Climategate Files – kein Hack, sondern Insider Job?
Die Veröffentlichung von Emails und Dokumenten vom Server der Climatic Research Unit (CRU) an der University of East Anglia im Vorfeld des Kopenhagener “Klimagipfels” war ein PR-GAU und hat die Glaubwürdigkeit der Klimakatastrophisten in der Öffentlichkeit nachhaltig beschädigt.
Nach kurzer Sprachlosigkeit und dem Rücktritt des Institutsleiters Phil Jones stehen nun die Verteidigungslinien: Russische Hacker (Sie wissen schon – die mit den Kinderpornos) seien mit krimineller Energie im Dienste der “fossilen Industrien” am Werk gewesen. Ergo: “Die eigentliche Geschichte ist, wer diese Leute sind und warum sie es machen.”
Als wenn die Art der Beschaffung irgendetwas an der inhaltlichen Brisanz der Daten ändern würde.
Aber selbst dieses Ablenkungsmanöver der blamierten Wissenschaftler scheint sich nun in heisse Luft (ach nehmen wir lieber CO2 *LOL*) aufzulösen. Der Netzwerkanalytiker Lance Levsen hat sich auf wattsupwiththat.com mit der Datenstruktur der “Climategate Files” befasst – und kommt zu dem Ergebnis, dass ein Hackerangriff äusserst unwahrscheinlich sei:
Occam’s razor concludes that “the simplest explanation or strategy tends to be the best one”. The simplest explanation in this case is that someone at UEA found it and released it to the wild and the release of FOIA2009.zip wasn’t because of some hacker, but because of a leak from UEA by a person with scruples.
Climategate – “Insider Job” eines frustrierten (oder skrupulösen) UEA-Mitarbeiters anstatt der grossen kriminellen Verschwörung des fossil-industriellen Komplexes gegen die Klima-Robin-Hoods? Vielleicht auch nur ein inkompetenter Sysop, der ein Backup auf öffentlichen FTP-Space ausgelagert hat?
Grosses Theater in jedem Fall! Bleiben Sie dran und freuen Sie sich auf den übernächsten Akt (Rahmstorf erklärt die “Klimapause”).








Und das hast du nicht bei achgut.com gefunden?
Dann hätte ich sie doch verlinkt Rayson. Was schliesst der geneigte Datenanalytiker daraus? liest öfter tp als achgut… Asche über mein Haupt :-)
Ich les beide selten, aber nur weil mir die Zeit fehlt. Die Sythese aus heise und Broders käme nämlich der Wahrheit oft viel näher als ef-online, wo man jetzt auf Gerhard Löwenquals Spuren wandelt.
Danke fuer den Beitrag, @chim.
Schön dass das ateam bei climategate auf der Seite Saudi Arabiens steht: http://www.politico.com/news/stories/1209/30291.html
cum hoc non est propter hoc
> Rücktritt des Institutsleiters Phil Jones
Das ist leider nicht richtig.
Jones läßt nur sein Amt ruhen, solange die Untersuchung läuft. Und die Untersuchung wird von der Uni-Leitung in Auftrag gegeben um zu zeigen, daß alles bestens ist – das Verhalten von Jones et al. ist nicht Untersuchungsgegenstand.
Von daher ist zu erwarten, daß er nach einiger Zeit wieder munter seinen Job weiter macht und als rehabilitiert gilt – es sei denn, der öffentliche Druck wird zu stark.
Schöner Beitrag. Aber hat dieser Jones nicht auch seine angeblich wissenschaftlichen Untersuchungen gelöscht? Jedenfalls blieben sie unter Verschluss und wurden anderen Wissenschaftlern nicht zugänglich gemacht. Offenbar hat er etwas zu verbergen.
Ja hat er wohl, und wenn man der Diskussion bei den Teleprollis glauben darf, wo jemand freundlicherweise auf diesen Beitrag hier verlinkt hat, war das sogar illegal…