Jetzt ist gut

07.01.2010 19:21 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 90 Kommentare

Die Libertäre Plattform wird auf mich verzichten müssen. Dass ich auf meinem Facebook-Profil die zustimmende Erwähnung neuer 9/11-Verschwörungsspinnereien im Logbuch der LP kritisierte, wurde mir als etwas ausgelegt, das man wohl andernorts parteischädigendes Verhalten nennt. Ich solle mich entscheiden…

… ob Du als LP-Mitglied unterstützend agierst oder öffentlich dagegen schreibst …

Was sich für mich schnödes Mitglied ziemte, ist bereits festgelegt worden. Na, wenn man mir diese Wahl stellt. Dann beziehe ich öffentlich Stellung dagegen. Die Libertäre Plattform war gerade in ihrer unorganisierten Gestaltlosigkeit eine vielversprechende Einrichtung. Der Ton, mit dem man jetzt als Abweichler zu rechnen hat, riecht bereits nach der Kaderorganisation, die sich der CHefTROLL wünscht.

Nicht zuletzt der Respekt vor den Ermordeten und den Hinterbliebenen des 11. September 2001 gebietet hier eine moralische Positionsnahme. Ich werde nicht für eine Organisation einstehen, in deren Medien es keinen Unterschied zwischen richtig und falsch mehr gibt und in der Kritik an diesem Zustand nicht öffentlich stattfinden darf.

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90 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

Scrutograph, 07.01.2010 19:56

Scheint mir folgerichtig: Da es ja im libertären Weltbild keinen Krieg geben darf, darf es auch den Kriegsgrund gar nicht geben. Alles nur eine Verschwörung des “Big Government”.

Wenn die Sektierer die Oberhand in der LP gewinnen, kann man sie wohl entgültig vergessen.

Haeretiker, 08.01.2010 13:14 Subscribed to comments via email

Häh ? Im libertären Weltbild soll es nicht einen Kriegsgrund geben, nicht kann es nicht. Werd erwachsen

Scrutograph, 10.01.2010 21:15

Vielleicht wird andersrum ein Schuh draus: An allem Übel in der Welt ist der Staat schuld, daher muss der Staat auch an 9/11 schuld sein. Einem privaten terroristischen Netzwerk kann das niemals zuzutrauen sein. (=libertäre Negativ-Staatsgläubigkeit).

PS: Vielleicht waren die USA an der Ausbildung und Förderung von Terroristen, die sich schließlich gegen ihre einstigen Förderer wandten, nicht ganz unbeteiligt.

jo@chim, 10.01.2010 21:55

Das “vielleicht” im P.S. kannst Du (leider) streichen, Scrutograph. Ansonsten volle Zustimmung. Vielleicht ergänzt zu fundamental-libertäre Negativ-Staatsgläubigkeit – die dann teilweise ins Paradoxe umschlägt: ich erinnere mich mit einer gewissen Schadenfreude an diejenigen, die das familiengeführte Pleite-Dubai als “neues Land der unbegrenzten Möglichkeiten” bejubelt haben ;-)

Lina, 11.01.2010 11:29

>>> ” … die das familiengeführte Pleite-Dubai als “neues Land der unbegrenzten Möglichkeiten” bejubelt haben ;-)

… was im übrigen auch ein Autor dieses Blogs schon getan hat; als sog. RelativiererIn, als die ich verschrieen bin, walte also meines Amtes und will auch an diesen pauschalen (im Archiv nicht gefundenen) Lobpreis Dubais erinnern, der mich in Anbetracht der herrschenden wahabitisch-familialen Machtstrukturen ziemlich irritiert hat…

Man kann imho nicht eine landesspezifische Form eines Kapitalismus’ preisen, ohne den Sippen_macht_bezug herzustellen und/oder anzuprangern; sonst wär’s ja auch diese “zu fundamental-libertäre Negativ-Staatsgläubigkeit– die dann teilweise ins Paradoxe umschlägt”, gell ;-) ?

jo@chim, 11.01.2010 13:07

Meine Suche ergab auch nur diesen Beitrag von Bodo, Lina. Hast Du den gemeint?

Eine feudalstaatlich verfasste Familienholding wie in Dubai oder den anderen Emiraten mag durchaus gut wirtschaften können (oder auch nicht, wie sich nun gezeigt hat). Mit Kapitalismus und Markt hat das erstmal wenig zu tun und mit einem freiheitlichen Gesellschaftsbild schon gleich gar nichts. IMHO.

Lina, 11.01.2010 14:32

Nein, der war’s nicht,

Hmm … dann muss es sich wohl um einen längeren comment von Bodo zum (bereisten!) Dubai gehandelt haben, der mir als ein_seitig euphorisch in Erinnerung geblieben ist … sorry!

 
Dagny, 11.01.2010 14:42

Ach, warum so pessimistisch, @chim? Eine kleine Krise, die irrationale Hoffnungen als Luftschloesser offenbart und auf den Boden der Tatsachen zurueckfuehrt, ist sicher nicht der Untergang Dubais.

Siehe auch bei FreieWelt.net
http://www.freiewelt.net/nachricht-2947/dubai%3A-auf–und-abstieg-des-emirats.html

jo@chim, 11.01.2010 15:25

Mir gings doch gar nicht darum, ob Dubai nun wirtschaftlich erfolgreich ist oder nicht: eine feudale Autokratie ohne Freiheitsrechte und Marktverfassung (was geht und was nicht bestimmt allein die staatsmonopolistische Familienholding) taugt nun mal nicht als “libertäres Utopia”. Gut, für Hoppe vielleicht. Für mich nicht.

dagny t., 11.01.2010 16:04

Als Hayekianer, Achim, sollte es dich doch milde stimmen: Das eine wird das andere nach sich ziehen, oder nicht?

jo@chim, 11.01.2010 22:11

Ich verstehe Deine Antwort nicht, Dagny: was wird was nach sich ziehen?

Dagny, 11.01.2010 22:35

Wirtschaftliche Freiheit wird politische nach sich ziehen. War doch in D. genauso. Zuerst das Wirtschaftswunder und als man satt und in Italien im Urlaub war, kam man drauf, dass noch ganz andere Dinge angegangen werden muessen.

Christian S., 11.01.2010 22:40

Verstehe ich das richtig, dass Du das Deutschland der 1950er Jahre auf politischer Ebene mit dem heutigen Dubai vergleichst?

Dubai ist keine Demokratie, das ist Dir schon bekannt, oder? :)

califax, 11.01.2010 23:04

Aus theologisch reiner libertärer Sicht ist alles außer Anarchie eine Schattierung von Despotie.
Nimmt man Chile oder Großbritannien, sieht man die Theorie der Kopplung von Wirtschaft und Demokratie aber deutlich in der Praxis.
Daß diese Kopplung existiert, ist unmittelbar einsichtig. Ob sie sich immer und unbedingt in politischen Umwälzungen niederschlägt, ist reine Spekulationsfrage.
Ich würde nicht die Sicherheit eines Landes drauf verwetten wollen.

 
dagny t., 11.01.2010 23:15

In vielen Staaten, Christian, ist der Wunsch nach gesellschaftlicher Liberalisierung und / oder demokratischer Teilhabe mit steigendem Wohlstand der Mittelschicht einhergegangen.

 
Christian S., 11.01.2010 23:17

Dass erst das Fressen, und dann die Moral kommt, das wusste schon Bert Brecht.

Inwiefern die BRD der 1950er Jahre mit Dubai zu vergleichen ist, ist mir trotzdem nicht klar.

 
califax, 12.01.2010 00:28

Dass erst das Fressen, und dann die Moral kommt, das wusste schon Bert Brecht.

Brecht hat da grundfalsch gelegen. Das Leben zeigt immer wieder, daß gerade bei armen Leuten und in größter Not moralische Werte höher gehalten werden als im Wohlstand.
Sein Spruch drückt nur die Verwunderung des Marxisten darüber aus, daß die Massen einfach nicht für seine Spinnereien verrecken wollen sondern eine Politik verlangen, bei der Otto Normal am Leben bleiben darf.
Der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Demokratie ist ein anderer: Man braucht Zeit, um sich politisch zu engagieren. Man braucht Geld, um Flugblätter und Plakate zu drucken und Bücher anzuschaffen.
Und man braucht sichtbare persönliche Leistungen, um das nötige Selbstbewußtsein zu entwickeln, das man braucht, um einem Diktator mehr oder weniger wohlmeinende Ratschläge zu erteilen.
Man braucht Geld und Einfluß, um Schergen zu bestechen, wenn man damit durchkommen will.
Man braucht Geld, Einfluß und Reisetätigkeit, wenn man an einem Unterdrückungssystem vorbei die Waffen für einen Aufstand besorgen will.
Und man braucht vor allem Bildung, um zu wissen, wie denn eine Alternative zur gegenwärtigen Diktatur aussehen könnte. Diese Bildung bekommen in Diktaturen aber nicht alle.
In Diktaturen mit wirtschaftlicher Freiheit wird der Zugang zu Bildung und Einfluß für politisch Unzuverlässige möglich.

 
califax, 12.01.2010 00:30

Nachtrag: Und hinzu kommt, daß wirtschaftliche Interessen, wie beispielsweise der Vergleich mit freien reichen Nationen oder der Wunsch nach korruptions-und erpressungsfreiem Handel natürlich auch die Reflexion über die Vorzüge unterschiedlicher Staatsideen fördern.

 
 
jo@chim, 11.01.2010 23:25

In Dubai gibt es keine wirtschaftliche Freiheit (i.S. einer tatsächlichen Marktordnung). Was läuft und was nicht bestimmt letztlich das Emirat.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Christian S., 07.01.2010 20:24

Fein. Nun musst Du noch begreifen, dass die “Klimaskeptiker” genau mit den gleichen Mitteln agieren wie die “9/11-Skeptiker” und teilweise die gleichen Personen sind. :-)

Bodo Wünsch, 07.01.2010 20:35

Beweise mal Deine These.

Christian S., 07.01.2010 22:14

Zitate von “parteidervernunft.eu”:

Wenn du den 9/11 Artikel echt so bringst dass ich glaube dass die Wahrheit gesucht wird Abonniere ich die Zeitung.

Das habe ich beim Artikel über die Klimalüge versprochen und werde es halten…

Es wird wohl in den weiteren deutschen Medien genau so totgeschwiegen werden wie Climategate; und deutsche Soldaten sterben weiter in Afghanistan für einen Popanz zum Nutzen der Rüstungsindustrie.

auf ein neues, schweinegrippe, klimaerwärmung,
vogelgrippe, bse, uva.

als ich den Focus Money mit Ihrem Artikel zum Klimagate Skandal las, war ich voller Freude, dass doch noch nicht alle Medien gleichgeschaltet sind.

Weiter geht’s mit “alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/12/climategate-poster-zeigt-drei.html”: da gibt’s einen 9/11 Themenabend.

Und unter “www.sackstark.info/?p=16164″ gibt’s eine Seite zu 9/11 und einen zu ClimateGate.

… Such halt selbst bei Google. :-)

Gängige Verschwörungstheorie-Praxis: eine feststehende Tatsache (Attentat auf WTC, Mondlandung, Holocaust) wird angezweifelt, mit vermeintlichen Fakten angegriffen, gegen “die Regierung” agitiert, gegen “das Establishment”, gegen “die Systemmedien”, etc. pp. Und nun ist’s eben der Klimawandel.

Alles das gleiche Muster. Dass medienkompetente Liberale darauf reinfallen, wundert mich schon ein bisschen, aber nunja. :-P

Adrian, 07.01.2010 22:39

Das Problem ist nicht der Klimawandel, das Problem ist, dass Sozialdemokraten und andere Bevormunder ihn benutzen, um Menschen vorzuschreiben, wie man künftig zu leben hat. Klimawandel als Sozialismusersatz quasi.

Christian S., 07.01.2010 23:01

Quatsch wird durch Wiederholung auch nicht richtiger. Oder auch: Getretener Quark wird breit – nicht stark.

Adrian, 07.01.2010 23:11

Ah ja, und wo ist das Quatsch bitte?
Wurden nicht bereits unter Berufung auf den Klimawandel Glühlampen verboten und Heizpilze verdammt?
Hat nicht die Aigner gerade erst empfohlen, weniger Fleisch zu essen, weil das dem Klima schadet?
Hat man nicht mit den Emissionszertifikaten eine riesen Umverteilungs- und Regulierungsbehörde geschaffen? Verlangen nicht die Klimapaniker einschneidende Maßnahmen um uns alle zu retten?

Christian S., 07.01.2010 23:33

“Ah ja, und wo ist das Quatsch bitte?”

Na, überall.

Adrian, 07.01.2010 23:37

Soll das heißen, die von mir aufgezählten Maßnahmen haben in einem Paralleluniversum statt gefunden?

Christian S., 07.01.2010 23:43

Nö, das soll das nicht heißen.

Die These, der Klimawandel werde von “den Regierungen” nur genutzt, wahlweise als Religions- oder Sozialismus-Substitut, ist aber nun einmal völlig Unfug und von einer Verschwörungstheorie nur noch sehr schwer zu unterscheiden.

Dass einige Einzelmaßnahmen, die vermeintlich gut fürs Klima sind, idiotisch sind, während andere, vielversprechendere Maßnahmen aus den unterschiedlichsten Gründen heraus nicht angegangen werden, habe ich nie bestritten.

Adrian, 07.01.2010 23:50

Der Klimawandel wird von den Regierungen genutzt, um neue Regelungen einzuführen = Sozialismus

Der Klimawandel ist innerhalb der meisten Politikerkreise und des juste milieu ein unhinterfragbares Dogma, das heute dazu dient, “gut” von “böse” zu trennen = Religion

Hat sich mal jemand mit der Frage befasst, ob es vielleicht dekadent ist, sich um höhere Temperaturen Sorgen zu machen, wärend im Iran Menschen zusammengekloppt werden und in Afrika Menschen an echten Krankheiten sterben?

Christian S., 07.01.2010 23:57

9/11 wird von den Regierungen genutzt, um neue Regelungen einzuführen = Sozialismus

9/11 ist innerhalb der meisten Politikerkreise und des juste milieu ein unhinterfragbares Dogma, das heute dazu dient, “gut” von “böse” zu trennen = Religion

q.e.d.

Hat sich mal jemand mit der Frage befasst, ob es vielleicht dekadent ist, sich um höhere Temperaturen Sorgen zu machen, wärend im Iran Menschen zusammengekloppt werden und in Afrika Menschen an echten Krankheiten sterben?

Das ist nicht dekadent. Wäre es dekadent, so wäre jegliche Handlung, die der Verbesserung des eigenen Status diente und über den reinen Erhalt des eigenen Lebens hinausginge und nicht dem Wohle anderer Menschen gewidmet wäre, dekadent.

Adrian, 08.01.2010 00:02

“9/11 wird von den Regierungen genutzt, um neue Regelungen einzuführen = Sozialismus”

Richtig.

“9/11 ist innerhalb der meisten Politikerkreise und des juste milieu ein unhinterfragbares Dogma, das heute dazu dient, “gut” von “böse” zu trennen = Religion”

Falsch. 9/11 ist kein unhinterfragbares Dogma, Und gerade im juste milieu werden dir nicht wenige “Sharon” zuraunen, wenn sie auf das Thema kommen.

“Das ist nicht dekadent.”

Es ist nicht dekadent, sich zwei Wochen lang mit dutzenden Diktatoren und Menschenschlächtern an einen Tisch zu setzen um darüber zu beraten, wie man die Temperaturen konstant halten kann?
Okay, du hast recht, das ist nicht dekadent. Das ist pervers.

Christian S., 08.01.2010 00:04

Cherry Picking ist uncool.

 
Adrian, 08.01.2010 00:07

“Cherry Picking ist uncool.”

Das macht ihr nach euren Wahlsiegen doch ständig :-)

 
Christian S., 08.01.2010 00:10

Ich nicht.

 
 
 
 
 
 
 
jo@chim, 07.01.2010 23:34

“Quatsch” und “albern” sind die Lieblingsvokabeln von Christian, wenn er gerade nicht diskutieren will oder keine Argumente hat. Spar Dir also die Mühe ;)

Adrian, 07.01.2010 23:36

Ich versuch’s trotzdem ;-)

Christian S., 08.01.2010 00:05

Sehe bei Dir keinen ernsthaften Versuch, eine Debatte zu führen. Sehr unbefriedigend.

 
 
 
 
 
 
 
 
Adrian, 07.01.2010 21:46

Wer steht denn dem Klima skeptisch gegenüber?

 
Haeretiker, 08.01.2010 13:26 Subscribed to comments via email

Oh Mann…

Nur weil manche die gleiche Auffassung gegen 9/11 und Klimaerwärmung treibt, bedeutet dies nicht eine Entwertung dieser Meinungen , man muss sie nähmlich unabhängig von diesen Meinungen neutral betrachten.

Fakt ist : Skeptizismus bei einer wissenschaftlicher These, vor allem wenn so viele Eventualitäten rein spielen wie beim Klimawandel sind eine Selbstverständllichkeit.

Fakt ist: Diesen Skeptikern wird kaum Verhör verschafft.

Fakt ist: Kein 9/ 11 Zweifler konnte jemals die Gegenbeweise ,also das 9/11 so passierte wie er “offiziell passiert ist” widerlegen.

fakt ist: Vor allem die Skeptiker- Literatur bezüglich 9/11 hat inzwischen die Mehrheit.

Fakt ist: Die wissenschaftliche These des Klimawandels ist kaum zu vergleichen mit den Verschwörungstheorien des 9/11 nicht nur weil den Verschwörungstheorien sher viel Ressentiment mit rein spielt.

Also hör auf Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen, nur weil andere der Überzeugung sind sie müssen das tuen, aber worauf willst du eigentlich hinaus?

 
chrisv, 08.01.2010 14:54 Subscribed to comments via email

Du hast ja so recht – die Skeptiker reden alle nur Unfug, die Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und überhaupt wird es Jahr für Jahr immer wärmer. Deswegen geh ich auch heute abend noch ‘ne Runde schwimmen, an der badischen Nordseeküste. Kommste mit?

Haeretiker, 08.01.2010 22:42 Subscribed to comments via email

Erstens gibt es zwei Arten von Skeptikern bezüglich des Klimas , wobei natürlich beide keine richtige Lobby bekommen, wie man an deiner dummdreisten Verallgmeinerung bemerkt die nicht auf Verbesserung und Erkenntnisgewinn sondern Pauschalisierung und Verurteilung aus ist. Dies zeugt nur so nebenbei von deinem Wissenschafts-und Menschenbild. Aber zurück zum Thema..

1. Form von Skeptiker: Es gibt keine Erwärmung. Diese würden anführen , dass nicht überall der Meeresspiegels ansteigt sondern teilweise zurückgeht. Diese würden anmerken dass an manchen stellen das Eis schmil, an anderen Stellen es dicker und mehr wird.

2. Form von Skeptikern: Diejenigen die nicht klar sagen können ob es eine Erwärmung gibt oder nicht . Diese sagen das der Mensch keinen wirklichen Einfluss darauf haben. Die würde auf die kleine Eiszeit verweisen, auf den Milankovic Zyklus etc.

Eventualitäten die bei 9/11 keine Rolle spielen. Da spielt die Eventualität Hass viel eher hinein.

 
 
 
Robert Michel, 07.01.2010 20:40

Also zustimmend ist die Erwähnung auf LP nicht und wenn ich mir deine Reaktionen auf Facebook so ansehe, warst du mit deiner Kritik daran nicht gerade dipomatisch. So wie ich Max verstehe ist es letzter Punkt den er kritisiert nicht, das du eine andere Meinung hast. Es ist unkollegial Kritik am LP-Kurs nicht zuerst dem Betreffenden zu nennen, sondern gleich damit in die Öffentlichkeit zu gehen.

Also überleg dir nochmal ob die Situation so eskalieren musste, ich würde ungern auf dich verzichten.

Ps: Ich beschreibe die Situation so wie sich mir darstellt, es ist gut möglich, dass ich nicht das ganze Bild kenne.

jo@chim, 07.01.2010 20:57

Interne Kritik am “LP-Kurs”* gibt es seit dem Berliner Treffen, Michel. Sie wurde aber vom MW nicht positiv beschieden – es sei nicht “die rechte Zeit” (sic), seine “Planungen” (sic) seien andere.

(*Welch grosses Wort für ein lockeres Netzwerk…)

Robert Michel, 07.01.2010 21:14

Mit “LP-Kurs” meinte ich die Frage was auf den LP-Medien veröffentlicht wird, nicht die Strukturdebatte.

jo@chim, 07.01.2010 21:20

Das entscheidet alleine “Max Wessenberg”

Bodo Wünsch, 08.01.2010 16:42

Ein Grund, sich zurückzuhalten*, aber nicht gleich “auszutreten”.

(* ein Netzwerk, in dem sich das Netz zurückhält – ist dann weder Netz noch Werk — that easy)

jo@chim, 08.01.2010 18:39

Ich tret’ ja auch nicht aus Bodo, ganz im Gegenteil… kann aber den Ärger von Daniel über die Anmassung MW’s, im Namen der LP VT-Bullshit zu verbreiten, gut verstehen: das grenzt ja schon fast schon an Rufschädigung.

 
 
 
 
 
 
jo@chim, 07.01.2010 20:54

Schade Daniel. Das ist doch nur “Max Wessenberg” der so agiert… ich denke, man kann nicht die gesamte Libertäre Plattform für eine einzelne Person in Haftung nehmen.

Wie Du weisst hat mir MW, nachdem ich eine interne Debatte über die existierenden Top-Down-Strukturen initiiert hatte, ebenfalls “schädigendes Verhalten” vorgeworfen und im Folgenden einen Kommentar auf der LP-Seite auf Facebook, sowie die Veranstaltungsankündigung zum LP-Bayerntreffen im “Logbuch” zensiert bzw. verändert. Die Bitten, mir einen Account beim Logbuch einzurichten, hat er bis heute nicht beantwortet:

Es ist imho in der Tat das Kernproblem, dass sich allein eine Person anmasst, zu definieren, welches LP-Mitglied wann was in den Medien der Libertären Plattform publizieren “darf” und sich selbst zum “Chef-Programmatiker” ernennt.

Jetzt auch auf Facebook noch obskuren Verschwörungs-Bullshit im Namen der LP, statt in seinem eigenen Namen (bzw. Pseudonym) zu verbreiten, ist ebenfalls ein starkes Stück, das ins Gesamtbild passt.

Ich kann Dich gut verstehen – nevertheless:

Ich finde, dass wir uns einen guten Ansatz – ein loses _Netzwerk_ von Libertären und konsequenten Liberalen in/bei der FDP – nicht von einer einzigen Person kaputt machen lassen sollten.

Deshalb bitte ich Dich, Dir den Schritt noch einmal zu überlegen.

 
Max Wessenberg, 07.01.2010 21:36

Ich setze mich für den Aufbau der LP ein. Mir scheint, dass die Zerstörung durch diejenigen verursacht wird, die im Gegensatz zu allen anderen nicht intern kommunizieren und Punkte, die normalerweise innerhalb einer Organisation einfach geklärt werden, unter wiederholter Verdrehung der Tatsachen wie an dieser Stelle in die Öffentlichkeit zerren. Das ist das einzige, was ich dazu außerhalb der LP sagen werde.

jo@chim, 07.01.2010 22:06

Die LP ist keine “Organisation”, sondern ein Netzwerk (zumindest solange bis ein _legitimiertes_ Gremium das beschliesst). Und die Debatte wurde seit dem Berliner Treffen intern geführt, wie du weisst – ohne jede Änderung hin zu mehr Transparenz und kollektiver Entscheidungsfindung. Die Kontrolle über alle Publikations- und Kommunikationsmöglichkeiten liegt nach wie vor alleine bei “Max Wessenberg”.

 
daniel, 07.01.2010 22:10

Mmmm, mir scheint, eine “Organisation” oder ein “loses Netzwerk” das intern nicht genug kommuniziert um solchen Unsinn irgendwie als solchen zu kennzeichnen bevor er in die Welt gesetzt wird, ist irgendwie…komisch.

jo@chim, 07.01.2010 22:15
daniel, 08.01.2010 01:28

Dein Kommentar war noch nicht da als ich meinen schon tippte. Deswegen die Überschneidung.

 
 
 
Insider, 07.01.2010 23:41

Dieser Max, wie er sich nennt, hat andere Interessen, eigene!

 
wolle, 07.01.2010 23:42

„Wer gegen die Einheit und Reinheit der Partei verstößt, ihre Beschlüsse nicht erfüllt, die Partei- und Staatsdisziplin verletzt ist … zur Verantwortung zu ziehen.“
– Ziffer 8 des Statutes des SED

Christian S., 07.01.2010 23:45

Ich habe schon des Öfteren auf den kuriosen Zusammenhang von Libertären und Kommunisten verwiesen. :-)

jo@chim, 07.01.2010 23:52

Christian, das ist _eine_ Person, die versucht ein im Enstehen begriffenes Netzwerk zu dominieren (ich will dabei nicht einmal bösen Willen unterstellen, es ist wohl eher politische Naivität).

Ich stehe – gerade als Libertärer – für ein transparentes Netzwerk und offene Kommunikation, wie wohl die meisten anderen. Sollte Dir eigentlich soweit geläufig sein.

Christian S., 07.01.2010 23:53

Hey, und Du solltest das Smiley gesehen haben. ;)

 
 
Adrian, 07.01.2010 23:55

Nun ja, eine freiwillige Kooperation der Menschen ohne Zwang ist jedenfalls tausendmal besser, als staatliche Zwangsmaßnahmen als “Solidarität” zu bezeichnen.

Christian S., 08.01.2010 00:00

Die meisten Menschen begreifen den Staat nicht als ihren “Todfeind”. Wer in Deutschland so unglücklich ist und einen Staat ohne Staat will, kann schon heute in den Kongo reisen und dort die Vortüge eines Minimalstaates genießen. :)

Adrian, 08.01.2010 00:06

“Die meisten Menschen begreifen den Staat nicht als ihren “Todfeind”.”

Oh, ich auch nicht. Ich betrachte ihn als Quälgeist, der sich in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen.

“kann schon heute in den Kongo reisen und dort die Vortüge eines Minimalstaates genießen.”

Da der Kongo unter einer Misswirtschaft leidet, gehe ich davon aus, dass zuwenig Staat das letzte ist, was in dem Land herrscht.

Christian S., 08.01.2010 00:11

“Der Staat” sind übrigens wir alle. Eigentlich ist das ein Misstrauensvotum Richtung Demokratie, was Du ständig abgibst.

Adrian, 08.01.2010 00:18

“Eigentlich ist das ein Misstrauensvotum Richtung Demokratie, was Du ständig abgibst.”

Ach, die Demokratie. Die Staatsform in dem der Einzelne tun muss, was die Mehrheit will. Klingt irgendwie suboptimal.

Christian S., 08.01.2010 00:23

“Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.”

Ich halte es weiterhin mit Churchill.

 
Adrian, 08.01.2010 00:30

Demokratie ist nur dann okay, wenn sie begrenzt ist, wenn also der einzelne einen Schutzraum hat, vor der Machtanmaßung der Mehrheit einerseits, und der ständigen Bevormundung durch die Regierung andererseits.
Ansonsten dreht der Souverän nämlich durch, und verbietet Minarette auf Privatgrundstücken, die ihm nicht mal gehören.
Oder er bestraft Menschen für ihr Sexleben.
Oder er zwingt einen, in eine Allgemeine Rentenversicherung einzuzahlen, bei der man seine Beiträge niemals wieder sieht.

Christian S., 08.01.2010 00:32

Da hast Du recht, das steht auch alles im Link, den ich verlinkt habe, der aber noch nicht freigeschaltet ist. :)

Adrian, 08.01.2010 00:37

Bitte, ich habe sogar Recht mit meiner Anmerkung über die Rentenversicherung?
Lass das mal nicht die Nahles hören. Sonst eröffnet die ein Parteitribunal wegen unsozialdemokratischer Umtriebe.

Christian S., 08.01.2010 00:41

Ich bezog mich auf “Demokratie ist nur dann okay, wenn sie begrenzt ist” – eigentlich vom Gesprächsverlauf her logisch. ;-)

Und, keine Sorge: so schnell wie bei der Libertären Plattform wird man bei uns nicht rausgeworfen. Wir sind ja keine Kommunisten. :)

 
Adrian, 08.01.2010 00:47

“Ich bezog mich auf “Demokratie ist nur dann okay, wenn sie begrenzt ist””

Und dennoch bist Du für die staatlich monopolisierte Rentenversicherung?

“Wir sind ja keine Kommunisten.”

Das ist allerdings wahr. Die einen sind Gauner, ihr seid bloß aufdringliche Kindermädchen.

Aber lass gut sein, Sozen und Liberale, das geht einfach nicht zusammen – die einen wollen frei sein, die anderen wollen Menschen zu ihrem Glück zwingen. Passt nicht.

 
 
 
 
 
 
jo@chim, 08.01.2010 00:28

Wenn man für weniger Staat und mehr Eigenverantwortung eintritt ist das also ein “Misstrauensvotum Richtung Demokratie”?

Du machst Dein Eintreten gegen Vorratsdatenhaltung, Zensurverfügungen, Einschränkungen der Privatsphäre unglaubwürdig mit derlei unreflektierten Aussagen, Christian.

Christian S., 08.01.2010 00:34

Wenn man für weniger Staat und mehr Eigenverantwortung eintritt ist das also ein “Misstrauensvotum Richtung Demokratie”?

Nein. Cherry Picking macht eine Diskussion ziemlich schwierig, wie gesagt. Schau Dir einfach nochmal genauer an, worauf ich geantwortet habe.

Jan, 08.01.2010 11:14

Die Nennung von konkreten Beispielen ständig als “Cherry Picking” zu verunglimpfen macht so ne Diskussion aber auch nicht einfacher.

 
 
 
David P., 08.01.2010 13:09

Nö, wir sind nicht wir der Staat…wir sind alle Teil der Gesellschaft…der Staat ist der organisatorische Überbau.

 
Haeretiker, 08.01.2010 13:12 Subscribed to comments via email

Christian dein Gespamme nervt. Der Staat ist erstmal die große Illusion auf die sich jedermann beruft um auf jedermanns Kosten zu leben. Getreu dem Motto zahlst du Entwicklungshilfe an China und bezahlst die neueste Pferderennbahn mit… Mal gefragt worden ob du das willst? Nein? Tolles Bekenntnis gegen sie sich selbst zu sein, das staatsspektisch zu sein, gell?

Mein Lieber wenn du A sagst musst du auch B sagen können. Und bezüglich des unseligen Kongo Beispieles. Wir haben nichts gegen einen Staat der die Interessen des Indiduum wahrt, die da wären Eigentumsschutz, Speisung der Armen, innere Sicherheit etc. Ein Staat der im Kongo nicht existent ist. In Deutschland haben wir wiederrum einen Staat der beisolchen Kernpotenzen immer mehr versagt… brennende Autos, privates Sicherheitspersonal bei immer mehr Läden etc. sind Anzeichen genug dafür. Stattdessen mehr Staat, der der Überzeugung dich immer mehr kontrollieren zu müssen, willst du das`?

 
Bodo Wünsch, 08.01.2010 16:45

“Der Staat” sind übrigens wir alle.”

Spruch all jener, die von _Staat_ mal gar keine Ahnung haben.

Ich bin Bürger.

daniel, 08.01.2010 21:27

Diese blöden mehrdeutigen Wörter. Tststs.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

[...] Hinterlasse einen Kommentar » >>Der Klimawandel wird von den Regierungen genutzt, um neue Regelungen einzuführen = Sozialis… [...]

 
chrisv, 08.01.2010 14:46 Subscribed to comments via email

wow, 55 Kommentare und kein einziger darüber, was denn nun eigentlich für Sinn oder Un-Sinn in dem Focus-Artikel steht. Vermutlich hat den keiner von den “Kritikern” hier überhaupt gelesen, ist ja vielleicht auch sicherer so, für die Konservierung des eigenen Weltbilds…

Sorry, aber wenn die Bretter vor dem eigenen Kopf so dick werden, dass schon ein neutral formulierter Hinweis auf einen Hinweis auf einen Artikel, der möglicherweise abweichende Meinungen enthält, zum virtuellen Scherbengericht reicht, dann hat das mit geistiger Freiheit, Aufgeschlossenheit oder einem rationalen Weltbild exakt nichts mehr zu tun, dafür aber sehr viel mit der typischen Verbohrtheit und Überheblichkeit, die man bei religiösen oder politischen Fanatikern (=überzeugten Etatisten) kennt.

Glaube ich persönlich an eine große Verschwörung rund um 9/11? Nein. Aber ich habe weder Angst davor, einen Artikel zu lesen, der das möglicherweise(!) anders sieht, noch habe ich auch nur das geringste Problem damit, wenn mich jemand auf einen solchen Artikel aufmerksam macht oder über ihn berichtet. Und erst recht käme ich nie auf die Idee, wegen einem solchen Hinweis ein derartig absurdes Theater zu machen. Nicht nur, weil es so ca. 1e+51 wichtigere Themen auf der Welt gibt. Sondern vor allem, weil mir selbst der bekloppteste Flatearther im Zweifel sympathischer ist als derjenige, der sich allein wegen der Konformität der eigenen mit der offiziell zulässigen Meinung für etwas besseres hält, und dabei übersieht dass er doch nichts weiter macht, als für diejenigen die Drecksarbeit zu verrichten, deren schiere Existenz daran hängt, dass über bestimmte Dinge nicht allzu intensiv nachgedacht wird.

Leider scheint diese Haltung selbst in libertären Kreisen alles andere als mehrheitsfähig zu sein. Schade eigentlich. Immerhin kann man ein wenig Trost in der Erkenntnis finden, dass Wahrheit und Mehrheit zwar sechs Buchstaben, ansonsten aber nicht viel gemeinsam haben und sich öfter als nicht später herausstellte, dass die Wenigen recht haben und die Mehrheit sich irrt. Davon abgesehen sind virtuelle Ketzerverbrennungen ja auch schon ein großer Fortschritt gegenüber den echten, die man vorher hatte.

Vielleicht ist in drei, vier Generationen dann sogar die Mehrheit so weit, dass man den Unfug ganz bleiben lässt. Oder so.

dagny t., 08.01.2010 16:44

Nein, Chris, man muss sich nicht mit allem inhaltlich auseinandersetzen. Perpetuum Mobile (technisch wie im ubertragenen Sinn) braucht man nicht unnoetig eine Plattform bieten. Auch nicht als Libertaerer.

chrisv, 08.01.2010 17:32 Subscribed to comments via email

Nein, Chris, man muss sich nicht mit allem inhaltlich auseinandersetzen.

Natürlich nicht. Aber dann kann ich (bezogen auf die jeweilige Aussage) eben auch keine Erkenntnis gewinnen. Was durchaus kein Beinbruch sein muss, wir leben ja alle nicht ewig und man kann z.B. zum 2. Hauptsatz auch einfach sagen dass er für mich gut genug funktioniert (die klassische Mechanik z.B. funktioniert für die meisten Zwecke gut genug, obwohl sie strenggenommen schon seit Längerem “widerlegt” ist).

Das ist aber keinesfalls dasselbe wie dem 2. Hauptsatz den Status einer für alle Zeiten gültigen, nicht hinterfragbaren Wahrheit zuzugestehen. Ganz im Gegenteil: Erst dadurch, dass es ein Experiment gibt(*), mit dem er widerlegt werden kann, wird der Satz überhaupt zur wissenschaftlichen Aussage. Skeptizismus ist in diesem Sinn der Nährboden, auf der Erkenntnis überhaupt erst wachsen kann. Das Gegenteil davon ist der (Aber-)Glaube, auf dem wachsen dann all die schönen und weniger schönen Blüten der Religion.

(*) “gibt” im Sinne von “man kann eines beschreiben”, das bedeutet natürlich nicht, dass es dann auch funktioniert.

Perpetuum Mobile (technisch wie im ubertragenen Sinn) braucht man nicht unnoetig eine Plattform bieten.

Kann es sein, dass hinter diesem “(k)eine Plattform bieten” die unausgesprochene (und ggf. auch unbewusste) Befürchtung steht, die kritisierte Aussage könnte doch überzeugender wirken als die eigenen Argumente? Besonders hilfreich fand ich diese Sichtweise jedenfalls nie, das hat immer irgendwie was von kneifen. Dass man so was oft von AGW-Gläubigen and the likes hört, aber praktisch nie z.B. von Skeptikern, spricht ja schon für sich.

dagny t., 08.01.2010 19:03

Die klassische Mechanik ist nicht ‘widerlegt’. Sie ist auch nicht falsch. Sie ist ein Grenzfall einer weitergehenden Theorie und in diesem Rahmen ‘richtig’. (Widerlegt sind allerdings die begrifflichen Annahmen und Axiome, die der Newtonschen Theorie zugrunde lagen. Stichwort Absoluter Raum und Absolute Zeit – das sehe ich aber eher als sprachlich-begrifflich, vielleicht philosophisches Problem denn als physikalisches. ).

Es steht nicht fest, dass unsere heutigen Theorien der Weisheit letzter Schluss sind. Ein Paradigmenwechsel schliesst in der Naturwissenschaft aber immer die alte Theorie als Grenzfall ein, wie am Beispiel Newtons Mechanik – ART/SRT gesehen.

Von allen physikalischen Gesetzen sitzt der 2te Hauptsatz am festesten im Sattel, auch wenn das fuer Dich den Anschein eines unhinterfragten Postulats haben mag.

Kann es sein, dass hinter diesem “(k)eine Plattform bieten” die unausgesprochene (und ggf. auch unbewusste) Befürchtung steht, die kritisierte Aussage könnte doch überzeugender wirken als die eigenen Argumente?

Das Vermeiden der Diskussion ist dann sinnvoll, wenn man von vorneherein weiss, dass man auf anderen Wertefundamenten steht und dass diese eigenen Werte mit den Werten des anderen in der zu betrachtenden Frage (weitgehend) unvereinbar sind (bzw. vom anderen nicht anerkannt wird). Die Diskussion mag ein netter Zeitvertreib sein, sie wird durch Wiederholungen aber nicht spannender.

Was das absurde Theater angesichts eines kleinen Hinweises, auf einen kleinen Beitrag in einem kleinen Magazin angeht, stimme ich Dir durchaus zu. Das ist unprofessionell.

….der sich allein wegen der Konformität der eigenen mit der offiziell zulässigen Meinung für etwas besseres hält, und dabei übersieht dass er doch nichts weiter macht, als für diejenigen die Drecksarbeit zu verrichten, deren schiere Existenz daran hängt, dass über bestimmte Dinge nicht allzu intensiv nachgedacht wird.

Ohje. Das erinnert an “Konformitaetsdruck und Konsumterror”, den andere einst angefuehrt haben. – Nicht immer hat die Mehrheit recht, aber manchmal ist eben auch vernuenftig, was die Mehrheit macht. – Es spricht zum Beispiel nichts dagegen, das Hexadezimalsystem im Alltag zu verwenden, es ist aber schlicht unpraktisch (bzw. eine Marktentscheidung) Dinge im Dezimalsystem zu zaehlen.

 
 
 
Hatuey, 08.01.2010 21:00

Bin ich hier der einzige, der zählen kann, oder warum hat sich noch niemand dazu gemeldet, oder habe am Ende ich nur den Witz nicht kapiert?

Wahrheit und Mehrheit haben doch acht Buchstaben.

chrisv, 08.01.2010 21:20 Subscribed to comments via email

gemeinsam haben…

 
 
 
apollinaris, 08.01.2010 15:43

Ich finde Deine Entscheidung richtig. Anders als manche Kommentatoren hier halte ich jedoch eine Gleichsetzung von 9/11-Verschwörungstheoretikern mit Klimaskeptikern für ebenso falsch. Gerade in einer Platform, die sich libertär nennt, sollte man offen und ohne Scheuklappen über Richtig und Falsch, Wahr und Unwahr, diskutieren können. Vielleicht setzt Dein Ausstieg ein Zeichen dafür, was falsch läuft. Alles Gute und weiterhin viel Freude und Erfolg bei Deiner politischen Arbeit!

 
Sofa, 09.01.2010 20:31

gute entscheidung

jo@chim, 10.01.2010 00:14
 
 
Werner, 12.01.2010 00:06

Ich weiss zwar nicht genau worum es genau geht – ich kenne die LP nur wenig – aber ich finde es schade, dass Daniel nicht mehr mitmacht.
Zur Gleichsetzung von Klimarealisten und 9/11 Skeptikern kann ich nur sagen , dass ich zu den ersteren gehoere – allerdings von den vielen Verschwoerungstheorien zum 9 /11 ueberhaupt nichts halte.

 
DDH, 06.03.2010 00:13

An dieser Stelle komme ich nicht umhin, Murray N. Rothbard zu zitieren:

„Es ist auch wichtig für den Staat seinen Untergebenen eine Aversion gegenüber jeglichen „Verschwörungstheorien über die Geschichte” einzuimpfen; die Suche nach „Verschwörungen“ bedeutet eine Suche nach Motiven und eine Zuschreibung von Verantwortung für historische Verbrechen. Wenn jedoch irgendeine durch den Staat auferlegte Tyrannei, Bestechlichkeit oder ein Aggressionskrieg nicht durch die Staatsführung verursacht wurde, sondern durch mysteriöse und geheimnisvolle „soziale Kräfte“ oder durch den unvollkommenen Zustand der Welt, wenn irgendwie Jeder verantwortlich ist („Wir sind alle Mörder“ behauptet ein Slogan), dann gibt es für die Menschen keinen Grund entrüstet zu sein oder sich gegen solche Missetaten zu erheben. Ferner bedeutet ein Angriff auf „Verschwörungstheorien“, dass die Untertanen leichtgläubiger werden und an die Gründe des „allgemeinen Wohlergehens“ glauben, die vom Staat immer vorgebracht werden, wenn er sich in irgendeiner seiner despotischen Aktionen ergeht. Eine „Verschwörungstheorie“ kann das System destabilisieren, indem es die Öffentlichkeit an der ideologischen Propaganda des Staates zweifeln lässt.”

 

[...] Bekanntlich pflegen wir ähnliche Ansichten zum Datenschutz für Steuerflüchtlinge, sind aber in anderen Fragen so weit divergent, dass man uns wahrlich nicht unterstellen kann , die größten Freunde zu sein. So [...]

 

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