das ausreicht um die Schwankungen im Alltag irrelevant werden zu lassen. Also die staatlichen eher weniger.”
Was man ja bei den Börsenspekulationen (Hedgefonds, Leerverkäufe) sieht. Die Kurse sind stabil und schwanken eigentlich kaum, weil ja der Markt es regelt und es kaum Kontrolmechanismen gibt. Blasen entstehen ja deswegen eigentlich auch nicht.
Im Gegensatz zu Währungen hängt der Erfolg bei Aktien nicht davon ab ob ihr Kurs stabil bleibt.
Was völlig wurscht ist, wenn man nur genug Geld verdienen kann, indem man eine Währung zum Schwanken bringt.
Techfonds? Die jagen sich alle gegenseitig das Geld ab, das Spiel funktioniert nur wenn genügend mitspielen. Da die emittierende Bank als Spielverderber mit am Tisch sitzt, wird das bei konkurrierenden Währungen etwas anders laufen als man es von anderen Wertpapieren gewohnt ist.
Ps: Wenn Währungspluralismus historisch so schrecklich gewesen ist und sowieso eine Utopie darstellt. Warum hat sie sich in den USA ab 1840 fast durchgesetzt? (Die Wende kam als einige Staaten bürgerkriegsbedingt bankrottgingen und in vielen Staaten das Finanzsystem kollabierte)
Fast. Schonmal bemerkt, daß beinahe eventuell vielleicht möglicherweise fast unter Umständen eingetretene Ausnahmen keine Praxistests sind?
Es gab Free Banking Perioden die länger andauerten als unser heutiges 40 Jahre alte System. Etwa in Australien von 1817 bis 1910.
Und die hatten konkurrierende Währungen? Bei gleichzeitiger industrieller Blüte?
Sicher?
Ganz sicher, in Schottland, USA und Schweden gab es ähnliches. Bitte.
Hinter deiner Meinung Bankfreiheit wäre historisch widerlegt, steckt doch ein reichlich naiver Fortschrittsoptimismus, der Glaube die heutigen Institutionen sein den früheren grundsätzlich überlegen. Wenn du unsere Unpolitik so betrachtest, glaubst du wirklich, dass die Veränderungen vor allem ins Bessere gehen? Das was ist, muss eben nicht das Vernünftige sein.
Dennoch finden die Mainstream Medien immer Entschuldigungen, warum die Politik genau das Richtige macht. Wenn du nun recht oberflächlich Quellen aus der Vergangenheit betrachtest, spiegelt sich darin immer die Apologetik der damaligen Unpolitik. Unspezifisches Geschichtswissen reicht deshalb für viele Fragen nicht aus, da muss man schon ins Detail gehen.
Ich hatte das schon mal in einem eigenen Beitrag thematisiert, sogar am passenden Beispiel. Da wird vielleicht einiges klarer.
Korrekter Link:
http://freiheitundoptimismus.wordpress.com/2009/04/03/wie-etatismus-zu-geschichtsfalschung-fuhrt/
Ganz schlechtes Timing Akismet
Ok das wurmt mich jetzt doch ziemlich. Wer Interesse an meinen Beitrag hat, bitte “Etatismus Geschichtsfälschung” googeln.
Lass man gut sein, hier glaubts wohl keiner; hoffe ich zumindest.
Irgendwie scheint da, neben dem Echotischen, doch ein ungünstiges Fehlfrühstück vorzuliegen.
Warum folgst du nicht einfach den beiden Links? Angst?
Einer hat nicht funktioniert, die anderen beiden gehen aber.
Tja, Free Banking, “es werden sich diejenigen Währungen durchsetzen” etc., das prallt am Webbären in der Tat einfach so ab.
Vermutlich hat der andere Vorstellungen, was eine Währung ist bzw. leistet.
Wer auf “Privatgeld” steht, kann sich bspw. Shares kaufen, die sind ja wie Geld, oder?
Der Link (“korrekter Link”) unten funktioniert auch nicht.
Korrekter Link.
Kommt aber immer wieder mal hoch bzw. ist ein fester Bestandteil der Glaubensmenge.
Geld (vs. Gold, also Ware) ist allerdings immer machtgebunden, d.h. existiert nur in laufenden stabilen Systemen als konvertibles Vergütungsmittel; positiv formuliert liegt bei “diesen” Kollegen Visionismus vor.
Private Dienstleistung im staatsnahen Bereich gibt es aber.
PS: “//blockquote” statt “/blockquote”, LOL.
Hier muss ich zustimmen. Und auch noch sehr gut ausgedrückt.
Das liegt daran, dass sich viele keine Videos reinfahren wollen.
Selbstverständlich wird der Vortrag die wirtschaftlichen Zusammenhänge angemessen erläutert haben, no prob.
Daniel haut mE zu viele Videos raus.
Frank Schaeffler belegt sehr wenig, nimmt einfach an und erzählt auch eine ganze Menge Müll.
Mit einigem gehe ich mit. Zum Beispiel, dass zur Lösung der Krise die Zinsen massiv gesenkt werden (in Japan hatte es nicht geklappt).
Einige andere Sachen verdreht er und führt Halbwahrheiten an. Hayek mag die Krise in den 30ern erkannt haben, aber seine vorgeschlagene Wirtschaftspolitik führte in den Nationalsozialismus in Deutschland. Auch das die Zentralbanken allein an der Krise Schuld sind ist schlicht und einfach falsch. Schaut man sich verschiedene Krisen und Blasen der letzten hundert Jahre an, dann sieht man das der Zinssatz mal und mal niedrig war (wenigstens einen Beleg hätte er angeben können).
Auch bin ich sehr skeptisch was sein Ideen angeht. Wenn man 500 Währungen hat und man geht in Bäcker A, der nimmt aber nur Währung 50 und wir haben 70 was dann? Dann gibt es einen Kurs, zum wechseln. Dabei muss man sicher etwas bezahlen. Das soll günstiger sein. Die Kleinstaaterei in Deutschland hat doch gezeigt, dass es nicht so richtig funktioniert. Kann auch sein das ich das flasch verstanden habe.
Gedeckte und ungedeckte Währungen. Braucht man nicht Geld um Ersparnisse zu haben? Wie will man die Monpolisierung verhindern? Stichwort Microsoft (nicht das Beste aber am verbreitesten und somit am günstigsten Preis/Leistung/Austausch).
Fazit:
Es mag ja stimmen, dass die Geldordnung so nicht funktioniert. Da gibt es eine Reihe von Menschen die genau das Gleiche sagen und ebenfalls Ideen haben (Freigeld zum Beispiel). Ob das funktioniert oder nicht, kann man nicht sagen. Herr Schaeffler sagt richtig, dass man aufgrund der Menge der Menschen und der Nichtlinearität des Systems bestimmte Sachen nicht exakt berechnen kann. Da gehe ich mit, aber im Gegenzug behauptet er, dass alle Menschen nur nach ökonomischer Vernunft handeln, dass sich freie Märkte entwickeln werden und damit das Problem lösen wird. Nun ja gewagt. Die Thesen mögen schlüssig sein, aber müssen noch lange nicht stimmen. Auch, dass der Staat für ihn an allem Schuld ist finde ich sehr lustig. Der Staat ist kein abstruses Gebilde. Das sind Menschen die ein Kostrukt lenken. Wieso sich etwas ändern soll, wenn man das Konstrukt ändert, aber die Menschen gleich lässt verrät er nicht. Einen Punkt blendet er völlig aus. Was ist mit dem Missbrauch? In meinen Augen ist es leichter dieses System zu Missbrauchen als das heutige. Denn wie soll man eine Vielzahl von Währungen als normaler Mensch überblicken, wenn die meisten das nicht einmal mit den Versicherungen hinkriegen und regelmäßig über den Tisch gezogen werden.
Alles in allem eine interessante These die in meinen Augen mehr Fragen als Antworten bietet. Seine Ideen sind zu fixiert auf einen Weg und es gibt nicht einmal Hinweise auf andere Ideen. Ein großer kritischer Denker also der Herr Schäffler.
Du schreibst:
“Frank Schaeffler belegt sehr wenig, nimmt einfach an und erzählt auch eine ganze Menge Müll.”
Wer so seinen Kommentar einleitet, dann aber keine Belege nennt, ist nicht sehr glaubwürdig.
Zudem: Frank Schäffler nennt im Text doch ständig Belege und führt seine Quellen an.
Häh, ich dachte die Nazis sind wegen Versailles gekommen?
Ausser diesem Tiefpunkt war der Rest eigentlich auch Schotter. Die Bev. ist einfach zu blöde für das Dreieck aus Marktwirtschaft, Freiheit und Demokratie. Insofern ist klar, dass die Systeme gegen den Willen der Mehrheit eingeführt worden sind. Zumindest in D.
“Die Bev. ist einfach zu blöde für das Dreieck aus Marktwirtschaft, Freiheit und Demokratie.”
Aber eine Wirtschaftstheorie soll die Wirklichkeit beschreiben und nicht Wirklichkeit die Theorie. Wenn die Menschen zu doof sind, weil sie lieber essen anstatt zu hungern, dann muss das berücksichtigt werden.
Ein Beispiel, dass man auch vernünftig wirtschaften kann sieht man aktuell wohl in Brasilien.
http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=04112009ArtikelWirtschaftWeiss1
“die Systeme gegen den Willen der Mehrheit ”
So weit ich mich erinnere war es erst einmal eine legitime Wahl.
“Die Bev. ist einfach zu blöde für das Dreieck aus Marktwirtschaft, Freiheit und Demokratie.”
Witzig, das gleiche sagen die Kommunisten über den Kommunismus auch ständig. :-)
“… Kommunisten …”
Mit dem Unterschied, dass das oben Beschriebene eben funktioniert.
Dass die laufenden und schätzenswerten Systeme eher gegen als mit der deutschen Bev. durchgesetzt worden sind, ist wohl unstreitig, gell.
So es funktioniert also? Warum mussten denn dann die Banken gerettet werden nachdem der Finanzmarkt zusammengebrochen war?
Bis zu einem gewissen Maße funktioniert es das ist richtig. Aber freie Marktwirtschaft (in Reinkultur) und Demokratie schließt sich in meinen Augen aus.
“Funktionieren” im Sinne der modernen Methodologie und Wissenschaftlichkeit. Wenn ein System im Wettlauf mit anderen dominierend bleibt, funktioniert es. (Wissenschaft funktioniert auch nur, BTW.)
Die Zufriedenheit der Bev. ist eine andere Sache, Depressionen sind ein bekanntes Problem, Petranek beschreibt sie auf TED ganz zurecht als wichtigst.
Du kannst Dich ja mal selbst i.p. Befindlichkeiten prüfen: Bin ich zufrieden oder eine (ganz?) arme Sau? (CS, daniel u.a. sind natürlich ebenso herzlich eingeladen, radikale pol. Ausrichtung haben oft rein biochemische Ursachen.)
Eventuell auch mal die Unterschiede zwischen der amer., der englischen und der, nunja, deutschen Systeme bearbeiten. “Marktwirtschaft in Unreinkultur” haben wir übrigens zurzeit in Russland und Weissrussland, aber auch in China oder Kuba.
Wers geiler findet…
Nachtrag zum Zufriedenheitsproblem (“Kapitalismus” kann hier durch so ziemlich alles ersetzt werden, bspw. “Freiheit” oder “Geld” oder “Demokratie” oder “Weltfußballverband”).
Frank Schäffler gibt doch Belege und Quellen an. Wenn er darüber hinaus ständig seine Fußnoten vorlesen würde, dann würdest Du ihm vermutlich vorwerfen, dass er Name-Dropping betreibt und sich als Bildungswichser darstellen würde.
Ich sage nicht, dass es in einer marktwirtschaftlichen Geldordnung keinen Mißbrauch mehr gibt. Der Unterschied zu heute ist jedoch, dass der heutige Mißbrauch sich immer weiter “hochschaukelt” und dann zu einem systemischen Problem wird. In einer marktwirtschaftlichen Geldordnung würden Korrekturen viel früher stattfinden und deshalb nicht die marktwirtschaftliche Ordnung zerstören.
Derzeit gibt es keine Ausweichmöglichkeiten hin zu gutem Geld. Wer heute spart, weiß nicht, wie werthaltig sein Erspartes im Alter ist. In einer marktwirtschaftlichen Geldordnung würde sich Qualität durchsetzen. Schlechtes Geld würde vom Markt verschwinden.
Genau da bin ich etwas skeptisch. Es mag sein, dass das schlechte Geld vom Markt verschwindet, aber dieses kann vorher ebenso viel Schaden anrichten wie das heutige Geld.
Beispiele gibt es heute ja schon genug. Es gibt nachhaltige “gute” Energieformen, sprich Wind, Wasser, Sonne, Geothermie, Energiesparen, auch Bio (in gewissen Maßen), etc..
Dennoch wird weiter auf Atomkraft gepocht, obwohl nachweislich Uran (bei massiven Ausbau) nicht viel länger als Öl halten würde. Es fehlt auch an Lagerstätten für den Müll, was in meinen Augen als “schlechte Energie” gekennzeichnet werden kann. Warum hält sich dann diese Energieform so zäh? Ganz einfach, weil Werbung, Lobbyarbeit und Medienmacht dies ermöglichen.
In meinen Augen würde es beim Geld am Ende genauso kommen. Das sich das Beste durchsetzt ist unwahrscheinlich. Wieso gibt es so viele schlechte Versicherungen am Markt? Es setzt sich das Geld durch, welches am bekanntesten ist, mit viel Medienmacht im Rücken.
Eine Frage habe ich noch zum Verständnis. Wie wird das Geld eigentlich ursprünglich geschöpft? Spareinlagen sind auch Geld und fallen somit raus, da sie aktuell ja aus “schlechtem” Geld bestehen.
Das Problem ist nur, dass das heutige schlechte Geld überhaupt nicht vom Markt verschwindet!
Der Markt ist eine Koordinationsform, die mit Unvollkommenheiten schrittweise fertig wird. Zentrale Planung ist jedoch bereits die vorprogrammierte Unvollkommenheit, mit der niemand fertig wird. Der Markt schafft natürlich keine Paradiese, aber er verhindert die Hölle.
Junge wo lebst du? Zuerst Energieformen in gut und böse einteilen(gehts eigentlich noch kindischer) und dann den rethorischen Gedankenmüll aufstellen, warum denn die Atomkraft sich so “zäh” hält. Die böse Lobbyarbeit (muss als Verwurf um den anderen ins Aus zu stellen immer kommen und seine eigene argumentive Nichtigkeit zu demonstrieren), Werbung ( es gab noch nie Pro- Atomkraft Werbung, nur Stände von den Energieunternehmen, wo sie darlegen das derzeit noch nicht das Abschalten ginge, was der Wahrheit enstpricht) und Medienmacht. Ja wennn etwas gut in den Medien wegkommt, dann ist es Atomkraft. Sieht man ja an deinem Grundverständnis von Energien. Muss sich gut fühlen, als einsamer Rächer der Atomkraftgeschädigten.
Wieso gibt es so viele schlechte Versicherungen am Markt? Es setzt sich das Geld durch, welches am bekanntesten ist, mit viel Medienmacht im Rücken.
Richtig. Deswegen hat sich der vatikan ja gegen die Aufklärung durchgesetzt.
Wer bspw. noch in der Schule gelernt hat, dass Erdöl nur bis 1990(!) hält, der gähnt nur müde ab, wenn wieder neue Langzeitprognosen erstellt werden.
Dass die Leute so etwas noch glauben, tss, tss, …
Erdöl kann anscheinend noch etliche Jahrzehnte (manche setzen als Minimum 200 Jahre) abgebaut werden, bei Uran ist ähnliches zu vermuten.
I.p. Energie wird die Bev. aber in der Tat systematisch blöd gehalten [1]; ein Apparat aus Staatsbediensteten und Versorgern, unterstützt von Lobbyisten aller Art (Gazprom-Gerd, der unvermeidliche J.Fischer), ist hier sehr erfolgreich am Mangeln.
Topics wie CO2, Waldsterben, Schweinegrippe, Ebola, Atomergieangst, Pazifismus und so sind rein emotional besetzt. Da traut sich auch mittlerweile kein Politiker, egal aus welchem Spektrum, noch ran um aufzuklären. Die Medienlage ist dbzgl. zu durchseucht.
[1] hat natürlich auch das Bedürfnis blöd zu sein
Es tut mir leid, dass du bildlich Sprache nicht verstehst. Ich wollte auf ein Dilemma hinweisen, welches sich deinem Geist scheinbar nicht erschließt.
Mir war klar, dass Energien hier sofort zerissen werden, wenn es um Atomkraft geht. Aber naja.
Aber das es keine Werbung Pro Atomkraft gibt sieht man ja deutlich.
http://blog.safog.com/wp-content/uploads/klimaschuetzer_f.jpg
“Deswegen hat sich der vatikan ja gegen die Aufklärung durchgesetzt.”
Wieviele Generationen hat es gedauert bis sich die Aufklärung partiell durchgesetzt hat? In weiten Teilen herrscht noch der alte dogmatische Glaube vor und wird in weiten Teilen der Welt gelehrt.
Ich weiß nicht woher du deine Informationen hast. Was du bezüglich der Reichweite von Uran sagst sich einfach falsch. Da hat wahrscheinlich wieder einmal jemand Ressourcen als Reserven ausgegeben.
Es geht um Folgendes. Willst du massiv deine Energieversorgung auf Atomkraft ausweiten (eigentlich nur dann kriegst du ein Problem) brauchst du natürlich deutlich mehr Uran. Nun kennt man eine ganze Menge Lagerstätten und etwa die Menge die dort rumliegt. Die Schätzungen liegen bei Uran (in diesem Fall) bei 40 Jahren. Nun sind Schätzungen, eben Schätzungen. Fakt ist, dass es irgendwann alle ist (im wirtschaftlichen Sinne, es lohnt nicht mehr der Abbau weil es zu teuer ist). Man tauscht also einen endlichen Energieträger gegen einen anderen aus. Das nenne ich Nachhaltigkeit. Außerdem bekommt man noch mehr Probleme mit der Endlagerung, welche immer noch nicht gelöst ist.
Natürlich kennt man die abbaubaren Mengen nicht.
Zudem entscheidet die Wirtschaftlichkeit bzgl. des tatsächlichen Abbaus.
Diese beiden Feststellungen greifen auch beim Erdöl und manche stellen deshalb den Verfügbarkeitszeitrahmen von 200 Jahren in den Raum. Immerhin wissen die, dass sie nicht genug wissen.
Am Rande: “Nachhaltigkeit”, also das Handeln vor einem weitreichenden langfristigen Zeit- und Planungshorizont, ist philosophisch sehr problematisch. Es weiss einfach niemand, was in 10 Jahren ist. “Nachhaltigkeit” fungiert demzufolge und bei diesen Horizonten als Rechthabeargument; hat der Bock kein Recht gehabt, ist die Sache eh vergessen. Aus gewisser Sicht also wirklich “nachhaltig” diese Argumentationsvorträge.
“Nachhaltigkeit” kennt man in der Wirtschaft eher als Vorbeugung gegen “Schüsse aus der Hüfte” und Lösungen, die (bspw. aus Architekturgründen) keine längere Überlebensdauer haben, also bspw. im Erfolgsfalle die Strukturen mittelfristig zusammenbrechen lassen.
Das ist aber eine andere Form von Nachhaltigkeit als diejenige, die linksgrüne Politiker als Kampfobjekt verwenden.
Beim googeln bin ich auf das:
http://www.buerger-fuer-technik.de/uranvorrate_auf_der_erde.html
gestoßen, die betrachten das Ganze differenzierter. Deine 40 Jahre stimmen sogar einigermaßen mit den 67 Jahren von dort überein.
Natürlich ist die Nutzung von endlichen Energieträgern nicht nachhaltig. Aber ist das ein Grund auf sie zu verzichten solange wir sie haben? Auch die Sonne ist ein endlicher Energieträger.
Wenn du mir sagst wo du den Müll, den so ein Kraftwerk nun einmal produziert die nächsten 10000 Jahre sicher lagern kannst spreche ich auch nicht dagegen.
Wogegen ich allerdings etwas habe ist, wenn alte Kraftwerke am Netz gelassen werden, weil sie ach so umweltschonend sind. Warum baut man sie dann nicht neu? Weil man dann ja nicht so herrlich verdienen könnte. Wer Eon und Konsorten glaubt, dass sie Atomkraft aus Umweltschutzgründen fortführen wollen ist Naiv.
Ist doch logisch. Die Energiepolitik wechselt alle vier Jahre. EIn Kraftwerk muss aber länger laufen, um sich zu rentieren. Hier versagt der Staat eindeutig, klare Verhältnisse und Rahmenbedingungen zu schaffen, auf die Verlass ist. Entweder raus oder rein, aber so ein bisschen geduldete Kernkraft gibt es eben nur, wenn man die alten Kraftwerke weiterverwendet.
Der große Berg Müll fällt an, wenn man so ein KKW dichtmacht. Solange es läuft, gibt es nur ersetzte Verschleißteile und alle paar Jahre die Brennstäbe zu ersetzen. Aber bei der Schließung wird praktisch der gesamte Inhalt der Glocke zum Müll.
Es ist also auch im Sinne des Müllproblems, wenn man möglichst lange laufen läßt und damit das Verhältnis Energie zu Müll verbessert.
Und natürlich ist es ein Heidengeschäft. :)
Wo wohl? 5.000m unter Erde vielleicht.
Lass Dich nicht von der Politik desinformieren, die wollen dbzgl. Probleme nicht lösen, Sog. Umweltminister werden dafür bezahlt dementsprechende Lösungen evaluieren zu lassen und dann zu verwerfen.
Das könnte durchaus verstanden werden.
Die Atomkraft ist sicher. (Vgl. mit der Rente oder dem EURO oder der Sicherheit vor einem Krieg mit dem Islam jedenfalls, LOL.)
In absehbarer Zeit (30 – 40 Jahre) wird das Problem durch Transmutation gelöst werden.
Genauer bitte,
Du sagst es, Bruder.
… kann es sein, dass der/die eine oder andere Liberale z.Zt. etwas angefressen ist und man sich gegenseitig so ein bisschen…. hoffe, dass sich das bald legt, denn der Koalitionsvertrag trägt eine starke liberale Handschrift und wird schon recht bald in Deutschland für die notwendige Verä…
Na ja, ich z. B. bin angefressen von der Vorstellung, dass die liberale Handschrift von Legasthenikern kommen könnte; die haben nämlich Probleme mit der Umsetzung der gesprochenen zur geschriebenen Sprache und umgekehrt (!) …
Also, I feel cold, mich fröstelt … nicht angesichts der Vorstellung von Herrn Schäfflers freiem Geld, gar nicht … obwohl: verliert man das dann leichter ;-) ?
Das Argument, dass einheitliches Geld (historisch) Vorteile aufgrund der niedrigeren Transaktionskosten bietet, ist sicher richtig.
Heutzutage ist der Umgang mit Geld verschiedener Waehrungen kein Problem, Kreditkarten, Internet, Information uber Wechselkurse aller Art in Echtzeit machen es moeglich, dass der Baecker nicht mal merkt, dass meine Bankkarte nicht in Euro abgerechnet wird.
Es muss aber auch klar sein, dass eine Person, egal ob juristisch oder natuerlich, in einer bestimmten Waehrung seine Preiskalkulation machen muss, seine Buchfuehrung und sein persoenliches Wertempfinden von ‘billig’ und ‘teuer’. – Insbesondere wenn Kunden und Lieferanten in unterschiedlichen Waehrungen zahlen / bezahlt werden muessen, entstehen Schwierigkeiten. (Und wenn der Staat in einer bestimmten Waehrung Steuern erhebt muessen Gewinne, Einnahmen, Ausgaben in einer Waehrung berechnet werden).
Genauso klar ist auch, dass eine einzelne Waehrung viel anfaelliger ist als miteinander konkurrierende Waehrungen. – Je nach persoenlicher Praeferenz mag jemand Pfund, Euro, Dollar, CHF, Rubel, Gold, Silber, Rohoel, einen Warenkorb oder allein das Vertrauen in eine Institution (Sagen wir Dagnys Privatschuldverschreibung), als bevorzugtes ‘Geld’ verwenden koennen.
Sofern die Vorteile von einheitlichen Standards uberwiegen, wird die Mehrheit der Menschen einige wenige Standards verwenden (£,$,€, Yen, CHF). Falls das Vertrauen in diese Standards schwindet oder im Wechsel zwischen zwei Standards sollte man aber auch andere, kleinere (Privat-) Waehrungen haben koennen.
Eine Liberalisierung wuerde wohl nicht viel an der Praxis aendern, aber noetige Anpassungen, Aenderungen, etc. viel schneller und schmerzfreier vonstatten gehen lassen.
Zum Vertrauen in das tägliche Geld: was haltet Ihr eigentlich von Regionalwährungen?
Nichts. Währe ich Einzelhändler am Ort und könnte ich die Gutscheine auch wirklich ohne zusätzliche Mühe und Kosten gegen richtiges Geld eintauschen, würde ich es eng begrenzt als Werbegag im Laden akzeptieren.
Sonst würde ich es weder auszahlen noch annehmen.
Geld ist immer an pol. Macht gebunden, pos. formuliert an pol. Vertrauen.
Das Thema Privatgeld kommt nur deswegen hoch, weil es die logische Konsequenz ist möglichst wenig Staat zu erreichen. Die Idee ist teilweise folgerichtig, aber ganz vermutlich nicht praktikabel. – Vergleichbar mit den “Kein Geld”-Ideen des Kommunismus.
Praktisch siehts also ganz mau aus, also die Zahlungsfolgen und das Handling allgemein betreffend.
Die ganze Sache wirft m.E. kein gutes Licht auf Extremliberale.