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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Der Tag nach der Abstimmung

M.M., 30.11.2009

Die Schweiz hat die Initiative für ein Verbot von Minaretten mit einer Deutlichkeit angenommen, wie sie von niemanden erwartet worden war.

Vergessen wir mal diesen Verfassungszusatz über eine Bauvorschrift, von dem ich noch immer der Meinung bin, es sei absurd, einen solchen in der Verfassung zu verankern. Nehmen wir das, was passiert ist zum Nennwert: Hier fand und findet eine intensive Diskussion über die eigenen und die Werte von anderen statt.

Was bitte ist daran so schlecht?

Während sich in anderen Ländern eine solche Diskussion lediglich in (gelenktem) medialem Rahmen  abspielt, sich mal in dieser oder jener repräsentativen Umfrage niederschlägt oder dann alle vier Jahre im Wahlresultat für extremistische Kräfte, findet in der Schweiz auch dazu ein für alle verbindlicher Urnengang statt.

Jetzt haben wir das Resultat.

Ob einem das Resultat nun in den Kram passt oder nicht: Ich halte diesen Vorgang für eine reife Leistung, weil er nicht auf der Strasse sondern in demokratischem Rahmen stattfindet.

Dazu gehört nun mal, dass man am anderen Tag die Konsequenzen seines Handelns trägt. Und das tut die Schweiz ohne Zweifel. Wobei wir etwas gelassen davon ausgehen können, dass wir jetzt einfach noch ein weiteres Problem haben.

Doch auf eines mehr kommt es in dieser komplexen Welt wohl auch nicht mehr an.

Tolerant kann nur der sein, der weiss, wo die Grenze zum Kniefall gezogen wird. Insofern wäre es eine Fehlinterpretation des Resultats, würde man nun davon ausgehen, hier habe in den letzten Wochen eine Le-Penisierung der Schweiz stattgefunden.

Nein, was wir erlebt haben, ist eine Diskussion, die überfällig war. Doch zur schweizerischen Eigenheit gehört halt, dass wir nicht nur in den Leserbriefspalten und in der Arena diskutieren (und in Blogs), sondern dass wir nach der Diskussion noch eine verbindliche Entscheidung fällen (wollen).

Mit allen Konsequenzen, die daraus entstehen.

Und genau das ist die Worterklärung von “reifer Leistung”.

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85 Kommentare zu “Der Tag nach der Abstimmung”

  1. Lina

    Gute Begründungen für eine echt ‘reife Leistung’! Ich wüsste sogar noch eine: den ästhetischen Aspekt berücksichtigt zu haben, dass Minarette im Orient einfach besser ins Ambiente passen. Ich rechne es den Schweizern hoch an, dass sie nicht nuuuuuuuur als Stachel im (Christen-)Fleisch empfunden wurden ;-) …

    Bei mir um die Ecke steht eine Moschee, deren Minarettt man nach Absprache rechtzeitig um ein Drittel Höhe gekappt hat – ohne jeden Potenzverlust auf beiden Seiten. So geht’s auf deutsch – wenn’s mal gut geht …

  2. Klaus

    Ich tendiere ja eher zu dieser Interpretation ;-)

    Aber was war den der Anlass für diese Initiative in der Schweiz, was haben sich Moslems in der Schweiz zu schulden kommen lassen?

  3. mk

    Ich kann dir schon sagen, was meiner Meinung nach daran schlecht ist.
    Gerade Liberale wie wir sollten uns immer des schwierigen Verhältnisses von individueller Freiheit und Mehrheitsentscheidungen bewusst sein. Einige, bindende Mehrheitsentscheidungen sind unvermeidbar, um die Grundlage für eine Gesellschaft zu legen. Viele anderen Bestrebungen, (Mehrheits-)Vorstellungen über das Zusammenleben in Gesetze zu gießen, gehen weit hinaus über das Notwendige, das die Gesellschaftsordnung grundlegt.
    An diesem Punkt seh ich keine andere Möglichkeit für den Liberalen als sich gegen jede unnötige Anwendung von Zwang, jede vermeidbare Nutzung des staatlichen Gewaltmonopols einzusetzen und somit große Bereiche zu bestimmen, die nicht Gegenstand demokratischer Entscheidungen sein dürfen.
    Das Bauen eines Minaretts ist, was es ist, ein Bauvorhaben. Man braucht nicht mal einen Verweis auf die Religionsfreiheit, um die Entscheidung der Schweizer, ja dass solch eine Abstimmung überhaupt möglich war, ungeheuerlich zu finden. Etwas Gutes hats vielleicht: Das Ganze ist ein gut sichtbares Beispiel für eine praktizierte Tyrannei der Mehrheit. Aber was Verbotskultur und die Schweiz angeht, hat mich schon dieser Artikel (http://www.zeit.de/2009/45/CH-Fakten-Hintergruende) nachdenklich gemacht.

  4. M.M.

    Ich nicht, weil das mit der Rassismuskeule ist zu billig.

    Doch zur Frage: Was haben sich die Moslems in Deutschland zuschulden kommen lassen?

    Nichts!

    Oder anders gesagt: Es gab keinen eigentlichen Anlass, ausser einer Diskussion, die lange Zeit nicht geführt wurde.

    Weil es sich in der Schweiz um ein direktdemokratisches System handelt, spielen sich solche Diskussionen (z. B. Umweltbereich, Waffenausfuhr, Bankgeheimnis, Steuerfragen etc.) nicht im luftleeren Raum sondern in einem direktdemokratischen Rahmen ab.

    Also jemand ergreift eine Initiative, sammelt Unterschriften, reicht diese ein, Regierung und Parlament geben ihren Senf dazu und dann hat jeweils das Volk das letzte Wort.

    Mir persönlich passt oftmals das Resultat oder ich gehöre genau so oft zu den Verlierern (wie am Sonntag wieder).

    Am Montag gilt das, was an der Urne entschieden wurde, für alle, ob es einem nun passt oder nicht.

    Das Schöne: nicht die da oben, sondern wir unten tragen die Verantwortung, alle miteinander.

  5. M.M.

    Tyrannei der Mehrheit – darum soll man auch nur alle vier Jahren seine Vertreter ins Parlament wählen lassen. Gelle. Weil der Mensch, der keiner Partei angehört ist politisch unbedarft.

    So hätten sie’s gern. Bei euch.

  6. Klaus

    Um was dreht sich die “Diskussion, die lange Zeit nicht geführt wurde”? Was treibt die Schweizer um?

  7. Marius

    Interessant. ich habe mich seit gestern gefragt, wie wohl der Tenor im ABT ausfallen würde.

    Ich tendiere in der Interpretation schon zu mk. Eine Glaubensgemeinschaft, die immerhin 400.000 Menschen in einem 8Mio. Land umfasst, muss doch genau die Freiheit genießen, die wir alle auch für unsere Lebensentwürfe einfordern.

    Und Mehrheitsentscheidungen, nicht gefiltert wie in einer parlamentarischen Demokratie, laufen Gefahr, dass gerade ein Schutz von Minderheiten nicht mehr gegeben ist.

  8. dagny t.

    Aus strikter Eigentumsargumentation heraus ist es schwer bzw. unmöglich einem Grundstückseigentümer zu verbieten, Türme auf seinem Fleckchen Erde zu errichten.
    Basisdemokratie hat bei Liberalen den faden Beigeschmack der Herrschaft des Mobs, der sich über anderer Leute Rechte per Mehrheitsbeschluss hinweg setzt.

    Gleichzeitig wird man wohl einer Gemeinde zugestehen, über Art und Umfang von Neubauten in Ihrem Bereich (mit-)entscheiden zu dürfen*? Ob man eine solche Bauvorschrift gleich in die Verfassung aufnehmen muss, ist eine ganz andere Frage. Das politisch-inkorrekte, das eigensinnig-eigenwillige dieser demokratischen Entscheidung trifft daher auf sympathisch-kopfschüttelnde Zustimmung. Die minarettbauenden Neuankömmlinge konnten die Schweizer (noch nicht) davon überzeugen lediglich nette Nachbarn zu sein.

    *Die Libertaere Literatur ist diesbezueglich nicht eindeutig. Der Gedanke findet sich etwa bei HHHs Vertragsgesellschaft bzw. Gated Communities, während er Ayn Rands ‘The Fountainhead’ zuwiderlauft.

  9. R.A.

    Ein recht dummer Vorschlag, dieser Abstimmungstext. Widerspricht auch den Grundrechten und wie mk zu Recht gesagt hat, ist es grundsätzlich problematisch, wenn ein Staat (egal über welchen Abstimmungsmodus) solche Verbote verhängen darf.

    Ansonsten aber macht mir das Abstimmungsergebnis Spaß. Die Gutmenschen springen heulend im Dreieck und es wird klar, daß sich der Westen nicht mehr ewig an der Nase herumführen lassen wird.

    Jetzt kriegen wir erst einmal überfällige Diskussionen, brauchen dabei keine PC-Rücksichten mehr zu nehmen, und am Ende stehen vielleicht bessere Entscheidungen als irgendwelche kindischen Minarett-Verbote.

  10. Webbaer

    Aus strikter Eigentumsargumentation heraus ist es schwer bzw. unmöglich einem Grundstückseigentümer zu verbieten, Türme auf seinem Fleckchen Erde zu errichten.

    Es sei denn, dieser beschallt von der Türmen herab die Umgebung. Aber dafür können die Türme ja nichts.

    Der Islam ist mit rechtsstaatlichen Überlegungen alleine nicht zu bearbeiten. Zudem wird er ja bereits jetzt schrecklich unterdrückt: Keine Mehrehe, keine Kinderehe, nicht einmal eine regional begrenzte (!) Einführung der Scharia wird hingenommen.
    Aber da gibt es noch viel mehr, die Unterdrückung des Islams im Sinne der Unterdrückung der freien Religionsausübung ist offensichtlich in westlichen Systemen immanent!
    Gut so.

  11. Adrian

    Ich finde den Fall ja nun sehr eindeutig. Es ging bei der Abstimmung nicht um den konkreten Fall eines konkreten Minaretts, in einer konkreten Gemeinde, das konkret zu hoch, zu sperrig, zu modern, zu unmodern, oder wie auch immer zu Diskussionen geführt hat, sondern um eine grundsätzliche Abstimmung über ein bundesweites VERBOT des Neubaus von Minaretten.
    Das ist ein klarer Eingriff in die Freiheitsrechte. Ein Minarett an sich greift in niemandes Freiheit ein. Wem so ein Bauwerk nicht gefällt hat es hinzunehmen, bzw. sollte vor Ort mit dem konkreten Bauherrn in freiwilliger Kooperation nach einem Kompromis suchen, der alle zufrieden stellt. Aber einfach so ein bestimmte Art von Bauwerk verbieten zu wollen, also was daran liberal sein soll, erschließt sich mir nun wirklich nicht.

  12. dagny t.

    In Muenchen hat es vor einigen Jahren einen Buergerentscheid gegeben, der eine maximale Bauhoehe von 100m fuer alle zukuenftig zu bauenden Hauser vorsieht. (Auf Initiative eines SPD-Alt-Oberbuergermeisters).
    Ist grundsaetzlich der selbe Vorgang; ging sehr knapp aus (50,8%) und ist erstmal auf 3 (?) Jahre bindend.

    Ich finde diese Beschraenkung nicht richtig, aber es ist eben ein Teil der Debatte uber die Entwicklung der Stadt; eine Entscheidung die nicht im Hinterzimmer eines Stadtratsunterausschusses getroffen wurde, sondern per Mehrheitsentscheid in einer Volksabstimmung. Wenn man der Gesellschaft (die in diesem Fall klar definiert ist: Die Muencher Wahlberechtigten) zugesteht, an dieser Frage partizipieren zu duerfen, dann muss man dieses Ergebnis (erstmal) akzeptieren.

  13. Adrian

    Das verstehe ich schon, aber es ist immer noch ein Unterschied, ob ich eine Gemeindeverordnung zeitlich begrenze, oder ein bundesweites Bauverbot in eine Verfassung zu schreiben suche.

  14. dagny t.

    Lokal vs. Bundesweit ist nur die raumliche Ausdehnung des Verbotes. Auch duerfte das jetztige Verbot keine Ewigkeitsgarantie haben, sondern von einem Volksentscheid wieder abaenderbar sein?

  15. Adrian

    Und wenn sich die Meinung “des Volkes” niemals ändert? Hat man dann auf ewig einen Eingriff in sein Eigentumsrecht hinzunehmen?

  16. Die Stimme aus dem Off

    Was für eine eingeschränkte Sicht der Dinge. Als ob es darum ginge, dass sich “die Moslems” etwas zu schulden kommen lassen haben.

    Selbst wenn sich einzelne etwas zu schulden kommen lassen hätten, hätte das Minarettverbot als Begründung kaum gegriffen. Schließlich gibt es auch viele rechtstreue Moslems, denen man den Bau von Minaretten im Einzelfall gar nicht hätte verbieten können.

    Aber um das “zu schulden kommen lassen” geht es gar nicht. Es geht um die Identitätsfrage. Es geht darum, dass sich die Schweiz – ich spekuliere jetzt gerade mal – vermutlich wie Deutschland die Pflege der Kulturlandschaft große Summen kosten lassen wird. Und dass Minarette architektonische Stilbrüche sind, wie man sie keinem “Normalbürger” baurechtlich durchgehen lassen würden.

    So ein Turm wirft einen langen Schatten, nicht nur im übertragenen Sinn. Auch ganz direkt. So ein Turm nimmt die freie Sicht. Er verändert das Landschaftsbild.

    Und ja: Er ist auch ein Ausdruck des Wunsches gesellschaftlicher Geltung, mit Minaretten werden (auch) Herrschafts- und Geltungssehnsüchte ausgedrückt – ich möchte das ohne jeden negativen Unterton und rein sachlich verstanden wissen -.

    Ich deute das Minarettverbot jedenfalls als eindeutiges Zeichen der europäischen Völker, dass Multikulturalität durchaus noch willkommen ist. Sie muss nur zu unseren Spielregeln stattfinden. Integration bedeutet eben nicht, dass sich die Gastländer den Sitten, Bräuchen und Architekturstilen der Gäste unterordnen, sondern dass die Gäste die gegebenen Besonderheiten hinnehmen und Verzicht lernen müssen. Wer das nicht kann hat die Möglichkeit das Gastland zu verlassen.

    Wer Konvertit ist, wird mit Enttäuschungen leben müssen. Das muss ich schon seit Jahrzehnten, denn wenn es nach mir ginge gäbe es keine lärmenden Kirchenglocken.

    Ich hätte gerne ein Haus im Stile Hundertwassers. Leider bekomme ich es nicht genehmigt, es “fügt sich nämlich nicht in die Umgebung ein”. So der verstehende Begriff im deutschen Baurecht.

    Ich würde mein Haus auch gerne im antiken griechischen Stil bauen, wirklich. Oder so wie auf Santorin. Ober wie im venezianischen Hafen von Chania. Nur alles das bekomme ich nicht genehmigt, obwohl es kein Nachbargebäude überragen würde. Es fügt sich nicht ein, damit ist Schluss.

    Wenn ich alberne “Islamwissenschaftler” mit der Religionsfreiheit anfangen, dann muss ich lachen. Religion und Kunst sind so ziemlich alles. Trotzdem können und wollen die Menschen nicht alles erlauben, was sich unter Kunst oder Religion im weitesten Sinne erfassen lässt. Minarette gehören in der Schweiz verständlicherweise zu den unerwünschten Bauten. Würde man die Bevölkerung Deutschlands fragen, würde das Ergebnis wohl recht ähnlich sein.

    Die Menschen haben ein auf Gleichbehandlung im Recht. Die Vorschriften haben auf alle gleich angewendet zu werden. Und wenn man ein restriktives Baurecht hat, das Kirchen erlaubt, Phallussymbole, Hundertwasserhäuser, venizianische Häuser und griechisch-römische Häuser in allen Variationen aber nicht, dann gehören auch Minarette verboten. Denn die haben mit Europa kulturell rein gar nichts gemeinsam, die kommen aus dem Morgenland und selbst da wurden sie erst errichtet, nachdem man die Christen abgeschlachtet und zwangskonvertiert hat.

  17. Daniel

    Ist das nicht was anderes? Wenn sich alle auf Zeit darauf “einigen”, etwas nicht zu tun (Hohe Häuser bauen) oder wenn sich alle auf unbestimmt drauf “einigen”, wenigen etwas zu verbnieten (Minarette bauen)? Kann man in der Schweiz jetzt trotzdem noch einen Minarettförmigen Leuchtturm in die Landschaft setzen?

  18. Adrian

    “Ist das nicht was anderes?”

    Hab ich doch gesagt, oder nicht?
    Allerdings ist die Einigung keine hohen Häuser zu bauen, faktisch schon ein Verbot, hohe Häuser zu bauen. Wer in einem bestimmten Stadtviertel keine hohen Häuser haben will, soll das betreffende Grundstück halt kaufen und dann darauf bauen, was er selbst für richtig hält.

  19. Die Stimme aus dem Off

    R.A., 30.11.2009 11:11

    Ein recht dummer Vorschlag, dieser Abstimmungstext. Widerspricht auch den Grundrechten und wie mk zu Recht gesagt hat, ist es grundsätzlich problematisch, wenn ein Staat (egal über welchen Abstimmungsmodus) solche Verbote verhängen darf.

    Ich gebe Dir natürlich Recht, was die beobachtete Funktionsweise betrifft: Mehrheitsentscheidungen zu Lasten von Minderheiten sind stets problematisch. Auf Kosten der Minderheit ist schnell etwas beschlossen, der Schaden oft sehr groß.

    Nur wäre ich wirklich sehr vorsichtig, was die Menschen- und Grundrechte angeht. Auch mir ist natürlich klar, dass die gegenwärtige Dogmatik des BVerfG in diesem Fall in Deutschland ganz klar von einem Eingriff in die Religionsfreiheit ausgeht und dann über eine Abwägung im Einzelfall entsprechende Einschränkungen vornimmt oder eben nicht.

    Nur ist das erstens nicht richtig (auch nicht aus liberaler Perspektive) und schon gar nicht “dogmatisch” vertretbar.

    Würde man die “Abwägung im Einzelfall” dogmatisch sauber durchführen und bei jeder Einschränkung stets berücksichtigen, wie in anderen Fällen entschieden wurde (nur dann ist Gleichheit im Recht herstellbar), dann hätte es viele Entscheidungen der letzten Jahre nicht geben dürfen. Ich zitiere mich jetzt ausnahmsweise mal selbst, weil ich erstens nicht gerne die Junge Freiheit zitiere und der dortige Artikel zum selben Thema sehr oberflächlich ist und das wesentliche Problem übersieht. Der Herr Richter am LG außer Dienst wird den Streit zwar auch kennen, auf den ich zu sprechen kam, wollte das aber wohl seiner Leserschaft nicht zumuten. Wie dem auch sei, man führe sich zu Gemüte: Ultra vires.

    Die Richterschaft will ihre Macht erhalten und daher auch zu einem gewissen Grad willkürlich entscheiden können. Deshalb wird sich dieser merkwürdigen Dogmatik bedient, nach der alles “Kunst” und alles “Religion” ist, was auch nur im entferntesten damit zu tun hat.

    Wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt, wird man nicht umhin kommen, beim Bau von Minaretten und anderen Religionssymbolen im öffentlichen Raum “die Kirche im Dorf zu lassen” und die Eröffnung der jeweiligen Schutzbereiche verneinen müssen. Unter Religionsausübung wird man das Gebet und natürlich auch das kollektive Gebet fassen können. Auch der Moscheebau fällt damit unter die Religionsfreiheit, das ist jedenfalls meine Meinung. Allerdings nur insoweit, als die Räumlichkeiten auch dem Gebet dienen. Und es sagt nichts über den Baustil aus.

    Die Eroberer von Konstantinopel waren sich ja auch nicht zu schade, die Hagia Sophia zu entweihen und daraus ihre Moschee zu machen. Warum also sollten für die Gebete der Moslems nicht Kirchengebäude genutzt werden können?

    Wenn man sich darauf einlässt, jede Handlung unter “Religion” oder “Kunst” zu erfassen, dann gerät man schnell in große Schwierigkeiten. Denn dann werden irgendwann Forderungen auch nach Einführung der Scharia kommen. Und dann wird es äußerst schwer fallen dagegen zu argumentieren, jedenfalls soweit nur Moslems betroffen sind. So wie in England jetzt schon, was eigentlich unglaublich ist.

    Nein, die Bedeutungsreichweite der Religionsfreiheit und der Kunstfreiheit sollten auf das Private oder zumindest das nicht öffentlich sichtbare begrenzt werden. Erst dann lässt sich mit ihnen arbeiten und vor allem lassen sich diese Freiheiten erst dann halbwegs fair – also gleich – anwenden.

  20. Marius

    Ich bin ganz bei dir, Gäste sollten gebenene Besonderheiten annehmen. Und so wie ich finde, dass Turnunterricht aus religiösen Gründen nicht von den Eltern eines Mädchen boykottiert werden darf und auch andere islamische Gepflogenheiten kritisch hinterfragt werden sollten (schächten find ich ziemlich fies), so ist es doch auch so, dass die “Einheimischen” oder wie man auch immer die Menschen aus dem Kulturkreises des Gastlands nennen mag, auch als Gastgebere gewisse Höflichkeiten an den Tag legen sollten.

    Natürlich würde ein Minarett im pitoresken Bergpanorama eines ST. Moritz störend wirken und ein Bauverbot würde kein Mensch fehlinterpretieren. Hier wird aber doch nun eindeutig ein baurechtlicher Aspekt zu einer Akzeptanzdiskussion, die im Ergebnis ncht gerade liberal wirkt.

    Es wird aber in der Tat mal Zeit für einen Dialog, der frei vom gutmenschelndem “wir haben uns alle lieb” Mantra ist und eben auch von den hier lebenden Muslimen mehr abverlangt als bisher. Von daher kann ich Berührungsängste, die auch mich umfassen, durchaus nachvollziehen. Aber sich die Blöße zu geben, solche Minarette als Dominanzsymbol zu sehen und deswegen abzulehnen? Nein, das nun auch nicht.

  21. Die Stimme aus dem Off

    Man kann die Entscheidung natürlich auch als Ablehnung der Fremden werten. Ich möchte auch gar nicht bestreiten, dass nicht alle Wähler derart sachlich an die Sache herangegangen sind wie ich und es eben gerade nicht rein baurechtlich gesehen haben. Sich also auch von einer gewissen Ablehnung der Fremden haben leiten lassen.

    Am Ende bleibt jedoch stehen, dass das Bauverbot so wie es ist sachlich richtig ist. Ich kann daran nichts falsches erkennen.

    In der Tat, in den letzten Jahrzehnten ist bei der sogenannten “Integration” viel falsch gelaufen. Wie man bei diversen “Integrationsgipfeln” sehen konnten, haben hier vor allem die Türken Forderungen gestellt und waren stets omnipräsent. Beobachtet man diese “Integrationsgipfel”, dann bekommt man den Eindruck es gäbe in Deutschland nur Türken. Denn nur diese Gruppe sieht stets Bedarf auf ihre Wünsche einzugehen. Alle anderen scheinen sich hier auch mit den gegebenen Besonderheiten recht wohl zu fühlen.

    Ich sehe das marktliberal: Wenn Deutschland wirklich Ausländer braucht, dann sollte es die für sich günstigsten auswählen. Die, die nicht die Knäste zum bersten Füllen. Die, die schon mit Hochschulabschüssen kommen und die keine Probleme damit haben, wenn ihre Töchter am Sportunterricht teilnehmen. Die keine Probleme damit haben, wenn ihre nachziehenden und uns Geld kostenden Angehörigen zur Erlaubnis der Einreise einen Sprachtest bestehen müssen.

    Und wenn die Moslems nun einmal mit den Gegebenheiten hier nicht klarkommen, dann versuche ich mich in ihre Lage zu versetzen. Was würde ich tun, wenn ich, meine Kultur und meine Besonderheiten in einem Land unerwünscht wären?

    Ich würde das Land verlassen und wieder dorthin gehen, aus dem ich gekommen bin.

  22. R.A.

    > Deshalb wird sich dieser merkwürdigen Dogmatik bedient,
    > nach der alles “Kunst” und alles “Religion” ist, was auch nur
    > im entferntesten damit zu tun hat.
    Was in der Tat eine völlig merkwürdige Dogmatik ist – die auch sehr inkonsequent angewandt wird (zumeist zuungunsten des Christentums und zugunsten des Islams).

    Denn im Prinzip ist ja völlig offen, was sich “Religion” nennen kann, und noch offener, was sich eine “Religion” als Gebot so alles einfallen läßt. Das kann ja nun nicht automatisch irgendwelche Sonderrechte begründen.

    > Auch der Moscheebau fällt damit unter die
    > Religionsfreiheit, das ist jedenfalls meine Meinung.
    Sehe ich nicht so.
    Man kann jeden nach normalen Baurecht zulässigen Bau errichten. Und Religionsfreiheit ist, diesen z. B. als Moschee zu nutzen. Mehr nicht.

  23. M.M.

    Schöne Debatte hier. Und nun stellt euch mal vor, solcherart würde rund acht Wochen intensiv im ganzen Land, auf allen Kanälen diskutiert.

    Und nicht nur L’art pour l’art, sondern weil ihr wenn genügend geredet und geschrieben ist, an die Urne gehen könnt und mitbestimmen könnt.
    Und jeder einzelne sich selbst entscheiden muss, will er jetzt das so oder so haben.

    Und wenn da jemand kommen würde, wie irgendein schwedischer Minister und sagen würde, man darf dem Volk nicht alle Fragen stellen, dann würdet ihr doch auch denken – hallo, was fällt dir ein, du gedünkelter Mandatsträger.

    Wir entscheiden ja auch darüber, ob man das Militär abschaffen soll oder nicht. Oder – wie an diesem Wochenende – ob Kriegsmaterial weiterhin nach Deutschland (von wegen Afghanistan) exportiert werden darf (Verbotsinitiative wurde abgelehnt).

    Würdet ihr euch also auch über diesen Schweden aufregen, dann wäre Deutschland fast schon so was wie die Schweiz, politisch.

  24. Medea

    Sicher ist die Entscheidung in der Schweiz auch so ausgegangen, damit man die deutschen Kommentatoren so richtig ärgert ;-)

    Gerade den Deutschen, die in der Mehrheit gern staatsgläubige Untertanen sind, ist so eine Basisdemokratie freier Bürger (Schweiz) sehr suspekt. Daher auch das Entsetzen über das Mehrheitsergebnis.

  25. Die Stimme aus dem Off

    Und Religionsfreiheit ist, diesen z. B. als Moschee zu nutzen. Mehr nicht.

    Das meinte ich. Genauer: Die Moslems haben das Recht sich ein Gebäude zu bauen, in dem sie beten dürfen.

    So ist es ja denkbar, dass gar kein Gebäude zum Kauf zur Verfügung steht. Sie könnten dann z.B. eine Art große Halle, in der Optik einer Turnhalle entsprechend, bauen.

    Mehr nicht.

  26. dagny t.

    Adrian, ich stimme Dir ja zu. Das Eigentumsrecht ist eine der Saulen des Liberalismus. – Mir geht folgendes Beispiel durch den Kopf: Du hast eine Wohnung mit See/Meer/Alpenblick als Dein Eigentum und Dein (neuer) Nachbar, der sich die Wiese nebenan gekauft hat, baut jetzt vor Dein Panoramafenster ein Hochhaus. Ist er Dir bezueglich des zerstoerten Panoramas Schadenersatzpflichtig ja oder nein? – Auf so eine Fragestellung lauft das Einmischen der Nachbarn in Bebauungsplaene etc. ja hinaus, oder abstrahiere ich da zu stark?

    Gleichzeitig finde ich es durchaus begruessenswert, wenn eine latent intollerant auftretende Organisation demokratisch in Schranken gewiesen wird.

  27. Medea

    @Webbär,

    die Mehrehe ist aber schon erlaubt. Die Moslems müssen nur in ihrem Heimatland mit der Zweitfrau verheiratet sein, dann dürfen sie auch hier ihre Mehrehe führen.

    Vor einiger Zeit fuhr ein Moslem in seine Heimat und heiratete dort die 3. Frau. Dann wollte er sie nachholen nach Deutschland. Das haben die Behörden in dem Fall nicht erlaubt.

  28. Adrian

    “Du hast eine Wohnung mit See/Meer/Alpenblick als Dein Eigentum”

    Meerblick bitte ;-) Dann hättets Du einen meiner Zukunftswünsche erraten :-)

    “Ist er Dir bezueglich des zerstoerten Panoramas Schadenersatzpflichtig ja oder nein?”

    Puh, schwierig, damit habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Ich wäre wahrscheinlich zunächst mal ziemlich angefressen, aber ob ich ein Recht auf Schadensersatz habe, weiß ich nicht. Einerseits habe ich diesen Blick ja durch den Kaufpreis bezahlt, aber andererseits, erwarte ich ja auch beim Kauf eines Fernsehers nicht, dass dessen Qualitäten ewig währen.
    Ich glaube damit beschäftige ich mich, wenn es soweit ist ;-)

  29. Die Stimme aus dem Off

    In Deutschland gibt es keinen Schutz auf Unverbaubarkeit des Ausblicks.

    Natürlich bis auf wenige Ausnahmen. :-D

  30. dagny t.

    Gut, ist eine harte Nuss, denke ich. – Wenn wir eine Loesung zum Thema ‘Meerblick’ haben, lassen wir naemlich in die Nachbarwohnung eine/n ******* einziehen. (bitte ****** durch eine beliebige, vorurteilsbeladene Teilgruppe ersetzen), welche den Wiederverkaufspreis Deiner Wohnung auf dem Markt sinken laesst und dann kauen wir die gefundene Loesung nochmal durch.

    Vermutlich wird man dies nur unter grossen juristisch-moralischen Verrenkungen machen koennen und man wird in stringenter Argumentation wohl doch zu Deiner Formel ‘Wer da fuer immer und ewig etwas bestimmtes haben will, muss all das Land herum selber erwerben’ kommen. – Der (schweizer / munchner) Status Quo bleibt als unbefriedigender Kompromiss zum Interessensausgleich zwischen Eigentumer und Nachbarn ubrig?

  31. dagny t.

    Wo lauft denn dann die Grenze zwischen Eigentum und Interesse des Nachbarns? Beispiele, bei denen der Wert des Eigentums des Nachbarns faellt, weil Du dich so oder so entscheidest, lassen sich genuegend konstruieren.

  32. Adrian

    Ich glaube nicht, dass ich ein Anspruch darauf habe, meine tolle Wohnung mit Meerblick zum gleichen Preis zu verkaufen, wie ich dafür bezahlt habe.

    Der Schweizer Status quo (der jetzige) ist ja gar kein Interessenausgleich, denn es haben Menschen über etwas abgestimmt, dass sie objektiv gar nicht tangiert – sprich: Menschen die vor ihrem Haus kein Minarett stehen haben, haben dafür gestimmt, Minartte zu verbieten.

  33. Webbaer

    Auf Umwegen ist dem Islam natürlich mehr erlaubt.
    Selbstverständlich gilt es auch hier korrigierend einzugreifen.

  34. Webbaer

    Ergänzend noch:
    Die Jungs hier haben in ihrer Gänze nicht begriffen, dass intolerante Strukturen nicht Anspruch erheben können auf die üblichen Rechte.
    Henryk M. Broder hats mal irgendwie auf den Punkt gebracht, Zitat gerade nicht zur Hand.

    Am Rande: Immer auch schön die Türkei im Auge behalten mit ihren Tendenzen, Poseners “Erdogan hat recht” im Auge behaltend.
    Q: Was machen die linksliberalen Burschen eigentlich zur Zeit? A: Richtig, die Rechte des Islams verteidigen, bspw. i der WELT.

    WB möchte nicht so enden, aber OK, die sind halt borniert.

    MFG, WB

    PS: Hannes Stein? Noch mal was von dem gehört? Posenerisiert?

  35. Rayson

    Bei aller Schweiz-Begeisterung: Ja, es gibt Dinge, über die will man als Liberaler nicht demokratisch abstimmen lassen (um sie dann hinterher mit staatlichem Zwang durchzusetzen). Und zwar alle, die ebenso gut von jedem allein oder in friedlicher Kooperation mit anderen geregelt werden können. Und wenn man abstimmt, dann unter Berücksichtigung der Subsidiarität.

    Wenn Gemeinde X das eine Minarett duldet, weil es sich problemlos in das Stadtbild einpasst, das andere aber nicht, weil es vielleicht zu singulär aus einem Ensemble herausragt, warum soll sie diese Unterscheidung nicht mehr treffen dürfen?

    Wenn Gemeinde X Minarette duldet und Gemeinde Y nicht, warum soll die Haltung der Gemeinde Y auch Gemeinde X auferlegt werden?

  36. Schweizer

    was für ein geistiger dünnschiss…

    Ich als ja-stimmer erklär dir, um was es mir ging:
    1. Ein Stück näher meinem Ideal einer religions- und aberglaubenfreien gesellschaft
    2. der Islam ist von allen grossen religion bis jetzt die schelchteste
    3. wir haben noch kein islamproblem, und dabei soll es bleiben. warum sollenw ir erst warten, bis wir dänische oder holländsiche zustände haben (oder auch deutsche)? VOn nun an sollte jedem klar sein, dass die schweiz auch was von ihren einwanderern fordert, nämlich dass man sich der hiesigen kultur anpasst und das eine sonderbehandlung für muslime nicht zur diskusion steht.

    nebenbei: Ein minarett ist genau so überflüssig wie ein kirchturm, kommt also niemand zu schaden. man braucht es nicht für sein tägliches placebo

  37. Medea

    Hannes Stein ist wohl “posenerisiert”, ich habe nichts mehr von ihm gelesen.

    Keine Toleranz gegenüber der Intoleranz. Diese Toleranz beruht auf Angst. Sinngemäß nach Henryk Broder. Meintest du das? Das genaue Zitat habe ich aber auch gerade nicht da.

    Bernd Zeller schreibt allerdings auch für die “Welt” und hat da seine ganz eigene Meinung. Ich lese ihn gern.

  38. dagny t.

    Ha, mir gefaellt Dein Einwand ganz gut, uber den vermeintlichen Interessensausgleich. Danke dafuer und ich lege noch eine Schaufel Sophisterei drauf

    Haetten dann in Muenchen Menschen abstimmen duerfen, die im Erdgeschoss wohnen und deren Aussicht niemals durch ein Hochhaus gestoert werden kann?

  39. Rayson

    Hm, Werbung für die Ja-Stimmer sähe anders aus…

  40. Adrian

    Eigentlich nicht. Aber ich will jezt nicht zu libertär werden, und die Demokratie völlig in Frage stellen ;-)

  41. DDH

    Religionsfreiheit UND Eigentumsrecht stehen zur Disposition, so wie zuvor, bei der Einführung der “Antirassismus-Strafnorm” die Meinungsfreiheit. Der Jubel der Meinungslager wechselt, der Jubel des Staates bleibt. Etatismus ist eben das perfekte Verbrechen und Demokratie ist das, was diese Perfektion ausmacht!

  42. dagny t.

    Anyway. Danke fuers Diskutieren, es hat mir beim Meinungsbilden geholfen.

  43. B.L.O.G. – Bissige Liberale ohne Gnade » Eine Abstimmung und ihr Nachhall

    [...] wenn mir die Schweizer Selbstbeweihräucherung des Kollegen Manfred Messmer beim A’Team ein gutes Stück zu weit geht (während ich seine Einschätzung des eigentlichen Sujets [...]

  44. Die Stimme aus dem Off

    dagny t., 30.11.2009 14:40

    Wo lauft denn dann die Grenze zwischen Eigentum und Interesse des Nachbarns?

    Wenn ich das nur wüsste. Es gibt keine genaue Grenze, weil die Richter sich das letzte Wort im Einzelfall ja vorbehalten wollen.

  45. Dagny

    Im Einzelfall. Eine liberales Schlusswort, oder nicht?

  46. Webbaer

    Nein, irgendetwas mit “islamistische Gruppierungen sollen sich nicht auf westliche Freiheitsrechte berufen können”. HMB ist hier ebenfalls ein wenig radikal.

    Schaun wir mal, ob die Schweizer weitermachen dürfen oder von irgendwelchen Menschenrechtsbeiräten gestoppt werden. Moslems haben sich wegen der Sache schon aufgeregt und wenn erst einmal der spontane Widerstand auf den Strassen organsiert ist…
    Amüsant, wie die Moslems nun auf die Freiheit der Religion verweisen, die sie selbst bestmöglich mit Füssen treten.

  47. BlackEye

    Im Prinzip bedeutet das, dass die Muslime in der Schweiz erst dann Minarette bauen dürfen wenn sie in der Mehrheit sind. Ihre Strategie wird also sein: Abwarten und Kinder kriegen ;-)

    Jetzt mal im Ernst, es ist doch viel wichtiger WAS gepredigt wird als in welchem Gebäude es gepredigt wird. Übrigens, wenn eine molsemische gemeinde eine Kirche baut und den Kirchturm umfunktioniert, ist es dann ein Minarett oder nicht? Muss man es dann in der Schweiz abreißen?

  48. Webbaer

    Hier muss natürlich Vorsorge getroffen werden, damit das nicht geschieht. :)
    Letztlich wäre nur ein absolutes Minarettverbot konsistent.

  49. Webbaer

    Gemeinden sollen über den Bau von Minaretten entscheiden?
    Das meinst Du wohl nicht ganz ernst.

    BTW, ist erst einmal eine Minarettmoschee in einem Stadtteil etabliert, dann wird alleine schon wegen der Beschallung kein Nichtmoslem mehr dort wohnen können oder wollen.
    Es gibt hierzu ein paar nette Videos aus Großbritannien.

  50. Webbaer

    BTW, skandalöser Kommentar bei der WELT.
    Wergin.
    Da gibt es so eine linksliberale halbisraelfreundliche Clique um Posener, gell?
    So hat sich Axel Springer das sicherlich nicht vorgestellt, der tickte eher so wie der Webbaer. ;–)

  51. Lina

    “Toleranz ist der Wille zur Ohnmacht.” (Henryk M. Broder).

    Es geht also noch krasser – zu krass für meinen Geschmack …

    Dabei handelt es sich bei den Schweizer Reflexen doch nur um das Sichern von Haus_macht – anstatt ohn_mächtig zusehen zu wollen, wie ein weiteres Anwachsen der Zahl von Minaretten im Land ihnen einen Verlust derselben signalisieren könnte … allein optisch!

    Ich hätte jedenfalls grosse Lust, es auch mal so simpel zu sehen ;-) …

  52. jo@chim

    Wenn es ein Leben nach dem Tod gäbe, würde Dir jetzt der Kopf von einer interdimensionalen Watschn wackeln Netzbärli.

  53. jo@chim

    Simpel, *sehr* simpel, das ist das Einzige was mir zu H. “McCarthy” Broder noch einfällt, ja…

  54. Georg Schmidt

    Würde ein Deutscher das veröffentlichen.
    Dann greift §130 Volksverhetzung.
    Aber es ist der Koran.
    Mehr muss niemand sagen. Sondern nur etwas lesen.
    Wer lesen kann ist im Vorteil.-)
    Erst lesen–> dann diskutieren

    ________________________________-
    4. Die Frauen (An-Nisá)
    Offenbart nach der Hidschra. Dieses Kapitel enthält 176 Verse.

    Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.

    1. O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen erschaffen hat; aus diesem erschuf Er ihm die Gefährtin, und aus beiden ließ Er viele Männer und Frauen sich vermehren. Fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander bittet, und (fürchtet Ihn besonders in der Pflege der) Verwandtschaftsbande. Wahrlich, Allah wacht über euch.

    2. Und gebt den Waisen ihren Besitz und vertauscht nicht Gutes mit Schlechtem, und verzehrt nicht ihren Besitz zusammen mit dem eurigen. Gewiß, das ist eine schwere Sünde.

    3. Und wenn ihr fürchtet, ihr würdet nicht gerecht gegen die Waisen handeln, dann heiratet Frauen, die euch genehm dünken, zwei oder drei oder vier; und wenn ihr fürchtet, ihr könnt nicht billig handeln, dann (heiratet nur) eine oder was eure Rechte besitzt. Also könnt ihr das Unrecht eher vermeiden.

    4. Und gebt den Frauen ihre Morgengabe gutwillig. Erlassen sie euch aber aus freien Stücken einen Teil davon, so genießt ihn als etwas Erfreuliches und Bekömmliches.

    5. Und gebt den Schwachsinnigen nicht euer Gut, das Allah euch zum Unterhalt anvertraut hat; sondern nährt sie damit und kleidet sie und sprecht Worte der Güte zu ihnen.

    6. Und prüfet die Waisen, bis sie das heiratsfähige (Alter) erreicht haben; wenn ihr dann an ihnen Verständigkeit wahrnehmet, so gebt ihnen ihren Besitz zurück; und zehrt ihn nicht verschwenderisch und hastig auf, weil sie großjährig würden. Wer reich ist, enthalte sich ganz; und wer arm ist, zehre (davon) nach Billigkeit. Und wenn ihr ihnen ihren Besitz zurückgebt, dann nehmt Zeugen in ihrer Gegenwart. Und Allah genügt zur Rechenschaft.

    7. Den Männern gebührt ein Anteil von dem, was Eltern und nahe Anverwandte hinterlassen; und den Frauen gebührt ein Anteil von dem, was Eltern und nahe Anverwandte hinterlassen, ob es wenig sei oder viel – ein bestimmter Anteil.

    8. Und wenn (andere) Verwandte und Waisen und Arme bei der Erbteilung zugegen sind, so gebt ihnen etwas davon und sprecht Worte der Güte zu ihnen.

    9. Und jene mögen (Gott) fürchten, die, sollten sie selbst schwache Nachkommen hinterlassen, um sie besorgt wären. Mögen sie daher Allah fürchten und das rechte Wort sprechen.

    10. Jene, die den Besitz der Waisen widerrechtlich verzehren, schlucken nur Feuer in ihren Bauch, und sie sollen in flammendes Feuer eingehen.

    11. Allah verordnet euch in bezug auf eure Kinder: ein Knabe hat so viel als Anteil wie zwei Mädchen; sind aber (bloß) Mädchen da, und zwar mehr als zwei, dann sollen sie zwei Drittel seiner (des Verstorbenen) Erbschaft haben; ist’s nur eines, so hat es die Hälfte. Und für seine Eltern ist je ein Sechstel der Erbschaft, wenn er ein Kind hat; hat er aber kein Kind und seine Eltern sind seine Erben, dann soll seine Mutter ein Drittel haben; und wenn er Geschwister hat, dann soll seine Mutter ein Sechstel erhalten, nach allen etwa von ihm gemachten Vermächtnissen oder Schulden. Eure Eltern und eure Kinder: ihr wißt nicht, wer von ihnen euch an Nutzen näher steht Eine Verordnung von Allah – wahrlich, Allah ist allwissend, allweise.

    12. Und ihr habt die Hälfte von dem, was eure Frauen hinterlassen, falls sie kein Kind haben; haben sie aber ein Kind, dann habt ihr ein Viertel von ihrer Erbschaft, nach allen etwa von ihnen gemachten Vermächtnissen oder Schulden. Und sie haben ein Viertel von eurer Erbschaft, falls ihr kein Kind habt; habt ihr aber ein Kind, dann hat sie ein Achtel von eurer Erbschaft, nach allen etwa von euch gemachten Vermächtnissen oder Schulden. Und wenn es sich um eine Person handelt – männlich oder weiblich -, deren Erbschaft geteilt werden soll, und sie hat weder Eltern noch Kinder, hat aber einen Bruder oder eine Schwester, dann haben diese je ein Sechstel. Sind aber mehr (Geschwister) vorhanden, dann sollen sie sich in ein Drittel teilen zu (gleichen) Teilen, nach allen etwa gemachten Vermächtnissen oder Schulden, ohne Beeinträchtigung – eine Vorschrift von Allah, und Allah ist allwissend, milde.

    13. Dies sind die Schranken Allahs; und wer Allah und Seinem Gesandten gehorcht, den führt Er in Gärten ein, durch die Ströme fließen; darin sollen sie weilen; und das ist die große Glückseligkeit.

    14. Und wer Allah und Seinem Gesandten Gehorsam versagt und Seine Schranken übertritt, den führt Er ins Feuer; darin muß er bleiben; und ihm wird schmähliche Strafe.

    15. Und wenn welche von euren Frauen Unziemliches begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließet sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg eröffnet.

    16. Und wenn zwei Personen unter euch solches begehen, dann bestrafet sie beide. Wenn sie dann bereuen und sich bessern, so laßt sie für sich; wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.

    17. Allahs Vergebung ist nur für jene, die unwissentlich Böses tun und bald darauf Reue zeigen. Solchen wendet Sich Allah erbarmend zu; und Allah ist allwissend, allweise.

    18. Doch Vergebung ist nicht für jene, die so lange Böses tun, bis zuletzt, wenn der Tod einem von ihnen naht, er spricht: «Ich bereue nun», noch für die, die als Ungläubige sterben. Ihnen haben Wir schmerzliche Strafe bereitet.

    19. O die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, Frauen gegen [ihren] Willen zu beerben; noch sollt ihr sie widerrechtlich zurückhalten, um (ihnen) einen Teil von dem wegzunehmen, was ihr ihnen gabt, es sei denn, sie hätten offenbare Schändlichkeit begangen; und geht gütig mit ihnen um. Wenn ihr eine Abneigung gegen sie empfindet, wer weiß, vielleicht empfindet ihr Abneigung gegen etwas, worein Allah aber viel Gutes gelegt hat.

    20. Und wenn ihr eine Frau gegen eine andere tauschen möchtet und habt der einen bereits einen Schatz gegeben, so nehmt nichts davon zurück. Möchtet ihr es etwa durch Lüge und offenbare Sünde zurücknehmen?

    21. Und wie könnt ihr es nehmen, wo ihr eins miteinander geworden seid und sie (die Frauen) ein festes Versprechen von euch abgenommen haben?

    22. Und heiratet nicht solche Frauen, die eure Väter geheiratet hatten, außer das sei bereits geschehen. Es war schändlich, zornerregend – ein übler Brauch!

    23. Verboten sind euch eure Mütter und eure Töchter und eure Schwestern, eures Vaters Schwestern und eurer Mutter Schwestern, die Bruderstöchter und die Schwestertöchter, eure Nährmütter, die euch gesäugt, und eure Milchschwestern, und die Mütter eurer Frauen und eure Stieftöchter – die in eurem Schutze sind – von euren Frauen, denen ihr schon beigewohnt; doch wenn ihr ihnen noch nicht beigewohnt habt, dann soll’s euch keine Sünde sein. Ferner dir Frauen eurer Söhne, die von euren Lenden sind; auch daß ihr zwei Schwestern gleichzeitig habt, außer das sei bereits geschehen; wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.

    24. Und (verboten sind euch) verheiratete Frauen, ausgenommen solche, die eure Rechte besitzt. Eine Verordnung Allahs für euch. Und erlaubt sind euch alle anderen, daß ihr sie sucht mit den Mitteln eures Vermögens, nur in richtiger Ehe und nicht in Unzucht. Und für die Freuden, die ihr von ihnen empfanget, gebt ihnen ihre Morgengabe, wie festgesetzt, und es soll keine Sünde für euch liegen in irgend etwas, worüber ihr euch gegenseitig einigt nach der Festsetzung (der Morgengabe). Wahrlich, Allah ist allwissend, allweise.

    25. Und wer von euch es sich nicht leisten kann, freie, gläubige Frauen zu heiraten: dann was eure Rechte besitzt, nämlich eure gläubigen Kriegsgefangenen. Und Allah kennt euren Glauben am besten. Die einen von euch sind von den andern; so heiratet sie mit Erlaubnis ihrer Herren und gebt ihnen ihre Morgengabe nach Billigkeit, wenn sie keusch sind, nicht Unzucht treiben noch insgeheim Liebhaber nehmen. Und wenn sie, nachdem sie verheiratet sind, der Geilheit schuldig werden, dann sollen sie die Hälfte der Strafe erleiden, die für freie Frauen vorgeschrieben ist. Das gilt für den unter euch, der sich vor der Sünde fürchtet. Daß ihr euch aber zurückhaltet, ist besser für euch; und Allah ist allverzeihend, barmherzig.

    26. Allah will euch die Wege derer klar machen, die vor euch waren, und euch dahin leiten und Sich in Gnade zu euch kehren. Und Allah ist allwissend, allweise.

    27. Und Allah wünscht Sich in Gnade zu euch zu kehren, die aber den niedern Gelüsten folgen, wünschen, daß ihr euch erniedrigt.

    28. Allah will eure Bürde erleichtern, denn der Mensch ward schwach erschaffen.

    29. O die ihr glaubt, zehrt euren Besitzt nicht untereinander auf durch Falsches, es sei denn, daß ihr im Handel (verdient) mit gegenseitigem Einverständnis. Und tötet euch nicht selber. Siehe, Allah ist barmherzig gegen euch.

    30. Und wer das in Frevelhaftigkeit und Ungerechtigkeit tut, den werden Wir ins Feuer stoßen; und das ist Allah ein leichtes.

    31. Wenn ihr euch von den schwereren unter den euch verbotenen Dingen fernhaltet, dann werden Wir eure geringeren Übel von euch hinwegnehmen und euch an einen ehrenvollen Platz führen.

    32. Und begehrt nicht das, womit Allah die einen von euch vor den andern ausgezeichnet hat. Die Männer sollen ihren Anteil erhalten nach ihrem Verdienst, und die Frauen sollen ihren Anteil erhalten nach ihrem Verdienst. Und bittet Allah um Seine Huld. Wahrlich, Allah hat vollkommene Kenntnis von allen Dingen.

    33. Und einem jeden haben Wir Erben bestimmt für das, was Eltern und Verwandte hinterlassen und jene, mit denen eure Eide einen Bund bekräftigt haben. So gebt ihnen denn ihr Teil. Siehe, Allah hat aller Dinge acht.

    34. Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen, weil Allah die einen vor den andern ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, ermahnt sie, laßt sie allein in den Betten und straft sie. Wenn sie euch dann gehorchen, so sucht keine Ausrede gegen sie; Allah ist hoch erhaben, goß.

    35. Und befürchtet ihr ein Zerwürfnis zwischen ihnen, dann bestimmt einen Schiedsrichter aus seiner Sippe und einen Schiedsrichter aus ihrer Sippe. Wenn diese dann Aussöhnung herbeiführen wollen, so wird Allah zwischen ihnen (den Eheleuten) vergleichen. Siehe, Allah ist allwissend, allkundig.

    36. Verehrt Allah und setzet Ihm nichts zur Seite, und (erweiset) Güte den Eltern, den Verwandten, den Waisen und den Bedürftigen, dem Nachbarn, der ein Anverwandter, und dem Nachbarn, der ein Fremder ist, dem Gefährten an eurer Seite und dem Wanderer und denen die eure Rechte besitzt. Wahrlich, Allah liebt nicht die Stolzen, die Prahler;

    37. Die da geizig sind und die Menschen zum Geiz verieiten, und verhehlen, was Allah ihnen von Seiner Huld gewährt hat. Und Wir haben den Ungläubigen schmähliche Strafe bereitet;

    38. Und jenen, die ihr Gut spenden den Leuten zur Schau, und nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben. Und wer Satan zum Gefährten hat – welch ein übler Gefährte ist er!

    39. Und was würde ihnen (Böses) widerfahren sein, hätten sie an Allah und an den Jüngsten Tag geglaubt und von dem gespendet, was Allah ihnen gegeben? Und Allah kennt sie wohl.

    40. Wahrlich, Allah, Er tut nicht Unrecht auch nur für eines Stäubchens Gewicht. Und ist da irgendeine gute Tat, so verdoppelt Er sie viele Male und gibt von Sich aus großen Lohn.

    41. Und wie (wird es ihnen ergehen), wenn Wir aus jedem Volk einen Zeugen herbeibringen und dich als Zeugen herbeibringen wider diese?

    42. An jenem Tage werden die, welche ungläubig waren und dem Gesandten den Gehorsam versagten, wünschen, daß doch die Erde über ihnen geebnet würde, und sie werden nichts vor Allah verbergen können.

    43. O die ihr glaubt, nahet nicht dem Gebet, wenn ihr nicht bei Sinnen seid, bis ihr versteht, was ihr sprecht, noch im Zustande der Unreinheit – ausgenommen als Reisende unterwegs -, bis ihr gebadet habt. Und wenn ihr krank seid oder auf einer Reise (im Zustande der Unreinheit), oder einer von euch kommt vom Abtritt und wenn ihr Frauen berührt habt und findet kein Wasser, dann nehmt reinen Sand und reibt euch damit Gesicht und Hände. Wahrlich, Allah ist nachsichtig, allverzeihend.

    44. Weißt du nicht von jenen, denen ein Teil der Schrift gegeben wurde? Sie erkaufen Irrtum und wünschen, daß (auch) ihr vom Wege abirrt.

    45. Und Allah kennt eure Feinde besser. Allah genügt als Freund, und Allah genügt als Helfer.

    46. Es gibt welche unter den Juden, die Worte aus ihren Stellungen verdrehen und sagen: «Wir hören und wir gehorchen nicht», und «Höre, ohne gehört zu werden», und «Sei uns nachsichtig», indem sie mit ihren Zungen lügen und den Glauben verlästern. Und hätten sie gesagt: «Wir hören und wir gehorchen», und «Höre», und «Schaue gnädig auf uns», es wäre besser für sie gewesen und aufrechter. Doch Allah hat sie von Sich gewiesen um ihres Unglaubens willen; also glauben sie nur wenig.

    47. O ihr, denen die Schrift gegeben wurde, glaubet an das, was Wir herabsandten, bestätigend das, was (schon) bei euch ist, bevor Wir einige der Führer vernichten und sie umlegen auf ihre Rücken oder sie verfluchen, wie Wir die Sabbatleute verfluchten. Und Allahs Befehl wird vollzogen werden.

    48. Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, daß Ihm Götter zur Seite gestellt werden; doch vergibt Er das, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Allah Götter zur Seite stellt, der hat wahrhaftig eine gewaltige Sünde ersonnen.

    49. Weißt du nicht von denen, die sich selber reinsprechen? Nein, Allah ist es, Der reinspricht, wen Er will, und kein Quentchen Unrecht sollen sie leiden.

    50. Schau, wie sie Lüge wider Allah erdichten. Und das allein ist genug als offenkundige Sünde.

    51. Weißt du nicht von denen, denen ein Teil der Schrift gegeben wurde? Sie glauben an Nutzloses und an die Frevler, und sie sprechen von den Ungläubigen: «Sie sind in der Lehre besser geleitet als die Gläubigen.»

    52. Diese sind es, die Allah von Sich gewiesen hat; und wen Allah von Sich weist, keinen Helfer wirst du ihm finden.

    53. Haben sie einen Anteil an der Herrschaft? Dann würden sie den Menschen nicht einmal so viel wie die Rille am Dattelkern abgeben.

    54. Oder beneiden sie die Menschen um das, was Allah ihnen aus Seiner Huld geschenkt hat? Nun wohl, Wir gaben den Kindern Abrahams das Buch und die Weisheit, und Wir gaben ihnen ein mächtiges Reich.

    55. Und einige von ihnen glaubten daran, andere aber wandten sich davon ab. Und die Hölle ist stark genug als ein Flammenfeuer.

    56. Die Unseren Zeichen Glauben versagen, die werden Wir bald ins Feuer stoßen. Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe auskosten. Wahrlich, Allah ist allmächtig, allweise.

    57. Die aber glauben und gute Werke tun, die wollen Wir in Gärten führen, durch die Ströme fließen, darin sie ewig weilen und immerdar; dort sollen sie reine Gefährten und Gefährtinnen haben, und Wir gewähren ihnen Zutritt zu einem (Ort) wohltätigen und reichlichen Schattens.

    58. Allah gebietet euch, daß ihr die Treuhandschaft jenen übergebt, die ihrer würdig sind; und wenn ihr zwischen Menschen richtet, daß ihr richtet nach Gerechtigkeit. Fürwahr, herrlich ist, wozu Allah euch ermahnt. Allah ist allhörend, allsehend.

    59. O die ihr glaubt, gehorchet Allah und gehorchet dem Gesandten und denen, die Befehlsgewalt unter euch haben. Und wenn ihr in etwas uneins seid, so bringet es vor Allah und den Gesandten, so ihr an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag. Das ist das Beste und am Ende auch das Empfehlenswerteste.

    60. Weißt du nicht von denen, die vorgeben zu glauben, was zu dir hinabgesandt worden und was vor dir hinabgesandt worden ist? Sie wollen den Rechtsspruch bei den Frevlern suchen, wiewohl ihnen befohlen ward, nicht auf jene zu hören; denn Satan will sie in die weite Irre führen.

    61. Und wenn ihnen gesagt wird: «Kommt her zu dem, was Allah herabgesandt hat, und zu dem Gesandten», siehst du die Heuchler sich in Widerwillen von dir abwenden.

    62. Nun aber, wenn ein Unheil sie trifft für ihre Taten, kommen sie zu dir, schwörend bei Allah: «Wir wollten ja nur Gutes und Versöhnliches.»

    63. Diese sind es, von denen Allah wohl weiß, was in ihren Herzen ist. So wende dich ab von ihnen und ermahne sie und sprich ein eindringliches Wort zu ihnen über sie selbst.

    64. Und Wir entsandten nur darum einen Gesandten, daß ihm gehorcht würde nach Allahs Gebot. Und wären sie zu dir gekommen, nachdem sie sich versündigt, und hätten Allahs Verzeihung erfleht und hätte der Gesandte (auch) für sie um Verzeihung gebeten, sie hätten gewiß Allah mitleidsvoll vergebend, barmherzig gefunden.

    65. Aber nein, bei deinem Herrn, sie sind nicht eher Gläubige, als bis sie dich zum Richter über alles machen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann in ihren Herzen kein Bedenken finden gegen deinen Entscheid, und sich in Ergebung fügen.

    66. Und hätten Wir ihnen befohlen: «Tötet euch selbst oder verlasset eure Häuser», sie würden es nicht getan haben, ausgenommen einige wenige von ihnen; hätten sie aber das getan, wozu sie aufgefordert wurden, es wäre wahrlich besser für sie gewesen und stärkender.

    67. Und dann hätten Wir ihnen gewiß einen großen Lohn von Uns aus gegeben;

    68. Und Wir hätten sie sicher geleitet auf den geraden Weg.

    69. Wer Allah und dem Gesandten gehorcht, soll unter denen sein, denen Allah Seine Huld gewährt hat, nämlich unter den Propheten, den Wahrhaftigen, den Blutzeugen und den Gerechten; und das sind die besten Gefährten.

    70. Solche Gnade ist von Allah, und Allah weiß zur Genüge.

    71. O die ihr glaubt, seid auf eurer Hut, dann zieht entweder truppweise aus oder alle zusammen.

    72. Unter euch ist wohl mancher, der zurückbleibt, und wenn euch ein Unglück trifft, sagt er: «Wahrlich, Allah ist gnädig zu mir gewesen, daß ich nicht bei ihnen zugegen war.»

    73. Begegnet euch aber ein Glück von Allah, dann sagt er, als wäre keine Freundschaft zwischen euch und ihm: «Wäre ich doch bei ihnen gewesen, dann hätte ich einen großen Erfolg errungen!»

    74. Laßt also solche für Allahs Sache kämpfen, die das irdische Leben hinzugeben gewillt sind für das zukünftige. Und wer für Allahs Sache ficht, ob er fällt oder siegt, Wir werden ihm bald großen Lohn gewähren.

    75. Und was ist euch, daß ihr nicht kämpfet für Allahs Sache und für die der Schwachen – Männer, Frauen und Kinder -, die sprechen: «Unser Herr, führe uns heraus aus dieser Stadt, deren Bewohner Bedrücker sind, und gib uns von Dir einen Beschützer, und gib uns von Dir einen Helfer»?

    76. Die da glauben, kämpfen für Allahs Sache, und die nicht glauben, kämpfen für die Sache des Bösen. Kämpft darum wider die Freunde Satans! Denn gewiß, Satans Feldherrnkunst ist schwach.

    77. Hast du nicht Kunde von denen, welchen gesagt wurde: «Zügelt eure Hände, verrichtet das Gebet und zahlet die Zakat»? Doch wenn ihnen Kampf verordnet wurde, da fürchtete ein Teil von ihnen die Menschen, wie die Furcht vor Allah oder mit noch größerer Furcht; und sie sagten: «Unser Herr, warum hast Du uns Kampf verordnet? Möchtest Du uns nicht noch eine Weile Aufschub gewähren?» Sprich: «Der Vorteil dieser Welt ist gering und das Jenseits wird besser sein für den Gottesfürchtigen; und kein Quentchen Unrecht sollt ihr erleiden.»

    78. Wo ihr auch sein mögt, der Tod ereilt euch doch, und wäret ihr in hohen Burgen. Und wenn ihnen Gutes begegnet, sagen sie: «Das ist von Allah»; und wenn ihnen Schlimmes begegnet, sagen sie: «Das ist von dir.» Sprich: «Alles ist von Allah.» Was ist diesem Volk widerfahren, daß sie so weit davon sind, etwas zu begreifen?

    79. Was dich Gutes trifft, kommt von Allah, und was dich Schlimmes trifft, kommt von dir selbst. Und Wir haben dich als einen Gesandten zu den Menschen entsandt. Und Allah genügt als Zeuge.

    80. Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht in der Tat Allah; und wer sich abkehrt – wohlan, Wir haben dich nicht gesandt zum Hüter über sie.

    81. Und sie sagen: «Gehorsam (ist unser Leitsatz)»; doch wenn sie von dir gehen, dann ersinnt ein Teil von ihnen Anschläge gegen das, was du gesagt. Allah aber zeichnet alles auf, was sie an Anschlägen ersinnen. So wende dich von ihnen ab und vertraue auf Allah. Und Allah genügt als Vertrauensperson.

    82. Wollen sie denn nicht über den Koran nachsinnen? Wäre er von einem andern als Allah, sie würden gewiß manchen Widerspruch darin finden.

    83. Und wenn etwas von Frieden oder Furcht zu ihnen dringt, verbreiten sie es; hätten sie es aber vor den Gesandten und vor jene gebracht, die unter ihnen Befehlsgewalt haben, dann würden sicherlich die unter ihnen, die es entschleiern können, es verstanden haben. Und wäre nicht Allahs Gnade über euch und Seine Barmherzigkeit, ihr wäret alle dem Satan gefolgt, bis auf einige wenige.

    84. Kämpfe darum für Allahs Sache – du wirst für keinen verantwortlich gemacht als für dich selbst – und sporne die Gläubigen an. Vielleicht wird Allah den Krieg der Ungläubigen aufhalten; und Allah ist stärker im Krieg und strenger im Strafen.

    85. Wer in gerechter Sache Fürsprache einlegt, dem soll ein Anteil daran werden, und wer in ungerechter Sache Fürsprache einlegt, dem soll ein gleicher Anteil daran werden; und Allah ist mächtig über alle Dinge.

    86. Und wenn ihr mit einem Glückwunsch gegrüßt werdet, so grüßet mit einem schöneren wieder oder gebt ihn (wenigstens) zurück. Siehe, Allah führt Rechenschaft über alle Dinge.

    87. Allah – niemand ist anbetungswürdig außer Ihm. Er wird euch weiter versammeln bis zum Tage der Auferstehung, über den kein Zweifel ist. Und wer ist wahrhafter in der Rede als Allah?

    88. Was ist denn euch widerfahren, daß ihr in zwei Parteien gespalten seid gegenüber den Heuchlern? Und Allah hat sie verstoßen um dessentwillen, was sie begangen. Wolltet ihr einem den Weg weisen, den Allah ins Verderben hat gehen lassen? Und wen Allah ins Verderben gehen läßt, für den findest du keinen Weg.

    89. Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr alle gleich seiet. Nehmet euch daher keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswandern auf Allahs Weg. Und wenn sie sich abkehren, dann ergreifet sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmet euch keinen von ihnen zum Freunde oder zum Helfer;

    90. Außer denen, die Verbindung haben mit einem Volke, mit dem ihr ein Bündnis habt, und die zu euch kommen, weil ihre Herzen davor zurückschrecken, wider euch oder wider ihr eigenes Volk zu kämpfen. Und wenn Allah es wollte, Er hätte ihnen Macht über euch geben können, dann hätten sie sicherlich wider euch gekämpft. Darum, wenn sie sich von euch fernhalten und nicht wider euch kämpfen, sondern euch Frieden bieten: dann hat Allah euch keinen Weg gegen sie erlaubt.

    91. Ihr werdet noch andere finden, die wünschen, in Frieden mit euch und in Frieden mit ihrem eigenen Volk zu sein. Sooft sie wieder zur Feindseligkeit verleitet werden, stürzen sie kopfüber hinein. Wenn sie sich also nicht von euch fernhalten noch euch Frieden bieten noch ihre Hände zügeln, dann ergreifet sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet. Denn gegen diese haben Wir euch volle Gewalt gegeben.

    92. Keinem Gläubigen steht es zu, einen anderen Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet: dann die Befreiung eines gläubigen Sklaven und Blutgeld an seine Erben, es sei denn, sie erlassen es aus Mildtätigkeit. War er (der Getötete) aber von einem Volk, das euch feind ist, und ist er (der Totschläger) gläubig: dann die Befreiung eines gläubigen Sklaven; war er aber von einem Volk, mit dem ihr ein Bündnis habt: dann das Blutgeld an seine Erben und die Befreiung eines gläubigen Sklaven. Wer [das] nicht kann: dann zwei Monate hintereinander fasten – eine Barmherzigkeit von Allah. Und Allah ist allwissend, allweise.

    93. Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle, worin er bleiben soll. Allah wird ihm zürnen und ihn von Sich weisen und ihm schwere Strafe bereiten.

    94. O die ihr glaubt, wenn ihr auszieht auf Allahs Weg, so stellt erst gehörig Nachforschung an und sagt nicht zu jedem, der euch den Friedensgruß bietet: «Du bist kein Gläubiger.» Ihr trachtet nach den Gütern des irdischen Lebens doch bei Allah ist des Guten Fülle. Also waret ihr einst, dann aber hat Allah Seine Huld über euch ergoßen; darum stellt erst gehörig Nachforschung an. Siehe, Allah ist eures Tuns wohl kundig.

    95. Die unter den Gläubigen, die stillsitzen – ausgenommen die Gebrechlichen -, und die, welche für Allahs Sache ihr Gut und Blut einsetzen im Streit, sie sind nicht gleich. Allah hat die mit ihrem Gut und Blut Streitenden im Range erhöht über die Stillsitzenden. Einem jeden aber hat Allah Gutes verheißen; doch die Gottesstreiter hat Er vor den Stillsitzenden ausgezeichnet durch einen großen Lohn -

    96. Rangstufen von Ihm und Vergebung und Barmherzigkeit; denn Allah ist allvergebend, barmherzig.

    97. Zu jenen, die – Unrecht gegen sich selbst tuend – von Engeln dahingerafft werden, werden diese sprechen: «Wonach strebtet ihr?» Sie werden antworten: «Wir wurden als Schwache im Lande behandelt.» Da sprechen jene: «War Allahs Erde nicht weit genug für euch, daß ihr darin hättet auswandern können?» Sie sind es, deren Aufenthalt die Hölle sein wird, und übel ist die Bestimmung,

    98. Ausgenommen nur die Schwachen unter den Männern, Frauen und Kindern, die außerstande sind, einen Plan zu fassen oder einen Weg zu finden.

    99. Diese sind es, denen Allah bald vergeben wird; denn Allah ist allvergebend, allverzeihend.

    100. Wer für die Sache Allahs auswandert, der wird auf Erden genug Stätten der Zuflucht und der Fülle finden. Und wer sein Haus verläßt und auswandert auf Allahs und Seines Gesandten Weg und dabei vom Tode ereilt wird, dessen Lohn obliegt sodann Allah, und Allah ist allverzeihend, barmherzig.

    101. Und wenn ihr durch das Land zieht, dann soll es keine Sünde für euch sein, wenn ihr das Gebet verkürzt, so ihr fürchtet, die Ungläubigen würden euch bedrängen. Wahrlich, die Ungläubigen sind euch ein offenkundiger Feind.

    102. Und wenn du unter ihnen bist und für sie das Gebet anführst, soll ein Teil von ihnen bei dir stehen, doch sollen sie ihre Waffen aufnehmen. Und wenn sie ihre Niederwerfungen vollführt haben, so sollen sie hinter euch treten, und eine andere Abteilung, die noch nicht gebetet hat, soll vortreten und mit dir beten; doch sollen sie auf ihrer Hut sein und ihre Waffen bei sich haben. Die Ungläubigen sähen es gerne, daß ihr eure Waffen und euer Gepäck außer acht ließet, so daß sie euch plötzlich überfallen könnten. Und es soll keine Sünde für euch sein, wenn ihr, falls ihr durch Regen leidet oder krank seid, eure Waffen ablegt. Seid jedoch (immer) auf eurer Hut. Wahrlich, Allah hat für die Ungläubigen schmähliche Strafe bereitet.

    103. Und wenn ihr das Gebet beendet habt, dann gedenket Allahs im Stehen, Sitzen und wenn ihr auf eurer Seite liegt. Und wenn ihr in Sicherheit seid, dann verrichtet das Gebet (in der vorgeschriebenen Form); denn das Gebet zu bestimmten Zeiten ist den Gläubigen eine Pflicht.

    104. Und höret nicht auf, solches Volk zu suchen. Leidet ihr, so leiden sie gerade so, wie ihr leidet. Doch ihr erhoffet von Allah, was sie nicht hoffen. Und Allah ist allwissend, allweise.

    105. Wir haben das Buch mit der Wahrheit zu dir niedergesandt, auf daß du zwischen den Menschen richten mögest, wie Allah es dir gezeigt hat. Sei also nicht Verfechter der Treulosen;

    106. Und bitte Allah um Verzeihung. Wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig.

    107. Und verteidige nicht diejenigen, die sich selbst betrügen. Wahrlich, Allah liebt keinen, der ein Betrüger, ein großer Sünder ist.

    108. Sie möchten sich vor den Menschen verbergen, doch vor Allah können sie sich nicht verborgen halten; und Er ist bei ihnen, wenn sie nächtens Ränke schmieden für Dinge, die Er nicht billigt. Und Allah wird ihr Tun vereiteln.

    109. Seht, ihr habt sie verteidigt in diesem Leben. Wer aber wird sie vor Allah verteidigen am Tage der Auferstehung, oder wer wird ihnen ein Beschützer sein?

    110. Wer Böses tut oder sich wider seine Seele versündigt und dann bei Allah Vergebung sucht, der wird Allah allvergebend, barmherzig finden.

    111. Und wer eine Sünde begeht, der begeht sie nur gegen seine eigene Seele. Und Allah ist allwissend, allweise.

    112. Und wer einen Fehler oder eine Sünde begeht und sie dann einem Unschuldigen zur Last legt, der trägt eine Verleumdung und offenbare Sünde.

    113. Und wäre nicht Allahs Gnade gegen dich und Seine Barmherzigkeit, ein Teil von ihnen hätte beschlossen, dich ins Verderben zu stürzen. Doch nur sich selbst stürzen sie ins Verderben, und dir können sie keinerlei Schaden tun. Allah hat das Buch und die Weisheit zu dir niedergesandt und dich gelehrt, was du nicht wußtest, und groß ist Allahs Gnade über dir.

    114. Nichts Gutes ist in den meisten ihrer geheimen Besprechungen, es seien denn (Besprechungen) von solchen, die zur Mildtätigkeit oder zur Güte oder zum Friedenstiften unter den Menschen ermahnen. Und wer das tut im Trachten nach Allahs Wohlgefallen, dem werden Wir bald einen großen Lohn gewähren.

    115. Jener aber, der sich dem Gesandten widersetzt, nachdem ihm der rechte Weg klar geworden, und einen andern Weg befolgt als den der Gläubigen, den werden Wir verfolgen lassen, was er verfolgt, und werden ihn in die Hölle stürzen; und schlimm ist die Bestimmung.

    116. Allah wird es nicht vergeben, daß Ihm Götter zur Seite gestellt werden; doch vergibt Er das, was geringer ist als dies, wem Er will. Und wer Allah Götter zur Seite stellt, der ist fürwahr weit irregegangen.

    117. Sie rufen neben Ihm nur Göttinnen an, und sie rufen nur Satan an, den Empörer,

    118. Den Allah von Sich gewiesen hat und der gesagt hatte: «Ich will wahrlich von Deinen Dienern einen bestimmten Teil nehmen;

    119. Wahrlich, ich will sie irreleiten; wahrlich, ich will eitle Wünsche in ihnen erregen; wahrlich, ich will sie aufreizen, und sie werden dem Vieh die Ohren abschneiden; wahrlich, ich will sie aufreizen, und sie werden Allahs Schöpfung verunstalten.» Und wer sich Satan zum Freund nimmt statt Allah, der hat sicherlich einen offenkundigen Verlust erlitten.

    120. Er gaukelt ihnen Versprechungen vor und erregt eitle Begierden in ihnen, und was Satan ihnen verspricht, ist eitel Trug.

    121. Ihr Aufenthalt wird die Hölle sein; und sie werden keinen Ausweg daraus finden.

    122. Die aber glauben und gute Werke tun, die wollen Wir in Gärten führen, durch welche Ströme fließen; darin sollen sie weilen auf ewig und immerdar. (Das ist) Allahs wahrhaftige Verheißung; und wer ist wahrhaftiger in der Rede als Allah?

    123. Es wird nicht gehen nach euren Wünschen noch nach den Wünschen des Volkes der Schrift. Wer Böses tut, dem wird es vergolten werden; und er wird für sich weder Freund noch Helfer finden, außer Allah.

    124. Wer aber gute Werke tut, sei es Mann oder Weib, und gläubig ist: sie sollen in den Himmel gelangen, und sie sollen auch nicht so viel Unrecht erleiden wie die kleine Rille auf der Rückseite eines Dattelkernes.

    125. Und wer hat einen schöneren Glauben als jener, der sich Allah ergibt, der Gutes wirkt und der dem Bekenntnis Abrahams, des Aufrechten im Glauben, folgt? Und Allah nahm Sich Abraham besonders zum Freund.

    126. Allahs ist alles, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Allah umfaßt alle Dinge.

    127. Und sie fragen dich um Belehrung über die Frauen. Sprich: «Allah hat euch Belehrung über sie gegeben. Und das, was euch in dem Buch vorgetragen wird, betrifft die Waisenmädchen, denen ihr nicht gebt, was für sie vorgeschrieben ist, und die ihr doch zu heiraten wünscht, und die Schwachen unter den Kindern – und daß ihr Billigkeit gegen die Waisen übt. Und was ihr Gutes tut, fürwahr, Allah weiß es wohl.»

    128. Und wenn eine Frau von ihrem Ehemann rohe Behandlung oder Gleichgültigkeit befürchtet, so soll es keine Sünde für sie beide sein, wenn sie sich auf geziemende Art miteinander versöhnen; denn Versöhnung ist das Beste. Die Menschen sind der Gier zugänglich. Tut ihr jedoch Gutes und seid gottesfürchtig, dann ist Allah kundig eures Tuns.

    129. Und ihr könnt kein Gleichgewicht zwischen (euren) Frauen halten, so sehr ihr es auch wünschen möget. Aber neigt euch nicht gänzlich (einer) zu, also daß ihr die andere gleichsam in der Schwebe lasset. Und wenn ihr es wiedergutmacht und recht handelt, dann ist Allah allverzeihend, barmherzig.

    130. Und wenn sie sich trennen, so wird Allah beide aus Seiner Fülle unabhängig machen; denn Allah ist huldreich, allweise.

    131. Allahs ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Und Wir haben jenen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, und euch selbst auf die Seele gebunden, Allah zu fürchten. Wenn ihr jedoch ablehnt, dann ist Allahs, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Allah ist Sich Selbst genügend, preiswürdig.

    132. Allahs ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und Allah genügt als Beschützer.

    133. Wenn Er will, so kann Er euch fortnehmen, ihr Menschen, und andere bringen; und Allah hat volle Macht, das zu tun.

    134. Wer den Lohn dieser Welt begehrt – bei Allah ist der Lohn dieser Welt und im Jenseits; und Allah ist allhörend, allsehend.

    135. O die ihr glaubt, seid fest in Wahrung der Gerechtigkeit und Zeugen für Allah, mag es auch gegen euch selbst oder gegen Eltern und Verwandte sein. Ob Reicher oder Armer, Allah hat über beide mehr Rechte. Darum folget nicht niedern Begierden, damit ihr billig handeln könnt. Und wenn ihr (die Wahrheit) verhehlet oder (ihr) ausweichet, dann ist Allah wohl kundig eures Tuns.

    136. O ihr Gläubigen, glaubet an Allah und Seinen Gesandten und an das Buch, das Er Seinem Gesandten herabgesandt hat, und an die Schrift, die Er zuvor herabsandte. Und wer nicht an Allah und Seine Engel und Seine Bücher und Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag glaubt, der ist wahrlich weit irregegangen.

    137. Die aber glaubten und hernach ungläubig wurden, dann (wieder) glaubten, dann abermals ungläubig wurden und noch zunahmen im Unglauben, denen wird Allah nimmermehr vergeben noch sie des Weges leiten.

    138. Verkündige den Heuchlern, daß ihnen schmerzliche Strafe wird;

    139. Jenen, die sich Ungläubige zu Freunden nehmen vor den Gläubigen. Suchen sie etwa Ehre bei ihnen? Dann, wahrlich, gehört alle Ehre Allah allein.

    140. Und Er hat euch schon in dem Buch offenbart: wenn ihr hört, daß die Zeichen Allahs geleugnet und verspottet werden, dann sitzet nicht bei ihnen (den Spöttern), bis sie zu einem anderen Gespräch übergehen; ihr wäret sonst wie sie. Wahrlich, Allah wird die Heuchler und die Ungläubigen allzumal in der Hölle versammeln;

    141. Die (auf Nachrichten) über euch harren. Wenn euch ein Sieg von Allah beschieden wird, sagen sie: «Waren wir nicht mit euch?» Haben aber die Ungläubigen Erfolg, sagen sie: «Haben wir nicht Überhand bekommen über euch und euch vor den Gläubigen beschützt?» Also wird Allah richten zwischen euch am Tage der Auferstehung; und Allah wird niemals die Ungläubigen obsiegen lassen über die Gläubigen.

    142. Die Heuchler suchen Allah zu täuschen, doch Er wird sie strafen für ihren Betrug. Und wenn sie sich zum Gebet hinstellen, dann stehen sie nachlässig da, zeigen sich den Leuten, und sie gedenken Allahs nur wenig;

    143. Hin und her schwankend zwischen (dem und) jenem, weder zu diesen noch zu jenen gehörend. Und wen Allah ins Verderben gehen läßt, für den wirst du nimmermehr einen Weg finden.

    144. O die ihr glaubt, nehmt euch keine Ungläubigen zu Freunden vor den Gläubigen. Wollt ihr wohl Allah einen offenkundigen Beweis gegen euch selbst geben?

    145. Die Heuchler werden sonder Zweifel im tiefsten Feuersgrund sein; und keinen Helfer wirst du für sie finden,

    146. Außer jenen, die bereuen und sich bessern und festhalten an Allah und in ihrem Gehorsam gegen Allah aufrichtig sind. Also gehören sie zu den Gläubigen. Und Allah wird bald den Gläubigen einen großen Lohn gewähren.

    147. Warum sollte Allah euch strafen, wenn ihr dankbar seid und glaubt? Und Allah ist anerkennend, allwissend.

    148. Nicht liebt Allah öffentliche Rede vom Unziemlichen, es sei denn, wenn einem Unrecht geschieht; wahrlich, Allah ist allhörend, allwissend.

    149. Ob ihr eine gute Tat kundtut oder sie verbergt oder ob ihr eine böse Tat vergebt, Allah ist wahrlich Tilger der Sünden, allmächtig.

    150. Die an Allah und Seine Gesandten nicht glauben und einen Unterschied machen möchten zwischen Allah und Seinen Gesandten und sagen: «Wir glauben an die einen und verwerfen die anderen», und einen Weg zwischendurch einschlagen möchten:

    151. Sie sind die wahren Ungläubigen, und den Ungläubigen haben Wir schmähliche Strafe bereitet.

    152. Die aber an Allah glauben und an Seine Gesandten und zwischen keinem von ihnen einen Unterschied machen, sie sind es, denen Er bald ihren Lohn geben wird, und Allah ist allvergebend, barmherzig.

    153. Das Volk der Schrift verlangt von dir, daß du ein Buch vom Himmel zu ihnen herabgelangen lassest. Aber von Moses forderten sie etwas Größeres als dies, da sie sagten: «Zeig uns Allah offensichtlich!» Da ereilte sie vernichtende Strafe ob ihres Frevels. Dann nahmen sie sich das Kalb, nachdem ihnen doch deutliche Zeichen zuteil geworden waren, aber Wir vergaben sogar das. Und Wir verliehen Moses offenbare Gewalt.

    154. Und Wir erhoben anläßlich des Bundes mit ihnen den Berg hoch über sie und sprachen zu ihnen: «Tretet ein durch das Tor in Unterwürfigkeit»; und Wir sprachen zu ihnen: «Übertretet nicht das Sabbatgebot». Und Wir schlossen einen festen Bund mit ihnen.

    155. Weil sie dann ihren Bund brachen und die Zeichen Allahs verleugneten und die Propheten widerrechtlich zu töten suchten und sagten: «Unsere Herzen sind in Hüllen gewickelt» – nein, aber Allah hat sie versiegelt ihres Unglaubens willen, so daß sie nur wenig glauben -,

    156. Und ihres Unglaubens willen und wegen ihrer Rede – einer schweren Verleumdung gegen Maria;

    157. Und wegen ihrer Rede: «Wir haben den Messias, Jesus, den Sohn der Maria, den “Gesandten” Allahs, getötet»; während sie ihn doch weder erschlugen noch den Kreuzestod erleiden ließen, sondern er erschien ihnen nur gleich (einem Gekreuzigten); und jene, die in dieser Sache uneins sind, sind wahrlich im Zweifel darüber; sie haben keine (bestimmte) Kunde davon, sondern folgen bloß einer Vermutung; und sie haben darüber keine Gewißheit.

    158. Vielmehr hat ihm Allah einen Ehrenplatz bei Sich eingeräumt, und Allah ist allmächtig, allweise.

    159. Es ist keiner unter dem Volk der Schrift, der nicht vor seinem Tod daran glauben wird; und am Tage der Auferstehung wird er (Jesus) ein Zeuge wider sie sein.

    160. Deshalb, wegen der Sünde der Juden, haben Wir ihnen reine Dinge verboten, die ihnen erlaubt waren, wie auch, weil sie viele abtrünnig machten von Allahs Weg,

    161. Und weil sie Zins nahmen, obgleich es ihnen untersagt war, und weil sie das Gut der Leute widerrechtlich aufzehrten. Wir haben den Ungläubigen unter ihnen eine schmerzliche Strafe bereitet.

    162. Die unter ihnen aber, die fest gegründet im Wissen sind, und die Gläubigen, die da an das glauben, was zu dir hinabgesandt ward und was vor dir hinabgesandt worden, und (vor allem) die, die das Gebet verrichten und die Zakat zahlen und an Allah glauben und an den Jüngsten Tag – ihnen allen werden Wir gewiß einen großen Lohn gewähren.

    163. Wahrlich, Wir sandten dir Offenbarung, wie Wir Noah Offenbarung sandten und den Propheten nach ihm; und Wir sandten Offenbarung Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und (seinen) Kindern und Jesus und Hiob und Jonas und Aaron und Salomo, und Wir gaben David einen Psalm.

    164. Es sind Gesandte, von denen Wir dir bereits berichtet haben, und (andere) Gesandte, von denen Wir dir nicht berichtet haben – und Allah richtete an Moses eine Rede -,

    165. Gesandte, Bringer froher Botschaften und Warner, so daß die Menschen keinen Klagegrund gegen Allah haben nach den Gesandten. Und Allah ist allmächtig, allweise.

    166. Doch Allah bezeugt durch das, was Er zu dir hinabgesandt hat, daß Er es mit Seinem Wissen sandte; auch die Engel bezeugen es; und Allah genügt als Zeuge.

    167. Die aber ungläubig sind und abwendig machen von Allahs Weg, die sind fürwahr weit in die Irre gegangen.

    168. Die ungläubig sind und Unrecht verübt haben, ihnen wird Allah nicht vergeben noch sie des Weges leiten,

    169. Es sei denn des Weges zur Hölle, darinnen sie lange, lange bleiben sollen. Und das ist Allah ein leichtes.

    170. O ihr Menschen, gekommen ist zu euch allbereits der Gesandte mit der Wahrheit von eurem Herrn; glaubet darum, das ist euch zum Guten. Seid ihr aber ungläubig, dann ist Allahs, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Allah ist allwissend, allweise.

    171. O Volk der Schrift, übertreibt nicht in eurem Glauben und saget von Allah nichts als die Wahrheit. Der Messias, Jesus, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter Allahs und eine frohe Botschaft von Ihm, die Er niedersandte zu Maria, und eine Gnade von Ihm. Glaubet also an Allah und Seine Gesandten, und saget nicht: «Drei.» Lasset ab – ist besser für euch. Allah ist nur ein Einiger Gott. Fern ist es von Seiner Heiligkeit, daß Er einen Sohn haben sollte. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Allah genügt als Beschützer.

    172. Weder der Messias noch die gottnahen Engel werden es je verschmähen, Diener Allahs zu sein; und wer es verschmäht, Ihn anzubeten, und sich zu stolz fühlt – Er wird sie alle zu Sich versammeln.

    173. Dann wird Er denen, die glaubten und gute Werke taten, ihren vollen Lohn geben und ihnen noch mehr geben aus Seiner Huld; die aber, die verschmähten und stolz waren, die wird Er strafen mit schmerzlicher Strafe. Und keinen Freund noch Helfer sollen sie für sich finden außer Allah.

    174. O ihr Menschen, gekommen ist zu euch in Wahrheit ein deutlicher Beweis von eurem Herrn, und Wir sandten hinab zu euch ein klares Licht.

    175. Die nun an Allah glauben und an Ihm festhalten, sie wird Er in Seine Barmherzigkeit und Gnade führen und sie den geraden Weg zu Ihm leiten.

    176. Sie fragen dich um Belehrung. Sprich: «Allah belehrt euch über Kalála: Wenn ein Mann stirbt und kein Kind hinterläßt, aber eine Schwester hat, dann soll sie die Hälfte von seiner Erbschaft haben; und er soll sie beerben, wenn sie kein Kind hat. Sind aber zwei Schwestern da, dann sollen sie zwei Drittel von seiner Erbschaft haben. Und wenn sie Brüder und Schwestern sind, dann sollen die männlichen (Erben) den Anteil von zwei weiblichen erhalten. Allah macht euch das klar, damit ihr nicht irrt; und Allah weiß alle Dinge wohl.»

  55. daniel

    Hä, versteh’ ich da wieder was nicht. Wäre bislang instinktiv davon ausgegangen, dass man nicht ein Gründstück mit Meerblick sondern ein Grundstück mit freiem Blick zur Grundstückgrenze kaufen kann. Und wer mehr Blick will, der kaufe sich den ganzen Strand, das Meer und die Luft dazwischen.

  56. jo@chim

    Lieber Schorsch: was soll die Grütze? Warum copy’n'pasten Sie mein Blog zu? Genau den selben religiösen Bullshit kann ich Ihnen jederzeit gerne aus der Bibel hervor graben. Aber darum geht’s doch überhaupt nicht: In punkto Intoleranz finden Monotheisten (ob unzivilisiert islamistisch oder zwangssäkularisiert christlich) ganz schnell wieder ganz nah zueinander…

  57. Georg Schmidt

    1.Kaum einer las den Koran oder wenigstens einige Suren.
    Hoffnung:
    Wenigstens einige tuns
    2. Die Bibel stellt Beispiele zum nachdenken, der Koran gibt Regeln die die Gläubigen zu befolgen haben.
    Nicht nur 10 klar gefasste Gebote.
    Ein großer Unterschied, der wenigen der Nichtlesern bewußt ist.
    Wachen hoffentlich einige auf.
    Wenn das nicht gewollt ist. Na dann.

  58. jo@chim

    Hä, versteh’ ich da wieder was nicht.

    Bist halt a Linker Genosse Vielleichteinlinker ;-) Aber im gegebenen Fall einer mit einer IMHO durchaus libertären Einsicht…

  59. daniel

    Ach Links, Libertär. Ist doch der gleiche Staat der in den Krieg zieht und Steuern eintreibt, ne?

  60. FG

    >Gemeinden sollen über den Bau von Minaretten entscheiden?
    >Das meinst Du wohl nicht ganz ernst.

    In Deutschland gilt genau das (auch wenn dazu in den seltendsten Fällen das Volk befragt wird).

  61. jo@chim

    Bei der Minarett-Initiative ging es also um Stimmungen, um Protest, um Bauchgefühl. Und genau das ist der Punkt, an dem ich immer wieder betone: Ich bin Liberaler, nicht Demokrat. Die Demokratie ist eine hundsgefährliche Staatsordnung! Sie ist überhaupt nur dann erträglich, wenn sie beschnitten, gefesselt und beschränkt wird – durch gesicherte Grundrechte, Gewaltenteilung, Föderalismus. Es lohnt sich daher auch immer wieder zu betonen, dass wir nicht einfach in einer Demokratie leben, sondern in einer “liberalen Demokratie” – also einer bewusst beschränkten und kontrollierten Demokratie.

    Christian Hoffmann auf freilich.ch

  62. M.M.

    Völlig klar. Genau aus dem Grund war ich gegen die Initiative.
    http://arlesheimreloaded.ch/article/abstimmung-minarettinitative-strategie-stimmbuerger

  63. M.M.

    “Die Demokratie ist eine hundsgefährliche Staatsordnung!”

    Hoffmann spinnt.

  64. jo@chim

    Was ist denn so spinnert an der Aussage? (Dem Gesamtzitat)

  65. Christian S.

    Habe ich auch auf rotstehtunsgut.de ausgeführt (nur nicht ganz so hübsch formuliert), und wurde dafür vom Ober-Liberalen Rayson scharf kritisiert.

  66. M.M.

    Das ist meine Antwort:
    http://arlesheimreloaded.ch/article/direkte-demokratie

  67. Medea

    “..wie die Moslems nun auf die Freiheit der Religion verweisen, die sie selbst bestmöglich mit Füssen treten”

    Ja, hast du das denn immer noch nicht verinnerlicht, “Islam heißt Friede” ;-)

    Henryk Broder ist nicht radikal, er überzieht auf satirische Weise. Das macht Dinge deutlicher, klarer.

  68. Medea

    “…alleine schon wegen der Beschallung kein Nichtmoslem mehr dort wohnen können oder wollen.”

    das sehe ich auch so. Das Gebrüll mit Lautsprecher wird aber immer mehr kommen, das ist mal sicher. Gibt es schon, wenn auch vorerst nur am Freitag, habe den Namen der Stadt vergessen.

  69. Rayson

    Erstens bin ich kein “Ober-”Liberaler, zweitens hat Christian Hoffmann recht und drittens habe ich bei dir andere Formulierungen kritisiert.

  70. Die Stimme aus dem Off

    Wahrheiten sind zwar nicht immer, aber sehr oft simpel.

  71. Fortschrittliche Schweiz, rückschrittliche BRD « bluthilde

    [...] zu begrüssen, dass die schweizerInnen sich gegen den bau von minaretten ausgesprochen haben. Ein blog-kommentator, der sich als schweizer zu erkennen gibt, [...]

  72. Webbaer

    Holla.

    “McCarthy Broder” heisst es auf einmal. Warum nicht gleich “Göbbels Broder”?

    Da kann man mal wieder schön sehen wohin Prinzipienreiterei, in diesem Fall das Beharren auf der fälschlicherweise so genannten Freiheit der Religionsausübung bzw. Religionsfreiheit(die beide bzgl, des Islams zum Glück nie bestanden haben – weil der Islam so zu sagen das Gegenteil des westlichen Wertesystems darstellt, musste leider beizeiten eingeschränkt werden; konkreter: als die ersten Moslems auftauchten), führen kann.

    MFG, WB

  73. Lina

    @ aka WB

    ” …als die ersten Moslems auftauchten” …

    … warst Du garantiert noch in ‘Abrahams Wurstkessel’, wo sich Ungeborene (nach urbayrischer Auffassung) so lange aufhalten, bis sie an der Welt (as we know it) Schaden nehmen können …

    Broder argumentiert als bedrängter Jude, dem ‘der Islam’ ganz besonders zusetzt, seit einige Protagonisten des politisch-faschistischen Arms Anschläge verüben. Muss er deshalb ‘die Muslime’ in einen Topf werfen und fortwährend gesellschaftlich diskreditieren?

    Deren Religion enthält zwar einige Ansprüche, Regeln, Verbote, die westlicherseits nur schwer zu tolerieren sind. Zur Kultur des aufgeklärten Menschen gehört es imho aber, gegensätzliche Auffassungen in offenem Wider_spruch (!) auszuhalten – ein Haltung, die er mit der ihm eigenen stechenden (mich nicht mehr be_stechenden!) Rhetorik verunglimpfend bis gehässig in ‘Ohnmacht’ umdeutet. Ohne Macht zu sein, ist für mich kein Makel, während Macht auszuüben einer ist …

    Das Zitat von der Toleranz als Wille zur Ohnmacht halte ich deshalb für eine Entwürdigung derer, die sehr bewusst Kompromisse statt Konfrontation suchen.

  74. Medea

    @webbär

    und bei negativen Aussagen über Broder fehlt auch selten der Hinweis “Jude”. Das hat dann Lina nachgeholt mit “Jude Broder”.

    Religionsfreiheit ist ja eine schöne Sache, wenn einen denn die Religionsausübenden in Ruhe ließen. Das ist aber nicht der Fall.

  75. Webbaer

    Broder argumentiert als bedrängter Jude

    Schön erkannt, auf den Punkt gebracht so zu sagen, Webbaer aber auch betroffen.
    WB nicht Jude.
    Denke mal, dass jeder mit einem langfristigen Planungshorizont hier aufzumerken hat.
    Vgl. mit dem was jetzt hochkommt, waren die linksextremistischen Sportsfreunde von einst (über die sich Axel Springer so aufgeregt hat, er meinte – nicht ganz falsch, aber letztlich doch von den Ergebnissen unbestätigt – es mit neuen Nazis zu tun zu haben) echte Gentlemen.

    Bzgl. der Toleranz ist HMB auf dem falschen Dampfer, Toleranz ist per se gut, war aber nie als Einladung an die Intoleranten gedacht. Hier ist insofern aus toleranter Sicht rechtzeitig wegzuhacken.

  76. Webbaer

    Du sagst es, Schwester.

  77. Lina

    ‘Broder als Jude’ steht da. Im Übrigen: Broder ist Jude – so what?
    Genauer: was willst Du mir anhängen, Medea?

  78. Webbaer

    Broder ist jedenfalls nicht schwul, oder?
    Pornograph könnte er gewesen sein, und zudem – im Ausdruck – unvollkommen.
    Aber, der WB ist dbzgl. natürlich frei, was sollen diese Anmerkungen?
    Schämen, setzen, LOL.

  79. Lina

    Minarette sind Bauwerke von eigenwilliger Dominanz, Kirchtürme und Wolkenkratzer auch. Man kann sie unter verschiedenen Aspekten betrachten, wovon der ästhetische nur einer von mehreren ist, aber derjenige, den ich – after all! – momentan zu präferieren beliebe …

    (Du verstehst den vermeintlichen Themenwechsel nicht? Macht nichts.)

  80. Medea

    Webbär,
    Broder sagt, Toleranz ist eine Sache von oben nach unten. Und wer dich toleriert, kann dir das auch wieder weg nehmen. Ihm geht es um Rechte, die er haben will. Rechte, die erkämpft wurden, ob nun in der Gleichstellung von Mann und Frau oder andere Freiheiten.

    Gleichstellung:
    Wenn du als Frau unter dem Mann stehst, nicht die gleichen Rechte hast, kann dich der Mann ja durchaus tolerieren, so lange er es will, er kann es aber auch wieder sein lassen. Habe ich aber gesetzliche Rechte, so kann mir der Mann das nicht nehmen.

    So gesehen, liegt Broder da nicht falsch.

  81. Webbaer

    Ohne jetzt in die Tiefe gehen zu wollen, HMB stellt das hochentwickelte Toleranzprinzip in Frage, was nicht gut ist.

    Exkurs: Altpräsident und Dummbatz par excellence R.v.W. stellte in einem wenig beachteten Fernsehinterview die Toleranz gegenüber der Intoleranz, philosophisch betrachtet (der WB sucht heute noch nach Aufzeichnungen), als Leistungsmerkmal heraus.

    Das sind dann Auswüchse, denen es zu entgegnern gilt, das hier behandelte Prinzip ist dagegen hochzivilisatorisch und hochwirksam.

    Dem Frauenwahlrecht steht der WB – in Anbetracht der Ergebnisse – natürlich auch skeptisch gegenüber. ;–)

    Broder vs, R.v.W. so zu sagen. Beides Mist.

    MFG, WB

  82. Webbaer

    Nachtrag:
    Heisst wohl “begegnen”, LOL.

  83. Webbaer

    PPS: Broder irrt natürlich fast nur hier. Das war natürlich keine grundsätzliche Kritik am bewährten Hochleister.

  84. Medea

    “Altpräsident und Dummbatz par excellence R.v.W.”

    *lach*
    1 Labereinheit = 1 R.v.W.

    Du schreibst:
    “Toleranz ist per se gut, war aber nie als Einladung an die Intoleranten gedacht. ”

    Da bin ich mit dir einig.

    Was Frauenwahlrecht angeht, bin ich froh, dass ich da nicht auf Toleranz angewiesen bin, sondern dieses RECHT habe.

  85. Webbaer

    Hier ist gerade eine Anpassung der in diesem Kontext missbräuchlich enstandenden Rechte zu bewundern:
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,664931,00.html

    Es ist aber noch tiefgreifender, Frauen sind für billige Argumentationen empfänglicher.

    Das natürlich nur ganz nebenbei…

    Zurzeit hat man gaaanz, ganz andere Probleme. Zum Beispiel mit dem bösen (ansonsten im pos. Sinne auf HMB-Niveau agierenden Schweizer) Köppel

    MFG, WB

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